Mein Herz zerbricht...

      Mein Herz zerbricht...

      Meine Hoffnung ist, das ich hier Menschen finde,
      die verstehen, was mein Kind und auch ich,
      zur Zeit erleben, verstehen und damit umgehen lernen.
      Meine Tochter ist seit dem 4. September auf der geschlossenen
      Station der Kinder und Jugendpsychiatrie.
      Sie verletzt sich massiv, hatte zwei Suizidversuche hinter sich.
      Sie hasst ihren Körper und zerstückelt ihn,
      weil sie ihn nicht mehr benötigt, da sie sich ja sowieso umbringt,
      sagt sie.
      Der erste Suizidversuch war im März 2005.
      Die Kinder- und Jugend Psychologin sagte damals, das sei nicht ernstgemeint gewesen,
      sie wolle uns nur manipulieren und wäre sehr verwöhnt.
      Sie gab uns eine "Gebrauchsanweisung" für Pubertierende mit
      und schickte uns nach Hause.
      Das Ritzen fing mit dem Kontakt zu ihren neuen Freunden an vor einem Jahr circa.
      Letzen Monat dann, wurde sie von einem der neuen Freunde, brutal
      vergewaltigt. 10 Tage später dann der zweite Suizidversuch.
      Ein erneuter Besuch bei einer Psychologin brachte das Resultat, das sie eingewiesen wurde.
      Mein Kind ist jetzt seid dem 4. September in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und hat sich total verändert.
      Aus einem sozialen, liebevollem Mädchen, wurde eine aggressive nervöse Person. Sie zertrümmert in der Klinik Möbel,
      wird gewalttätig dem Arzt gegenüber und stiehlt alles,
      womit sie sich verletzen kann.
      Die Verbände entfernt sie sich und kratzt sich, bis Blut fließt.
      Mir gegenüber ist sie weiterhin liebevoll und zärtlich,
      aber sobald ich die Klinik verlasse, ist sie wieder "die Andere"
      Der Arzt sagte, meine Tochter zeige ernste Zeichen einer Persönlichkeitsstörung
      und jetzt muss ich zum Gericht, um einen Antrag auf geschlossene Unterbringung zu stellen.
      Meine Frage an euch, wird meine Tochter später ein lebenswertes Leben führen können
      oder wird sie für immer gefangen sein in ihrer eigenen "Hölle"?
      Toleranz ist der Weg zur Harmonie
      Liebe Pangaea,
      das klingt alles wirklich sehr schlimm und es tut mir wirklich leid.

      meine meinung dazu ist (und jetzt bekomm ich bestimmt von allen seiten eins auf die mütze) dass eine zwangsweise geschlossene unterbringung mehr schadet als nützt.
      was ich meine ist, sie will dort nicht sein. sie ist eingesperrt obwohl sie keine gefahr für die allgemeinheit darstellt und keine straftat begangen hat.
      (eine frage am rande: ist der junge, der sie vergewaltigt hat verurteilt, in u-haft oder im gefängnis?)
      ich würde mich in so einer situation fragen warum ich eingesperrt werde und nicht die, die für meinen zustand verantwotlich sind. die, die mir so weh getan haben, dass meine seele schweren schaden genommen hat.

      wenn du einen antrag auf geschlossene unterbringung stellst, dann bitte ich dich zu bedenken, dass deine tochter dort (gegen ihren willen) festgehalten wird. in einer fremden umgebung, in der sie niemanden kennt und in der sie niemandem vertraut.

      bei einer vergewaltigung werden deine grenzen extrem missachtet, das was du willst wird einfach übergangen. ist es jetzt richtig wieder etwas zu tun was sie nicht möchte? ihre grenzen wieder nicht zu beachten?

      ich denke, dass sie deswegen auch diese aggressionen zeigt wenn du nicht da bist (allerdings ist das wirklich nur eine vermutung).

      wenn du einen guten draht zu deiner tochter hast, dann rede mit ihr! versuch sie zu überzeugen freiwillig eine thera zu machen (offene station, tagesklinik oder vielleicht sogar nur intensiv ambulant)
      das scheint mir der bessere weg.

      ich glaube sie kann wieder ein "normales" leben haben, allerdings würde ich bezweifeln das eine zwangsweise geschlossene unterbringung dazu beiträgt.

