Angepinnt Religiösität, Glaube & Spiritualität

      Religiösität, Glaube & Spiritualität

      Hallo liebe User,

      vor einiger Zeit wurde ein Thread mit dem Titel "Euer Glaube" eröffnet (hier nachzulesen). Nachdem bereits zahlreiche Antworten dort geschrieben wurden, kam im Team die Diskussion auf, ob das Thema Religion und Glaube überhaupt genügend Bezug zum eigentlichen Kern unserer Community hat, und wir sind mehrstimmig übereingekommen, dass dies nicht wirklich der Fall ist. Allerdings kamen daraufhin auch Rückmeldungen von euch, dass ihr einen solchen Thread eigentlich gerne hättet, und wir sehen ein, dass es durchaus Parallelen und Beziehungen zwischen dem persönlichen Glauben und psychischen Schwierigkeiten bzw. belastenden Erlebnissen geben kann. Darum wollen wir hier auf Probe einen gepinnten Sammelthread eröffnen, indem ihr ab sofort über eure Religiösität und euren Glauben schreiben und diskutieren dürft (ausführliche und persönliche Diskussionen zwischen zwei oder mehr Usern bitten wir allerdings per PN zu führen, der Übersichtlichkeit halber). Sollte dieses Angebot Anklang finden, behalten wir den Thread hier im Alles Mögliche Board gepinnt, wenn nicht, werden wir ihn nach einigen Wochen wieder schließen und entfernen. Es liegt also an euch :)

      Volpe (im Namen des Teams)
      He scales the mountain, because he's not afraid of it.
      - Django Unchained -
      Huhu,

      das ist aber schäön, dass es jetzt einen solchen Thread gibt. Also mir hat mein Glauben in der schweren Zeit sehr geholfen. Egal wie einsam ich war, ich wusste, dass Gott immer da ist, egal wie ungeliebt ich mich gefühlt habe, ich wusste, dass da einer ist, der mich bedingingslos liebt. Auch viele Bibelstellen haben mir da Kraft und Hoffnung gegeben. Heute fühle ich mich im Alltag Gott leider nicht mehr so nah, ich hoffe das sich das wieder ändert, da es (er) mir sehr fehlt.
      Ich bin übringes evangelisch.

      Wie ist/war es bei euch? Hat euch eurer Glaube geholfen?

      Lg sadangel88
      hey,
      mir hilft der glaube an gott, das es ihn gibt ich weiß nicht wie ich das sagen soll hört sich bestimmt komisch an gibt mir irgendwie so n warmes gefühl, ähnlich wie grborgenheit. ich kann mich auch noch genau daran erinnern dieses gefüh auf einmal zum ersten mal gehabt zu haben. gott gibt mir irgendwie kraft ohne meinen glauben wäre ich schon längst weggeknickt. allerdings gab es auch mal ne zeit wo ich gedacht habe ich hätte meinen glauben für immer verloren es fällt mir wirklich sehr schwer das zu erklären bin nicht zu gut in gefühlsdingen u sowas^^
      Hallo zusammen

      Ich bin zwar nicht christlich gläubig aber ich finde das eine spirituelle Einstellung und auch bestimmte spirituelle Techniken einen sehr bei der bewätligung von Problemen helfen kann, natürlich geht nicht ales einfach weg, aber es kann einfach unterstützen.

      Ich persönlich glaube, das die Natur und alles beseelt ist, das es eine göttliche energie gibt die für uns alle da ist, das hab ich mehrmals gespürt.

      Lg melarta
      Hallo zusammen,
      ich bin katholisch auch so erzogen und aufgewachsen, als ich ein kind war wollte ich päpstin werden habe bibelstellen zitiert, jeden abend gebetet, als meine probleme dann anfingen so mit 13 hat das aufgehört, ich hab mich gegen die kirche gestellt, hatte ne "schwarze phase" jetzt bin ich 22 und habe den glauben widergefunden einmal war ich in der kirche und da wurde gepredigt, dass "der herr die jenigen am meisten bestraft die er am meisten liebt damit stellt er uns auf die probe" das nehme ich als leitsatz. es hat schon alles seine richtigkeit so wie ich bin und wie es ist.
      mittlerweile habe ich 3 bibelzitate auf den körper tattoowiert. seit 3 wochen steht auf meinem dekoltee "dominus pascit me" der herr ist mein hirte. es gibt mir kraft durchzuhalten und weiterzumachen. es ist einfacher zu akzeptieren, wenn man daran glauben kann, dass es einen tieferen sinn hat.
      lg seele

      * ♥ * never give up * ♥ *
      Hallo zusammen,

      Wie ist/war es bei euch? Hat euch eurer Glaube geholfen?

