Freundin verh*ngert

      Hallo Junimond,

      in deinem letzten Beitrag musste ich einige Details entfernen. Bitte wirf noch mal einen Blick in die Löschkriterien und achte in deinen zukünftigen Beiträgen hier im Thread darauf. Das gilt natürlich auch für alle anderen, die sich an der Diskussion beteiligen wollen.

      Danke,


      Volpe
      He scales the mountain, because he's not afraid of it.
      - Django Unchained -
      Also ich hatte ja gehofft, der gesetzliche Betreuer würde nun endlich aktiv werden, nachdem du per pn schon angedeutet hast, dass sie da einen termin hat um die blutwerte zu besprechen und sie ja scheinbar die Ausbildung wegen des Gewichts verloren hat. Ich versteh deine Freunde i-wie aber auch nicht. Es gibt glaub ich keinen Mittelweg zwischen ich tu was oder ich tu nix. Alle Zwischenoptionen fallen ja raus, wenn sie ambulant nicht mehr behandelt werden kann. und ihre Bemerkungen sollte ein weiterer Anlaß sein, sich Sorgen zu machen und endlich ein Herz zu fassen. Ob das dann zu einer Einweisung führt oder nicht, wird sich zeigen, aber von vornherein zu sagen, es bringt nix, ist meiner meinung nach eine Ausrede. Es ist schwierig s noch was dazu zu sagen, wenn ohnehin keiner wirklich was tun will und keiner was genaues weiß. Die Rolle dieses gesetzlichen Betreuers ist mir allerdings auch schleierhaft. Entweder weiß er nur die Hälfte, es ist im egal oder es ist alles doch nicht so extrem wie gedacht, wie es ja auch schon mal geheißen hat. Allerdings wird es von allein auch nicht besser, und alles, was du so andeutest, ist auf jeden Fall ein Grund für einen Klinikaufenthalt
      Du /ihr könnt warten, bis i-was passiert oder zumindest mal den Versuch machen, etwas zu bewegen.
      Eine andere Option sehe ich ehrlich gesagt nicht.
      Vielleicht ist alles Schreckliche im tiefsten Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will."
      ..."vielleicht würden wir dann unsere Traurigkeiten mit größerem Vertrauen ertragen als unsere Freuden. Denn sie sind die Augenblicke, da etwas Neues in uns eingetreten ist...." (Rilke)
      Die Ursache bin ich selbst! (Thomas Bernhard) :thumbsup:

      DER KRIEG IST VORBEI! (meine exsupervisorin)
      kann nochmal ein kleines update machen

      ich habe mit dem Betreuer meiner Freundin telefoniert (nachdem mir zugesichtert wurde, dass er ihr das nicht erzählt)

      Aber er kann leider nichts machen, weil meine Freundn noch im Besitz ihre geistigen Kräfte und freien willen äußern kann. Er kann sie nicht zwangseinweisen. Da muss erst was passieren und sie nicht mehr für sich selbst entscheiden kann oder es geht ihr so schlecht das sie irgenwann einsieht, dass sie Hilfe braucht. Er redet mit ihr drüber (auch von andere Seite kam schon mal so ein Anruf wie von mir (wahrscheinlich vom Arzt aber das weis nicht und das darf er mich auch nicht sagen) Er hat auch gesagt, das sie ziemlich beratungsresistent ist (das weis ich ja) Gut ich habe getan was konnte (den der hausarzt wird ganz bestimmt nicht mit mir reden über sie) es gibt nicht ohne grund die ärtzliche schweigepflicht.
      hallo. ich find es super, dass du mit dem betreuer telefoniert hast! Ich weiß ja, wie schwer dir das gefallen ist, aus Angst, dass er ihr davon erzählt und du dann die Einzige bist, die deren Wut trifft. Trotzdem find ich das wichtig, auch wenn sich dadurch jetzt auch erstmal nichts ändert. Aber du hast getan was du konntest, es ist somit auch klar, dass er sich durchaus dem Ernst der Lage bewusst ist und versucht,ihr das auch klar zu machen. Bleibt zu hoffen, dass sie noch früh genug hilfe zulässt.

