Ich drehe durch!!

      Hallo worthless,
      ich hab ja schon öfter was in deinen Threads geschrieben, tue es aber trotzdem nochmal, wenn ich auch das Gefühl habe, dass es nichts bringt (zur Zeit zumindest)

      Du hast oben mal gefragt, ob man es ohne Therapie schaffen kann. Kann man vielleicht, ja. Aber ich glaube, du steckst viel zu tief drin, als dass das noch funktionieren würde. Es scheint ja gar kein anderes Thema mehr zu geben als die Magersucht. Ich würde dich auch am liebsten mal schütteln, dass du endlich merkst, was du da tust.

      Es gäbe so viele Möglichkeiten von Dingen, die dir helfen könnten (damit meine ich nicht von heute auf morgen), du musst aber wollen. Solange du dazu nicht bereit bist, kann man dir noch 1000 Tipps geben und keiner kommt bei dir an.
      Machst du denn noch was anderes, außer über Probleme nachzudenken? Ich meine Hobbies oder Ähnliches, Dinge, bei denen du mal Kraft tanken kannst? Schreib doch mal die positiven Dinge auf. Dass es da nichts gibt, glaube ich nicht. Und wenn es nur ein Blümchen am Wegrand ist.

      Aber trotzdem wirst du professionelle Hilfe brauchen, wenn du da rauskommen willst. Willst du das nicht, kannst du so weiter machen, wie bisher. Ich glaube, fast alle hier kennen solche Phasen, aber wenn man was ändern will, muss man seinen Popo hoch bekommen :wink: Und ich bin der Meinung, dass es sich lohnt, für sein Leben zu kämpfen.
      Danke Rosenzauber das du dir trotzdem die Mühe einer Antwort machst.

      Gestern Abend hatte ich wieder einen dieser Anfälle wo ich etwas zu Essen gebraucht habe weil ich so Hunger hatte. Danach war mein Gewissen deswegen aber wieder so schlecht das ich gestern auch zum ersten mal zur Toilette nun um alles wieder zu er**ech*n. Das hat mich dann aber nicht mal erschrocken sondern ich empfand das als eine gute Lösung.
      Ich habe so Angst davor, meine Mag**su*ht Figur wieder zu verlieren und normal oder noch mehr zu werden.

      Also Hobbis hab ich keine. Beschäftigt bin ich viel mit meiner Ausbildung oder dann der Arbeit. Im Gegensatz zu sonst habe ich für vieles mein Interesse verloren. Ich habe früher gerne etwas mit meiner damaligen besten Freundin gemacht aber mittlerweile habe ich zu ihr den Kontakt abgebrochen. Normalerweise ist es so, dass ich jeden Tag das Gleiche mache und egal an was, keine Freude finde eher im Gegenteil. Aber eine Sache gibt es, die mich dann doch aufheitern kann :) mein kleiner Hund ist mein ein und alles. Am Samstag habe ich da mit ihm auch immer einen Termin in der Hundeschule und jeden Tag gehe ich mit ihm zum joggen. Das ist einer seits von Vorteil fur mich da ich dann gleich Sport machen kann was mein Hauptmotiv für diesen Ausflug ist aber trotzdem liebe ich es, ihn dabei zu haben und zu sehen wie begeistert er umher rennt :)
      Angst, Verzweiflung, Einsamkeit alles versteckt hinter großen Mauern. Für niemanden ersichtlich, für mich unerträglich. Ich möchte weglaufen, flüchten vor meinem Inneren. Ich möchte reden und das Schweigen brechen. Ich verstecke mich hinter der Fassade und leide im Stillen.
      Ich habe Angst, für immer mit diesen Gefühlen und Erinnerungen leben zu müssen.
      Hej,

      auch wenn sich das *rbr*ch*n wie eine gute Lösung anfühlt wage ich zu bezweifeln dass dem so ist.
      Immerhin freuen sich weder die Zähne, noch die Mund-, Rachen-, und Nasenschleimhaut noch die Speiseröhre über den Kontakt mit der Magensäure.
      Darf ich fragen was genau dich an der Vortsellung deine jetzige Figur zu verlieren so beängstigt?
      Hast du mal überlegt woher diese starke Angst vor dem Normalaussehen oder Normalsein kommt?
      Es giebt durchaus andere und deutlich gesündere Wege beides zu umgehen.

      Wie wär es für dich, wenn du ersteinmal versuchst nicht noch weniger zu werden?
      Keiner erwartet, dass du von jetzt auf gleich mehr wirst.
      Es wird auch niemand erwarten, dass es dir von jetzt auf gleich besser geht.
      Du schreibst aber selber, dass du akuell kaum noch die Kraft hast um weiter zu machen.
      So wie ich dich verstanden habe bist du ziemlich am Ende.
      Wenn du noch weniger wirst wird dein Körper sich diesem Dauernotzustand anpassen.
      Muskeln und wichtige Organe werden abgebaut um daraus Energie zu ziehen und um den Energieumsatz zu verringern.
      Vielleicht schaffst du es aber, erstmal nicht weniger und nicht mehr zu werden?
      Vielleicht könntest du versuchen darauf eine Basis aufzubauen?
      Wenn deine Ausbildung beendet ist und du weniger Stress hast kannst du ja versuchen, auf dieser Basis aufzubauen.

