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1

Freitag, 28. Dezember 2012, 19:32

Unterwegs r*tz*n

Ich weiß nicht, ob es hier erlaubt ist solche Fragen zu stellen, aber ich versuchs trotzdem mal.
Oft, wenn ich mit Freunden unterwegs bin (und am schlimmsten ist es, wenn ich dabei Alkohol trinke) und es mir nicht gut geht, habe ich den starken Drang mich sofort zu r*tz*n. Ich versuche mich dann immer abzulenken, aber manchmal klappt es halt nicht. Dann verschwinde ich mal schnell aufs Klo. Das Problem ist, dass es ja nicht sofort aufhört zu bl*t*n. Einmal war meine Hose voller bl*t, weil es nicht aufgehört hat.
Vielleicht geht es hier auch jemanden so wie mir. Was macht ihr, wenn ihr euch unterwegs v*rl*tzt habt und es stark bl*tet? Ich laufe ja nicht immer mit nem verband rum

2

Freitag, 28. Dezember 2012, 20:17

Hallo Bbaq,

Ich laufe ja nicht immer mit nem verband rum

Vielleicht solltest du das erst einmal tun, wenn du weißt, dass du Alkohol trinken wirst oder es dir schon im Vorfeld schlecht geht und es möglicherweise zu Verletzungen kommen wird.
Nun ja, eigentlich würde ich vorschlagen, dass du selbst dafür sorgst, dass sich gar nicht erst eine Möglichkeit dazu ergibt, sprich keine Klingen etc. mitnehmen. Der Kontrollverlust ist nicht minder dem, den du nach dem schn**d*n hättest. ;)

Und: Wenn du weißt, dass es in Zusammenhang mit Alkohol schlimmer wird - keinen Alkohol trinken. :thumbsup:

hth

hag
If life gives you shit, make fertilizer.

3

Samstag, 29. Dezember 2012, 02:06

pack dir am besten immer so einen kleinen "Notfallkasten" ein, habe ich auch und hiflt mir sehr gut da habe ich Pflaster und Desinfektionsmittel drin, kann ja auch mal sein dass es jemand anders mal benötigt und ich habe es einfach mit im Rucksack liegen und die anderen denken sich dann auch nix dabei. Wichtig ist auf jedenfall die Verletzungen zu versorgen egal ob unterwegs oder daheim.
und wenn du weißt dass Alkohol diese Wirkung verschlimmert, dann am besten vemeiden zu trinken, wenn du sowieso schon Druck hast.
Alles Gute,
Smarty

4

Samstag, 29. Dezember 2012, 08:31

Hey,

pack dir am besten immer so einen kleinen "Notfallkasten" ein, habe ich auch und hiflt mir sehr gut da habe ich Pflaster und Desinfektionsmittel drin
ja, klar, leg in den Notfallkasten direkt auch noch SvV-Werkzeug, dann hast du fast die Garantie dafür, dass du dich an dem Abend v*rl*tzt.

Bbaq, die Lösung für dein Problem lautet: Nimm kein Werkzeug mit, und am besten auch kein Verbandszeug, (dann ist man nämlich immer in Versuchung, sich das irgendwoher zu beschaffen, war bei mir nicht anders) weil du dann keine Möglichkeit mehr dazu hast, die den Abend durch eine bl*tige Hose zu versauen.

Für deutlich sinnvoller, als Werkzeug und Verbandsmaterial für den "Notfall" einzupacken, halte ich einen richtigen Notfallkoffer, bzw. eine Tasche, die man in den Rucksack legen kann, mit den für dich wirksamsten Skills darin. Siehe auch Skills (7. Beitrag)
Zumindest für mich war das sinnvoller, als den halben Abend auf dem Klo zu verbringen und dann auch noch bl*tige Kleidung zu haben. Notfall-Skills dauern meistens kürzer als SvV (zumindest wenn du dich normalerweise verbinden musst), können genauso effektiv sein und der Abend ist danach nicht versaut. Außerdem musst du für viele davon auch nicht Ewigkeiten aufs Klo gehen, sondern kannst sie auch so machen.

Liebe Grüße,
schlehe

5

Samstag, 29. Dezember 2012, 08:49

Hey,

Ich stimmt schlehe zu! Wenn du verbandszeug mit hast, ist die Gefahr eines rückfalls größer als wenn du keines hast. Warum? Ganz einfach weil du dich ja im Notfall verbinden kannst. Daher suche dir skills aus die du probieren kannst. Es ist besser du ziehst dich auf einer Party kurz zurück um skills zu machen (manche skills kann man auch als Spiel in der Gruppe machen... oder du kannst tanzen, das geht auch gut bei solchen Anlässen) als wenn du den Abend sprengst.

