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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Eine groteske Existenz, nicht schlüssig in ihrem Selbst, nicht faktisch in einer Linie, nicht deutlich in ihrem Sein - zerfallendes Licht eines Lebens, Erbe von Schuld und Abscheu; und die Sonne scheint trotzdem, voller Verachtung.

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Wärst du mir böse, würd ich gehn? Wärst mir neidisch, meiner endlosen Leere? Wärst spöttisch, über den tristen Versuch eines Lebens? Wärst grämlich, der verneinten Verantwortung - Wärst fröhlich, der entstandenen Gerechtigkeit?

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Mein Leben ist eine verlogene Sache in sich. Meine Existenz ist nichts wert, weil ich schuldig bin. Schuldig, weil ich meinem Trieb erlag, schuldig, weil ich Leid verursacht habe, schuldig, weil ich Fehler gemacht habe, schuldig, weil ich meinen kranken Zügen nicht Einhalt bieten konnte, nicht stark genug war, zu widerstehen. Ich habe verletzt, habe desillusioniert, habe verzweifeln lassen, und doch auch nur, weil ich so verletzt wurde, desillusioniert, und allein gelassen mit der tragischen Art…

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Ich habe keine Kraft mehr. Ich habe keine Kraft, das Unverständnis auszuhalten Ich habe keine Kraft, mich rechtfertigen zu müssen für meine Vergangenheit Ich habe keine Kraft, deine Ablehnung zu erleben Ich habe keine Kraft, deinen Ekel auszuhalten Ich habe keine Kraft, mein Leben zu 100% zu offenbaren Ich habe keine Kraft, mit so viel Misstrauen umzugehen Ich habe keine Kraft, mit so viel Zweifeln zurechtzukommen Ich habe keine Kraft, mich so schlecht zu fühlen.

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Starr, die Wälder im Schnee steife Hände, gefroren die Glieder, und die Seele so brach wie die Felder - Wer streut den Samen, der niemals gedeiht der eindringt, tief in die Ritzen des lehmigen Bodens der kein Heim ist, in dem Nichts wächst - Wer nimmt die Last von den Schultern, streut Salz auf den Weg, dass die ohne Hoffnung, nicht fallen - Wer nimmt uns das Unheil, wer gibt es, und wie geht es, das es kommt - ohne Grund.

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    wechsle gesichter wechsle gesichter und suche das leben das eben mein freund war sich nun langsam abwendet suche im chaos setze die maske auf suche im regen, finde sie nicht, finde nicht mich, keine antwort lösung verberge die wahrheit erkenntnis das falsche etwas, kalt und grau und dunkel wendet euch ab ich wende mich ab vor mir selbst

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    prozess

    sepp - - Gedichte

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    Der Stift kratzt zittrig über das Papier. Verteilt sanft die Tinte auf der Seite. Die Sonne scheint einen schmalen Streifen auf mein Buch, als wenn nichts wär, als hätt sich nichts verändert. Wärmt mich, meine Haut, so wie du, wie wir uns gewärmt haben. Schnell und gleichmäßig, fast unhörbar leise tickt meine Uhr vor sich hin und mit jeder verstrichenen Minute fühlt sich das mit dir weiter weg an. Ob ich dir das irgendwann mal sagen kann, in einer Unterhaltung, wertfrei, wie ein "Erwachsener", v…

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    Schiffbruch

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    Es zieht, spannt. Die Segel blähen sich auf, majestätisch, recken sich gen Norden. Es zerrt an den Seilen, dieses einzigartige Geräusch vom sich spannenden Tau.. In meiner Brust. Das Drücken will nicht verschwinden, die Gischt spritzt hoch zu mir, die Sonne raubt mir die Sicht, bin verschollen, aber wo? Wirr suchen meine Hände nach Halt, da vorne müsste das Ruder sein, greif nach ihm, alt und vertraut, sprödes, rissiges Holz in meinen ebenso spröden, rissigen Händen. Hoch sind die Wellen, die di…

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Du bist nicht ich - Und ich nicht du. Dein Blick nicht meines Und mein Blick deiner nichts wert. Und die wallende Sehnsucht die kein ende erfährt, wenn ich wage den Glanz deiner Augen - Zu fassen mit meinen, der fixe Punkt meiner Welt, Der mich hielt und doch nicht, der mich fallen lässt.

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Wie ein Kranich so leicht, Sollst du dich erheben, In die hohen Lüfte der Freiheit Lass zurück was dich hält, Das versteinert und lähmt, An Erfahrung des Schlechten (der Welt) Send mir gern einen Gruß, Wenn du weißt, wer du bist, Und dein Herz wieder frei und rein.