      Lg sadangel88


      ich bin zwar evangelisch getauft worden und musste auch mal eine ganze Zeit lang regelmässig Gottesdienste besuchen. Das war kurz vor der Zeit meiner Konfirmation. Ansonsten gehe ich heute nicht mehr in die Kirche. Früher hatte ich tatsächlich mal eine Zeit lang vor dem Schlafen gehen gebetet, doch als ich feststellte, dass meine Gebete offensichtlich nicht erhört wurden, ließ ich das Beten mit der Zeit sein.

      Inzwischen habe ich mich der dunklen Seite verschrieben, sprich ich gehöre der Gothic Szene an, die an sich ja eher nicht religiös ist. In der Szene fühle ich mich ganz wohl, auch wenn irgendetwas entscheidendes an mir fehlt, mich gänzlich mit anderen Goth's auf einer Stufe zu stellen ...

      Ich kann nicht sagen, ob ich irgendwann wieder einen Zugang zum Beten finden werde, aber gänzlich ausschließen, möchte ich diese Tatsache jedoch nicht ... :)

      LG,
      Seelenpein
      Meine persönliche Glaubensauffassung entspricht am ehesten dem Agnostizismus. D.h. ich weiß nicht, ob es eine höhere Entität (d.h. Gott, Götter oder etwas ähnliches) gibt oder nicht, aber ich bin definitiv nicht gläubig (im Sinne von "ich glaube an Gott und mein Glaube spielt im Alltag eine Rolle"). Mein Glaube scheitert u.a. an der Theodizee, die ich für mich nur mit der Nichtexistenz Gottes erklären kann, und ich empfinde den Glauben an (ein) "höhere(s) Wesen" daher auch nicht als hilfreich. Zwar finde ich Religion als kulturelles und gesellschaftliches Phänomen sehr interessant, aber ich betrachte es aus einer kritischen Distanz. Bin auch schon vor einigen Jahren (2004) aus der katholischen Kirche ausgetreten und habe es keinen Tag bereut. Allerdings habe ich kein Problem damit, wenn andere Menschen eine andere Ansicht zu Religion als ich haben - sofern sie mich nicht missionieren. (Soll heißen: Über den eigenen Glauben reden- okay. Sich für was besseres halten und auf mich herabsehen- nicht okay.) Wenn jemand Trost und Halt im Glauben findet, ist das absolut in Ordnung und ich wäre die letzte, die was dagegen sagt.

      Meine Einstellung lässt sich mit M. Aurelius' Spruch zusammenfassen:

      "Live a good life. If there are gods and they are just, then they will not care how devout you have been, but will welcome you based on the virtues you have lived by. If there are gods, but unjust, then you should not want to worship them."


      Wir Menschen haben die Fähigkeit, uns unsere Welt und das Universum mit unserem Verstand und wissenschaftlichen Methoden zu erschließen und begreiflich zu machen. Die Komplexität des Universums ist - auch aus der Sicht einer Nichtphysikerin ^^- einfach faszinierend... Und ich habe keine Zweifel daran, dass wir Menschen in der Lage sind, alle bestehenden (menschgemachten) Probleme durch unseren Geist zu lösen- das ist, so paradox es klingt, etwas, das mir Hoffnung gibt.