Wie soll das denn bitte weitergehen?

Stell dir Vo du lädst regelmäßig Leute zu dir zu hause ein zum gemütlichen sit-in und natürlich mit Alkohol. Würdest du jemanden einladen, wenn du bemerkst, dass er sich bei dir aufm Klo v*rl*tzt? Als Gastgeber trägst du die Verantwortung, und darfst im schlimmste Fall noch die Sauerei weg machen. Würdest du Dad machen?

Also ich nicht.

Als ich das damals so gemacht habe, rad ich es gut, richtig und wichtig, dass mir meine Freunde signalisiert haben : "so nicht! " es hieß "passiert das noch einmal, darfst du nie wieder bei uns feiern /übernachten etc." Das war eine harte ansage, aber ich finde im Nachhinein, dass es verdammte richtig war, gerade rechtzeitig die Notbremse zu ziehen!

Vielleicht hilft es dir genau diese Konsequenzen zu überdenken. Oder du sprichst mit den Leuten dass sie aufpassen sollen wenn du länger aufm Klo bist, dass es passieren kann dass du dich v*rl*tzt. Das habe ich gemacht, als ich vom svv noch nicht los kam. Und so manch ein Rückfall wurde dadurch verhindert, dass gerade als ich es tun wollte, jemand an die Tür geklopft hat und gefragt hat ob alles okay ist... ich weiß nicht ob das evtl eine zwischenlösung Ware. Natürlich solltest du vorher skills probiert haben.

Und nicht zuletzt, das Thema Alkohol. Wenn du nichts verträgst oder es dich im Moment eher runterzieht, dann solltest du es lassen.

Liebe grüße
Hope.
Der wichtigste Mensch in Deinem Leben....


... bist immer Du selbst.

6

Samstag, 29. Dezember 2012, 12:56

mein Tipp war nicht böse gemeint... ;( ich wollte nur sagen, dass es besser ist wenn man etwas für den Notfall dabei hat. nix mit zu nehmen und sich nicht zu v*rl*tz*n ist natürlich noch besser. sorry wenn es falsch rüber kam... :X

7

Samstag, 29. Dezember 2012, 18:44

Entschuldigung, Smarty, ich wollte dich nicht so treffen.
Jetzt könnte man sich drüber streiten, inwieweit es sinnvoll ist, Verbandszeug mitzunehmen... aber das würde an der Intention von Bbaq denke ich mal vorbeigehen, und das muss, denke ich, Bbaq und jede/r andere für sich selber entscheiden.

8

Samstag, 29. Dezember 2012, 19:14

Also ganz ehrlich, wenn du doch weißt, was die kritischen Punkte sind, die dazu führen, dass du dich außerhalb v*rl*tzt, warum umgehst du diese dann nicht??
Was willst du hier hören? Ich finde es nicht gut was du machst und du solltest mal das angehen, was dir schon bekannt ist: trigger vermeiden. Recht einfach, oder?

Ich möchte dir nicht auf den Schlips treten, aber ich möchte es so deutlich sagen.
Stardust.
Die Sterne leuchten mir den Weg.

9

Samstag, 29. Dezember 2012, 23:01

Danke für eure Antworten!
Ich finde eigentlich Schlehes und Smartys Vorschläge gut. Klar ist es das beste nichts mitzuhaben, damit man gar nicht in Versuchung gerät, aber ich zB finde wenn's mir ganz schlecht geht und ich nichts mithab trotzdem ne "Lösung", wie ich mich v*rl*tz*n kann. Dann bin ich fast wie im Trance und kann nur da dran denken. Also werde ich in Zukunft doch immer mal nen Verband etc mithaben.

Stardust: Freunde treffen kann und will ich nicht umgehen. Es geht mir zwar oft schlecht, wenn ich etwas mit ihnen unternehme (nicht weil sie mich fertig machen, es hat andere Gründe), aber ich brauche sie trotzdem. Und da ist es bei uns wichtig etwas zusammen zu unternehmen.
Und auf Alkohol werde ich verzichten, das kann ich umgehen.

10

Sonntag, 30. Dezember 2012, 11:35

Mir geht es ja auch überhaupt nicht darum, dass du deine Freunde nicht treffen sollst. Sondern dass es logisch ist, dass man nichts trinken sollte, wenn man weiß, dass es ein Auslöser für SvV ist.
Mir persönlich wäre es auch viel zu peinlich, wenn Freunde mitbekommen, dass ich mich sv. Allein wie die sich dabei fühlen müssen, möchte ch mir gar nicht ausmalen.
Hast du schon mal überlegt, warum du dich unterwegs v*rl*tzt? Hast du vllt ganz tief in dir den Wunsch gesehen zu werden? Möchtest du gerne mal mit ihnen reden und hoffst deshalb evtl. insgeheim, dass sie es sehen und dich drauf ansprechen?
Mir ging es früher oft so. Das kann ich aber auch erst aus heutiger Sicht und mit einigem Abstand sagen: ich habe mir innerlich (und unbewusst) oft gewünscht, "gesehen" zu werden.

