Ich und meine "Mauern" und "Fassaden"

      Ich und meine "Mauern" und "Fassaden"

      Hallo ihr Lieben

      ich setzt mich in diesem Beitrag mit
      dem auseinander was ich vorgebe zu sein
      und was ich bin...
      Könnte also eventuell Triggern.

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      Na ja ich weis gar nicht wie ich anfangen soll...
      also es ist so:
      ich habe mir eine "Mauer" um mich aufgehbaut und jetzt habe
      ich habe das Gefühl meine Ich und meinen Charakter
      durch diese mauern zu verstecken so das mich niemand kennt wirklich kennt
      ich habe das Gefühl mich nicht so zu zeigen wie ich bin
      sondern nur so wie ich sehn möchte ich fühle mich eingesperrt und erdrück (von mir selbst)
      was mich sehr belastet da ich dauernd denke alle zu belügen und mich selbst auch,
      ich habe auch lange Zeit wirklich geglaubt das ich das bin was ich hier jetzt "Mauer" nenne, bis ich
      dann endlich begriffen habe das das nicht ich bin und das ich das auch nie sein werde.
      das macht mir irgendwie Angst
      ich habe auch keine Ahnung wieso ich das mache wieso ich mich so versteckte
      Es ist einfach nur so das ich mich nicht mehr verstecken will weil es mir
      wirklich nicht gut tut glauben ich.
      Soweit ja eigentlich kein Problem ich könnte mich ja einfach so zeigen wie ich bin.........denkt man
      aber ich schaff es nicht weil ich mir inzwischen nicht mehr sicher bin was jetzt meine
      Persönlichkeit und was die "Fassade" ist....ja ich weis das hört sich verrückt an...
      Ich fühle mich jetzt ein bisschen so wie ein kaputter Radio
      der immer zwischen zwei Sendern hin und her springt.


      Ich weis einfach nicht mehr was ich machen soll
      ich fühle mich hin und her gerissen und das macht mich fertig.....

      Na ja vielleicht kann mir ja helfen
      oder wahr in einer ähnlichen Situation



      ich bin um jede Antwort dankbar
      mit lieben Grüßen eure sehr verwirrte Floret
      Genau in dem Moment,
      als die Raupe dachte die Welt geht unter
      wurde sie zum Schmetterling

      Peter Banary
      Hey Floret,

      so schreibt man sich auch mal auserhalb der pns ;)

      Ich habe das selbe Gefühl, bzw bei mir ist es so:

      Vor ein paar jahren habe ich mir aus "Schutz" eine Zitadelle errichtet, tief in mir selbst. Groß, schwarz, und darin eingeschlossen waren alle meine guten Erinnerungen, in Form eines Blumenbeetes.
      Heute habe ich das Gefühl, das ich tief in dieser Zitadelle sitze, und nicht mehr raus kann. die Blumenbeete sind fort. weit vor den Mauern der Zitadelle.
      Eine Zitadelle hat nunmal die Eigenschaft, das sie einerseits von aussen so gut wie uneinnehmbar ist, aber wenn nichts rein kommt, kann auch nur schwer was raus kommen...So sitzt mein Ich fest, und alle Wände sind mit den Dämonen meines Lebens bestückt. Wenn ich mich an einer Wand entlanghangel, um den Ausgang zu finden, zieht es mich nur tiefer und tiefer hinein.

      Dementsprechend ist mein "wahres Ich" tief verborgen, und nach aussen hin, nur ein schatten meiner Selbst. Ein verzerrtes Spiegelbild was vorgibt Ich zu sein. was anderen Vorspielt das es dem Ich gut geht.
      Das mit dem Belügen trifft es gut...auch wenn ich mir immer wieder die Frage stelle: Wenn man etwas sagt, und es eine Lüge ist, aber man selbst sich dessen nicht bewusst ist, ist es dann dennoch eine Lüge? Wo bleibt die Realität? Bin ich das noch, oder was ist es?

      Es ist schön, wenn man sich selber nicht traut so einen Thread aufzumachen, und jemand eröffnet dann genau sowas in die richtung, mit dem man sich identifizieren kann...

