Wie soll das noch enden? Trigger!

      Liebe Gaby,

      ich glaube das was deine thera damit meint, ist die innere Einstellung und die ist wichtig. Du musst aufhören wollen, den Weg zum Clean werden wollen. Das heißt ja nicht das du nicht von jetzt auf gleich alles sein lassen sollst. Es sind kleine Schritte, und ja es wird vieleicht auch Rückschläge geben. Aber der Wille ist das entschieden. DU musst es wollen. Und das du hier schreibst ist doch schon mal ein Anzeichen, du suchst hier nach hilfe. Vielleicht ist da ja ein kleines Krafttier was will ?!! Alles Liebe =)
      [...] Irgendetwas bleibt ganz sicher zurück als Zeugnis für eine Hoffnung, ein zu früh versprochenes Glück [...] Bela B., Irgendetwas bleibt
      Hallo liebe Pinsel,

      ja das stimmt...ich muß WOLLEN!

      Nur gerade habe ich einen herben Rückschlag zu verkraften. Muß morgen ins Krankenhaus zur Bluttransfusion [...] schluchtz...
      Bin von mir selbst geschockt!

      GLG Gaby

      [Edit: Detail entfernt, bitte denk an die Forenregeln und Löschkriterien /Fylgja]
      Unsere Sehnsucht wird immer größer, je weniger wir sie befriedigen können!!!

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      Liebe Gaby
      ich wollte dir sagen dass ich deine Beiträge im DAT oft sehe und mich frage wie es dir geht und was du für Veränderungen vor dir hast.
      Ich kann das gut verstehen dass das Angst macht, hatte und habe auch mein komplettes Leben umgeschmissen im letzten jahr und ringe immer noch mit mir und allem was das für Folgen hatte - und doch habe ich die Erkenntnis erlangt, dass es anders keinen Weg gibt und ich da durch muss.
      Daher wünsche ich dir von ganzem Herzen, dass du Menschen an deiner Seite hast die dir helfen dabei, die Angst im Zaum zu halten um die Schritte zu gehen, die nötig sind, damit du eine Chance auf Leben hast.
      Alles Gute und schreib gerne wie es weiter gegangen ist wenn du magst. Ich kann nicht immer zeitnah antworten aber ich lese es mit Sicherheit und schreibe dann sobald es geht.
      Viele Grüße!
      Liebe Graf Zahl
      danke für dein Interesse!
      Mir geht es schon seit einiger Zeit ziemlich schlecht. Im Moment steht das Psychische im Vordergrund, habe starke Depressionen u. Angstzustände.
      Körperlich gehts im Moment noch, da ich erst vor zwei Wochen zur Blutübertragung im Krankenhaus war. Mein SvV weiter sehr stark.
      Nun zu den Veränderungen die mir bevorstehen. Ich habe drei Erwachsene Kinder, meine beiden Töchter wohnen schon einige Jahre nicht mehr bei mir, wobei eine Tochter von der ich auch zwei Enkel hab wohnt hier bei mir in der Wohnsiedlung. Jetzt sieht es aber dieses Jahr, wahrscheinlich August, so aus, das mein Sohn 25 Jahre alt, in eine eigene Wohnung zieht. Was mir den Boden unter den Füßen weg zieht. Verstehe das bitte nicht falsch, ich wünsche mir das er sein eigenes Leben ohne kranke Mutter leben kann, doch es tut so verdammt weh. Ich hänge sehr an ihm u. er hat mich immer unterstützt- Nun werde ich dann aus meiner jetzigen Wohnung ausziehen müßen, denn ich lebe vom Amt u. die Wohnung ist definitiv zu teuer. Ich möchte gerne hier in der Wohnsiedlung wohnen bleiben, wegen meiner Tochter u. den Enkeln u. weil sie mir auch hilft wo sie kann. Das ist gar nicht so einfach eine kleine Wohnung für das was das Amt zahlt zu bekommen. Dann habe ich auch noch einen Hund u. eine Katze, was die Wohnungssuche auch nicht grad einfacher macht. Hier in der Wohnsiedlung darf ich meinen Hund, der mir als Therapiehund attestiert ist, halten. Ich hatte aber schon Probleme weil er bellt wenn es bei mir schellt, das ging sogar bis zum Rechtsanwalt. Nun hab ich Angst das sowas wieder passieren könnte, dass ging mir alles sehr an die Substanz.
      Dann sieht es so aus das ich seit 2006 Erwerbsunfähig bin, nicht mehr gearbeitet habe. Finanziell bin ich hingekommen weil mein Sohn mich auch unterstützt hat u. noch unterstützt, was mir sehr unangenehm ist. Was mir in diesem Zusammenhang peinlich ist, ist die Tatsache das ich auch noch Kaufsüchtig bin. Habe es im Moment etwas besser im Griff aber Angst wie es damit wird wenn ich alleine bin.
      Zahn Implantate zahle ich auch noch ab, 100 Euro monatlich aber bis mein Sohn auszieht müßte ich die ab bezahlt haben. Trotzdem wird es mit dem Geld schwierig sein. Ich habe eine BEWO Betreuerin u. die möchte das ich dreimal pro Woche in die Tagesstruktur vom Sozialpsychiatrischem Zentrum gehe. Dort kann ich in bestimmten Bereichen 2-3 Stunden pro Tag arbeiten u. bekomme einen kleinen Lohn dafür u. ein Busticket. Damit wäre mir schon geholfen. Der Punkt ist, dass ich mich nicht traue. Meine Ängste blockieren mich. Ich hab Angst vor der Realität.
      Ich sollte vllt. noch erwähnen das ich mich in meinem Zuhause verkrieche, die Wohnung nur für Thera u. Arzttermine verlasse.
      Puuh, das hat mich jetzt Überwindung gekostet aber gleichzeitig bin ich froh das es mal raus ist.
      Ich hoffe du steigst durch.