Gruß
Die Sterne leuchten mir den Weg.

11

Montag, 31. Dezember 2012, 01:19

Ok, dann habe ich das falsch verstanden.
Mein Problem ist, wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin (und auch keinen Alk trinke), dass ich mich "falsch" fühle. Dass ich gar nicht zu dieser Welt passe. Weil ich mich dann so verloren fühle, kommt es manchmal zum Drang mich sofort zu r*tz*n.


Ich möchte auf gar keinen Fall gesehen werden, wie ich mich verletze bzw dass es jemand mitkriegt. Deshalb verletze ich mich so gut es geht auch nicht an den Armen. Ich weiß, dass das die Freundschaft nur kaputt machen würde. Daher wollte ich auch wissen, wie ich die Wunden am besten unterwegs versorgen kann.

LG

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12

Montag, 31. Dezember 2012, 10:20

wie wäre es denn, wenn du mal, anstatt dich zu v*rl*tz*n, versuchst rauszufinden warum du dich in der gesellschaft deiner freunde falsch und nicht zugehörig fühlst.
woher kommt das gefühl? ist das immer da, wenn du mit anderen menschen zusammen bist oder kommt das nur bei bestimmten? hast du das auch, wenn du dich nur mit einer freundin (z.B. zum frühstücken) triffst oder nur wenn mehrere leutre da sind?
ich denke, das herauszufinden (und im idealfall) zu beheben ist zielführender als ständig verbandszeug mitzunehmen...
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(Winston Churchill)

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13

Dienstag, 1. Januar 2013, 13:22

wissen deine freunde denn so im allgemeinen darüber bescheid, wie es dir geht, oder versuchst du, so oft es geht eine "Maske" zu tragen? denn ich kenne dieses gefühl des "falsch" seins von mir selbst von früher - und ich weiß, dass sich da ganz viel getan hat, seitdem ich auch mal nicht die starke bin, seitdem ich auch mal sage, dass es gerade schwierig ist. dazu muss man ja garnicht die gesamte geschichte, oder die ganze bandbreite an problemen öffentlich machen, sondern kann eben erklären, dass es einem nicht immer so gut geht, dass sie es bitte nicht auf sich beziehen sollen, dass du weiterhin gerne mit ihnen zu tun hast - und dir die freundschaften auch viel bedeuten, du dabei aber eben du selbst sein willst.

das macht es für dein gegenüber einfacher, dich zu sehen, wie du bist, und selbst lernt man mit der zeit, dass auch, wenn man sich "falsch" anfühlt, andere leute einen immernoch mögen. das ist zumindest meine erfahrung dabei, die ich aber auch immer wieder neu machen muss.

vielleicht kannst du damit was anfangen?
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14

Mittwoch, 2. Januar 2013, 23:10

Naja zwei meiner Freunde, mit denen ich hauptsächlich unterwegs bin wissen Bescheid. Jedenfalls habe ich es ihnen im Sommerurlaub erzählen müssen, weil sie meine n*rb*n sehen konnten. Aber sie verstehen es kein bisschen. Manchmal denke ich, sie wollens nicht verstehen, aber andrerseits glaube ich ihnen auch, wenn sie meinen dass sie mit mir überfordert sind. Deshalb kann es stimmen, dass ich ne Maske zeige, die gar nicht zu mir passt und dass ich dadurch zu viel Druck habe. Ich musste schon zwei mal in Folge in deren Gegenwart einfach losheulen, ich konnte mich nicht mehr beherrschen. Da sind sie gar nicht drauf eingegangen und haben versucht es zu ignorieren (war mir auch recht, weil ich hätte eh nicht sagen können, was los war). Aber bevor wir zusammen was unternehmen, könnte ich ihnen nicht sagen, dass es mir nicht gut geht (eben weil sie überfordert sind und es eh nicht verstehen).

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15

Donnerstag, 3. Januar 2013, 09:35

und warum hast du keine einzige meiner fragen beantwortet?

und nochmal, warum gehst du mit deinen freunden weg, wenn es dir schon von vorneherein nicht gut geht?