      ok, soweit meine meinung.
      bitte reißt mir nicht den kopf ab :rolleyes:

      lg
      alone
      If you are going through hell - keep going!
      (Winston Churchill)
      Ich bin zu verzweifelt und erschöpft,
      um irgendwem den Kopf abzureißen.
      Josie ist freiwillig dort hingegangen.
      Sie sagte, das sie es nicht mehr aushalte,
      dieses Gefühl der Ohnmacht, sich selbst gegenüber.
      Sie hatte Hoffnungen in der Therapie und ich habe sie
      über den Antrag unterrichtet und ihr die Wahl gelassen.
      Sie sagt, sie will dort bleiben, weil sie Angst hat,
      vor ihren eigenen Gefühlen.
      Sie erzählt mir immer was sie fühlte oder wann sie den Darang hatte
      sich zu verletzten.
      Die Verletzungen sind ihr egal, sagt sie, denn sie spürt die Schmerzen nicht.
      Sie hat Angst, sich wieder Tabletten zu besorgen,
      denn obwohl sie sich das Leben nehmen will,
      nach ihren eigen Aussagen, hängt sie doch daran.
      Da ich sie nicht den ganzen Tag beaufsichtigen kann,
      muss sie dort bleiben, bis die Suizidalphase vorbei ist.
      Das gibt auch mir ein Gefühl der Sicherheit und ich kann,
      wenn ich sie Besuche, mich voll und ganz auf sie einlassen.
      Sie weis, das ich Tag und Nacht kommen würde und sie darf mich auch
      jederzeit anrufen. Ich habe die Genehmigung bekommen,
      mein Handy bei mir zu tragen, wenn ich im Dienst bin.
      Nachdem ich meine Tochter gestern gesehen habe
      und ihre massiven Verletzungen, bin ich einfach davon überzeugt,
      das sie diese Therapie machen muss.
      Und wenn dazu eine richterliche Genehmigung erforderlich ist,
      dann bekommt die Klinik sie auch.
      Ich habe absolut keine Erfahrungen mit diesem Krankheitsbild
      Das einzige was ich mir vom Herzen wünsche ist,
      das Josie weiterlebt. Alles andere wird sie lernen.
      Aber sie muss erst leben wollen.
      Toleranz ist der Weg zur Harmonie
      ok, vielleicht hab ich auch was falsch verstanden...
      wenn sie da sein möchte, dann sieht die ganze sache ja auch anders aus. dann ist da ja kein zwang.

      ich denke, dass das aber auch schon der erste schritt in die richtige richtung ist! sie möchte ja, dass ihr geholfen wird. natürlich geht das nicht von heute auf morgen. aber ich glaube, dass sie das schaffen kann. sie hat schließlich eingesehen, das sie es alleine nicht schafft.
      und das ist schonmal ein sehr großer schritt! da kannst du (und sie natürlich auch) sehr stolz sein.
      der weg wird bestimmt lang und hart aber sie hat eine chance. und sie hat dich, du gibst ihr halt. das ist wichtig.

      ich glaube, dass ihr das schaffen werdet!
      na gut, ich hoffe das dir mein post ein bisschen hilft...

      glg
      alone
      If you are going through hell - keep going!
      (Winston Churchill)
      Ich bin sehr beeindruckt,wie offen du mit deiner Tochter umgehen kannst.
      Das zeugt für mich von großem Vertrauen.Und dass sie so offen mit dir über ihre Ängste redet und freiwillig in der Klinik ist,zeugt meiner Meinung nach von ihrem Willen um ihr Leben zu kämpfen.
      Wenn sie mit der Unterbringung dort einverstanden ist und mit ihren Ärzten/Therapeuten klar kommt,dann sollte sie erst einmal dort bleiben,bis sie sich stabilisiert hat und vll kann sie dann auf eine offene Station verlegt werden.

      Rede weiterhin so offen mit ihr.
      Ich bewundere deine Stärke und deinen Willen als Mutter.
      Es wird sehr schwer werden.
      aber,wenn sich deine Tochter auf die Hilfe einlässt,könnt ihr einen Weg da raus finden.
      Nach ein paar Tagen kann man von einer Therapie noch nicht viel verlangen.
      Im Moment geht es erstmal darum,sie vor sich selbst zu schützen,bis sie soweit stabil ist,an ihrem Verhalten und ihrem Schmerz zu arbeiten.
      Gib ihr Zeit.
      Und vergesse dich selbst nicht völlig.Tue auch etwas gutes für dich.

