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1

Donnerstag, 28. Juni 2007, 13:22

Skills oder "tu dir was Gutes!"

Also hier ist also der Skillthread bei Depressionen! Schreibt rein, was euch bei Depressionen hilft oder einfach sachen, die ihr gerne macht. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen auch. *smile*
S Sanna
Am I that unimportant -
am I so insignificant?
Isn't something missing -
isn't someone missing me?
(Evanescence - Missing)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sanna« (28. Juni 2007, 13:26)


2

Donnerstag, 28. Juni 2007, 13:45

- ein Buch lesen, lenkt zumindest für den Moment etwas ab

- heute habe ich mir einen Strauß aus roten Rosen gebunden, den ich jetzt trockne und in mein Zimmer hänge, das hat mich total erfreut

- mich ins Bett legen und weinen, solange bis ich mich befreiter fühle oder versuchen, zu schlafen

- jemanden anrufen und am Telefon weinen oder eine Freundin bitten, vorbeizukommen

- einen Freundin bitten irgendwas zu erzählen, was ihr gerade einfällt und ganz konzentriert zuhören

- reden, reden, reden oder schreiben, egal mit wem (vielleicht auf einfach nur die Gedanken, die man hat auf einen Zettel schreiben)

- Spazieren gehen oder Sport treiben

- ins Kino gehen, auf Fest, ..... hauptsache Menschen, wenn möglich nicht alleine

- einkaufen und zwar kunterbunte Klamotten (meine Regel für solche Fälle: Alle Farben bis auf schwarz, grau und braun sind erlaubt)

- durch den Regen rennen und sich darüber kaputtlachen, wie bescheuert man danach aussieht

- meine Nachbarin hat neulich ein Baby bekommen (3 Wochen alt)Wenn ich zum "Baby gucken" gehe macht mich das immer ganz happy

- Sich um irgendwas kümmern, z. B. ums Haustier

- Sich ein Aufgabe suchen (für die Schule lernen, ne Fremdsprache lernen)
Es nimmt der Augenblick was Jahre geben...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »novocaine« (28. Juni 2007, 13:46)


3

Donnerstag, 28. Juni 2007, 14:46

- Tv gucken, sich auf eine Serie konzentrieren und sich mitfreuen, mitleiden, mitverzweifelt mit...etc-sein.

4

Donnerstag, 28. Juni 2007, 18:58

musik hören und auf den text aufpassen und stellen, die man schön findet rausschreiben
oder weinen, des hilft meistens
people say i´m crazy doing what i´m doing, well they give me all kinds of warnings to save me from ruin, when i say that i´m ok well they look at me kind of strange.
-John Lennon


many times i´ve been alone and many times i´ve
cried, anyway you´ll never know the many ways i´ve tried, but still they lead me back to the long, winding road.


Blog

Ch'aska Quyllur

unregistriert

5

Donnerstag, 28. Juni 2007, 22:26

Geht es hier nun um diagnostizierte Depressionen, oder "nur" um depressive Verstimmungen bzw. Phasen, die man sich selbst diagnostiziert?
Egal, für alles gut:


+ ein geregelter Ablauf. Für mich ganz elementar. Eine Liste machen, die man am nächsten Tag abarbeiten möchte. Dabei aber auch genug positive Dinge einplanen und: nicht zu viel auf einmal! Eins nach dem andern, sich nicht überfordern.
+ sich etwas Gutes tun (wie der Betreff schon sagt). Entspannung, ganz bewusst den Körper und auch Emotionen spüren (hilft ganz gut gegen aufkommende Leere).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ch'aska Quyllur« (28. Juni 2007, 22:27)


6

Freitag, 29. Juni 2007, 14:17

Ich habe eine Diagnose (schwere/mittelschwere Depressionen).
Das hier wird aber wohl eher bei nur´mittelschweren Depressionen helfen *...*

_ Sich vornehmen, jeden Tag neu durch zu stehen. Jeden Tag eine kleine Freude einbauen (muss in die Stadt, kaufe mir auf dem Rückweg eine Kugel Eis)

_ sich in optimistischeren Momenten aus den Zitaten im "schöne Momente" was rausschreiben, was Kraft gibt. (mir hilft es, das dann durch zu lesen und mir den positiven Sinn dieses Satzes laut zu verdeutlichen).