      LG Gaby
      Unsere Sehnsucht wird immer größer, je weniger wir sie befriedigen können!!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Gaby“ ()

      Liebe Gaby danke für deine ehrliche Antwort. Ja wenn alles sich so existenziell anfühlt v.a. bzgl der Grundsicherung dann kann einem das glaub ich schnell jegliche Stabilität nehmen. Bist du denn darüber im Gespräch mit deiner Betreuerin? zB dass du bzgl. deiner Kaufsucht reglementiert wirst von außen (ich weiß nicht ob sowas geht , vermutlich kaufst du ja im Internet ein, wenn du die Wohnung nicht verlässt?)
      Mit den Tieren glaube ich dass das schwierig ist. Vermutlich wird es keine Goldlösung geben... hast du mal an ein betreutes stationäres Wohnen gedacht oder generell an einen stationären Aufenthalt? Darüber hatten wir ja schonmal geschrieben.
      wo zieht dein Sohn denn hin? Ja mit 25 ist das wohl vollkommen normal dass man sich was eigenes sucht, das sehe ich genauso.
      Wie kannst du dein Netz noch verbessern, damit du alle Unterstützung bekommst die dir hilft? Was ist zB mit Beratungsstelle, wie gesagt stationärer Therapie, stationärem Wohnen etc..? Alles nur Vorschläge, kann mir vorstellen dass dir das auch Angst macht zu lesen und Druck.
      Ja ich steige durch, fand alles was du geschrieben hast verständlich - danke für deine offene Antwort!
      Ich wünsch dir sehr dass du den Rahmen mit Unterstützung erstmal in den Griff bekommst der da scheinbar ja arg ins Wanken gerät um dann danach einmal durchzupusten und vielleicht noch den nächsten ein oder anderen Schritt zu wagen.... man hat nur das eine Leben, wobei "nur" relativ ist wenn man bedenkt was in so 80/90 Jahre wenn es gut läuft alles rein passt...
      ich drück dir fest die Daumen. sag Bescheid wenn ich dir hier irgendwie helfen kann. im Moment hab ich das gefühl kann ich nur Daumen drücken und die Kraft wünschen.
      Viele Grüße Graf Zahl
      Hallo Graf Zahl,
      danke für deine Antwort!
      Mich zu öffnen hat mir schon Überwindung u. Mut gekostet aber nun ist es raus u. das erleichtert auch.Außer meiner Psychiologin, Psychiaterin u. meiner kids weiß davon niemand. mir ist das alles zu peinlich , kann schlecht, sehr schlecht über die Kaufsucht sprechen. Meine Kids merken natürlich das oft was Neues da ist u. dann habe ich ihnen das erklärt, sie sind ja Erwachsen. Sie konnten mich teilweide verstehen u. unterstützen mich soweit sie können.
      Meine Betreuerin ist keine gesetzliche Betreuerin, sie betreut mich übers BEWO zuhause bei mir. Sie weiß nichts von der Kaufsucht u. das soll so bleiben. Ja ich kaufe im Internet ein...mein Sohn hat mir am PC viele Bestellportale gesperrt (Fritzbox), dort kann ich dann nicht mehr einkaufen. Zuerst war ich Sauer darüber, doch jetzt bin ich ihm Dankbar dafür.