      Wie verbringst du deine Freizeit, wenn du nicht mit deinem Hund unterwegs bist?


      Liebe Grüße und viel Kraft

      Das Khaoskind
      "Wenn dein Leben in Sch*rb*n liegt, zieh die Schuhe aus und tanz darauf."

      Frei nach einem guten Freund
      Ich weiß gar nicht ob ich das er**e**en als eine gute Lösung sehe. Bis jetzt ist es auch nicht mehr passiert aber ich hatte seitdem auch nichts mehr so gegessen, das ich dazu verleitet gewesen wäre.

      Ich weiß nicht was mir so Angst macht normal zu sein. Es ist immer so wenn ich jemandem begegne dem die Ma**ersu**t deutlich anzusehen ist, werde ich total neidisch. Ich kann es morgens gar nicht mehr aushalten in den Spiegel zu schauen. Ich hasse es wenn ich meinen Körper so spüre und ich mich in meine Klamotten rein quetschen muss. Ich war so stolz darauf als meine Knochen deutlich sichtbar waren. Wobei ich jetzt auch gar nicht weiß, ob sie das sind oder nicht. Wenn ich immer sage, auf wie viele Kilo ich mich schätze fangen die Anderen an zu lachen und sagen, dass es niemals so viel wäre. Aber ich empfinde es so. Ich bin mir unsicher wie ich jetzt wirklich bin und wie ich das sehe. Aber eigentlich ist das auch egal denn selbst wenn ich mich falsch sehe fühle ich mich hiermit scheiße.
      Es ist nicht so das ich einfach schlank sein möchte und das man sagen kann, dass ich eine schlanke Figur habe. Ich brauche oder möchte für mich das ganz extrem dünne obwohl mir das vom Aussehen her gar nicht mal gefällt aber das Gefühl davon möchte ich nicht missen.

      Ich habe ja das Gefühl das ich extrem zugenommen habe. Und ich schäme mich eigentlich den ganzen Tag dafür vorallem wenn ich dann bei Leuten bin, die mich dann eben so ganz dünn kennen. Natürlich ist das dene entweder egal oder sie finden es gut, dass ich zugenommen habe. Aber ich bilde mir da natürlich ein, dass es da um kein anderes Thema geht. Ich sage auch ganz bewusst, dass ich mir das einbilde weil ich weiß das es nicht so ist aber mein Gefühl ist trotzdem so. Und mein ganzes Wissen darüber, wie falsch ich liege bringt mir absolut keine Einsicht weil irgendwas in mir von dem Anderen überzeugt ist und das wirkt trotzdem viel mehr als mein Verstand.

      Meine Freizeit ist ziemlich langweilig. Vor der Arbeit gehe ich mit meinem Hund joggen und mache noch ein bisschen den Haushalt das meine Mutter entlastet ist. Ich arbeite unter der Woche von 10 bis 17.30. Dann geh ich heim und esse entweder was oder auch nicht. Wenn ich nichts esse schleiche ich die ganze Zeit in der Küche rum und versuche zu wiederstehen und mir nichts zu nehmen ( ich zähle das zu meiner Freizeit dazu :) ). Wenn mein Freund dann auch fertig ist mit arbeiten (meist um 21 Uhr) geh ich zu ihm, dann nehme ich eine Schlaftablette und hoffe, dass der Tag bald vorbei ist. Meist wirkt die aber auch schon gar nicht mehr und ich sitze die ganze Nacht am Laptop und schaue mir irgendwelche live Auftritte von Evanescnece an.
      Am Wochenende mache ich genau das Gleiche nur gehe ich früher zu meinem Freund und manchmal gehen wir dann noch einkaufen. Am Samstag habe ich um 15 Uhr Hundeschule um am Sonntag gehe ich meist mit meinem Freund mit wenn er mit seiner Band im Proberaum ist.
      Eigentlich dreht sich bei mir den ganzen Tag alles darum, mich selbst wiederwärtig zu finden und mich versuchen auszuhalten. Und natürlich darum es auszuhalten, nichts zu essen. Bei der Arbeit tu ich eigentlich das Gleiche. Da bin ich schon lange nicht mehr im Stande richtig mit zu arbeiten und eine Hilfe zu sein. Ich bin halt da weil ich muss und habe zum Glück den Schutz meiner Chefin die mich da mit durchzieht und von mir nichts mehr verlangt.
      Angst, Verzweiflung, Einsamkeit alles versteckt hinter großen Mauern. Für niemanden ersichtlich, für mich unerträglich. Ich möchte weglaufen, flüchten vor meinem Inneren. Ich möchte reden und das Schweigen brechen. Ich verstecke mich hinter der Fassade und leide im Stillen.
      Ich habe Angst, für immer mit diesen Gefühlen und Erinnerungen leben zu müssen.
      Hallo worthless,
      ich habe das Gefühl, dass du Angst hast, nichts mehr besonderes zu sein, wenn du nicht mehr krank bist/aussiehst. Gerade beim Lesen des letzten Textes kam mir der Gedanke. Das finde ich sehr traurig, dass du das Gefühl hast, dich nur darüber definieren zu können. Aber ich kenne diese Gefühle auch. Die erste Zeit ohne SVV war bei mir ähnlich. Und auch heute erwische ich mich bei dem Gedanken, ohne Krankheit ein Niemand zu sein. Aber das wurde mit der Zeit immer weniger, denn ich habe heute andere Dinge, von denen ich weiß, dass sie mich ausmachen.
      Ich wiederhole mich zwar, aber ich gebe ja nicht auf, dass du das einsiehst: such dir einen guten Therapeuten und arbeite daran.
      Dich macht mehr aus als eine Krankheit. Jeder hat Fähigkeiten.