      Sie will sich helfen lassen und sich vor sich selber schützen lassen,also steckt in ihr ein Lebenswille.

      ich wünsche euch viel Kraft.
      Danke.
      Das ist lieb von dir.
      Ich durchforste gerade das Internet,
      um soviele Informationen wie möglich zu bekommen .
      Ich möchte Josie helfen und muss wissen,
      wie ich ihr helfen, sie unterstützen kann.
      Ich habe hier in den Erfahrungsberichten gelesen.
      Einige "Border" waren schon so oft und so lange
      in stationärer Therapie... das bedrückt mich.
      Irgendwie ändert sich gerade mein ganzes Leben.
      Meine Wünsche und Ziele haben sich von Gestern zu Heute
      radikal verändert.
      Wir hatten immer eine harmonische Familie.
      Und jetzt frage ich mich, was ist passiert,
      was habe ich übersehen,
      Die Vergewaltigung war nur das Finale der letzten zwei Jahre.
      Ich bin und war immer eine tolerante Mutter.
      Meine Kinder hatten das Recht, sich ihre Freunde selbst zu wählen.
      Auch als Josie vor zwei Jahren in die Gothik Szene "geraten" ist,
      habe ich sie nicht kritisiert oder ausgelacht oder dergleichen.
      Ich sagte mir, das ist eine Entwicklungsstufe,
      das wird beobachtet.
      Hätte ich das verbieten sollen?
      Nein, denn ihre Gothikfreunde stehen zu ihr.
      Der Vergewaltiger ist ein ganz "normaler" Mann.
      Er wurde angezeigt von uns und auf den Prozess warten wir noch.
      Toleranz ist der Weg zur Harmonie
      Viele hier waren oft in einer Klinik.
      Und viele davon können auch sagen,dass es einen Weg da raus gibt.
      Suche nicht krampfhaft nach Fehlern...
      Jetzt müssen Lösungen gefunden werden,sobald deine Tochter dazu bereit ist.
      Ich denke,dass du auch in die Therapien mit einbezogen wirst.
      Gib ihr Zeit.
      Gib dir zeit.
      Und hab vertrauen in euer Verhältnis,was ja ein sehr gutes zu sein scheint.

      alles Liebe

      RE: Mein Herz zerbricht...

      Hallo liebe Pangaea,

      so eine Mutter wie Dich, mit der ich über alles reden könnte hätte ich auch gern. ;) Meine macht nämlich aus jeder Maus gleich einen Elefanten und dazu ihr Vorwurfsgesicht. Da rede ich lieber mit Freunden über meine Probleme.

      Doch nun zur Sache:

      Original von Pangaea
      en.
      Meine Frage an euch, wird meine Tochter später ein lebenswertes Leben führen können
      oder wird sie für immer gefangen sein in ihrer eigenen "Hölle"?


      Ja, sie kann. Wenn sie es wirklich will und die Kraft und den Willen hat, die Sache durchzuziehen. Dabei kannst Du ihr viel helfen und es kann ihr sehr zugute kommen, wenn sie in Dir eine wertvolle Unterstützung findet. Nichts ist wertvoller, als eine Mutter, die gleichzeitig eine gute Freundin ist. ;)

      Eine Therapie ist dann sinnvoll und hat gute Erfolgschancen, wenn man:

      -a) es wirklich will und es der eigene Entschluß ist, eine Therapie zu machen

      und

      -b) auch das Seinige zum Gelingen der Sache beiträgt. Man darf also dabei nicht einfach die Hände in den Schoß legen und zu den Ärzten sagen: "Nun macht halt mal."
      Wenn in der Therapie eine Übung gemacht wird, vor der man wirklich sehr stark Angst hat, oder die gar triggert, ist es schon erlaubt, auszusetzen, aber es sollte nicht ständig vorkommen. Auch dabei kannst Du sie unterstützen, inden Du ihr zeigst, daß Du immer für sie da bist und sie Dir vertrauen kann. Mach also bitte nichts, was Du nicht vorher mit ihr abgesprochen hast.
      Wie All_Alone schon sagte: Eine zwangsweise Unterbringung (gegen ihren Willen) wird vermutlich mehr schaden als nützen. Jedenfalls kenne ich niemanden, dem sowas geholfen hat.