      DU hast Recht Tiere sind meist ein Hindernis aber ich gebe sie nicht her, nicht nach einer so langen Zeit, hund 8, Katze7 Jahre alt. Ohne sie kann ich nicht mehr, zumal ich wenn mein Sohn ausgezogen ist, bin ich ja ganz alleine.. Vor dem Alleinsein habe ich große Angst. Ich habe zwar Hilfen wie BEWO, THerapeutin, Psychiaterin, teiweise Psychiatrische Fachkrankenpflege.
      War erst letztes Jahr August in der Klinik u. da haben sie mich dann nach zwei Wochen entlassen, weil es nur eine Krisenintervention gewesen sein soll. als um weiteren stationären Aufenthalt gebeten habe, wurde gesagt das ich nicht bleiben kann, weil ich in der ambulanten DBT Gruppe war, die sich in der Zwischenzeit aufgelöst hat.
      Ich bin gerade dabei mit meinen Hilfen über ein stationär betreutes Wohnen zu sprechen...aber die Haustiere dürfen nicht mit!
      Zwei meiner Hilfen sehen mich im betreuten Wohnheim u. meine Kids auch (klar sie haben Angst um mich, das ich alleine zugrunde gehe)
      Mein Sohn will schon im meiner näheren Umgebung wohnen aber halt nicht ganz bei mir...verständlich.
      Stationäres betreutes Wohnen mach mir Angst, Angst nicht mehr .Eigenständig zu dein, meine Kontrolle über mich zu verlieren.
      Doch schlau machen werde ich mich mal, wenn ich mich denn traue. Denn das alles macht mir ganz schön Angst u. enormen Druck.
      Hier in der Wohnsiedlung sind zwei 45 Quadratmeter Wohnungen noch frei, die schaue ich mir nächste Woche mal mit meinem Sohn an. Wenn die Wohnungen was wären, wäre alles etwas unkomplizierter da gleicher Vermieter.
      Danke dir für deinen Rat!
      Das schlimme ist das ich sooo kraftlos u. erschöpft bin, was ja ca. alle zei bis drei Monate schlimmer wird u. bedeutet das ich Blut brauche zum überleben.
      Ich bekomme mein "Leben" nicht in den Griff, fühle mich oft Handlungsunfähig.
      Aber ich werde versuchen mit Hilfe was zu bewirken.

      Danke dir fürs Daumen drücken u. die Kraft! Werde beriechten!

      LG Gaby
      Unsere Sehnsucht wird immer größer, je weniger wir sie befriedigen können!!!
      Wegen deiner Tiere. Also es ist wirklich schwierig mit Tieren aber manche Wohnformen bieten kann das man die Tiere in er Nähe untrbringen kann. Man kann sie dann jeden Tag sehen (nur nachts nicht) und muss sie nicht abgeben. vieleicht wäre das eine option für dich.
      Hallo Junimond

      ja mit Tieren eine Wohnung zu bekommen ist nicht leicht. Wir haben hier eine Wohnungsgesellschaft die verbieten Tiere generell.
      Aber ich gebe nicht auf...von den Tieren trennen ist zur Zeit keine Option für mich.
      Mein Hund ist für mich Therapiehund, das hat mir auch meine Psychiaterin attestiert.
      In den nächsten Tagen schaue ich mir eine Wohnung hier in der Siedlung an, da sind Tiere erlaubt.

      Von dieser Wohnform die du beschreibst hab ich noch nichts gehört, hört sich aber interessant an.
      Wenn alle Stricke reißen...

