sepp

      Mein Leben ist eine verlogene Sache in sich.

      Meine Existenz ist nichts wert, weil ich schuldig bin.

      Schuldig, weil ich meinem Trieb erlag,

      schuldig, weil ich Leid verursacht habe,

      schuldig, weil ich Fehler gemacht habe,

      schuldig, weil ich meinen kranken Zügen nicht Einhalt bieten konnte,

      nicht stark genug war, zu widerstehen.

      Ich habe verletzt, habe desillusioniert, habe verzweifeln lassen,

      und doch auch nur, weil ich so verletzt wurde, desillusioniert, und allein gelassen mit der tragischen Art und Weise des Lebens.

      Ich wurde benutzt, ich habe benutzt.

      Für meine eigene Gier, die selbe Gier, die mich zum Opfer machte

      dafür habe ich zum Opfer gemacht.

      Ich hasse meine eigene Existenz,

      ich verachte meine Schwäche,

      die mich an meinem Ende hindert.

      Ich war nur elf Jahre alt, doch habe ich mich zum Täter gemacht.

      Jedes mal wenn ich mich konfrontiere,

      jedes mal wenn ich denke darüber,

      jedes mal wenn ich erinnert werde

      möchte ich sterben.

      Jedes mal, wenn ich etwas fühle,

      jedes mal, wenn ich etwas erlebe,

      jedes mal, wenn etwas positiv ist,

      habe ich auch das Gefühl, es nicht verdient zu haben.

      Ich bin die Erbsünde,

      ich bin die Pest,

      ich bin das Grauen,

      und das Grauen, das ist in mir.
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