      Habt ihr weiter Kontakt, du und deine Freundin? Hast du das mit dem Brief schon versucht? Beim drüber reden wird sie vermutlich gleich mal dicht machen, deswegen würd ich es vielleicht eher noch so versuchen. Einfach um zu zeigen, dass sie dir wichtig ist, dass du da sein willst für sie, soweit es dir möglich ist. Vielleicht hilft es ja auch, sie ein wenig abzulenken, Dinge vorschlagen, die sie sonst gern macht (außer jetzt vielleicht zu viel Sport) , um ihr auch zu zeigen, dass es noch andere Dinge im Leben gibt und die vielleicht ein wenig Erleichterung bringen können.
      Vielleicht ist alles Schreckliche im tiefsten Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will."
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      Hey

      ja das Telefonat ist mir sehr schwer gefallen. ich habe dabei auch die ganze Zeit wie eine blöde gezittert am ganzen Körper. Ich habe mir auch erst versichern lassen, dass er ihr nicht erzählt, das ich angerufen habe sonst hätte ich gleich wieder aufgelegt (habe mir unterdrücker nr. angerufen) Er redet wohl mit ihr darüber aber sie ist beratungsresistent und macht auch beim zu sobald der mit Klinik anfängt. (meine ich so rausgehört zu haben) Klar wenn sie Hilfe will kann er was machen aber (zumidest jetzt nicht) gegen Ihren willen. Ich hatte halt gehofft er hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Aber so einfach ist das wohl nicht.

      Er hat auch gesagt, ich soll auf jeden Fall weiter mit ihr Zeit verbringen, aber das hätte ich ohnehin getan. Naja wir gehen spazieren (normales tempo) oder einkaufen (winterjacke) sie bewegt sich glaube ich schon viel (alleine) nein mit Brief habe ich nicht gemacht, weil sie immer gleich zu macht beim Thema Klinik oder auch sagt, wenn man sie "zwangseinsweist" sie nach dem Aufenthalt weggziehen würde (weit weg) Meine andere Freundin (die in pychiatrie) hat den Kontakt abgebrochen nachdem meine Freudin sie letzen Mittwoch (nach der langen Kontaktsperre) besucht hat. Wenn man jemand länger nicht sieht fällt einem eine Gewichtsver*nderung ja eher auf (na gut mir nicht weil ich nicht den Blick dafür habe) und sie kann nicht damit umgehen, dass sie (die pychiaitrie-Freundin) sich helfen lassen muss (weil sie ja in Klinik ist) und meine andere Freundin jede Hilfe ablehnt. Aber sie dreht fast duch vor Angst um meine esssgestr*te Freundin.

      Gehört zwar nicht wirklich dazu aber ich frage mich warum eigentlich immer ICH tätig werden muss bei diesem Thema. Warum musste ich beim Betreuer anrufen??? Warum nicht jemand anders?? Ich weis natürlich die Antwort: ich bin (zumindest im Moment) die einzige die handlungsfähig ist und so groß ist die Auwahl an personen jetzt auch nicht die irgendwas tun können bzw. konnten. Denn jetzt wo der Betreuer mir das erzählt glaube ich das ich außer dasein und zuhören nicht mehr viel machen kann

      Danke für antwort.
      ich denke ich kann noch mal kleines update geben. Also meine Freudin und ich schauen uns am 09.02 eine Klinik an. Sie denkt das es nur ein Infogespräch ist ich hoffe es wird mehr draus. Ganz ehrlich war gegenüber meine Freundin nicht aber ich hätte sie sonst nie dazu bewegen können mitzukommen. Komischerweise bin ich jetzt total nervös und meine Freundin total ruhig. Aber dieses "infogespräch" anzuleieren war die Idee meiner Diätassistentin (nicht meine) und meine Freundin sagt doch immer ich soll machen was meine Diätasstentin sagt (gilt aber wahrscheinich nur für mich) Da keiner sie begleiten kann (außer mir) werde ich sie begleiten- wird sehr komisch sein einen Klinik für Essstörungen zu betreten für mich.

      Am 02.02 hat meine Freundin eine Ernährungsberatungstermin aber da setzte ich wenig hoffnung drauf denn eigentlich darf meine Freundin niemand abmulant behandeln.
      Hallo Junimond,

      das klingt nach einem guten Schritt, wenn sie sich die Klinik schonmal anschaut. Vielleicht kann ihr auch der Termin bei der Ernährungsberatung nochmal klar machen, wie krank sie ist.
      Ich finds sehr nett von dir, dass du mit in die Klinik kommst. Aber pass bitte gut auf dich auf, damit das dich nicht zu sehr belastet. Vielleicht hast du ja ein paar ES-Skills für dich selbst?