      Ob es ein Leben nach dem T*d gibt? Das weiß ich natürlich nicht. Klar würde man sich vor allem für nahestehende Verst*rbene wünschen, dass sie jetzt an einem physisch nicht greifbaren besseren Ort sind und man sie eines Tages wieder sehe kann (das ist ein „Glaubensrelikt“, an dem ich aus emotionalen Gründen hänge).
      Bezogen auf z.B. mein eigenes Leben habe ich aber keine Probleme mit der Vorstellung, dass unsere physische Existenz mit dem T*d endet und es kein „Danach“ gibt, wir also keine unst*rbliche Seele besitzen. Ich finde diese Vorstellung auch nicht beängstigend, denn wie Epikur einst sagte: „Wir brauchen den T*d nicht zu fürchten- wenn wir da sind, ist er nicht da und ist er da, sind wir nicht da.“ :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Kasmodiah“ ()

      ich bin christin und glaube auch an gott. viele jahre war die kriche für mich der einzige grund zu leben. weil ich dort das bekomme was ich brauche und zwar annerkennung, das gefühl gebraucht zu werden und nciht nutzlos zu sein. das gefühl doch irgendwie wichtig zu sein. ich gehe zwar nciht regelmäßig in den gottesdienst. aber ich arbeite mit vielen anderen in meinen alter ehrenamtlich in der kirche und kümmern uns dort um kinder denen es nicht so gut geht. mir gibt das ziemlich viel. mitlerweile mache ich das nciht mehr so viel weil es mit der schule nciht mehr so passt was ich sehr schade finde. in der kirche hat sich auch mein hauptfreundeskreis entwickelt. die kriche hat mich weitergebracht und mein selbstbewusstsein angehoben. auch wenn kriche nciht einfach ist und da echt auch falsche menschen sind. ist der grund gedanke der kirche und der leute einfach nur gut
      ein Kinderlachen aus H.E.R.Z.E.N. ist wertvoller als Gold und Silber
      ein trauriges Kind, ist das Spiegelbild der Umwelt in der das Kind lebt
      Kinder sind die Z.U.K.U.N.F.T. unserer Welt
      Ich finde es toll, dass es jetzt so ein Thema hier gibt!!
      Das liegt daran, dass ich mich sehr intensiv mit dem Glaube beschäftige. Ich selbst bin evangelisch getauft. Der Glaube ist für mich allerdings etwas sehr komplexes, unberechenbares. Ich war mal sehr gläubig! bin auch im evangelischen Kindergarten gewesen, hatte immer eine Verbindung zur Gemeinde und die habe ich auch Heute noch. Dieser intensive Glaube, dass Gott immer für mich da ist und mir hilft, ist allerdings wirklich verloren gegangen, so kann man es wirklich sagen!! ERs gab einfach Punkte in meinem Leben, an denen ich die Hoffnung verloren, den Glauben verloren habe. In diesen Zeiten war ich auch in der Kirche und hatte heftige Auseinandersetzungen mit Gott und mir selbst. Ich weiß, das hört sich vielleicht komisch an. Mittlerweile ist da eine Wut. Ich weiß nicht genau warum. Aber wenn ich mit Gott spreche drücke ich meistens meine Wut gegenüber ihm aus. Auch wenn ich nicht weiß ob er existiert. Manchmal nehme ich das an. Ein andermal sage ich wieder, dass es ja auch sein kann dass es keinen Gott gibt. Aufjedenfall habe ich gelernt, dass jeder für sich verantwortlich ist und der Gluabe nur sehr, sehr selten hilft. Ich bin in der Kirche aktiv. Aber niemand weiß wirklich, wie ich zum Glaube stehe. Nichteinmal ich selbst!
      Ich würde mich extrem darüber freuen, wenn sich jemand bei mir melden würde, der mit mir darüber diskutieren will, oder was dazu sagen.. wie gesagt, ich setze mich sehr intensiv, fast jeden Tag mit dem Glaube auseinander! Besonders mit dem christlichen und jüdischen.
      Also, falls jemand Lust hat!! Ich bin für alles offen ;)
      Interessant.. Der Glaube scheint ja offenbar wirklich Berge zu versetzen- oder zumindest zu helfen..

