T*d der Partners - bin am Ende

      T*d der Partners - bin am Ende

      Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll... Ich weiß nicht mal, ob das Thema hier rein gehört, aber ich wusste nicht, wohin damit und ich muss mir dringend meine Gedanken von der Seele schreiben. Wenn es unpassend ist, bitte einfach löschen.
      Was ich mir von dem Posting erhoffe, weiß ich auch nicht. Ihr müsste nicht antworten, ich wollte es einfach nur mal alles niederschreiben.

      Vorgestern ist mein Freund, mit dem ich 7.5 Jahre zusammen war, v*rst*rb*n. Wir haben zusammen gewohnt, ich habe ihn vorgestern - gemeinsam mit seinen Eltern - gefunden. Wir wohnten in einer Stadt ca. 200 km weit weg von meiner Familie. Im Moment bin ich bei meinen Eltern und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ich habe das alles noch nicht realisiert. Aber ich mache mir Gedanken um meine Zukunft, ich weiß einfach nicht, wie es weitergehen soll. Ich kann nicht wieder allein zurück in die Wohnung, das steht fest. Dort erinnert mich alles an ihn und an das, was passiert ist. In der Nähe unseres Wohnortes (besser gesagt in einer Nachbarstadt) ist auch meine Arbeitsstelle. Ich bin vorübergehend krankgeschrieben und mache nun eine Traumatherapie im Ort meiner Eltern. Mein Chef hat mir viel Hilfe und Unterstützung angeboten, dafür bin ich sehr dankbar. Ich weiß derzeit aber gar nicht, ob ich noch zurück an meine alte Arbeitsstelle kann bzw. möchte, denn das würde bedeuten, dass mir wieder eine neue Wohnung suchen und ganz allein leben muss. Ich weiß nicht, ob ich das im Moment kann. Ich war nie ein Mensch, der gern allein ist, ich kann es mir derzeit überhaupt nicht mehr vorstellen, ganz allein in einer Wohnung zu leben. Wirkliche Freunde habe ich auch nicht mehr. Mein Freund war und ist mein ganzes Leben. Dort wo er hin ging, war ich auch. Er war der einzige Mensch auf dieser Welt, der mich wirklich verstanden hat und der einzige Mensch, bei dem ich mich zu Hause und geborgen gefühlt habe. Wir haben uns geschworen, für immer zusammen zu sein. Daraus wird nichts mehr. Jetzt stehe ich ganz allein vor einem riesigen Scherbenhaufen. Im Moment fühle ich mich bei meinen Eltern gut aufgehoben. Seit einigen Jahren haben wir ein gutes Verhältnis zueinander, aber ich werde den emotionalen m*ssbr**ch in meiner Kindheit (der vor allem durch meine Mutter stattgefunden hat) nie vergessen können. Ich habe Angst, dass es mir irgendwann wieder richtig schlecht gehen wird, wenn ich hier bleibe, aber gleichzeitig weiß ich auch, dass ich nicht die Kraft dazu habe, ganz allein zu wohnen. Dann ist da noch die Frage: Arbeitsstelle behalten (und wieder allein in einer anderen Stadt wohnen) oder Anstellung wechseln. Es ist alles so schwierig, ich weiß nicht wie was wo. Zu viel auf einmal im Moment.





      [edit: Titel + Satz im Text editiert.Bitte die Löschkriterien beachten. Free]
      {1984 is now}

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      das tut mir sehr leid für dich! und ich wünsche dir viele menschen, die an deiner seite stehen und dich begleiten.
      es klingt ja so, als gäbe es davon schon einige. dein chef, deine therapeutin und im moment deine eltern.
      Niemand erwartet, dass du alleine klarkommen muss, auch wenn du dich verständlicherweise alleine fühlst.
      Niemand erwartet, dass du jetzt die ganzen Entscheidungen treffen musst über die arbeit, die wohnung....
      Versuch doch einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Vorgestern ist ja noch gar nicht lange her. Jetzt ist es erstmal dran, die Situation zu realisieren und wahrzunehmen, was das bedeutet. Ich glaube, ich wäre an deiner Stelle gar nicht in der Lage sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Dann kommt noch die Bestattung (was auch immer ihr entscheidet), die sicherlich auch nicht ganz ohne ist. Vorher würde ich mir gar keine Gedanken über die Wohnung machen, und über den Job erst recht nicht.
      Jedenfalls wünsche ich dir alles Gute und alle Ruhe die du brauchst (oder die Ablenkung... was dir lieber ist).
      Ganz liebe Grüße,
      Kudos





      [edit: Hinweis - wenn auch gut gemeint - wegen Editierung des Eröffnungspostings rausgenommen. Free]

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      Das tut mir so leid...