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Sie pochen, die rauschenden Adern noch kurz vorher, ein ruhiger Bach dann, Regen strömend, fallend füllt bis zum bersten schwillt den Fluss, zum reissenden Strom dreckiges kaltes Braun des aufgewirbelten Schlamms meiner Seele Brackwasser meines Herzens in dem nichts lebt kein fisch kann sich entziehen des bohrenden Blicks deiner augen, voll Abscheu, endügltig - wie die verstopfen Kiemen der lachse, die ruhen rücklings und nicht mehr springen flussaufwärts, wie das wir nichts mehr wert - und das …

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Zehntausend flirrende Blätter Wie Flügelschläge der Spatzen - Wind schmiegt sich um mich, Ein zarter Hauch, mich umgarnend, Hülle und Schutz - Mein Blick zur sich wiegenden Buche, Mattgrün sind die zittrigen Zeugen des Lebens In ihnen verfängt sich mein Wort Ihr Rauschen ist Antwort und Atem

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Meer Unendlich fern von Sein und Wirken, In kalter, trister Einsamkeit - Hab vor mir ich nur deine Augen. Leg deine Hand in meine In ihr ist Platz genug - Und teil mit mir die Ebbe, Und teil mit mir die Flut, Der tosenden Gedanken, Die fegen, wehn' wie Stürme, Und tobend Ozeane, Die drohen laut dich zu verschlingen.

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Milliarden Fasern schmiegen sich aneinander an Sie beschützen sich gegenseitig Geben einander Halt Zusammen funktionieren sie besser Der Wind trifft auf die Nackten sie schütteln sich machen sich frei von Ihren Sorgen von Ihrer Schuld sie sind angespannt es ist kalt, sie frieren sie fühlen die warmen Finger spüren die Feuchtigkeit sie schmiegen sich aneinander an Zuversicht strömt durch Ihre Knoten sie machen frei

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Neuanfang Schwitzige Hände, bohrende Blicke, brennende Sehnsucht, trotzdem nicht kennen, kennenlernen, Entfernung? Nähe, keine Distanz, nicht in Gedanken nicht in Gefühlen, fühle mich aufgewühlt.. altes zerbricht, ausgelutscht, einfach vorbei, kein Problem, einfach weiter, emotionslos? Kleine Funken! ich sehe sie, in ihren Augen, schauen mich an fesseln mich begeigstern mich kenne sie nicht, nicht genug, will sie kennenlernen, weiß nicht, sie geht weg! wieder distanz keine Nähe? noch nicht viell…

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    diese ganzen Einträge sind schon ziemlich lange her. verrückt, dass so viele Leute mitgelesen haben! Danke für vielen Leser - vll. schreibt ja der ein oder andere auch eine PN, bin gespannt auf die Resonanz! Krass, wie man sich im Lauf der Zeit verändert, ich bin froh, vor einiger Zeit diese ganzen Texte hier hochzuladen, vll. hätte ich sie sonst gar nicht mehr! vll. kommen aber auch noch ein paar! ;- )

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    Panamericana

    sepp - - Gedichte

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    Adern platzen fast, Tunnelblick, Atemnot, Zittern.. Wut, Unverständnis, Hass, gemischt mit Tränen.. Wut, über dich selbst, Wut, Ihr Verhalten, deins.. Hass, die Situation, da, ein Ausweg, Auswegslos.. Zeit, verrinnt, läuft schneller, rasend schnell, Zeitsprung, Ende, verschlossene Türen, neue Wege, Zeit anhalten, unmöglich, kein Verständnis, keine Chance..

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Starkes Ego, angekratzt, Harter Kern, nie gewesen, Alles brennt, verbrennt mein Herz, Alles verschwindet, zerfrisst meine Seele, Alles zerbricht, vernichtet mich, Alles st*rbt, sterb innerlich, Aller Sinn, verloren, Nur noch Hass, zerfrisst mein Hirn, Nur noch Hoffnung, die nicht da ist, Nur noch Tränen, lautes Schrein, Nichts kann helfen, ich allein, Zu großes Ego, zuviel Stolz, Endlose Leere, alles wird kalt

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Ruhiger Pol Wahrheiten gesagt, Gedanken ausgetauscht, Schn*tte gemacht, Gute Schn*tte, Neu anfangen, Neu beginnen, Schn*tte bleiben, N*rb*n heilen, Der Mensch lernt, Aus Fehlern, Aus Gutem, Aus Schlechtem, Aus Allem, Lernt, Lernt zu fühlen, Lernt Ehrlichkeit, Lernt zu Leben!

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    sepp

    sepp - - Gedichte

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    Flammen die lodern, wieder erlöschen, ein Feuer das brennt, das die Zeit anhält, das wieder erlischt, aber nie ausgeht, dessen Glut nie erlöscht.. Ein Feuer, das in dir brennt, in mir, das uns verbindet, mit jedem Funken, mit jedem Windhauch, die Glut entfacht, die der Verstand gelöscht.. Das so hell leuchtet, es schon fast schmerzt, beim Versuch des Verstandes, wegzusehn, das so tief schürft, viel zu tief, um zu leugnen.. Das das Herz bl*ten lässt, ohne schm*rz, und den Moment zum Augenblick ma…