      Aber ich kann nichts glauben.. Wie macht man das? Ich kann weder an Gott noch an sonstwen oder was glauben.. Früher ging das mal.. da glaubte ich zwar auch nicht an Gott aber andere Dinge..
      Natürlich kann man sich nicht zwingen etwas zu glauben.. Aber ich würde mich so gern festhalten an einem Glauben.. Aber wie wenn man nicht glauben kann??

      Ich finde es schön zu sehen, dass dieser oder jener Glaube anderen Menschen so sehr hilft..

      Lg

      crow
      Ich selber glaube auch an Gott, allerdings sind für mich Glaube und Kirche zwei völlig verschiedene Dinge.

      Für mich ist Gott nicht einfach irgend eine Person oder etwas anthropomorphes. Eher etwas in Richtung einer nicht fassbaren Macht.

      Auch wenn ich mich schon oft mit Theodizee auseinandergesetzt habe glaube ich immer noch, dass es eben "etwas" da draußen geben muss.

      Mit der Kirche an sich habe ich nicht viel am Hut. Ich finde da wird einfach viel zu viel vorgeschrieben und rumgedeutet. Ich brauche keinen Papst, keine Predigt und keine Kirche um glauben zu können.
      Von verrückten Leuten kann man eine Menge lernen.
      (Die Mitte der Welt - Andreas Steinhöfel)
      einzig wahres Zitrönchen
      & Chefin des Chi-Kreiselwurm-Verschwörungskommandos


      Hey ihr alle! :)

      Kaum zu glauben, aber wahr.. am Samstag abend habe ich überlegt eine Frage über die sog "Anthroposophie" zu stellen.

      Ich bin evangelisch getauft. Leider wurde in meiner Familie auf die Beziehung zu Gott genau so wenig rücksicht genommen, wie auf die zwischenmenschlichen Beziehungen.
      Auch im Konfirmantenunterricht konnte ich mit dem ganzen nicht wirklich viel anfangen.
      Schon seitdem ich denken kann, werde ich in beinahe regelmäßigen Abständen (höchstens 2 Jahre zwischenzeit) mit Sterbefällen im engeren Familienkreis konfrontiert. Und genau aus diesem Grund wuchsen meine Zweifel Gott gegenüber immer mehr.. Zwar habe ich in schwierigen Momenten gebetet, hatte aber irgendwie das Gefühl, nicht wirklich gehört zu werden.. die Verbindung war gestört.

      Seit kurzem beschäftige ich mich mit der Anthroposophie. Es hilft mir vieles zu verstehen.. vor allem aber habe ich nicht mehr so oft das Gefühl, aleine zu sein. Es gibt Menschen, denen macht die Vorstellungen, dass jeder von uns einen Engel an seiner Seite hat, Angst. Mich beruhigt es ungemein.
      Es gibt verschiedene Situationen, in denen sich (für mich) die Theorien der Anthroposopie bestätigen.
      Natürlich habe ich Zweifel, aber ich bin gewillt, mein Leben endlich ein wenig zufriedener zu leben und ich habe das Gefühl, dass diese Richtung des Glaubens ein wichtiger Schritt für mich ist. Ein richtiger Schritt! :)

      Wenn jemand noch Fragen hat, gerne per PN ;)

      LG
      LebenIst.
      Ich backe einen Kuchen, um ihn mit euch zu teilen.
      Einen Schn*tt für jeden.
      Ich bin damit aufgewachsen, dass es jeden Sonntag in die Kirche ging (auch noch katholisch), ob man wollte oder nicht. Und ich habe es gehasst.
      Dennoch wurde mir der Glaube an den "lieben Gott" schon recht stark anerzogen. Aber im Laufe der Jahre hat sich das einfach verändert, ich bin heute noch nicht sicher darüber, aber ich denke eher, das ist immer noch ein Rest des von meiner Ma Eingeimpften.
      Jedenfalls, ich weiß gar nicht, wie man Leute wie mich nennt. Es gibt glaube ich schon einen Namen dafür, vielleicht weiß den ja jemand.
      Für mich gibt es nur eine allumfassende Macht und Weisheit und das ist die Natur. Und ja, sie kann mir auch unheimlich Trost und auch sehr viel Kraft spenden.
      Wenn ich draußen durch Wälder und Wiesen laufe, fühle ich mich so frei. Und wenn ich Bäume umarme oder mich mit ausgestreckten Armen und Beinen in eine wilde Blumenwiese lege, dann fühle ich mich wie ein Teil der Natur. Und das gibt mir so viel Kraft.