      Und ihr müsst beide Geduld haben. Es wird nicht von Heute auf Morgen funktionieren, sondern es bedarf wahrscheinlich jahrelanger Anstrengungen, bis sie alles verarbeitet hat.

      Richtig ist, daß sie sich ihre Freunde selbst suchen darf, das fördert auch die Entwicklung und Selbständigkeit. Aber Du darftst Dir auch eine Meinung zu ihren Freunden bilden und mit ihr darüber reden. Positiv wie Negativ. ;)

      Ich wünsch Deiner Tochter und Dir viel Erfolg und ein glückliches und erfülltes Leben. Und daß es Euch gelingen mag, den Täter möglichst lange aus dem Verkehr zu ziehen!

      Du bist wirklich lieb zu Deiner Tochter. Find ich echt süß. ;)


      Liebe Grüße,

      Shi-ii

      RE: Mein Herz zerbricht...

      Liebe Pangaea

      Dein Beitrag hat mich total getroffen und obwohl ich nicht weiß, ob mein Beitrag dir etwas bringen wird, schreibe ich trotzdem.

      Ersteinmal möchte ich erwähnen, dass ich es klasse finde wie du mit der situation deiner Tochter umgehst.
      Natürlich ist es momentan sicher nicht einfach. Aber es ist meiner Meinung nach auch wichtig die Ruhe zu behalten. Vor allem wenn du mit deiner Tochter sprichst.
      Ich erinner mich noch ganz genau an die Gespräche zwischen mir und meinen Eltern während der stationären Thera. Sie kamen und wollten wissen, wie es mit dem Essen bzw schneiden lief. Sie haben alles davon abhängig gemacht und mich oft deshalb angeschrieen oder mir vermittelt, dass ich sie mit meinem anomalem verhalten total enttäusche...
      In solchen Momenten ging es mir wesentlich schlechter. denn ich hätte mir einfach nur verständnis gewünscht und vor allem hätte ich mir gewünscht, dass sie mir zweit lassen....

      Lass auch du ihr die Zeit!

      Denn eine sinnvolle und hilfreiche Thera dauert eine Weile.

      Ihre Aggressionsausbrüche in der Klinik finde ich persönlich recht postiv.
      Ich denke, dass sie sich dadurch innerlich leichter und befreiter fühlt und dadurch auch der Druck des schneidens mit der zeit abnimmt.
      Also ich kann nur von mir reden:
      Ich habe immer alles in mich reingefressen, immer ja und amen gesagt obwohl ich innerlich total wütend war und am liebsten auf alles eingschlagen hätte. Aber ich habe es nicht getan-stattdessen habe ich zur Klinge gegriffen und mich selbst verletzt.
      Erst als ich Aggressionen zulassen konnte und vor allem DURFTE (zu hause hätte ich das nie zeigen dürfen) ging es mir besser und auch die Selbstverletzung nahm rapide ab.

      Wenn bei deiner Tochter momentan die Gefahr eines Suzidversuchs besteht, dann würde ich es schon für sinnvoll halten, sie ind die geschlossen Station zu verlegen.
      Schon allein weil sie den ganzen tag betreut wird und im Notfall wirklich reagiert werden kann. Die Zeit dort mag hart sein. Aber im endeffekt wird sie vor sich selber geschützt und das ist momentan doch wirklich das wichtigste oder nicht?

      Dir als mamma kann ich nur raten-sei stark.
      Deine Tochter wird jetzt "die Hölle" durchmachen.
      Aber wenn das überstanden ist, wird sie genauso ein leben wie alle anderen auch führen können.
      Es liegt an ihr, was sie daraus macht.

      Zeig ihr, dass du für sie da bist und sein wirst egal was passiert,
      lass dich auf die von den Therapeuten vorgeschlagenen therapien ein und steh zu deiner Tochter.
      mehr kannst du (so glaube ich) nicht machen.