      LG Gaby
      Unsere Sehnsucht wird immer größer, je weniger wir sie befriedigen können!!!
      naja ich habe mal in einer Wohngruppe gewohnt, wo Tiere erlaubt sind (allerdings nur Kleintiere) wie Meerschweinchen und Hasen, Hamster. Das heisst man konnte (wenn man ein Tier hatte) mitbringen. Allerdings was (in der Regel) das Gehege draußen auf dem WG-gelände. Katzen und Hunde sind trotzdem nicht erlaubt, aber man konnte diese in eine Art Tierpension bringen und eben täglich sehen. Das ist auch ein Mädchen was ein eigenes Pferd hat und das steht auch in einem Stall in der Nähe. Aber du willst ja wenn ich das richtig verstanden habe lieber in eigenen Wohnung als in eine WG
      Also ich möchte schon gerne in eine eigene Wohnung, nur ob ich das auf Dauer durchstehe weiß ich nicht???
      Aber erstmal peil ich glaube ich eine eigene Wohnung mit ambulant betreutem wohnen an.

      Dank dir für deinen Vorschlag, finde ich generell eine gute Sache!

      LG Gaby
      Unsere Sehnsucht wird immer größer, je weniger wir sie befriedigen können!!!
      Hallo ihr lieben!

      Bin die Tage durch Graf Zahl nochmal auf diesen Thread gestoßen...lange ist es her.
      Es hat viele auf u. abs gegeben aber vom SvV bin ich nicht losgekommen.
      Ich war einige Male in der Psychiatrie aber wohl nie lang genug. Außerdem immer bei mir vor Ort.
      Hatte einige Zeit eine ambulant psychiatrische Pflege, als die zu mir kam wurde es mit dem SvV besser aber aufhören konnte ich auch da nicht.
      Seit gut einem Jahr gehe ich nun zu einer Verhaltenstherapeutin, die mir in vielerlei Hinsicht hilft...nur das SvV.
      Ein Grund für mein SvV scheint das ich umsorgt, versorgt, behütet sein will u. Aufmerksamkeit möchte. All das habe ich in meiner frühesten Kindheit entbehren müßen. Jetzt halte ich aber immer noch so dran fest das ich das noch bekommen werde. Liebe, Geborgenheit, Verständnis, Fürsorge, Sicherheit all das will ich heute haben, doch ich meine es nur zu bekommen wenn es mir schlecht, sehr schlecht geht. Meine Therapeutin sagt ich kann mir das nur selbst geben. Wir arbeiten in der Therapie jetzt mit meinem inneren Kind, der kleinen Gaby die all das will was sie nicht bekommen hat. Ich als Erwachsene kann ihr das geben aber es ist nicht leicht.
      Meine Therapeutin meint ich werde das speziell von meinem Papa nicht mehr bekommen, davon soll ich mich verabschieden u. das zu wissen schmerzt so sehr. Im letzten Jahr sollte mein Papa mal mit zur Therapeutin kommen, doch er hat abgelehnt...vllt. aus Angst.
      Ich bin als Kind mißbraucht worden von meinem Cousin, der nicht mehr lebt...er hat sein strafe bekommen ist früh gestorben. Meine Eltern u. auch sonst niemand wußten von dem Mißbrauch. Jetzt wissen meine Psychiaterin u. Therapeutin u. meine Betreuerin (nicht gesetzlich) davon. Ich habe viele viele Jahre nicht darüber reden können. Meine Therapeutin versucht das Schritt für Schritt mit mir aufzuarbeiten. Wir sind schon ein Schritt weiter gekommen.
      Das innere Kind was in jedem von uns steckt, sollte erhört werden. Meine kleine Gaby ist wie ein störrisches kleines Kind, was sagt ich will gar nichts mehr, ihr könnt mich alle mal u. dieses Kind muß ich mit viel Fürsorge, Liebe usw. auf den "richtigen" Weg bringen. Es muß Vertrauen zu mir fassen, sagt meine Therapetin. Mir leuchtet das ein.
      Ich muß sagen, ich habe schon so viel durch u. klammer mich an jeden Strohalm. Vllt. kann ich ja eines Tages mal sagen ich bin clean!?

      Ich weiß nicht was ich mir erhoffe von dem was ich schreibe...es mußte mal raus.
      Ihr habt mir ja in den Jahren schon so viel Ratschläge u. Tips gegeben, danke nochmal dafür.
      Ich bin ein harter Brocken was das SvV betrifft... ;(

      LG Gaby
      Unsere Sehnsucht wird immer größer, je weniger wir sie befriedigen können!!!
      Liebe Gaby,

      ich bin nach einiger Zeit wieder mal hier gelandet - warum weiß ich nicht. Ich habe mir gerade tatsächlich deinen kompletten Thread durchgelesen und muss sagen: puh!