      Liebe Grüße
      Fylgja
      Die einzige Moral, die man aus dieser Geschichte ziehen kann, ist die, dass man nie ein Q in eine Ligusterhecke werfen soll, aber unglücklicherweise gibt es Zeiten, da ist das nicht zu vermeiden.
      [D. Adams: Das Restaurant am Ende des Universums]
      hey Fylgja

      der Termin bei Ernährungsbertung war gestern. Ist leider nicht das Ergebnis rausgekommen was ich mir gewünscht habe.

      Denn die Ernärhungsberaterin arbeitet mit ihr ambulant obwohl meine Freundin dafür viel untergewichtig ist - mehr noch. wenn meiner Freundin was passiert ist sie (rechtliche) dran. Das ist strafbar. Es gibt ja Grund warum es mindest BMI gibt für ambulante Behandlung. Und jetzt werde ich meine freundin noch weniger davon überzeugen können in einen Klinik zu gehen. Dabei fände ich das total wichtig. Einfach um zumindest etwas körperliche Stabilität herzustellen. Sie soll ja nicht den rest ihres Lebens dort verbringen.

      ES-Skills für mich selber kenne ich leider keine. Es klappt aber bei mir. Also ich bin ja eh im anderen Gewichtsbereich als sie und habe auch Ernährungsberatung die sich aber nicht strafbar macht indem sie mit mir arbeitet. Schauen wir mal was nächsten Donnerstag bei Klinik rauskommt - ich werde es berichten.
      hm, das klingt wirklich nicht so gut. Ist die Ernährungsberaterin denn sonst vertrauenswürdig und zertifiziert? Es gibt ja da auch viele so wischi-waschi Ausbildungen die für so einen Fall einfach nicht gut genug ausgebildet sind. Ich verstehe das nicht ganz.
      Kann es sein, dass es einfach nur ein Erstgespräch war und sie noch gar nicht genau über Gewicht etc bescheid weiß?
      Oder dass deine Freundin vielleicht nicht ganz ehrlich war? Warst du beim Gespräch dabei oder hast du sie nur hinbegleitet?
      Ich bin gerade ein wenig schockiert, damit hätte ich auch nicht gerechnet

      Für den Termin in der Klinik ist das wahrscheinlich wirklich eher kontraproduktiv. Aber ich denke, die dort werden da schon etwas genauer hinschauen, hoff ich jedenfalls. Wenn es wirklich akut ist, können Sie sie doch auch gleich aufnehmen, oder nicht?
      Wie soll denn das am Donnerstag eigentlich wirklich aussehen? Du hast gemeint, dass Du auch nicht ganz ehrlich zu ihr warst und es aber nicht nur ein reines Infogespräch sein wird.
      Ich hoffe, dass es zu einer guten Lösung kommt. Ich werde an Euch beide denken!
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      Hey

      ja also zertifziert ist die Ernährungsberatung schon. Ich war ja beim Gespräch nicht dabei (meine Freundin hat es ja selber organisiert, sie wollte auch nicht das ich dabei bin aber ich hätte dafür auch keine Zeit gehabt) Ich weis nicht ob meine Freundin der Ernährungsberatung ihr Gewicht gesagt aber man braucht sie eigentlich nur anschauen. Allerdings (hat meine Freundin gesagt) wollte sie ihren Mantel nicht ausziehen, aber ich finde man sieht schon im Gesicht und Handgelenken wie dünn sie ist.
      Und nein es war nicht nur ein Erstgespräch, am 17.02 hat sie ihr nächstes Gespräch dort. Ich verstehe einfach nicht wie man sowas unterstützen kann. Aber die Ernährungsberaterin hat ja auch schweigepflicht. Und ich kann ihr schlecht vorschreiben wie sie ihren Job zu machen hat.

      In der Klinik werden die genauer hinschauen. Und eigentlich ist es unverantwortlich sie wieder gehen zu lassen. Aber es ist eine pychosomatische Klinik. Wenn die Platz haben und die kostenzusage mit der Krankenkasse klären (was meine Hoffnung ist) könnten die meine Freundin natürlich sofort aufnehmen. Aber es ist keine Pychiatrie. Die Türen sind offen. Natürlich hat man keinen Ausgang in so einen gewichtsbereich aber festhalten bzw. "einsperren" (wie ja in der pychiatrie mit richterbeschluss möglich ist) können die einen da nicht.