      Liebe Grüße und alles, alles, Gute für dich und deine Tochter
      Sage nie all dass, was du weist. Wisse aber immer, was du sagst!
      ein punkt von mir der immer wieder vergessen wird ich sehe es an mir
      selbst wenn die stationäre und eventuell auch die ambulante therapie abgeschlossen ist denke nicht das dann alle überstanden ist. bei mir war es so das ich aus der hölle in die klinik kam und mir es da nach einer woche wieder super ging aber als ich dann raus kam ging es wieder los es wurde wieder schlimmer sie wird noch eine lange zeit nach dem sie drausen ist dagegen kämpfen müssen das wenn sie probleme hat das sie sich nicht verletzt es ist schwer damit um zugehen gerade wenn man erst aus einem langen stationären aufenthalt kommt denn in der klinik wird man von stress geschohnt und man hat viel zeit für sich um über sich nach zu denken was mir übrigens sehr gut tat naja und wenn man dann raus kommt dann kann einen das normale leben einfach überrennen

      mir ging es und geht es auch noch total schlecht und meine therapeuten wollten mich eigentlich wieder in eine klinik stecken aber es hilft nix wenn man dann wieder raus kommt und wieder überrant wird

      aber ich denke an das normale leben braucht ihr momentan noch nicht denken da es noch sehr lange dauern wird bis sie soweit ist

      aber behalte es in deinem hinter kopf


      und zu dir ich finde es sehr toll das du mit deiner tochter so offen reden konntest. mit meinen eltern konnte ich das auch aber als ich dann wieder drausen war war es für meine eltern aus der welt
      und um sie nicht zu entäuschen hab ich sie erst mal nicht an meinen gedanken teilhaben lassen da es mir einfach weh tat zu sagen hey ich bin jetzt wieder drausen mir ging es ganze zeit gut und jetzt geht es mir schlechter

      naja ich hoffe es hilft was ich hier geschrieben habe und sei echt stark es ist echt nicht einfach für euch
      Der sinn des Lebens ist zu Leben aber was macht das für einen Sinn wenn ich doch net länger glücklich sein kann

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „flo_bo“ ()

      ich denke aber auch, dass sie die phase nch der klinik überstehen könnte... sie hat eine versändnisvolle, offene Mutter mit der sie spreche kann und gute Freunde, die zu ihr stehen und ihr sicherlich helfen werden. das ist schonmal sehr viel wert!

      so manch einer, und ich bin da keine ausnahme, hätte sich so ein umfeld gewünscht!

      du hast, so wie ich das sehe, keinen fehler gemacht! was kannst du mehr machen als deiner tochter zuhören, für sie da zu sein etc..

      ich wünsche dir und deiner tochter alles gute und viel kraft, dass ganze zu überstehen und in absehbarer zeit (auch wenn das warsch. sehr optimistisc ist) wieder "normal" leben zu können. sie ohne ihre probleme und du ohne die angst um sie.

      und was du noch mehr tun kannst für sie... ich glaube da gibt es nichts.. ausser sie zu besuchen, ihrzu zeigen, dass du bei ihr bist, ihr helfen möchtest-- mehr kannst du einfach nicht tun..

      vergiss nur nicht dein eigenes leben dabei;-)

      ihr schafft das schon! wenn man so gut mit seiner mutter spreche kann und sich so sehr vertraut da muss es einfach gut gehen..

      liebe grüße

      irinie
      Vielen Dank für die vielen Antworten
      und besonders, für die Erfahrungsberichte.
      Josie geht es nach den ersten sieben Tagen in der Klinik nicht gut.
      Sie verweigert das Essen oder erbricht es sofort.
      Sie hat jede Nacht Panikattaken und von ihren
      Armen will ich gar nicht schreiben.
      Es ist schwer, diese Bilder aus meinen Kopf zu bekommen.
      Ich habe sie gestern einfach in die Arme genommen
      und ihr von euch erzählt, das ich soviel Informationen über
      ihre Krankheit sammel, wie möglich,
      damit ich sie besser verstehen und helfen kann.
      Etwas positives gibt es zu berichten.
      Sie hat diese motorische Unruhe nicht mehr.
      Das ist doch schon ein Erfolg.
      Und mit der Therapeutin hat sie gestern sogar 1 1/2 Stunden verbracht,
      bevor sie aus dem Zimmer gelaufen ist.
      Morgen will die Therapeutin mit meinem Mann und mir,
      einen Termin machen, für ein Elterngespräch.
      Heute bekam ich Post von der Kriminalpolizei,
      Josie soll noch mal aussagen, wegen der Vergewaltigung.
      Ich möchte das nicht, sie ist zu instabil.
      Vieleicht kann mir der Arzt eine
      Bescheinigung geben, das sie zur Zeit nicht vernehmungsfähig ist.
      Toleranz ist der Weg zur Harmonie
      Hallo liebe Pangaea,