      Anfangs war ich eher wütend und konnte vielen anderen nur zustimmen. Zweitweilig habe ich dann gedacht: die "beste Lösung" wäre tatsächlich in eine geschlossene Klinik zu gehen und einen "kalten Enzug zu machen". Zum Ende hin, kamen mir dann die Gedanken, welche Du in deinem letzten Post geschrieben hast:
      [quote='Gaby','http://forum.rotetraenen.de/index.php/Thread/83479-Wie-soll-das-noch-enden-Trigger/?postID=914289#post914289'
      Ein Grund für mein SvV scheint das ich umsorgt, versorgt, behütet sein will u. Aufmerksamkeit möchte. All das habe ich in meiner frühesten Kindheit entbehren müßen. Jetzt halte ich aber immer noch so dran fest das ich das noch bekommen werde. Liebe, Geborgenheit, Verständnis, Fürsorge, Sicherheit all das will ich heute haben, doch ich meine es nur zu bekommen wenn es mir schlecht, sehr schlecht geht. Meine Therapeutin sagt ich kann mir das nur selbst geben. Wir arbeiten in der Therapie jetzt mit meinem inneren Kind, der kleinen Gaby die all das will was sie nicht bekommen hat. Ich als Erwachsene kann ihr das geben aber es ist nicht leicht.
      [/quote]

      Diese Gedanken kamen mir auf, als ich die Beiträge von disarming las, die prinzipiell aus der Sicht deiner Kinder geschrieben hat und versucht hat dich so zum Nachdenken anzuregen. Als Du dann schreibst, dein Sohn zieht aus und Du hast Angst, da wurde es mir schlagartig klar:
      Das SVV scheint das Einzige zu sein, was konstant in deinem Leben ist. Es ist da und es geht nicht weg - denn DU, DU ganz alleine bestimmst darüber - niemand anders. Es scheint dein Halt, dein Anker in deinem Alltag zu sein. Das Einzige, was Dir niemals den Rücken zudrehen wird, da Du die Macht darüber hast. Denn: Kinder werden groß. Sie werden erwachsen, bauen sich irgendwann ihre eigene Familie auf. Klar, ist man als Mutter noch Teil dessen, aber es ist eben nicht mehr dasselbe.
      Aber muss es das sein? Muss es dasselbe sein, um sich wohlzufühlen, geliebt zu fühlen?
      Stelle Dir diese Frage mal selbst: muss alles gleich bleiben? Verlassen Dich deine Kinder, indem sie ausziehen und eine eigene Familie gründen? Oder gewinnst Du vielleicht viel mehr dazu?
      Du sprachst von deinen Enkeln: zwei kleine Lebewesen, die nun auf der Welt sind. Um die Du dich kümmern kannst, die Du lieben kannst, die dir eine neue Art von Familie geben. Versuche das alles mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, vielleicht wird die Angst (des Verlassenswerdens, des weniger Aufmerksamkeit bekommens, weniger Fürsorge....) weniger.

      Sonst würde ich gerne loswerden: ich weiß Du hast Ängste, viele Ängste. Ich glaube jeder, der diesen Thread gelesen hat, hat dies verstanden. Ich will nicht sagen, dass ich mich da hinein versetzten kann, denn das kann ich nicht. Ich habe mich nie so stark verletzt. Ich habe mich zwar viele Jahre verletzt, ja, aber niemals so stark und ich war auch niemals so am Boden wie du es warst: aber man muss es nicht nach empfinden könnne, sondern nur verstehen können.
      Dein Thread ist nun zwei Jahre alt. In zwei Jahren hast Du auf jeden Fall etwas geändert und darauf ganz Du wirklich stolz sein!! Und das solltest Du auch, denn wie einige meiner Vorredner sagten: jeder kleiner Schritt, ist ein kleiner Schritt näher ans Ziel.