Zitat

Aber bevor wir zusammen was unternehmen, könnte ich ihnen nicht sagen, dass es mir nicht gut geht (eben weil sie überfordert sind und es eh nicht verstehen).


mir kommt es so vor als hättest du erwartungen an sie (vielleicht unbewusst?!) die sie nicht erfüllen können oder wollen, deswegen r*tzt du dich, wenn du mit ihnen unterwegs bist. in all deinen texten schwingt so eine vorwurfvolle art mit...sie können dich nicht verstehen, sie wollen dich nicht verstehe, sie gehen nicht auf dich ein, wenn du weinst...freunde sind freunde und keine therapeuten. wenn jemand immer schlecht drauf ist, sich in meiner gegewart v*rl*tzt (bl*t auf kleidung), regelmäßig anfängt zu weinen, dann kann man schon mal überfordert sein. und resultat einer solchen überforderung ist in der regel, früher oder später, das sich derjenige zurückzieht.
If you are going through hell - keep going!
(Winston Churchill)

16

Donnerstag, 3. Januar 2013, 17:43

Hey!

Ich stimme All_Alone zu. Wenn ich meinen Freunden sage, dass es mir heute nicht gut geht, dann akzeptieren sie das auch. Bei mir wissen sie auch Bescheid und deshalb ist es ihnen lieber, wenn ich ihnen sage, wenn es mir nicht gut geht.
Ich denke, deinen Freunden wäre es sicher auch lieber, wenn du schon im Voraus sagst, wie es dir geht und dass du evtl. ein anderes Mal mit ihnen mitgehst. Das ist ehrlicher und dann habt ihr alle Spaß.

Das mit dem Verständnis ist dann wieder etwas anders. Jeder verhält sich dem gegenüber anders. Man kann nicht jemanden dazu zwingen, das zu verstehen. Auch wenn es ein guter Freund/Freundin ist. Man kann versuchen, es möglichst gut zu erklären.

Liebe Grüße,
17teers
Finde den Spiegel deiner Seele
und lerne dich selbst kennen.

17

Donnerstag, 3. Januar 2013, 21:47

Hey Bbaq,

und eigentlich wiederhole ich jetzt ein paar Sachen, die schon geschrieben wurden...vielleicht hab ich ja so auch die Hoffnung, dass die Botschaft eher bei dir ankommt...

Du beschwerst dich, dass deine Freunde überfordert sind und es eh nicht verstehen... gleichzeitig bist du aber nicht bereit, etwas zu erzählen.

Es ist eine vollkommen normale Reaktion von Freunden, überfordert zu sein, wenn sich jemand selbstv*rl*tzt oder wegen einem für sie nicht erkennbaren Grund depri dasitzt oder sogar auf einmal losweint! Ich kann die Reaktion, dich dann einfach so sitzen zu lassen, nachvollziehen, mir ging es bei einer m*g*rs*cht*g*n Freundin genauso, obwohl ich ihr unglaublich gern auch geholfen hätte - ich saß nebendran, hab mich hilflos gefühlt und wusste absolut nicht, was ich tun sollte. Ich glaube kaum, dass es daran liegt, dass deine Freunde es nicht verstehen wollen, vielmehr daran, dass sie es nicht können (und du ihnen dazu auch keine Hilfestellung gibst.... )

Ich glaube, die meisten Menschen können SvV irgendwo schon nachvollziehen. Ich bin zumindest bisher auf noch keine Person getroffen, die es überhaupt nicht nachvollziehen konnte.... Ich finde auch nicht, dass das "Prinzip" davon schwer zu erklären wäre...?

wer weiß, vielleicht sind sie erleichtert, wenn du dich endlich mal traust und anfängst, was zu erzählen. Es muss ja für den Anfang nicht viel sein.

Sie können dir nur helfen, wenn sie wissen, wie.

Liebe Grüße,
schlehe

18

Freitag, 4. Januar 2013, 00:27

Sorry Al_Alone, hab deine Antwort irgendwie überlesen, aber trotzdem danke ;) ich weiß es selbst nicht, warum ich mich nicht dazugehörig fühle. Vielleicht weil sie an den normalsten Dingen Spaß haben können und alles mit anderen Augen sehen als ich. Aber so genau weiß ich es nicht. Und es ist auch so, wenn ich nur mit einer Person was unternehme.
Ich gehe wie gesagt mit meinen Freunden weg -auch wenn es mir dann richtig schlecht geht- weil ich unsere Freundschaft nicht zerstören will. Ich denke mir dann immer, dass es eh nur über mich gelästert wird, falls ich nicht mitkomme (was wahrscheinlich eh nur Einbildung ist). Aber es kann gut sein, dass du recht hast und ich unbewusst/bewusst? meinen Freunden vorwerfe nicht mir helfen zu können bzw für mich da zu sein. Auf der einen Seite kann ich echt verstehen, wie überfordert sie sich fühlen, aber auf der anderen Seite hatte ich mal eine beste Freundin (die ich leider verlieren musste), die immer für mich da war, mich immer verstanden hat (sie hat allerdings Borderline und einige Suizidversuche hinter sich - daher konnte sie mich wohl auch verstehen) und ich es gar nicht anders kenne. Für mich war/ ist(?) es eine Selbstverständlichkeit meinen Freunden mit allen Problemen zu helfen, aber auch was zurückzubekommen (sei es nur ein mal umarmen)