_ sich mit schöner Entspannungsmusik hinlegen, die keine negativen sachen"gefühle, Ängste"durchlässt (vogelgezwitscher im Hintergrund) sich darauf konzentrieren. Es entspannt und lässt einen Kraft tanken und mal an gar nichts denken. (Funktioniert wahrscheinlich nicht gleich, einfach öfter probieren).

_ sich (je nach Befinden) eine oder mehrere Sachen vornehmen, die man an diesem tag schaffen will (einkaufen, Lernen) Zeitrahmen genau festlegen, und sich danach mit was schönem belohnen

_ Sport machen, am Besten in einer Gruppe. Einen Freund bitten einen jedes Mal abzuholen, damit man auch hingeht.(Mir gehts nach dem Sport immer viel besser)

_ Sich mehrmals am Tag fragen (vielleicht sind feste Zeiten am Besten) und sich fragen: "es war wieÄ's war. Was nehme ich mit?" und sich mindestens zwei Sachen überlegen. Diese Aufschreiben.

So far... hoffe es hilft euch ein bißchen! Sanna
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(Evanescence - Missing)

Ch'aska Quyllur

unregistriert

7

Freitag, 29. Juni 2007, 14:20

Zitat

Original von novocaine
- mich ins Bett legen und weinen, solange bis ich mich befreiter fühle oder versuchen, zu schlafen


Da es in einem anderen Thread angesprochen wurde, möchte ich die Bedenken, die geäußert wurden, kurz hier schreiben.
Dieser Skill sollte mit Bedacht eingesetzt werden. Bei einer schweren Depression ist es vermutlich genau das Falsche. Wenn man mal ein Tief hat und traurig ist, vielleicht das Richtige.
Also: abwägen, was wirklich hilft und was u.U. die Depression verstärken könnte.

8

Freitag, 29. Juni 2007, 17:16

Zitat

Original von ChatNoir

Zitat

Original von novocaine
- mich ins Bett legen und weinen, solange bis ich mich befreiter fühle oder versuchen, zu schlafen


Da es in einem anderen Thread angesprochen wurde, möchte ich die Bedenken, die geäußert wurden, kurz hier schreiben.
Dieser Skill sollte mit Bedacht eingesetzt werden. Bei einer schweren Depression ist es vermutlich genau das Falsche. Wenn man mal ein Tief hat und traurig ist, vielleicht das Richtige.
Also: abwägen, was wirklich hilft und was u.U. die Depression verstärken könnte.


Ich habs schonmal im anderen Thread geschrieben und schreibs auch hier noch mal: Das war blöd von mir, ich hab das falsch rüber gebracht:

Ich meinte damit, wenn man so nen richtig depressiven Zusammenbruch/ Heulkrampf hat, dann ist das OK. Ansonsten gilt natürlich bei Depressionen: RAUS AUS DEM BETT!!!!
Es nimmt der Augenblick was Jahre geben...

9

Samstag, 30. Juni 2007, 08:11

Wenn man sich aufraffen will etwas zu tun und einem das nicht gelingt, könnte das helfen. Es klingt erst mal ziemlich komisch, aber es sollte wirken...

Man stellt sich den Wecker auf 20 Minuten später. in dieser Zeit gibt man sich der Depression noch mal voll hin. Nach den 20 Minuten wird rausgegangen. (rausgehen ist wichtig, weil man draußen nicht in Versuchung kommen kann sich zum Beispiel gleich wieder ins Bett zu legen). (bummeln, spazieren...). Notfalls stellt man den Wecker gleich neben die Wohnungstür und legt die Jacke gleich daneben. *smile*
Bei mir hilfts ziemlich oft.
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10

Sonntag, 1. Juli 2007, 16:27

Ich hab gestern mein Zimmer umgestaltet: Schreibtisch mit dem Akku-Schrauber auseinander gelegt, alles mal aufgeräumt und aussortiert, Sofa reingerückt, Möbel etwas umgestellt, etc.

Hat ganz gut geholfen, zum Einen war ich beschäftigt, zum anderen sieht man hinterher ein Ergebnis und das ist immer gut. Hat gestern meinen Tag gerettet.
Es nimmt der Augenblick was Jahre geben...