      wichtig ist denke ich vor allem, daß ihr beide Geduld habt und Deine Tochter den festen Willen, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bringen. Wie einige hier schon geschrieben haben, wird das nicht von Heute auf Morgen klappen, sondern kann sehr lange dauern. Rückschläge kann und wird es wohl schon einige geben, aber ihr dürft euch davon keinesfalls entmutigen lassen, insgesamt wird es aber, -davon bin ich überzeugt,- bergauf gehen. Den meisten Betroffenen hilft es auch, wenn es gelingt, den Täter hinter Gitter zu bringen, das wäre außerdem auch deshalb wichtig, daß auch andere vor ihm geschützt werden. Wegen der Aussage wird sich sicherlich eine Lösung finden lassen. Viele Betroffene lassen sich in der Klinik erstmal soweit stabilisieren, dass sie sich in der Lage fühlen, die Aussage machen zu können. Das würde ich Deiner Tochter auch empfehlen, daß sie erstmal einige Zeit in der Klinik verbringt und die Aussage zu einem späteren Zeitpunkt machen kann. Müsste mit Hilfe des Arztes eigentlich möglich sein. Darf ich Dich mal fragen, wie alt Deine Tochter ist?

      Ich wünsch Dir und Deiner lieben Tochter Alles Gute und Viel Erfolg. Du bist wirklich eine supergute Mutter. ;)

      Liebe Grüße,

      Shi-ii
      ich finde es schön zu hören,dass ihr kleine fortschritte macht und lass dir gesagt sein,dass ist nach sieben tagen wirklich schon sehr viel.
      ich war erst nach monaten so weit.
      wegen der aussage:rede darüber mit ihrer therapeutin,die kann das denk ich mal besser einschätzen und vorallem auch ein wort bei der polizei einlegen und vll kann die aussage ja auch mit der therapeutin gemacht werden,damit das jemand ist,der genau weiß,wie man unterstützen muss,ohne zu emotional zu werden(was bei dir bestimmt passieren wiürde)

      ich habe sehr großen respekt vor dem,was du alles für deine tochter tust,sie kann sehr stolz auf dich sein.und ich denke das hilft ihr seh.

      liebe grüße und lass vielleicht immermal was hören,wie es weiter geht.
      Shi-ii , meine Tochter ist 16 Jahre alt.

      Mein Mann, mein Sohn (22) und ich machen seit letzte Woche
      zeitgleich mit Josie, eine Familientherapie.
      Wir wollen ihre Krankheit verstehen lernen
      um damit umgehen zu können.

      Ich bin wahnsinnig stolz auf meine beiden Männer.
      Sie reagieren mittlerweile cool,
      wenn uns Josie mit noch blutigen Händen begrüßt.
      Sie verweigert immernoch die Nahrung,
      aber sie wünschte sich für Morgen Eistee.
      Das ist doch schon etwas positives.

      Und jetzt muss ich ein paar Sätze schreiben, die mir am Herzen liegen.
      Als ich in dieses Forum kam,
      hoffte ich, auf betroffene Eltern zu treffen.
      Bis heute habe ich mit keinem einzigen Elternteil geschrieben.
      Das wundert mich.
      Es schrieben mir viele junge Menschen,
      die an dieser Erkrankung leiden und es sind so liebe
      Menschen, die es verdient haben,
      verstanden und unterstützt zu werden.
      Bitte liebe Eltern, habt Mut und informiert euch.
      Dann sieht alles weniger schrecklich aus und ihr könnt
      mit eurem Wissen, verstehen lernen, was Borderline für euer Kind bedeutet. Habt keine Angst davor, es sind doch eure Kinder,
      die ihr geboren habt. Sie haben einfach ein würdiges Leben verdient.
      Ich umarme alle "Bordies"
      Sabine
      Toleranz ist der Weg zur Harmonie
      Hallo liebe Pangaea,

      meines Wissens sind die meisten von einer Vergewaltigung betroffenen Mädchen zwischen 14 und 24 Jahre alt, wobei mir natürlich auch bewusst ist, daß es auch Abweichungen in beide Richtungen gibt. Mein Eindruck ist, daß die Folgen umso schlimmer sind, je jünger die Betroffene ist, aber auch das läßt sich nicht verallgemeinern. Daher meine Frage nach dem Alter, ich habe sie zwischen 14 und 17 geschätzt.