      ich finde es auch erschreckend, wie viel Zeit du mit der Krankheit verbringst. Mach doch mal was anderes. Das finde ich ganz wichtig.
      Ich habe die Sorge, dass dich alle diese Worte hier in deinem Tun noch bestärken, denn so bekommst du Aufmerksamkeit. Ich meine das nicht böse, ich kenne solche Gedanken auch. Aber so geht es nur bis zu einem gewissen Punkt weiter.

      Ich finde es auch nicht gut, dass deine Chefin nichts von dir erwartet. Denn das könnte doch Bestärkung sein, sich was zuzutrauen. Ehrlich gesagt glaube ich, dass da ganz viel verkehrt bei dir läuft im Moment. Aber solange du das nicht einsiehst, kann man sich den Mund fusselig reden.

      Liebe Grüße
      Rosenzauber
      Zur Zeit ist es so schlimm. Ich esse manchmal tagelang nichts oder kaum etwas und dann kommt irgendwann der große Knall und ich fange an, wirklich alles was mir in den Weg kommt in mich hinein zu fressen bis ich so Magenschmerzen habe weil ich so voll bin, dass ich mich kaum noch bewegen kann. Danach habe ich natürlich einen unsagbaren Hass auf mich und fange an, dass ganze wieder aus**tzen zu wollen was ich aber auch immer nie schaffe keine Ahnung wie das funktionieren soll... und dann kommt es dazu, dass ich wieder anfange mich zu selbst zu ver**tzen. Es ist ein ewiger Kreislauf aber die Fressanfälle überwiegen die Hungertage.
      Ich habe das Gefühl, immer noch dicker zu werden und mein Selbsthass wächst Tag für Tag immer noch mehr. Ich ertrage es gar nicht mehr, in den Spiegel zu schauen weil ich es so abscheulich finde, was ich da sehe.
      Ich hasse mich so sehr dafür, mein damals schon bedrohlich niedriges Gewicht eingetauscht zu haben, gegen das jetzige. Ich kann es kaum aushalten, mich selbst zu spüren was ich dank dem ganzen Fett andauern tue. Ich schäme mich so sehr vor Anderen für mein Aussehen und traue mich kaum noch, aus dem Haus zu gehen.

      Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich tun soll. Mein Ziel wäre es auf jedenfall wieder ab zu nehmen aber so wie ich mich momentan verhalte, kann das natürlich nicht klappen, ganz im Gegenteil. Ich hab so Panik davor, immer noch mehr zu zu nehmen und trotzdem stopfe ich alles in mich hinein und dazu sind das noch Dinge, die ich in Zeiten der Mager**cht niemals auch nur angeschaut hätte (Kuchen, Eis, Kekse). Ich fühle mich so schwach und wiederwärtig. Wo ist denn bitte die Disziplin hin? Sicher der Körper fodert jetzt nach und nach ein, was ihm die letzten Jahre so drastisch verboten waren aber damals war mein Kopf so stark. Wo ist das hin?

      Was tut ihr denn, wenn diese Zeit der schlimmen Fressanfälle kommt? Das soll nicht heißen das ich Tipps brauche, um wieder in die Mager**cht zu kommen sondern lediglich, diese Fressanfälle zu stoppen. Es ist so, sobald ich anfange irgendetwas normales zu essen, kann ich nicht mehr aufhören damit weiter zu machen. Auch wenn ich dann raus gehe und versuche mich abzulenken sobald ich wieder daheim bin, geht es weiter. Es ist so, als wäre da ein Schalter in meinem Kopf umgelegt und ich könnte mich nicht mehr behrrschen. Erst wenn das ganze vorbei ist wird mir bewusst, was ich getan hab.
      Angst, Verzweiflung, Einsamkeit alles versteckt hinter großen Mauern. Für niemanden ersichtlich, für mich unerträglich. Ich möchte weglaufen, flüchten vor meinem Inneren. Ich möchte reden und das Schweigen brechen. Ich verstecke mich hinter der Fassade und leide im Stillen.
      Ich habe Angst, für immer mit diesen Gefühlen und Erinnerungen leben zu müssen.
      Hey worthless,

      was willst du hören?

      ich glaube nicht das du deine Essstörung ohne stationäre Hilfe in den Griff bekommst. Dafür steckst du zu tief drin. (man kann auch in eine Klinik gehen wenn man nicht lebensbedrohlich untergewichtig ist)
      Aber das willst du wegen deiner Eltern. Ich glaube du (und auch deine Eltern) musst begreifen das du nur DEIN Leben leben kannst (oder auch wegwerfen) aber nicht das deiner Eltern. Klar wäre es schön wenn deinen Eltern dich unterstützen würden, aber das tun sie nun einmal nicht. Du wirst sie nicht änderen können, ABER du bist erwachsen und kannst eigenen Entscheidungen treffen.