Ihr meint also, indem ich mit meinen Freunden reden würde, könnte ich ihnen eine Hilfestellung geben mich besser zu verstehen?
Also ich bin jetzt trotzdem zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht mit ihnen reden werde, weil ich ja nicht will, dass sie überfordert sind und mich auch nicht von allein fragen (ok, hier kann man wieder indirekt ein Vorwurf rauslesen). Ich möchte sie halt nicht belästigen. Deshalb war auch meine Frage, wie ich mich unterwegs beim r*tz*n versorgen soll, damit niemand was merkt (sie haben meine Hose voller bl*t zum Glück nicht bemerkt). Und damit ich mich besser beherrschen soll, werde ich keinen Alkohol mehr trinken. Bald fängt die Schule wieder an und dann werden wir eh keine zeit mehr zum treffen haben.

Aber noch mal vielen dank für eure Antworten, hat mir geholfen jemanden zum schreiben zu haben :)

19

Freitag, 4. Januar 2013, 11:09

Hey Bbaq,

Also ich bin jetzt trotzdem zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht mit ihnen reden werde, weil ich ja nicht will, dass sie überfordert sind und mich auch nicht von allein fragen (ok, hier kann man wieder indirekt ein Vorwurf rauslesen). Ich möchte sie halt nicht belästigen.
Irgendwie kann ich das nachvollziehen, das Gefühl kenne ich von mir selbst relativ gut.
Was du auch sonst noch über deine Freunde schreibst, vor allem im Vergleich zu der einen Freundin mit Borderline, kommt bei mir so rüber, als ob du mit ihnen nicht wirklich eng befreundet bist... Dass du sogar den Gedanken hast, sie könnten über dich lästern? Wahre Freunde würden das niemals tun. Hm, das macht die Sache natürlich noch ein Stückchen komplizierter. Du scheinst als Vorraussetzung vor eine richtige Freundschaft ja zu haben, dass die Personen auf dich zugehen, dich umarmen ohne Worte etc... (und im Allgemeinen sind das durchaus normale, berechtigte Erwartungen, da kann ich dir schon zustimmen)... nur wenn die Personen eben keine Menschen sind, die solche Problematiken von sich selbst kennen und damit noch nicht konfrontiert wurden... kann man die Erwartungen leider selten haben. Denn die normale Reaktion von Freunden auf SvV und psychische Probleme ist eben nicht, auf die Person zuzugehen und sie in den Arm zu nehmen (sie haben viel zu große Angst, was falsch zu machen, diese Seite kenne ich ja auch), sondern, verunsichert daneben zu sitzen, so zumindest meine Erfahrung....ich habe bei anderen Leuten natürlich auch schon andere Reaktionen erlebt, aber das war dann zum allergrößten Teil von Leuten, die damit schon intensiver zu tun hatte (eine Freundin mit SvV, bestimmte Lehrer). Irgendwie habe ich auch die Hoffnung, dass du die Freundschaften als enger empfinden wirst, wenn sie ein bisschen Bescheid wissen, dann reagieren sie vielleicht auch eher in Richtung der Erwartungen, die du hast...

Zu dem Gedanken von dir, den ich zitiert habe, nochmal... Ich denke, dass Leute eher damit überfordert sind, wenn sie zu wenig wissen, als wenn sie viel darüber wissen. Nicht umsonst gibt es ja auch Informationsbroschüren - Krimskrams für Angehörige etc.. Ich glaube, dass die Überforderung geringer wird, wenn du deinen Freunden davon erzählst. Zur Belästigung würde sowas doch erst werden, wenn du ihnen ständig "auf die Nerven gehst", aber mit auf die Nerven gehen hat ein "hey, mir gehts grad nicht so toll, magst du mir mal zuhören" nichts zu tun, und wer als Freund sowas nur als nervig oder Belästigung empfinden kann, ist dann ganz einfach nicht mehr mein Freund... so sehe ich das.

Liebe Grüße,
schlehe