Angepinnt Begriffserklärungen - Trigger, Sternchen & Spoiler

    Begriffserklärungen - Trigger, Sternchen & Spoiler

    Begriffserklärungen - Trigger, Sternchen & Spoiler

    TRIGGER

    Trigger kommt aus dem Englischen und bedeutet Auslöser, oft sind das ganz belanglose Dinge oder normale Situationen, die aber durch eine zunächst meist unbewusste Assoziation mit traumatischen Inhalten eine negative Gefühlsreaktion auslösen können. Triggern bedeutet, dass etwas wie bestimmte Themen, Gerüche, eine Stimme, Gegenstände etc. Erinnerungen auslösen und/ oder einen völlig aus der Bahn werfen.
    Triggern bedeutet NICHT, dass ihr Schwierigkeiten mit einem Thema habt oder euch über etwas aufregt oder etwas nicht sehen wollt, es ist mehr und es geht tiefer!


    Ein paar Quellen, die das ganz gut erklären:

    Man kann dazu nur Einfälle sammeln. In diesem Jahrzehnt wird sehr viel über Missbrauch, Misshandlung, Traumatisierung geredet. In früheren Jahrzehnten war es möglich, dem Thema auszuweichen. Wer mit diesem Thema seelisch zu tun hatte, konnte häufig durchs Leben gehen, ohne viel daran erinnert zu werden. Das ist heute sehr schwierig. Themen wie Kindesmisshandlung, aber auch sexueller Missbrauch sind Alltagsthemen geworden.
    In der Sprache der Traumatherapie würde man sagen, die "Trigger" sind stärker und häufiger geworden. Das bedeutet, die Auslöserreize haben zugenommen, und Menschen, die dieses Problem haben, werden öfters daran erinnert, kommen in unerträgliche Zustände, und diese Zustände sind besonders gut durch selbstverletzendes Verhalten zu beenden, weshalb diese Symptomatik womöglich besonders zugenommen hat.

    Man kann unterscheiden: wenn ein Ereignis dadurch, dass man darüber spricht, erträglicher wird, dann ist es wahrscheinlich nicht etwas, das sich traumatisierend ausgewirkt hat, sondern es ist etwas, was im Gedächtnis abgespeichert ist als belastendes Ereignis. Wenn das Sprechen über ein Ereignis dazu führt, dass es einem hinterher deutlich schlechter geht, dass etwas in Gang gekommen ist, was man nicht mehr stoppen kann, dass das Darüberreden zu sogenannten Intrusionen, zu Flash-backs, zu Ausnahmezuständen führt, dann ist dieses Ereignis sehr wahrscheinlich nicht integriert. Es führt eine Art Eigenleben in der Erinnerung, und ein Gespräch ist dann ein Trigger, der unerträgliche Zustände auslöst.
    ( google.de/search?q=cache:9dPmv…A4rung+svv&hl=de&ie=UTF-8 )


    Was sind Flash-backs und Körperreaktionen?
    Lange nachdem die Gefahr während eines Traumas vorbei ist, erleben traumatisierte Menschen traumatische Situationen, als würden sie noch bestehen, denn unser Organismus speichert die traumatische Erfahrung nicht im "normalen" Gedächtnis, sondern an verschiedenen anderen Stellen im Gehirn. Von dort können sie spontan ins Bewusstsein dringen oder durch kleine, scheinbar nebensächliche Auslöser provoziert werden. Alle Reaktionen, die während des traumatischen Geschehens auftraten - Gefühle, Gedanken, Wahrnehmungen und Körperreaktionen -, begleiten auch das Wiedererleben des Traumas und zwar einzeln oder alle zusammen. Darum sind traumatische Erinnerungen keine üblichen Erinnerungen sondern Erinnerungszustände, man nennt sie Intrusionen.

    Intrusionen gibt es in Wachzustand und im Schlaf. Eine Form der Intrusion sind Flash-backs, plötzliche, intensive, genaue Erinnerungsbilder verbunden mit den entsprechenden Reaktionen. Oft werden die Inhalte der Flash-backs später nicht mehr erinnert. Manchmal ist die Intensität so ausgeprägt, dass die gegenwärtige Wirklichkeit vollkommen ausgeblendet ist, manchmal bleibt die gegenwärtige Realität bis zu einem gewissen Grad bewusst.

    Flash-backs treten im Wachzustand auf, nächtliche Intrusionen kommen als immer wiederkehrende realistische Alpträume vor.

    Auch Körperreaktionen können eine Form der Intrusion sein, wenn z. B. nur die körperliche Reaktion wieder auftritt, z. B. Zittern, Herzjagen, Schwindel, ohne dass ein Erinnerungsbild ins Bewusstsein kommt. Körpersymptome können aber auch auftreten als Folge chronischen Schreckens, der Über-Wachsamkeit nach einem Trauma und der damit verbundenen verstärkten Ausschüttung von Stresshormonen im Organismus.

    Flash-backs machen das Leben eines traumatisierten Menschen schwierig und oft zerstören sie die Lebensfreude, sie destabilisieren also. Darum ist es wichtig, mit ihnen umgehen zu lernen.

    Was sind trigger?

    Intrusionen wie z. B. Flash-backs können durch Sinneseindrücke ausgelöst werden. Die Auslöser (englisch "trigger") sind oft ganz belanglose Dinge oder sonst banale Situationen, die jedoch durch eine zunächst meist unbewußte Assoziation mit traumatischen Inhalten eine negative Gefühlsreaktion auslösen können.