      ich weis du wirst meinen Rat nicht annehmen aber es ist der einzige den du von mir bekommen wirst: Geh in eine Klinik!!
      ich kann junimond bezüglich der Klinik nur zustimmen. wenn irgendwie möglich, dann hohl dir diese hilfe!
      ansonsten .... was hältst du von einem essensplan, den du vll gemeinsam mit einem Psychologen und/oder ernährungsberater aufstellst und an den du dich strikt hältst? mir hilft es, wenn da etwas schwarz auf weiß steht woran ich mich halten soll. ein plan.
      Hey

      mir ist noch was eingefallen.
      Ich kenne deine Eltern ja nicht und will/kann mir kein Urteil über sie erlauben. Aber wollen Eltern generell nicht, dass es Ihren Kindern gut geht? ich glaube dass deine Eltern dich lieben und schon traurig wären wenn du nicht mehr da bist oder?
      Es gibt ja das Phänomen, dass man etwas, was man nicht ertragen kann, einfach ausblendet. Aus Selbstschutz so zu sagen.
      Soetwas kann auch Eltern treffen.

      Worthless: Es klingt aber schon echt hart. Ich habe den Eindruck, dass du Ratschläge möchtest, diese auch umsetzen möchtest, es aber nicht kannst.
      Oder ein Teil von dir das nicht möchte.
      In wie weit Ratschläge zur Kontrolle deines Essv*rh*alt*ens sinnvoll sind kann hier wohl keiner sagen.
      Wahrscheinlich ist hier wirklich professionelle Hilfe gefragt. Vielleicht auch ambulant, bis der Zeitpunkt da ist, dass du in eine Klinik gehen kannst wenn das dann noch nötig ist.
      Es ist nicht immer leicht die Sache mit der Hilfe durchzuziehen. Kennen wohl viele, dass die Motivation dazu manchmal echt nicht mehr vorhanden ist.
      Da hilft nur es durchzuziehen.
      Ist ne schwere Angelegenheit.

      Liebe Grüße und viel Kraft, einen Weg zu finden

      Khaotikus
      "Wenn dein Leben in Sch*rb*n liegt, zieh die Schuhe aus und tanz darauf."

      Frei nach einem guten Freund
      Danke für eure Antworten. Obwohl es mir schon irgendwie nahe geht wenn immer jedes mal gesagt wird, dass es sowieso sinnlos ist und ich nichts annehme. Das stimmt so nicht denn dank euch hier habe ich wirklich schon viele Änderungen gemacht und immer wieder versucht, die Ratschläge um zu setzen. Es fällt mir nur sehr schwer und ich falle immer wieder zurück. Ich schreibe hier weil ich mich dadurch besser und auch verstanden fühle. Es ist hier eine Art Hafen für mich wo ich immer mal wieder ankommen kann. Aber in letzter Zeit ist das gar nicht mehr so. Ich weiß, sobald ich etwas schreibe das ich zu hören bekomme, wie sinnlos es ist mir zu schreiben und das man es auch gleich bleiben lassen könnte. Das meine ich nicht böse aber das ist etwas, was mich immer mehr daran hemmt, hier zu schreiben und mich wieder etwas zu sammeln und zu beruhigen, wenn ich dann eure Antworten lese.

      @Rosenzauber es tut mir sehr leid das du dich zurück gewisen fühlst, das war nicht meine Absicht. Ich lese deine Antworten natürlich und freue mich auch darüber, dass du dir die Zeit nimmst, mir zu schreiben. Ich weiß nicht, warum ich nicht geantwortet habe. Heute mittag war ich nach meinem Fressanfall wo in Rage, dass ich mich nur ausgeko**t habe und darauf dann nichts mehr gesagt habe. Ich hoffe, du nimmt es nachträglich noch an...
      Bei dem Punkt, dass ich mich nur über die Krankheit definiere, da hast du glaub ich schon recht. Ich habe keine Hobbies oder sonst etwas' das ich gut kann. Vor der Krankheit war ich quasi unsichtbar. Keiner hat mich beachtet und ich bin keinem aufgefallen. Damals bin ich für meine Figur, die nie schlank war, immer ausgelacht worden. Auch mein Papa hat damals immer irgendwelche dummen Spitznamen für mich gehabt (Speckmade, etc). Ich hatte anderen gegenüber schon immer Komplexe wegen meinem Körper. Schon damals bin ich nie schwimmen gegangen und im Schulsport habe ich mich beim Baden immer mit Handtüchern eingehüllt. Als ich dann auf einmal so dünn wurde, habe ich dafür viel Aufmerksamkeit und am Anfang auch immer gesagt bekommen, wie gut und diszipliniert ich das mache. Auch ich hatte endlich eine Beschäftigung, nämlich mich Tag und Nacht mit Essen auseinander zu setzen, meine Mahlzeiten zu berechnen und im Internet über Diäten zu recherchieren. Plötzlich war alles, was sonst in meinem Kopf war und mich an Gedanken krank gemacht hat (vorallem die Erinnerungen an den Miss**au*h die andauernd hoch kommen) waren viel kleiner als sonst. Es war lange ein tolles Gefühl bis es dann so krank und zwanghaft wurde, dass ich eigentlich die Mag**su**t war.