  • »Feuerkind« ist weiblich

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11

Montag, 9. Juli 2007, 15:35

*ein entspannendes bad nehmen,am besten mit guter musik dabei(muss nicht mal entspannungsmusik sein) und sich danach noch eincremen,in eine decke kuscheln und einen tee trinken.gut zum ausspannen am abend...

*sich aufschreiben,was man am tag erledigen will/muss und für jeden punkt etwas dahinter schreiben,womit man sich belohnt (zb:ich muss einkaufen- gönne mir danach ein eis; ich räume auf-ziehe mich danach mit guten buch und tee zurück)

12

Montag, 9. Juli 2007, 17:36

_ Zimmer/Wohnung mit schönen freundlichen Farben (Gelb, Orange, Grün, Blau...) dekorieren. (kann man auch selber malen, dann hat man eine Beschäftigung und später ein tolles Ergebnis)
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Wohnort: ...da kreuzt sich die Weser mit dem Mittellandkanal öö kennst du es?

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13

Sonntag, 15. Juli 2007, 05:55

So will ich auch mal sagen was mir hilft wenn ich nicht schwerstdepressiv bin (was aber eigentlich fast immer der Fall ist <.<) :

  • mich mithilfe von Musik in eine Trance versetzen, die Aura einmal von Grund auf reinigen. Z.b. ist die Aura oft Schwarz oder Grau bei schlechter Stimmung und anstelle dessen erfreulichere Farben wie Violett.
  • Mit dem MP3 (laut gestellt) an die Weser (unser Flüsschen) und einfach alle Gedanken kommen und gehen lassen.
  • Den erstbesten Keilrahmen nehmen und einfach nach der Intuition und des Gedankenflusses malen.
  • Mit andern Karten spielen.


Vor allem das Karten spielen (wie z.B. Rommé und Skipo) haben mir zur Zeit gut geholfen.Selbst wenn ich nachher immer noch leicht depressiv war ging es mir besser und ich konnte wieder aktiver werden.
Ich fragte den Mond...
Nacht für Nacht
Doch dann...
...ein Splittern wie aus [SIZE=7]Glas[/SIZE]...
Ich hab den Mond kaputt gemacht.

14

Samstag, 28. Juli 2007, 14:21

Tja ich schreib mal was ich so treibe wenn ich Depri bin und gewisse Dinge um jeden Preis verhindern will.....

-Ich mache einen sehr laaaaaangen Spaziergang und hör dabei laut MP3. Tja dabei denke ich an nichts und konzentriere mich nur auf die Musik bist ich vergessen hab warum ich eigntlich spazieren gehe.

-Ich ess was was ich voll gerne esse. (sollte man nicht immer machen sons geht man leicht in die Breite! :rolleyes:)

-Ich male! Und zwar etwas was ich am liebsten male!

-Ich schau mir nen guten Film an...z.B. meinen Lieblingsfilm oder was zum lachen wo man nicht viel denken muss

-Ich schreibe eine Geschichte oder ein Gedicht

-Ich mache eine Liste mit Dingen die ich unbedingt tun möchte und versuche alles auf der liste zu erfüllen. Das lenkt zumindest ab.

Tja nu ich hoffe des hilft jemandem

Gruß vom Drachen
Der Schlüssel zum Glück ist die Freiheit
Der Schlüssel zur Freiheit ist der Mut

Nimm dir Zeit zum Lachen
Denn es ist die Musik der Seele

Nein ich gebe nicht auf!!!

15

Freitag, 31. August 2007, 14:14

Also früher hat es mir immer geholfen schlagzeug zu spielen da man da seine ganzen agressionen einfach raus lassen kann ja ansonsten was mit freunden machen viel rausgehen fahrradfahren schwimmen lesen



[edit: Resttext rausgenommen, da hier nicht aufgeführt werden soll, was einem alles _nicht hilft. ;) Free]
Der sinn des Lebens ist zu Leben aber was macht das für einen Sinn wenn ich doch net länger glücklich sein kann

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Freeclimber« (18. Dezember 2007, 20:20)