      Ich finds wahnsinnig toll, wie ihr Euch um Josie kümmert. So eine Familie hätte ich mir immer gewünscht. Wichtig ist aber auch zu erkennen, wenn sie mal einen Freiraum braucht, oder sich genervt fühlt, das kann auch mal vorkommen, aber ich denke, das bekommt ihr dann ganz gut hin. ;)

      Eltern wirst Du hier eher selten finden. Das mag zum Einen daran liegen, daß viele von SVV Betroffene aus Familien kommen, wo das Verhältnis nicht ideal ist und es viele Eltern nicht interessiert, oder das eigene SVV so gut versteckt wird, daß viele Eltern es gar nicht bemerken, oder nicht wahrhaben wollen. Zum Anderen verlassen sich wohl die meisten Eltern eher auf Ärzte und Therapeuten, als auf Antworten von Betroffenen, wobei ich aus eigener Erfahrung sagen muß, dass ich von Betroffenen sehr viel über SVV gelernt habe. Es gibt auch anscheinend genügend Haus- und Krankenhausärzte, die einen Menschen mit SVV vollkommen falsch und verständnislos betrachten. Liest man leider immer wieder.

      SVV würde ich jetzt aber nicht mit Borderline gleichsetzen, wenn auch viele Menschen mit SVV auch Borderliner sind, aber längst nicht alle. SVV ist meines Wissens nur eine von vielen Komponenten der Borderline-Erkrankung. Sollte bei Josie eine Borderline-Erkrankung diagnostiziert worden sein, würde ich mir auf jeden Fall noch eine unabhängige Zweitmeinung einholen. Ich gebe allerdings zu, daß ich über Borderline nicht so gut Bescheid weiß, da mögen sich andere hier sicher besser auskennen.

      Ich selbst bin auch schon etwas älter und habe mich nur ein einziges Mal selbst verletzt, weil ich eine Krankmeldung brauchte, kenne aber ungefähr ein knappes Dutzend Betroffene übers Internet, von denen ich sehr viel gelernt habe und denen ich gerne helfen würde. Hier gelandet bin ich wegen meiner besten Freundin, die beinahe damit angefangen hätte. Sie ist bereits 30 und hat 2 Kinder.

      Also ich wunsche Deiner lieben Tochter wirklich Viel Erfolg und einen unheimlich starken Willen, daß sie es schafft, in ein glückliches und erfülltes Leben zurückzufinden. Ich denk an Euch. ;)

      Ich schreib Dir noch ne PN.

      Liebe Grüße,

      Shi-ii
      Lieben Danfür eure Antworten

      Josie wurde gestern informiert,
      das ihr Aufenthalt noch einige Monate dauern wird
      und das sie nach dem Klinikaufenthalt in eine therapeutische
      Wohngruppe kommt.
      Sie reagierte gelaasen und erzählte es mir so,
      als wenn sie mir eine Geschichte erzählt.
      Sie hat sich daraufhin noch nicht wieder selbst verletzt.
      Entweder sie hat diese Tatsache noch nicht realisiert
      oder sie beginnt die Therapie zu akzeptieren.
      Sie erzähle begeistert von ihrer Ergotherapie,
      das sie dort Klavier spielen und zeichnen darf.
      Ihr erstes Bild ist Bud Simson mit nacktem Hintern. :D
      Als wir gestern auf Station kamen, war Josie beim Kuchen backen.
      Sie ißt immernoch nur einen Bissen oder gar nichts.
      Aber sie trinkt immerhin schon ihren Eistee.
      Ich weiß, das es eine Pause ist...
      aber ich genieße sie. Gewinne Kraft für die nächste Runde.

      Viele Liebe Grüße an euch allen.
      Sabine
      k
      Toleranz ist der Weg zur Harmonie
      Hey das ist doch wirklich super, dass sie so reagiert hat :) Und vor allem ist es wirklich klasse, wie schnell sie Fortschritte macht. Ich denke, sie wird auch bald wieder anfangen zu essen. Das braucht halt alles seine Zeit. Ich bin mir aber wirklich ganz sicher, dass ihr das gemeinsam schafft :) Ganz dickes Lob
      lg San
      ~Ich sehe, wie alles vor mir zerbricht. Wie ich das verliere, was ich so sehr liebe. Ich sinke zu Boden, breche unter den Schmerzen zusammen. Ertrage das alles nicht länger~