      Meine Freundin denkt es ist mehr oder weniger ein reines Infogespräch, weil sie nicht in eine Klinik will und sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt. Aber sonst hätte ich sie nie dazu bringen können diese Klinik anzuschauen. Ich weis sowas ist nicht nett aber immerhin geht es hier um ihr Leben. (nett kann ich auch bringt aber nix:-) Meine Freundin hat gesagt, das ich bei diesem Gespräch dabei sein darf. Ich kenne auch den Arzt mit dem wir sprechen von früher. Ich hoffe natürlich wirkllich das ich am Donnerstag alleine zurückfahre.
      hallo.
      ich finde es auch gut, dass sie dort nicht gegen ihren willen festgehalten wird. Das verschlimmert letztendlich nur alles. Ich meinte ja nur, ob es wohl möglich wäre, dass sie gleich ein Bett frei haben, falls sie dort bleiben würde, was natürlich zu hoffen ist.

      Ich drücke euch beiden die Daumen! ich finde das ganz toll von dir, dass du das machst. und pass auch auf dich selber auf.
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      Dankeschön

      ich meinte ja auch nicht das ich es gut finde jemand gegen seinen Willen festzuhalten. Therapie muss auf freiwilliger Basis gemacht werden. Der Betroffene muss ja mitarbeiten sonst geht das nicht.
      Ich glaube die Chance das sie gleich ein Bett frei haben ist höher als die Chance das sie dableibt. Ich hoffe auf ein Wunder

      ich werde berichten Mit dem selber aufpassen ist schwierig. Abgrenzen war noch nie meine Stärke. eine Zeitlang war das auch nicht nötig jetzt ist es nötig und ich kann es nur ganz schlecht. Aber ich halte mich an die Vereinbarung meiner Diätassistentin.
      So ein update

      wir waren heute in der Klinik. Aber meine Freundin war extrem bockig und hat fast gar nicht mit dem Leuten gesprochen, deshalb hat der Chefarzt/Patientienmangement eher mit mir (in ihrem Beisein) über sie gesprochen und ich habe so gut es ging (gelogen habe ich natürlich nicht und ehrlich gesagt wenn ich nicht weis) Sie will nicht in die Klinik und die Klinik kann sie nicht zwingen. Und ich auch nicht. Sie haben ihr gesagt, dass ihr Zustand lebensdrohlich ist. Ich habe im Gespräch auch geheult, weil ich mir eben so Sorgen mache.

      Mir geht es jetzt gerade auch nicht so gut. Einfach weil mich das die Klinik so aufgewühlt hat und ich selber habe ja auch kein Normalgewicht (und kann ich mir leider auch nicht vorstellen) ich bin natürlich in einem besseren Gewichtsbereich als meine Freundin. Aber die Oberärtzin hat auch gesagt so ein Gespräch wirkt natürlich glaubwürdiger wenn man selber Normalgewicht hat und hat den Vorschalg gemacht, dass WIR BEIDE aufgenommen werden. Und ich will auch nicht. Aber ich finde auch nicht, dass man unsere Fälle im Moment vergleichen kann. Meine Freundin hat ihre Ausbildung bei Lidel verloren während ich die beamtentauglichkeitsprüfung bei bundeswehr bestanden habe.
      Hallo,
      das tut mir leid. Ich kann verstehen, dass dich das Gespräch und die Atmosphäre der Klinik und die Worte der Ärztin aufgewühlt haben.
      Aus deren Sicht kann ich es auch i-wo verstehen, dass sie den Vorschlag gemacht hat. Wenn ich auch glaube, dass das nicht so sinnvoll wäre.
      Ich bin mir zwar ganz und gar nicht sicher, ob es wirklich glaubwürdiger für Deine Freundin wäre wenn ihr das jemand Normalgewichtiger sagt. Mir war das ziemlich egal, wer da was gesagt hat, mir war nur klar, dass ich das nicht aushalte und will damals...

      Natürlich kann man Eure beiden Fälle momentan nicht vergleichen, Fakt ist aber auch, dass Du noch immer untergewichtig bist und in letzter Zeit auch wieder abgenommen hast und die Krankheit schon sehr lange besteht und man nicht von einer Remission sprechen kann. In eine Klinik zu gehen, muss ja auch nicht erst dann sinnvoll sein, wenn es schon lebensbedrohlich wird. Ich denke, dass die Ärztin das so ähnlich gemeint haben könnte.