16

Sonntag, 14. Oktober 2007, 17:50

ich habe ganz gute ergebnisse gehabt wenn ich einfach in den wald bin, ich habe ne gewisse paranoia vorm wald aber wenn ich depri bin tut mir der wald sehr sehr gut, und dann such ihc mir nen platz wo nur die natur zu hoeren ist und frage mich dann nach einer zeit warum ich so depri in es ist einfach schoen


oder ich mach einfach ein fotoshooting mit meiner bestenfreundin, dabei kann man die emotionen verarbeiten mit hilfe von kulisse makeup und klamotten und details
,,Gesunder menschenverstand, ist eine ansammlung aller vorurteile die wir bis zum 18.Lebensjahr erfahren haben" (Albert Einstein)

<3VerLiebt<3

  • »hang'em_high« ist weiblich

Beiträge: 66

Wohnort: Baden-Württemberg

Beruf: Auszubildende Graphik-Design

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17

Samstag, 20. Oktober 2007, 14:17

das ist ein guterTheard. nächste Therapiestunde habe ich mir shcon vorgenommen mir genau so einen kleinen "spickzettel" anzulegen, was ich machen kann, wenn ich einsam, traurig bin und wieder mal einen depressiven Tiefpunkt habe. da kann ich hier gleich mal Ideen sammeln.

.spazieren gehen, im Wald oder am Bach, unter einen Baum sitzen und
der Natur lauschen

.laut fezige Musik aufdrehen und tanzen

.ein gutes Buch lesen & ganz in die Geshcichte eintauchen

.malen, auf einem großen Blattpapier

.aufräumen, sortieren, putzen

.Entspannungsübung machen, Trancereise, Meditieren

.Stresssäackchen gegen die wand schmeißen & laut schreien (nicht nur wenn man wütend ist, auch wenn man einsam und traurig ist funktioniert das manchmal)

.schöne Sachen, in denen man sich gut fühlt kaufen bzw. anziehen

.Musik hören und auf den Text achten, das ist gut zum Ablenken

  • »Lilly213« ist weiblich

Beiträge: 10

Wohnort: Österreich

Beruf: Schülerin

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18

Sonntag, 16. Dezember 2007, 17:48

- ein schönes Buch oder eine schöne Geschichte lesen

- einen (oder mehrere) Briefe schreiben, auch wenn ich weis das ich sie nie abschicken werde

  • »FullMoonlight07« ist weiblich

Beiträge: 76

Wohnort: bergisches Land

Beruf: Arzthelferin

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19

Dienstag, 25. Dezember 2007, 19:05

RE: Skills oder "tu dir was Gutes!"

Habe dieses Jahr zu Weihnachten etwas ganz neues probiert. Arbeite in der Therapie auch mit inneren Kindern. Denen/also mir habe ich ein kleines Stofftier als Schlüsselanhänger gekauft, den ich jetzt, wenn ich unterwegs bin, immer in der Jackentasche habe und mit den Fingern bekuscheln kann. Denke dabei immer positiv und liebevoll an meine inneren, jüngeren, verletzen Anteile, die einfach etwas Trost brauchen. Und ganz speziell jetzt zu Weihnachten habe ich das mit einem Kinderbuch über die C.Dickens Weihnachtsgeschichte erweitert. Das kann auch Erwachsenen durchaus nochmal das Herz erwärmen 8) und ich bin richtig froh, dass ich das mal ausprobiert habe. Habe mich den ganzen Tag total warm ums Herz gefühlt. Schöne Erfahrung und bestimmt nicht die letzte dieser Art ;-).

Liebe Grüße
FullMoonlight
Stabil instabil 8)

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Dienstag, 25. Dezember 2007, 19:59

RE: Skills oder "tu dir was Gutes!"

Zitat

Original von FullMoonlight07
Und ganz speziell jetzt zu Weihnachten habe ich das mit einem Kinderbuch über die C.Dickens Weihnachtsgeschichte erweitert. Das kann auch Erwachsenen durchaus nochmal das Herz erwärmen 8) und ich bin richtig froh, dass ich das mal ausprobiert habe.


Die Weihnachtsgeschichte habe ich mir auch dieses Jahr zugelegt und darin gelesen. Und es stimmt! Es hilft mir, wenn alles grau zu werden scheint, wieder etwas Licht in meine Innerstes zu lassen. :)
Also: C.Dickens hilft wirklich!

Liebe Grüße
Bepi
Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.