      Um Aufmerksamkeit und Bestärkung geht es mir hier wirklich gar nicht. Ich versuche nur von Anderen zu erfahren, wie es ihnen erging oder ergeht und was sie dagegen tun. Früher habe ich von allen Bestätigung und Aufmerksamkeit gefordert doch mittlerweile suche ich nur nach Hilfe.

      Es ist sicherlich kontra produktiv das alle nichts mehr von mkr erwarten und mich mehr oder weniger in Watte packen und mich einfach so mitlaufen und mich tun lassen, was ich will. Ich versuche natürlich schon mich zusammen zu nehmen und das zu tun, was von mir verlangt wird. Aber der tägliche Kampf mit mir selbst strengt an und ich schaffe es von der Kraft her oft nicht, hoch zu kommen. Auch bin ich von meiner Stimmung her so gedrückt und unten, dass ich gar keine Motivation mehr habe, irgendetwas zu tun. Ich weiß das ich mich Anderen gegenüber oft unfair oder scheiße verhalte weil ich eben so handle wie ich noch kann oder wie es mir zu mute ist aber ich hab einfach keine Lust mehr. Das ist wohl auch der Grund, warum ich meine ganzen Freunde nicht mehr habe oder sonst jemanden, an den ich mich mal halten könnte. Natürlich habe ich meinen Freund aber ihm kann / mag ich gewisse Dinge nicht erzählen oder mit ihm bereden gerade Thema Magersucht, Selbstver**tzung, Miss**au*h... das sind alles Themen die ich weder mit ihm noch mit meiner Mutter bereden möchte und ich bezweifle auch, dass sie darüber überhaupt reden wollen würden. Ich weiß das sie sich Sorgen machen da müssen sie nicht die Wahrheit im Detail kennen. Ich sehne mich so danach, jemanden zu haben der mich wirklich kennt und weiß, was los ist. Ich möchte mich einmal fallen lassen können und einfach nur gehalten werden anstatt mich immer nur zusammen nehmen zu müssen und auf einigermaßen heile Welt zu tun obwohl in mir alles zusammen bricht.

      Ich habe die Ratschläge hier aber auch zu Herzen genommen und habe mir Dinge gesucht, die nichts mit Essen oder anderem zu tum haben und wo ich mich ablenken und davon mal abgrenzen kann. Derzeit liebe ich die Band "Evanescence". Die höre ich noch nicht allzu lange und ich habe jetzt mal angefangen, mir ihre DVDs zu kaufen und die an zu schauen, die Liedtexte zu lesen und manchmal auch abzuschreiben und ich versuche die Lieder auf meinem Keyboard nach zu spielen. Ich vertiefe mich einfach ganz in eine andere Welt und kann da auch gut ein paar Stunden bleiben ohne einen Gedanken an etwas anderes zu verschwenden. Das tut mir wirklich gut und nimmt den Druck und das ekelhafte Gefühl das ich den ganzen Tag über gegen mich selbst habe auch die Zeit über weg.

      @Junimond ich wusste gar nicht, dass man auch in eine Klinik gehen kann, wenn man nicht schon kurz vor dem verhungern ist. Das wäre mit Sicherheit die beste Lösung da gebe ich dir recht und ich selbst glaube auch nicht mehr daran, dass es ohne Hilfe wieder gut werden kann. Meine Eltern sind da mit Sicherheit ein ganz großes Hindernis für mich. Damals als ich in der Psychiatrie war, bin ich nach 4 Tagen freiwillig wieder raus obwohl ich von der Verfassung her noch überhaupt nicht bereit dazu war und von meinem Zustand immer noch sehr labil gewesen bin. Trotz meiner ganzen Befürchtungen und mit dem Wissen, dass alles genau so weiter gehen wird wenn ich da jetzt raus gehe, habe ich mich bei dem Arzt ganz freundlich und zuversichtlich gegeben weil meine Mutter solch einen Terror gemacht hat. Sie stand immer da oder hat mich angerufen, hat nur geweint und war auch richtig böse auf mich weil man doch alles daheim zusammen klären kann da muss man doch nicht gleich weg und dann um Gottes Willen auch noch in eine Psychiatrie. Zuhause durfte ich das dann auch gar keinem Anderen von der Familie erzählen. Das wurde und musste einfach totgeschwiegen werden.
      Meine Mutter ist nicht darauf bedacht, dass es mir gut geht. Ich weiß das sie mich lieb hat aber sie interessiert sich trotzdem nicht für mich wahrscheinlich weil sie damit einfach nicht konfrontiert werden will, wie schlecht es mir geht. Sie sieht es aber darüber sprechen wir nie. Es ist bei uns eher eine oberflächliche Beziehung und irgendwelche Schwächen oder Probleme kommen bei keinem von uns hoch. Da wird alles unter den Teppich gekehrt und darüber hinweg gelacht.
      Ich weiß das es mein Leben ist was ich gerade ruiniere und auch das von meinem Freund. Meine Eltern müssen es hinnehmen wenn ich in eine Klinik gehe ob sie das nun gut finden oder nicht... meinem Vater ist das sowieso egal es ist nur meine Mutter, die mir da Probleme bereitet. Aber es ist nicht so einfach weil ich genau weiß, was für einen Terror sie dann wieder machen wird. Aber, ich bin immer stärker bei dem Gedanken, nach der Ausbildung (im Oktober) in eine Klinik zu gehen. Da habe ich dann allerdings Panik dass das auch beinhaltet, dass meine Eltern oder mein Freund da zu Gesprächen / Therapien kommen müssen oder sollen und ich da dann ganz offen sprechen muss vorallem wegen Miss**au*h würde ich das niemals machen wollen.
      Ist das denn bei Erwachsenen in der Klinik so das da die Angehörigen dazu geholt werden?
      Angst, Verzweiflung, Einsamkeit alles versteckt hinter großen Mauern. Für niemanden ersichtlich, für mich unerträglich. Ich möchte weglaufen, flüchten vor meinem Inneren. Ich möchte reden und das Schweigen brechen. Ich verstecke mich hinter der Fassade und leide im Stillen.
      Ich habe Angst, für immer mit diesen Gefühlen und Erinnerungen leben zu müssen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „worthless“ ()