      Ich kann dich gut nachvollziehn...und wüsste selber was man machen kann...

      grüße, Dakhras
      Bitte gib mich frei!
      Dieser Stein lastet zu schwer auf meinem Herzen,
      diese Bürde reißt mich wie ein Spaten Erde teilt , entzwei.
      (Samsas Traum - Das Lächeln eines Toten.)
      Hallo Floret

      nur ganz kurz... ich befand mich auch mal in diesem Raum mit einer immens grossen Schutzmauer um mich herum, habe nach aussen hin gelacht, war fröhlich, aufgestellt und es ging mir gut. Ich war eine liebe und fleissige Schülerin. Mehr hatte auch niemanden zu interessieren.
      Irgenwann aber fing ich mit den SV an. Mein Weg ein paar Risse in die Mauern zu bilden. Aber die kann die Umgebung sehen oder eben auch nicht. Es braucht noch mehr dazu. Und dafür braucht es unglaublich viel Mut! Ich ging irgendwann diesen Schritt, weil ich merkte, ich kapselte mich immer mehr ab und verschwand hinter der Mauer.
      Es brauchte sehr viel Überwindung, aber ich habe ganz wenigen Freundinnen damals erzählt, was mit mir los ist. Warum ich so bin. Ich weiss nicht, wie stark Du dein anderes Ich vor der Mauer den andern Menschen gegenüber zeigst. Gibt es welche, die viellcht einen Blick hinter Deine Fassade werfen möchten, weil sie vielleicht merken, dass da noch viel mehr in Dir drin steckt, als Du zu sein scheinst?
      Ich bin froh, dass ich das irgendwann mal gewagt hatte.
      Aber es gibt auch Zeiten, in denen ich gerne wieder diese Mauern bauen möchte, weil ich glaube (gerade im Moment, es ist nicht einfach grad) vielen Menschen mit meinem wirklichen Zustand auf die Nerven zu gehen, weil ich seit Monaten sehr depressiv gestimmt bin und manachen Leute die Geduld auszugehen scheint mit mir. Da wünsch ich mir manchmal so meterhohe Wände um mich herum und dass ich einfach was anderes zezigen kann, als ich bin.
      Schlussendlich bin ich aber lieber ein ehrlicher Mensch und wenn das heisst, dass es mir schlecht geht, dann ist das halt so. Es hat seine Vor-und Nachteile. Wie alles im Leben.

      Ich wünsch Dir viel Erfolg beim Einbrechen Deiner Mauern, hoffe, Du hast zumindest einen lieben Menchen auf Deiner Seite, der Dich so annimmt, wie Du wirklich bist.
      Alles Liebe.
      @rainflower7

      Ich denke man könnte meine Mauer auch sehr gut als
      Maske beschreiben oder mich als eine Schauspielerin
      die ihre Rolle nicht mehr ablegen kann, so fühle ich
      mich zumindest gerade...

      Kaum jemand kenn mich ohne Mauer
      manchmal hat sie zwar risse bekommen aber ich hab das
      dann einfach immer mit einer großen Portion gespielter
      Freude überspiel

      und bis jetzt bin ich auch noch nicht "aufgeflogen"
      ich habe nur mit wenigen darüber gesprochen
      Genau in dem Moment,
      als die Raupe dachte die Welt geht unter
      wurde sie zum Schmetterling

      Peter Banary
      Hi,

      könnt ihr der Mauer denn vielleicht auch etwas positives abgewinnen?

      Bei mir ist es so ich war früher sensibel schnell verletzt hatte stimmungsschwankungen war eifersüchtig klammernd wollte mein leben meine gefühle teilen...
      Leider fand das meine engere Umwelt nicht so gut.

      Also hab ich relativ blind an mir selbst rumerzogen. Gelernt die Zähne zusammen zu beißen und das notwendige zu tun, gelernt dass hilfe rufe der dramatischen art (svv usw) zwischenmenschliches nur verkomplizieren usw.
      Mit anderen Worten ich hab mir meine toughe Mauer geschaffen, gelte bei Stresssituationen zumindest für nicht ganz enge bekannte als "cool" im sinne von gelassen.
      Ist aber eben nur eine Mauer. Falls es für jemanden positiv klingt.. jein.