      Nebenbei bemerkt fand ich sehr sehr viele Dinge, die in der katholischen Kirche praktiziert werden paradox und z.T. völlig abartig. Schon allein ein Grund für mich.
      Aber ich kann eben auch an Gott und das ganze Drumherum nicht mehr glauben und mein Glaube, der tut mir richtig gut und er entpricht auch meiner absoluten Überzeugung. :)
      "I need a new Direction
      Cause I have lost my Way"

      - "End of all Days" / 30 Seconds to Mars -

      Skills - Gründe gegen SVV - W*ndversorgung - Panikattacken - Stabilisierungstechniken - Schlafstörungen - Wehren durch Anzeige - Umfragen - Regeln
      Hey,

      ich finde es gut, dass es hier so ein Thread zum Thema Glauben gibt. Für mich spielt das momentan auch eine sehr große Rolle. Aber das kommt vor allem auch dadurch, dass ich Theologie studiere und Pfarrerin werden will (evangelisch). Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich früher nie wirklich was mit Glauben und Kirche zu tun hatte. Ich bin zwar getauft und konfirmiert, aber ich habe nie an Gott geglaubt. Das Studium habe ich zunächst aus Interesse angefangen. Jetzt bin ich im 3. Semester und mein Glaube hat sich in der Zeit entwickelt und ist gewachsen, so dass ich zu dem festen Entschluss gekommen bin Pfarrerin zu werden.
      Richtige Zweifel bezüglich des Glaubens sind mir zwar noch nicht wirklich vorgekommen, aber dennoch stell ich mir gerade jetzt vor allem öfter mal die Frage, warum er mich ausgesucht hat. Inzwischen sehe ich es nämlich so, dass er mir eine Chance gegeben hat und mich zu diesem Studium gebracht hat. Doch manchmal stell ich mir wirklich die Frage, warum er jemanden wie mich, jemanden, der psychisch nicht gerade stabil ist und der sich permanent selbst v*rl*tzt aussucht. Und warum er das überhaupt zulässt, dass ich das mache. Worin will er mich prüfen? Vielleicht ist es wirklich so, wie oben schon mal jemand geschieben hat, dass er die am meisten v*rl*tzt, die er am meisten liebt.
      Dennoch halte ich an ihm (Gott), dem Glauben und meinem Vorhaben Pfarrerin zu werden fest.
      Denn der Glaube kann einem in schweren Situationen zur Seite stehen...vorausgesetzt man will es und lässt es zu.

      Lg
      redangel91
      Hai,

      ich finde es gut wenn leute in schweren Zeit sich auch mal an höhere Mächte verlassen, ich bete jeden Abend das es mir oder anderen wieder besser geht.
      Ich habe schon öfters mal momente gehabt, das was eingetreten ist, was ich vorher gebetet habe.
      Und sogar einen Thread zu machen wo man sowas reinschreiben kann finde ich auch gut.

      MfG, Heartless Dreysil
      Ich bin ein Herzloser oder doch ein Niemand, ich bin eine Herzlose hülle die auf diesem Planeten versucht ihr Herz wieder zu finden!
      Das ist ein toller Thread.
      Ich bin nicht in der Kirche und glaube (leider) nicht an Gott.
      Allerdings finde ich einiges, was die Kirche macht toll (gemeinnützoge Aktionen, Seelsorge...) und habe auch schon zwei kirchliche Aktionen unterstützt.
      Man kann sagen, dass ich an Nächstenliebe und die Fähigkeit des Menschen glaube gut zu sein.
      Manchmal beneide ich die Menschen, die in einer Gemeinde sind und glauben. Gestern war ich zB bei einer Veranstaltung (nix religiöses), da saß ein Herr neben mir. Er war um die 40, sehr gut angezogen und wirkte sehr aufgeräumt. Als sei er mit der Welt im reinen. WIr kamen ins Gespräch, er erzählte dass er Anwalt ist, 2 Kinder hat und und und. Mit einem mal habe ich an seinem Arm dieses W.W.J.D.-Armband gesehn (What would Jesus do?). Mein erster Impuls war, dass ich das blöd fand bei einem erwachsenen Mann. Aber auf dem Heimweg hab ich nochmal drüber nachgedacht und mir überlegt, dass er vielleicht aufgrund seines starken Glaubens so eine positive ausstrahlung hat. Da bin ich ein wenig neidisch geworden.
      Ich nehm mal meine Antwort aus dem anderen Thread mit:

      Paula. schrieb:

      Ich glaube nicht direkt an einen Gott, eher an etwas "Göttliches", auch wenn "göttlich" und "glauben" vielleicht nicht die richtigen Wörter sind. Ich habe aber auch keine passenderen. Ich glaube nicht, dass "da oben" jemand sitzt, der die Fäden zieht, für mich ist eher etwas "magisches" in allem. Nicht weil es Dinge wären, die man nicht erklären könnte, sondern weil ich es trotzdem oder gerade deswegen als "magisch" empfinde. Vielleicht bin ich da aber auch einfach komisch. Ich finde z.B. Physik total faszinierend, kann bei 'Contact' heulen (die Protagonistin sieht das leuchtende Universum und sagt „Es ist so w u n d e r s c h ö n, sie hätten einen Dichter schicken sollen“) und all sowas.

      Mit Religionen kann ich persönlich nicht all zu viel anfangen. Wicca interessiert mich schon ziemlich lang, aber auch das passt nur teilweise und (und das habe ich auch schon von anderen gelesen) wenn man (bzw. ich) die "Götter" als bewusst personifizierte Dinge, Eigenschaften, etc. sieht. Ein Gott als möglicherweise allmächtige Person, egal ob man sie Gott, Allah oder sonstwie nennt, funktioniert für mich nicht. (Das war auch schon immer so. Meine Eltern haben früher versucht, mich religiös zu erziehen, was aber absolut nicht funktioniert hat.)
      Außerdem passen für mich die ethischen Grundsätze der Bahai, allerdings sind die so durchdacht und zeitgemäß, dass es mir schwerfällt, sie wirklich mit einer Religion in Verbindung zu sehen. Dazu gehört auch, dass alle Religionen gleichwertig sind. Für mich gibt es da keinen Unterschied. Wenn jemand glücklicher, gläubiger Christ, Muslim, Jude oder was auch immer ist, freut mich das für die Person, ich denke, das kann einem viel geben und für mich ist es eben die oben beschriebene Sache. Und so lange es niemandem schadet, egal ob im Großen oder Kleinen... An it harm none, do what thou wilt.

      Zur Zeit zieht es mich wieder mehr Richtung Wicca. Das ist ein etwas seltsames Hin und Her bei mir, ich beschäftige mich gern mit verschiedenen Dingen, früher oder später lande ich aber doch immer wieder an diesem Punkt. Ist vielleicht ein bisschen angeboren so als „Bauernkind“. ^^ Fühlt sich ein bisschen nach Zuhause an und das fünfte Element trifft das, was ich im ersten Absatz versucht habe zu beschreiben, ganz gut. Ich denke, ich würde das jetzt (noch?) nicht als meinen festen Glauben bezeichnen, aber vielleicht ist das der Punkt, an dem ich irgendwann ankomme.
      Hmm, Glaube ist schon ein großes Thema für mich.

      Letztendlich MUSS ich glauben, dass es eine, wie auch immer geartete, höhere Macht gibt, da alles andere mich schlicht und ergreifend wirklich in Panik versetzt. Damit, dass wir alle nur Klumpen Fleisch sind, dessen kompletter Geist aus Neuronenverbindungen besteht, die im Falle des Todes einfach zum erliegen kommen, dass macht mir viel zu viel Angst.