      Ich würde sagen, die Zeichen stehen jetzt wirklich erst einmal auf eine weitestgehende Verarbeitung, alles andere kommt danach - wie hier bereits geschrieben wurde.
      Das ist alles noch so frisch und ich bewundere ehrlich gesagt deine Stärke, jetzt bereits weiterzudenken.
      Deine Gefühle, dein Leben, alles wurde aus den Angeln gehoben, niemand kann von dir erwarten, dass du jetzt oder in nächster Zeit "funktionierst".
      Wichtig wäre auch, dir möglichst viel Gutes zu tun, um zwischen all dem Kummer nicht völlig zu vergessen, dass das Leben nicht nur schm*rz bedeutet.

      Ich weiß nicht, ob das etwas für dich wäre, aber ich wurde während einer absoluten Krise akut in eine Kurklinik eingeliefert. Einfach, um aus dem schädlichen Umfeld herausgehoben zu werden.
      Dort wird man auch beraten, wie es weitergehen soll - allerdings erst nach einigen Wochen/Monaten, im Vordergrund steht tatsächlich erst einmal die Schaffung eines Schutzraumes und die Stabilisierung. (Die gründliche Verarbeitung ist einfach immens wichtig, mit übereilten Aktionen tut man sich gewiss keinen Gefallen und du schreibst ja selbst, dass du noch gar nicht realisieren konntest, was geschehen ist.)
      Es hat mir ehrlich gesagt auch sehr geholfen, man hat sehr viele Menschen um sich herum, kann Freunde kennenlernen (ich bin auch niemand, der viele Freunde hat oder besonders kontaktfreudig ist, aber zum Schluss waren enorm viele nette, ehrlich Menschen um mich herum, mit denen ich mich tatsächlich anfreundete) und ist einfach in Sicherheit.
      Das ist jetzt viel von mir persönlich gelabert, ich möchte diese Idee aber wirklich nur als sinnvolle Option hervorheben, die - auch wenn man es sich vielleicht nicht vorstellen kann - sehr hilfreich sein könnte.

      Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles erdenklich Gute
      Menschen, die v*rl*tzt wurden, sind gefährlich, denn sie wissen, dass sie überleben
      Entschuldigt die späte Antwort; ich hatte noch nicht die Kraft, hier viel zu schreiben. Danke für eure Anteilnahme und die lieben Worte.

      @broken_hearted-girl
      Das tut mir sehr Leid. Falls du noch regen magst, ich bin da...

      @SinRatziel
      Wow, vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Mach dir keinen Kopf, du hast nicht zu viel von dir erzählt! Im Gegenteil. Es hilft mir immer, mal zu lesen, was andere vielleicht in so einer Situation tun würden. Meine letzte Krise ist schon lange lange her, ich wusste - Gott sei Dank - schon gar nicht mehr, wie sich so was anfühlt... *lächel* Bis letzte Woche eben...
      Klinikaufenthalt... Ja, das hat mir meine Therapeutin auch vorgeschlagen. Im Moment geht es auch ohne. Ich bin auch nicht sicher, ob ich mich dort wirklich besser fühlen würde. Aber es ist gut zu wissen, dass mir diese Option jederzeit offen steht.
      {1984 is now}
      Hey,

      was machst du denn so den Tag über und wie fühlst du dich jetzt? Ich meine, hat sich gefühlstechnisch irgendwas verändert? Positiv? Negativ?

      Gut, das mit den Zweifeln wegen der Kliniksache ist verständlich; aber es ist schön, dass deine Therapeutin dich da, solltest du es dir anders überlegen, wohl unterstützen würde.

      Wenn du reden magst, kannst du mir gerne jederzeit eine PN schicken.

      Viele liebe Grüße und weiterhin ganz viel Kraft
      Menschen, die v*rl*tzt wurden, sind gefährlich, denn sie wissen, dass sie überleben
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