    So gibt es z. B. einen Film von A. Hitchcock, in dem eine Frau durch den Anblick von Zebrastreifen ( u. wahrscheinlich auch echten Zebras) unbewußt auf eine traumatische Situation reagierte, akute Angstzustände entwickelte und sich beim Überqueren der Straße entsprechend "kopflos" verhielt.

    In dem Fall war es also notwendig, dass die Frau erstens herausfand, wodurch ihre Angstzustände ausgelöst wurden, um diese trigger zunächst zu meiden. Zweitens sollte die Frau möglichst eine genaue, achtsame Wahrnehmung der trigger-Situation als Zebrastreifen-Situation im "Hier und Jetzt" erlernen, um ganz aufmerksam und situationsangemessen Zebrastreifen überqueren zu können.

    Dazu braucht sie wahrscheinlich eine Stärkung ihrer Selbstheilungskräfte durch Stressbewältigungstraining, Stabilisierungsübungen und andere gute Erfahrungen und dann wahrscheinlich auch eine Bearbeitung und Integration ihres Traumas.

    Da im Prinzip alles ein trigger sein kann, ist es nicht immer leicht, sie herauszufinden. Neben dem Sprechen darüber kann dazu ein Tagebuch gute Dienste leisten, das scheinbar banale Dinge achtsam festhält.

    ( beepworld.de/members4/sunshine-world-2/trigger.htm )


    1. Definition von Trauma
    1.2. Traumata sind Ereignisse oder Situationen außergewöhnlicher Bedrohung, zu denen Naturkatastrophen oder von Menschen verursachte Katastrophen (wie Kampfhandlungen, Folterung, Terrorakte, Vergewaltigung) gehören.
    Wegen ihrer Heftigkeit, ihres plötzlichen Eintretens oder ihrer Dauer lassen sie nahezu jeden Menschen durch die Überflutung mit negativen, widersprüchlichen und vor allem ängstigenden Reizen in einen Zustand von emotionaler, kognitiver und sozialer Verwirrung, Ohnmacht, Hilflosigkeit und Verzweiflung geraten (L.Besser,97)
    Später können verschiedene Auslöser im Alltagsleben ("Trigger",z.B. ein bestimmter Geruch, das Muster einer Gardine oder andere Situationsfragmente ) plötzliche Erinnerungen an Traumata hervorrufen, was wiederum Angst und veränderte Wahrnehmung von sich und der Umwelt auslösen kann.
    ( uni-oldenburg.de/ARGE/97/guenther-burgh.html )


    Durch die verschiedensten Auslöser im Alltagsleben, die Trigger, werden partielle oder komplexe Erinnerungsspuren an Traumata plötzlich ausgelöst und zeigen sich in Form von Angst und vielen anderen Symptomen.
    Typische Merkmale der posttraumatischen Belastungsstörung bei Erwachsenen sind also entweder das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden "Flashbacks", sogenannten Nachhall-Erinnerungen, oder in Träumen. Sie erfolgen vor dem Hintergrund eines andauernden Gefühls von Betäubtsein, emotionaler Stumpfheit, Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahmslosigkeit der Umgebung gegenüber sowie Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen können (Konstriktion).
    An Symptomen kommt es häufig auch bei Kindern wie aus heiterem Himmel zu akut auftauchenden Ausbrüchen von Angst, Panik, manchmal auch aggressiven Impulsen durch ein plötzliches Aufblitzen oder intensives Wiedererleben von Traumateilen. Oft tritt ein Zustand innerer Übererregtheit mit übersteigerter Wachheit, übermäßiger Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Angst vor Nähe und Berührungen auf.
    Ängste und depressive Verstimmungen mit ausgeprägten Selbstzweifeln bis hin zu Suizidgedanken; selbstschädigendes oder selbstverletzendes Verhalten (SVV) sind weitere Symptome.
    ( praxis-thomas-pehl.de/text2.doc )




    Sternchen & Spoiler

    STERNCHEN

    Sternchen werden gesetzt um potenziell triggernde Worte "unkenntlich" zu machen. Hier im Forum sind es Worte wie schn**d*n, M*ssbr**ch etc... Einfach weil es die Mehrheit der User triggert - nicht alle, aber die Mehrheit...
    Meistens ersetzt man die Vokale bzw. einen Teil der Vokale dabei durch das Sternchen-Symbol. * Schn**d*n zb.
    Man kann einwenden, dass man ja trotzdem weiss, was das Wort bedeutet. Die Erklärung, warum es trotzdem funktioniert ist folgende: Die meisten Menschen erfassen beim normalen lesen Worte als "Bild", das heisst sie reihen nicht Buchstabe an Buchstabe, wie man das beim Lesen-Lernen macht. Dass wir Buchstabe an Buchstabe reihen passiert meist nur, wenn es Fremdwörter oder uns unbekannte Worte sind. Wenn ein evtl. triggerndes Wort nun aber mit Sternchen geschrieben ist, entfällt dieser "Bild-Lese-Effekt" und die Gefahr getriggert zu werden ist geringer. Sternchen entschärfen sozusagen das Schriftbild.


    SPOILER

    Das sind Abstände zum eigentlichen Text, durch Sternchen, Punkte oder Leerzeichen markiert, die man nach unten scrollen muss, um weiter lesen zu können. Also:
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    Das war einer :D Die Dinger sind nützlich, wenn man wirklich ganz heftige Texte schreibt. Weil man sich so überlegen kann, ob man es lesen möchte/ kann und ohne zu scrollen vom eigentlichen Text erst mal gar nichts sieht.


    liebe grüße,
    jesse blue

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „solaine“ ()