      @just_me86 die Idee mit einem Ernährungsplan ist an sich eine sehr gute Idee. Damals hatte ich das auch immer den habe ich mir selbst zusammen gestellt aber da ging es natürlich darum, so wenig wie möglich an Nährwerten zu berechnen. Das hat mir wirklich viel Kontrolle gegeben und ich bin nicht aus meinem Rahmen gefallen weil ich einen Anhaltspunkt und Orientierung hatte. Ich glaube dieses total "Freie" jetzt wo ich keinen Plan habe, wie ich essen soll oder darf, macht mich so unsicher und führt dazu, dass ich entweder nichts esse weil ich so unsicher bin, was erlaubt und in meinem Rahmen ist was dann natürlich zu wenig ist und irgendwann wird dann alles wieder rein geholt wo es natürlich auch keinen Plan und somit keine Grenze mehr gibt. Einen Essensplan, der eine Zunahme herbeiführt, kann ich natürlich gerade nicht machen oder von mir selbst aus durchziehen. Ich weiß das ich sehr zugenommen habe und das es ja eigentlich nicht schwer sein kann, da dann einfach weiter zu machen weil ich trotzdem noch im Untergewicht bin. Aber ohne Beobachtung würde ich da wieder alles Mögliche weglassen und mit vielen Lebensmitteln habe ich Berührungsängste. Das klingt jetzt wieder abweisend und "ich mache und schaffe das eh nicht" aber so ist es nicht gemeint. Ich könnte es trotzdem mal versuchen wieder Pläne zu machen, die einigermaßen ausgewogen und nahrhaft sind, ohne immer diese +500g pro Woche hoch zu gehen. Es geht erstmal darum, diese verdammten Fressanfälle in den Griff zu bekommen.Vielen Dank für diesen guten Ratschlag!
      @Khaotikus du hast vollkommen recht. Ich möchte Hilfe, ich möchte in eine Klinik, ich möchte die Krankheit los lassen und endlich wieder frei sein. Ich möchte mein Seelenleben endlich wieder friedvoll haben und leben können ohne mich Tag für Tag zerstören und bestrafen zu müssen. Aber es gibt einen großen Teil in mir, der das dann doch alles nicht möchte. Da wäre ich wieder an dem Punkt, was Rosenzauber schon gesagt hat. Was ist, wenn ich alles loslasse und wirklich irgendwann frei sein kann. Wer bin ich dann? Was macht mich dann aus? Was ist dann meine Aufgabe im Leben wenn ich nicht mehr leide? Wie reagieren die Anderen wenn ich plötzlich ganz normal belastbar und nicht mehr so gehemmt bin? Das ist eigentlich dumm denn ich war vor der Krankheit auch irgendwie einfach normal da und habe halt mein Leben gelebt. Ich war zwar nie beliebt oder hatte viele Freunde oder Talente / Interessen aber es ist alles seinen Weg gegangen und hat funktioniert. Ich kann mich zwar nicht mehr erinnern, wie ich mich damals gefühlt habe, ob ich da wirklich frei oder glücklich war aber es hat anscheinend 18 Jahre lang alles funktioniert bevor dann die Erinnerungen an den Missbr**ch wieder hoch kamen und die Magersu**t begonnen hat. Trotzdem habe ich Angst davor. Ich kann mir gar nicht vorstellen in eine Klinik zu gehen und meine ganzen Themen anzusprechen und zu bewältigen. Da denke ich jetzt schon, dass ich zusammenbreche wenn alles durchleuchtet wird und vielleicht noch mehr hoch kommt, als ich eh schon weiß. Und vorallem, wie um alles in der Welt soll ich über die Dinge sprechen, die ich gesehen habe und dessen Bilder in meinem Kopf wie ein Film ablaufen? Ich weiß das es tausenden Anderen auch so geht und dass diese Gespräche für die Psychologen dort keine Neuigkeit oder Seltenheit sind. Aber ich weiß nicht, wie ich da je was rausbringen sollte und ich weiß auch nicht, ob ich da überhaupt etwas in mir angehen möchte. Ich habe große Angst davor auf Dinge zu stoßen, die ich bis jetzt noch erfolgreich verdrängt habe. Eigentlich habe ich die Devise, Deckel drauf und abschließen. Aber ich weiß auch, dass wenn ich das nicht mache und nach meiner Methode arbeite. wird nie irgendwas besser werden...