      Aber ich verstehe, dass dich das aufgewühlt hat, ich wäre auch nicht begeistert gewesen.
      Hat deine Freundin i-wie reagiert oder hat sie einfach nur abgeblockt und gar nichts gesagt? Es tut mir echt leid, auch wenn das ja eigentlich fast absehbar war. Wie seid ihr denn verblieben? Haben die Ärzte noch i-ein Angebot gemacht oder seid ihr einfach wieder gegangen? Hast Du mit deiner Freundin noch sprechen können oder auch nicht?

      Was kannst Du dir gutes tun, um Dich wieder zu beruhigen? Ein Bad nehmen, eine Tasse Tee machen, eine Runde um den Block laufen oder mit jemand sprechen? Ich glaube, das wäre jetzt wichtig, gut für Dich zu sorgen.

      Alles Gute
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      Hey

      ich wollte auch nicht so rüber kommen ich bin super gesund und meine Freundin super krank/gestört. Sorry wenn der Eindruck bei dir entstanden ist. Ich glaube auch nicht das es so sinnvoll wäre wenn wir beide zusammen in derselben Klinik wären.

      Du hast Recht man kann bei mir nicht von Remisson reden auch wenn mein Gewicht (ohne Klinik) im moment wieder ansteigt. (will halt mit meinen Ausgsgangsgewicht zur Bundeswehr) Ich kenne die Ärtzin halt von früher und auch wenn sie mir wirklich geholfen hat wollte ich sie in meinem Leben nie mehr sehen/sprechen. Okay ich habe die paar Worte mit ihr ja überlebt.

      Irgenwann hat meine Freundin gar nichts mehr gesagt. am Anfang hat sie noch geredet. Aber dann hat sie total zu gemacht und gar nichts mehr gesagt. Ja es war absehbar, das sie nicht nicht Klinik gehen will, das sie nicht mehr redet damit habe ich nicht gerechnet aber ist jetzt so. Irgendwo hatte ich ja die Hoffnung, das man sie überzeugen kann. Die Ärzte haben gesagt, das die Türen dort offen stehen und sie doch darüber nachdenken soll in diese Klinik zu gehen - auch wenn die anderen Klinikaufenthalte nichts gebracht haben.
      Doch mit mir redet sie wenn kein Arzt im Zimmer war hat sie auch mit mir in Klinik gesprochen aber sobald ein Arzt im Zimmer war hat sie nicht mehr geredet.
      Der Arzt hat halt auch gesagt ich soll wenn ich Ferien habe in Berlin meine Ferien in Klinik verbringen. (also darüber nachdenken) sobald probezeit vorbei ist. Aber auch das es mich ehrt das ich mit ihr in Klinik gegangen bin. Aber das mache ich nicht nochmal. Schon allein die Atmosphäre der Klinik hat mich wahnsinng gemacht.
      nein, das meinte ich nicht, wollte nur ein wenig versuchen, auch die Position der Ärzte verständlich zu machen, das macht es vielleicht leichter, ein wenig Distanz dazu zu gewinnen, war mein Gedanke. Die sehen das naturgemäß sehr fakten und symptomorientiert und denken da wohl eher an eine Stabilisierung dieser Parameter, was natürlich für den betroffenen Menschen oft zu wenig ist, denn der Mensch ist nunmal nicht nur rein funktionell.
      Ich verstehe einerseits deine Freundin so gut, sie muss eine Riesenpanik vor Kliniken haben. Und diese Angst konnten sie ihr offenbar nicht nehmen. Weiß auch nicht, ob sich da in der Therapie so viel verändert hat zumal im lebensbedrohlichen Bereich.
      Ich würde sowas auch nie wieder durchmachen wollen. und hab mich auch total gesträubt, nochmal in dieselbe Klinik wg Depressionen zu gehen, wo ich als Jugendliche wegen der ES war. Obwohl das dann eine ganz andere Abteilung und ich erwachsen und freiwillig dort war. Letztlich hab ich mich doch durchgerungen, mit der Option, sofort abzubrechen wenn ich es nicht mehr aushalte. Allein die Atmosphäre dort, die Farbe der Türen und der Geruch waren der Horror. Als es aber immer schlechter wurde und ich gemerkt hab, ich schaff es allein gar nicht mehr, hab ich es versucht und war dann sehr froh.
      Bei Deiner Freundin scheint das noch viel extremer zu sein und ich weiß leider auch nicht, wie man sie noch ermutigen könnte

      Erstmal finde ich es wichtig, dass Du Dich auf Dich konzentrierst und ein Stück weit Abstand findest und dich selbst gut stabilisierst für deine nächsten Ziele.
      Tu dir was gutes und konzentriere Dich auf Dein großes Ziel die Bundeswehr.
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      Danke für deine Antwort. Und danke für den Versuch mit die Worte der Ärtze dort näher zu bringe.