      Ich bin katholisch erzogen worden, kann aber mit dem Papst (vor allem dem jetzigen) nicht viel anfangen, habe jedoch das Glück gehabt einige wirklich gute Priester und Nonnen (auf katholischen Schulen war ich auch noch) kennenzulernen, die den christlichen Glauben so auslegen, wie ich finde, dass er insgesamt praktiziert werden sollte. Andererseits gehe ich heute kaum noch in den Gottesdienst, zum einen ist unser Priester jemand der ein wirklich schlechtes Verhalten an den Tag legt, zum anderen hat der Katholizismus mich zwar geprägt, ist aber zum Großteil nicht das was ich glaube.

      Ich habe mich immer für andere Religionen intressiert, sowohl Weltreligionen, als auch Naturreligionen (wozu ich Wicca jetzt mal zähle, auch wenn die nicht WIRKLICH irgendeinen jemals bestandenen Religion aufgreift.) Also habe ich das getan, was viele tun - mir meinen Glauben zusammengeschustert und da ich im Mono-Polytheismus aufgewachsen bin, passt es eigentlich immer :rolleyes: (ja, das Wort ist erfunden und zusammengesetzt; aber bitte: Heiligenvererhrung hat schon was Polytheistisches, wobei man ja darauf besteht, dass es nur einen Gott gibt...)

      Ich habe ganze Systeme ausgearbeitet, da ich ein kleiner Systemjunkie bin, um Aspekte der höheren Macht einzuordnen, um mein Widergeburt/Himmel- verständnis auszudrücken, um zu erklären warum ich glaube, dass es der höheren Macht egal ist, wie man sie nennt, welche Seite man verehrt und natürlich warum ich glaube, dass Leid geschieht (ganz klassisch: Wir haben (alle, auch Tiere und Pflanzen und Mikroben) einen freien Willen, aber auch eine Aufgabe im Leben, dass wir leiden/ das Leid geschieht/ das uns Dinge angetan werden und 'Gott' sie nicht verhindert - wird uns vielleicht irgendwann dazu bringen diese Aufgabe zu erfüllen (worin sie besteht... nun vielleicht nur darin, dass man einmal der richtigen Person 50 cent gibt - keine Ahnung! Ich denke nicht, dass man diese höhere Macht verstehen kann (weder im kollektiv, noch alleine), dazu ist sie zu groß/weise/ unbeschreibbar).

      Aber eines ist mir mittlerweile aufgefallen, wenn ich selbst Rituale durchführe o.ä. Manchmal geben sie mir Kraft, manchmal lassen sie mich aber auch völlig entkräftet (psychisch) zurück und manchmal lassen sie mich dann auch noch mit einem... nicht schlechten oder falschen Gefühl - das sind nicht die Richtigen Worte, das ist zu stark, aber etwas besseres fällt mir nicht ein - zürück.

      Das macht mir Angst - ich weiß nicht, wie das bei anderen ist?

      Aber es fällt mir auf und ist nicht gut - grade weil ich vorher nicht sagen kann, was passieren wird (meistens ist es ein gutes Gefühl, aber das schlechte kommt halt auch vor).

      Glaube, kann einem definitiv helfen (hat mir auch oft geholfen), aber ich beginne mich zu fragen, ob Glaube (selbst wenn er nicht übertrieben ist à la Inquisition/verweigerung medizinischer Hilfe/wiederlegung einfacher biologischer Tatsachen) auch schlecht seien kann?

      A*L

      Tinka
      Es ist weder T*d noch Dunkelheit die wir fürchten es ist das Unbekannte das wir angesichts von T*d und Dunkelheit fürchten
      nach Rowling (HP 6)

      Leb, das du stündlich St*rb*n kannst, in Pflicht und Freude, Stark und Ehrlich,
      Nicht dich das Werk, das du begannst mach für die Menschheit unentbehrlich. (E. Mühsam)
      @Tinka:

      Ich bin von klein auf im christlichen Glauben aufgewachsen, auch wenn er nicht übertrieben praktiziert wurde in unserer Familie (halt gute-Nacht-Gebete, Kinderkirche, etc.)...