      Liebe Grüße und Danke für eure Mühe
      worthless
      Angst, Verzweiflung, Einsamkeit alles versteckt hinter großen Mauern. Für niemanden ersichtlich, für mich unerträglich. Ich möchte weglaufen, flüchten vor meinem Inneren. Ich möchte reden und das Schweigen brechen. Ich verstecke mich hinter der Fassade und leide im Stillen.
      Ich habe Angst, für immer mit diesen Gefühlen und Erinnerungen leben zu müssen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „worthless“ ()

      Hey

      Das hört sich doch schon anders an. Ich meinte ja auch gar nicht, dass du in eine Pychiatrie gehen sollte (wobei nicht alle Pychiatrien schlecht sein müssen) sondern in eine pychosomatische Fachklinik mit Schwerpunkt Essstörungen. Und natürlich kann man in eine Klinik gehen auch wenn man nicht kurz vor dem Verhungern steht.
      Da eine Aufnahme nicht von heute auf morgen geht- würde ich mich jetzt schon darum kümmern damit du nach der Beedingung der Ausbildung nicht so lange warten musste.
      Es ist sicherlich von Klinik zu Klinik unterschiedlich aber in der Regel kann man wird man als Erwachsende miteinbezogen ob es Gespräche mit Angehörigen gibt oder nicht und wenn ja kann man ja sagen das man bestimtte Themen nicht besprechen will.
      Ich habe es als Erwachsende sogar erlebt das ich eine Kontaktsperre zur Außenwelt bekam in der Anfangszeit in der Klinik. Sowas kann sehr entlastend sein und helfen auch die Therapie einzulassen.

      Zum Thema Hobbies. Ich hatte lange (außer Sport) auch kein anders Hobby. Da Sport und Essstörung aber gut zusammenpasst wurde ich aufgefordert noch ein anders Hobby zu suchen. Schließlich habe ich das Theaterspielen für mich entdeckt. Was ich damit sagen will ist das du einfach Sachen ausprobieren solltest. natürlich kann es passieren das du was ausprobierst was dir keinen Spaß macht- aber wer suchet der findet.
      Bevor ich nicht das Theaterspielen für mich entdeckt habe, habe auch nicht gelaubt jemals ein anders Hobby zu finden.
      Hej,

      ich kenne deine Situation zu Hause nicht. Es klingt für mich schwer dannach, als würde deine Mutter deine Krankheit nicht akzeptieren können.
      Es kann sehr schwer sein zu erkennen dass Menschen die einem Nahe stehen leiden. Noch viel schwerer kann es sein das anzunehmen.
      Gerade Eltern kommen leicht in die Situation, dass sie anfangen sich selber die Schuld zu geben.
      Unter Umständen sogar von anderen Verwanten noch Schuld zugeschoben bekommen, dass sie in der Erziehung versagt haben.
      Oder die Angst davor, die Schuld zugewiesen zu bekommen. Es sei dahin gestellt ob dem wirklich so ist.
      So kann es passieren, dass aus Selbstschutz verdrängt wird. Unbewusst.
      Und gerade wenn es um Kliniken für psychische Krankheiten angeht sind die Vorurteile groß.
      Da kommen doch nur Junkies hin, Psychopathen....ist natürlich Schwachsinn.
      Oft wird einfach nicht gesehen, dass dort Leute hin gehen, die Krank sind und hoffen dort Heilung zu finden.
      Es wird eher so gesehen, dass dort der Abschaum weggeschlossen wird.
      Aus irgendeinem hirnlosen Grund sind Kliniken sehr negativ behaftet in vielen Köpfen.
      Vielleicht hat deine Mutter einfach Angst?

      Ich denke, dass es was bringen kann ambulante Hilfe anzunehmen, bis ein Aufenthalt möglich ist. Vielleicht kann dir dort ja auch schon sehr geholfen werden.
      Wir können es leider nicht.
      Hier kann dir Rat gegeben werden, mehr nicht.
      Es ist nicht schlimm zu merken, dass man diesen alleine nicht umsetzten kann.

      Um einen stationären Platz sollte man sich immer möglichst frühzeitig kümmern. Es dauert oft sehr lange, bis ein Platz frei wird.
      Ich glaube nicht, dass dort sofort alles ausgegraben oder dein persönliches Umfeld dazu geholt wird.
      Zu erst ist es wichtig, dass du damit überhaupt umzugehen lernst. Quasi das Werkzeug bekommst, um mit dem was kommen kann auch fertig zu werden.

      Keyboard spielen ist doch ein gutes Hobbie:)
      Musik allgemein macht viel Spaß.
      Sie ist ein schöner Weg, sich selbst umzusetzten. Und gerade Tasten sind sehr vielseitig.
      Hast du mal versucht zu trommeln?
      Eine Cajon kann man auch sehr gut selber bauen. Auch wenn man technisch nicht sehr begabt ist.
      Ist meiner Meinung nach sehr gut geeignet um Gefühlen ausdruck zu verleihen und hat gerade am Anfag auch Skillcharakter. Geht echt auf die Flossen:)


      Liebe Grüße

      Khaotikus
      "Wenn dein Leben in Sch*rb*n liegt, zieh die Schuhe aus und tanz darauf."