      Wie gesagt Abgrenzung ist nicht meine Stärke. Insofern ist es vieleicht gut wenn ich nach Berlin gehe. Meine eigenen Probleme werde ich mitnehmern aber die meiner beiden (kranken) Freunde bleiben hier.

      Ich kann meine Freundin auch verstehen und eine therapie in dem G*wichtsbereich geht wahrscheinlich nicht. Aber hier geht es eher um eine l*bensrettende Maßnahme. Meine Freundin hat nicht nur Riesenpanik vor Klinik sondern ist auch im Wiederstandmodus und beratungsresistent. Und schade das es gestern nichts gebracht hat.

      In der Klinik wo wir gestern waren, war ich ja nie als Patient und trotzdem war es der Horror für mich.
      Aber ich kann nichts mehr für meine Freundin tun und ich will es auch nicht mehr. Dafür habe ich keine Kraft. Wie gesagt wenn sie unbedingt st*rben will dann soll sie das tun aber ich schaue ihr nicht dabei zu (gut ich gehe so oder so nach Berlin)

      Die WG (in der wir beide waren) setzt sich jetzt nochmal für meine Freundin ein (ruft beim gesetztlichen Betreuer an usw.) Wie gesagt das muss das WG Personal nicht machen (machen sie aber) aber ich kann ja nichts mehr tun und habe dafür auch keine Kraft mehr. Insofern liegt die Rettung meiner Freundin in anderen Händen ich werde darüber nur noch informiert. Ich durfte heute auch kurz mit dem Gruppenleiter in der WG telefonieren obowhl ich da nicht mehr wohne. Dann wird meine Freundin eben zwangseinwiesen. wünsche ich keinem, Pychiatrie halte ich auch nicht für richtigen Ort aber ich Change ich einen Fachklinik zu gehen hatte sie und hat sie ungenutzt verstreichen lassen.
      Da gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, kann dir da nur viel Kraft auf Deinem Weg für Berlin wünschen und für Deine Freunde das beste hoffen.
      Vielleicht ist alles Schreckliche im tiefsten Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will."
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      Liebe Junimond,

      lange schon verfolge ich diesen Thread und möchte nun auch etwas dazu schreiben. ich glaube, es ist die schwerste Aufgabe, die man als Freund leisten kann. Einsehen, wenn jemand beratungsreistent ist und sich selbst seelisch gegen die Wand fährt oder sich (bestenfalls) auf die ITS befördert. Aber andererseits: Was hätte man machen sollen? Du hast aus allem geschöpft was dir als Freundin möglich war. Mehr geht nicht. Sich seiner Rolle bewusst zu sein, wo man noch Freundin und wo schon therapeutisch - fachliche Hilfe gibt ist wichtig, gehört finde ich auch zur eigenen Seelenpflege. Wenn du schreibst, das du das mit der Abgrenzung noch übst, so ist das ein wichtiger gesunder Schritt für dich. Du achtest dich und deine Grenzen. Du hast für Vermittlung gesorgt, hast Möglichkeiten aufgezeigt. Den "Klick Moment" kann deiner Freundin niemand abnehmen. Wenn es jetzt doch um lebenserhaltende Maßnahmen geht sind andere dran. Ich möchte dir mit diesen Zeilen nochmal Mut geben und dir auch sagen, das ich dein Handeln wahnsinnig mutig und stark finde. Ich weiß, wie schwer so etwas sein kann, daher : Hut ab, vor der Leistung!

      Ich wünsche dir auf deinem Weg viel Kraft!

      Liebe Grüße, Pinsel
      [...] Irgendetwas bleibt ganz sicher zurück als Zeugnis für eine Hoffnung, ein zu früh versprochenes Glück [...] Bela B., Irgendetwas bleibt
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