      Ich muss sagen, dass ich auch viel Kraft und Durchhaltevermögen aus dem Glauben schöpfen kann und sich viele meiner Gebete erfüllt haben und ich auch gesundheitlich schon die Erfahrung machen durfte, dass Gott mir hilft, wenn nichts mehr geht.

      Ich hab mich in letzter Zeit wieder bisschen mehr damit beschäftigt, weil ich an einem Alpha-Kurs (übrigens sehr zu empfehlen, auch und besonders für Menschen, die sich nicht sicher sind, was sie glauben sollen:)) teilgenommen habe. Ein Thema dabei waren eben auch andere Glaubensformen und aus christlicher Sicht, wie man damit umgehen soll, besonders eben mit Esoterik und sowas, was ja einserseits irgendwie vielen Menschen zu helfen scheint, andererseits vielen Menschen auch ein ganz unwohles Gefühl macht. Ich gehe davon aus, dass Gott mir zeigt, wenn mir etwas nicht gut tut. Das spürt man einfach. Eben zum Beispiel durch so ein unutes Gefühl, wie du es auch beschreibst.

      Vor Kurzem hab ich mal ein bisschen in der BIbel gelesen, und bin zufälligerweise auch auf dieses Thema gestoßen. Da stand drin, dass der Erzengel genauso W*nd*r vollbringen kann wie Gott und viele Menschen dadurch auch davon überzeugt werden, dass es gut sei, zu ihm zu gehören, weil man Vorteile daraus zieht. Aber wichtig ist da dann einfach, sich zu entscheiden.

      Ich denke einfach, Gott kann das alles, was der Erzengel kann, auch und v.a. tut er es, weil er uns gemacht hat und deshalb liebt und nicht aus egoistischer Rache an Gott. Außerdem kann Gott, im Gegensatz zu seinem Widersacher, noch viel mehr, als nur heilen und Frieden geben, was wir uns vllt. noch gar nicht ausmalen können.

      Ich denke da dann einfach. Wenn ich mich für Gott entscheide, dann brauch ich das andere alles gar nicht. Zumindest nicht das, was mir Angst macht oder ein ungutes Gefühl gibt.
      Weil das trennt mich von Gott und das will ich nicht, weil ich nicht wissen will, was ich verpass, wenn ich sein Geschenk nicht annehme.

      Das wären so meine Gedanken dazu aus christlicher Sicht. Vielleicht hilft dir ja irgendwas davon :)
      Ich bin nicht getauft, war nie in der Kirche außer mit der Schule oder zu Hochzeiten. Gebeten hab ich so im eigentlichen Sinn auch nicht, obwohl ich in einem kath. Walfahtsort aufgewachsen bin und der Glaube allgegenwärtig war. Früher habe ich nach außen, ja sogar fast abgestritten, dass es sowas wie Gott gibt und geben kann und alle Religionen für schwachsinnig erklärt. Aber im Inneren hab ich immer gehofft, tu dies auch weiter, dass es da iwas gibt. Ich hoffe ich kann iwann jemanden die Fragen, wieso, weshalb, warum zu meiner Person und zu anderen stellen. Weiter hoff ich, dass es einen Ort nach dem Leben gibt, wo ich Menschen wieder treffen kann, egal ob ich sie unendlich liebe oder abgrundtief hasse und verachte, da gibt es auch noch einiges zu klären.
      Den Ort, an dem es keine schm*rz*n und kein Leid usw. gibt, An dem jeder Mensch gesund, glücklich und fröhlich ist. Dieser würde mich sehr interessieren und vermutlich nicht mehr verlassen wollen. Ich hoffe dass es sowas gibt. Ich hoffe glauben zu können...
      Ich finde aber, so wie die christliche Kirche aufgebaut ist, dass man um wirklich gläubig zu sein in die Kirche gehen muss, am besten jeden Sonntag, und brav seine Kirchensteuer zahlt ist falsch. Genauso wie es zb. in anderen Religion ist, zb. die reinkarnation... Sorry aber nur die Chance, dass ich nochmal all sowas, so ein Leben mitmachen muss... Nein Danke.
      Nun ja... Ich hoff einfach auf Gerechtigkeit, auch wenn sie nicht heut oder morgen eintritt...

      lg
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