      Frei nach einem guten Freund
      Ich wollte noch etwas loswerden...
      das ich gesagt habe, dass es mich stört wenn immer alle schreiben, das es sowieso keinen Sinn hat mir zu schreiben weil ich es nicht annehme, das war von mir nicht böse gemeint. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ihr meine Beiträge lest, ihr euch darüber Gedanken macht und mir dann auch antwortet und versucht zu helfen selbst wenn ihr es als sinnlos erachtet. Ich kann das auch gut verstehen da ich seit Monaten immer nur das Gleiche schreibe und es null Fortschritt gibt oder ein Anzeichen dafür, dass ich etwas tue um meine Situation zu ändern.

      Ich möchte hier definitiv kein Mitglied sein, von dem Andere angenervt sind und das dafür bekannt ist, zu spamen und immer nur jammrige Beiträge schreibt auf die schon gar keiner mehr Lust hat.

      Es tut mir auch leid, dass ich vielleicht auf manche Beiträge nicht so eingegangen bin (z.B.@rosenzauber) ich würdige es wirklich, wenn ihr mir antwortet und bin dankbar für jede Zeit, die ihr für mich aufbringt.

      Das hatte ich zu dem Thema noch auf dem Herzen...

      Liebe Grüße an Alle
      worthless
      Angst, Verzweiflung, Einsamkeit alles versteckt hinter großen Mauern. Für niemanden ersichtlich, für mich unerträglich. Ich möchte weglaufen, flüchten vor meinem Inneren. Ich möchte reden und das Schweigen brechen. Ich verstecke mich hinter der Fassade und leide im Stillen.
      Ich habe Angst, für immer mit diesen Gefühlen und Erinnerungen leben zu müssen.
      Ich komme jetut dann bald nach Hause. Den ganzen Tag über esse und trinke ich nichts weil ich auch irgendwie keinen Hunger oder Durst habe.
      Hunger habe ich auch nicht, wenn ich dann nach Hause komme aber es ist da schon eine Angewonheit, dass ich sofort esse sobald ich da bin. Und dann fange ich an mit einem Apfel was sich steigert zu Kuchen, Keksen und Marmeladenbroten. Das geht schon die ganze Woche so das ich mich nicht mehr bremsen kann und stundenlang nur fresse selbst wenn ich vor satt sein schon fast spucken muss. Ich habe mittlerweile auch den ganzen Tag einen ganz heftigen Blähbauch und Magenschmerzen weil ich so viel in mich rein stopfe.
      Selbst wenn ich dann bei meiner Tante bin um mich abzulenken esse ich bei ihr die Schränke leer und bei meinem Freund genau so.
      Ich bin so verzweifelt und weiß nicht mehr weiter. Das bastet mich auch extrem weil dadurch natürlich mein Gewicht auch leidet. Aber ich kann diese Fressanfälle einfach nicht unter Kontrolle bringen und verzichten. Auch wenn ich es mir jetzt noch nicht vorstellen kanm heute überhaupt was zu essen, daheim gehts schlagartig los.

      Was kann ich tun?
      Wie kann ich das in den Griff bekommen? Es ist, als würde mein Kopf in dem Moment völlig ausschalten und wenn er dann wieder in Betrieb ist, fängt Selbsthass, Vorwürfe und SVV an.
      Hat jemand einen Tipp für mich?
      Angst, Verzweiflung, Einsamkeit alles versteckt hinter großen Mauern. Für niemanden ersichtlich, für mich unerträglich. Ich möchte weglaufen, flüchten vor meinem Inneren. Ich möchte reden und das Schweigen brechen. Ich verstecke mich hinter der Fassade und leide im Stillen.
      Ich habe Angst, für immer mit diesen Gefühlen und Erinnerungen leben zu müssen.
      Das ist an sich eine sehr gute Idee ja. Es fällt mir nur trotzdem so schwer, nicht auserhalb davon zu essen und mich da zu beherrschen. Aber ich denke, da gehört einfach wieder Disziplin dazu. Ich konnte es schließlich mal so gut nicht essen und auf alles zu verzichten, was ich eigentlich gerne haben möchte.
      Ich muss mich wohl einfach wieder in Kontrolle üben :)
      Angst, Verzweiflung, Einsamkeit alles versteckt hinter großen Mauern. Für niemanden ersichtlich, für mich unerträglich. Ich möchte weglaufen, flüchten vor meinem Inneren. Ich möchte reden und das Schweigen brechen. Ich verstecke mich hinter der Fassade und leide im Stillen.
      Ich habe Angst, für immer mit diesen Gefühlen und Erinnerungen leben zu müssen.
      hej worthless,

      zu deiner mutter: dann setz dich doch mal zu ihr, und sage ihr ganz deutlich, dass es dir saumäßig schlecht geht, dass du alleine nicht mehr klarkommst und dir hilfe suchen willst. du musst ja nicht alle details auspacken. und wenn sie dann rummault von wegen, kann man doch in der familie lösen, dann frag sie: "okay, wie genau willst du mir helfen? was ist dein vorschlag? ich brauch was konkretes und zwar jetzt, sonst gehe ich kaputt." und das machst du so lange, bis du den eindruck hast dass der groschen mal fällt.

      parallel kannst du dich, wie junimond schon sagte, mal nach einer klinik umhören und dich auf die warteliste setzen lassen.

      lg solaine
      "But isn't that life for us all? Trusting to luck?"
      "You can always try to give luck a helping hand", she said.
      //william boyd//


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