      Dennoch bleibt mir die Frage: Was passiert, wenn Du doch einen "kalten Enzug" machst und in eine Klinik gehst? Wenn Dir gezeigt wird, dass Du ohne SVV nicht stirbst, sondern weiterlebst - und nicht nur das - vielleicht mehr Lebensqualität zurück bekommst? Wenn Du in einer Klinik intensiv an diesen Verlustängsten und all die anderen Ängste arbeitest? Da, wo man dich stabil halten kann, da wo Du eben nicht die Macht hast - oder geht es eben darum, wie ich vorher ansprach? DU willst die Macht haben - alleine?

      Ich hoffe, dass ich mit meinem Post nicht irgendeine Grenze überschritten haben, denn alles was ich geschrieben habe, meine ich keineswegs böse. Es sind lediglich meine Gedanken als Außenstehende, die diesen Thread, der nun zwei Jahre deines Lebens widerspiegelt, heute zum ersten Mal gelesen hat. Ich wünsche Dir alle, wirklich, alle erdenkliche Kraft, dass Du es schaffst - auf deinem ganz eigenen Weg!

      Liebe Grüße
      leben.auf.anfang.

      P.S.: Du schriebst zwischendrin irgendwo, dass Du früher gerne Sport gemacht hast, aber nun eingeschränkt bist - zum einen wegen deinen Blutwerten, zum anderen wegen deiner Hände - Du hast aber einen Hund. Hast Du mal drüber nachgedacht, nicht nur mit diesem Spazieren zu gehen, sondern zu Walken? Wenn es deine Werte zu lassen, sogar langsam joggen zu gehen? Und dies vielleicht als Skill zu nutzen?
      Ich kann hier nur vor mir sprechen, aber gerade das Laufen hilft mir in allen Lebenslagen und ist mein absoluter Halt geworden.
      Vielleicht ist das ja mal einen Versuch wert?
      Stell das Leben auf Anfang...
      ...und leb!!
      Liebe leben.auf.anfang.

      danke das du dir die Mühe gemacht hast meinen Thread zu lesen, ist ja einiges zusammen gekommen in den zwei Jahren.
      Manches mal hab ich bereut das ich den Thread eröffnet habe, doch im nachhinein bin ich froh darüber denn ich habe doch vieles an Denkanstößen u. gut gemeinten Ratschlägen bekommen.
      Danke dafür an alle!
      Es hat gedauert bis ich selbst verstanden habe warum ich mich so exzessiv verletze. Meine jetzige Verhaltenstherapeutin hat mich dahin gebracht.
      Ich verstehe jetzt was ich so vermisst habe u. immer noch vermisse. Doch ich werde es nicht mehr bekommen kann es mir nur selbst geben.
      Egal was ich auch tue, ich bekomme es nicht mehr von denen wo ich es so sehr gebraucht hätte.
      Du beschreibst sehr treffend was mir das SvV gibt. Nur darüber habe ich die Macht u. die will ich noch behalten. Das SvV gibt mir den Halt den ich brauche.
      Ich bin im Moment sehr depressiv u. kann kaum klare Gedanken fassen, sehe alles nur SCHWARZ.
      Es fällt mir schwer auf deinen Post so zu antworten wie ich es gerne tun würde, bitte sei nicht böse ich hole das nach!

      LG Gaby
      Unsere Sehnsucht wird immer größer, je weniger wir sie befriedigen können!!!
      Mir gehts grad gar nicht gut. Liege schon wieder im Krankenhaus zur Bluttransfusion [...]
      Donnerstag war ich bei meiner Psychiaterin und sie würde mich gern in der Klinik sehen.
      Ich werde drüber nachdenken...

      LG Gaby

      [Edit: Satz entfernt. Bitte keine Details / Fylgja]
      Unsere Sehnsucht wird immer größer, je weniger wir sie befriedigen können!!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Fylgja“ ()

      Liebe Gaby ja, denk drüber nach. nur du kannst dich dafür oder dagegen entscheiden. Und nur du kannst wissen, was du annehmen kannst. Von Außen hast du ja schon oft gehört, dass du vermutlich mehr Hilfe brauchst. Es liegt aber an dir (zum Glück!) das zu entscheiden. Das ist deine Wahl. Und deine Autonomie die du hast. deine Kontrolle.
      Du hast die Wahl, jeden Tag wieder. wenn du heute nicht gehst hast du morgen auch die Wahl. Letztlich zwingen kann dich keiner. ich wünsche dir das Beste
      Viele Grüße und ganz viel Kraft und Mut!
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