      Tatsächlich hilft mir diese Mauer, die so sehr zu mir selbst geworden ist, dass ich es nicht nur als Mauer sondern auch als mich bezeichnen würde. Ich schaffe es dadurch zu funktionieren und zwischenmenschliche Beziehungen bei denen man sich nicht total offenbaren sollte zu führen.
      Andererseits fällt es mir schwer dadurch nen normalen Draht zu meine weichen Anteilen zu finden, zu sagen "hilf mir" "mir geht es nicht gut" usw.

      Aber ich denke extrem 1 kenn ich nun, extrem 2 kenn und kann ich nun. Ist doch gar keine schlechte Basis beides für sich zu nutzen und sich richtung mitte anzutasten.

      Kann jemand dem Gedanken etwas abgewinnen?^^
      Hallo Leute,

      Ich möchte dieses Thema wiederbeleben. Hab den Beitrag grade gefunden und er hat nicht von seiner Aktualität verloren.

      @Swollen
      Ja du hast Recht, die Mauern sind nicht nur negativ. Sie sind Schutz. Aber genauso wie eine echte Mauer verhindert sie auch dass man schnell auf die andere Seite kommt. Ja das sollen sie ja auch. Nimand kann rein und nimand raus. Und da liegt mein Problem. Den Charakter den ich mir unbewusst zu Schutz erschaffen habe ist mir mor "verschmolzen" dass ich nicht mehr weiß wo die Mauer aufhört und ich anfangen. Ich hab das zu so einem großen Teil meiner Persönlichkeit gemacht dass ich dass Gefühl hab ohne keinee richtig Person mehr zu sein, keine Seele zu haben, keine Authentizität.

      Liebe Grüße
      Flo
      Genau in dem Moment,
      als die Raupe dachte die Welt geht unter
      wurde sie zum Schmetterling

      Peter Banary
      Hallo floret,
      dass deine Mauer nicht 100% ist zeigt sich, dass du das hier als dein Thema schreibst. Da ist eine kleine Lücke in der Mauer ... und du kannst hinaussehen und z.B. die Sonne kann zu dir hineinscheinen. Das ist doch schon mal was.
      Und dann gibt es noch die Möglichkeit, diese Lücke zu nutzen .. zu nutzen um zu schauen, ob da draußen schönes Wetter oder gute Stimmung ist, ob da keine Gefahr lauert (jedenfalls nicht sichtbar) und du könntest überlegen, ob es für dich die Möglichkeit gibt, kleine Ausflüge nach draußen zu machen. Du hast ja selbst erkannt, du kannst ganz schnell wieder hinter der Mauer verschwinden, wenn z.B. Gefahr droht. Du könntest aber auch zu dir sagen: die Luft ist rein, warum soll ich diesen schönen Moment da draußen nicht genießen.

      Hey, ich glaube sogar, dass auf einmal da draußen eine ganze Menge Leute sind, die sich genauso vorsichtig wie du umschauen, schauen, wer die anderen da draußen sind, was die machen. Ja und dann seid ihr schon mehrere, ja vielleicht sogar ganz viele.

      Das könnte eine wunderschöne Erfahrung sein.

      Und du beschließt - allein für dich - oder zusammen mit anderen, das machen wir wieder. Wir zeigen uns wieder, morgen, übermorgen. Aus einem Moment wird vielleicht 1 Minute, aus 1 Minute werden 5 Minuten, aus Minuten werden 1 Stunde usw.

      Wie gesagt, sie bleibt da die Mauer, aber sie hat eine andere Funktion, siehe Swollen. Sie ist gleichsam auch Schutz vor Verletzung, bietet Sicherheit, kann nach Innen vor der Kälte von außen schützen.

      Fragst du dich gerade, was ich da mache?

      Ich male deine Mauer an, in Gedanken. Ich gebe ihr eine andere Farbe, mache sie vielleicht optisch ein bisschen kleiner, male um das Loch in der Mauer ein paar Blumen, damit der Ausgang/Eingang - dein Durchgang, deine Möglichkeit von innen nach außen, aber auch zum Schutz von außen nach innen zu gehen, hübscher aussieht.

      Vielleicht hast du ja auch Ideen, diese Mauer anders zu gestalten. Ach ja ... und noch was.

      Jedes Haus, das man sich baut, besteht aus Mauern. Sie sind das tragende Werk des Hauses, geben ihm Sicherheit und Stabilität, halten innere Wärme zusammen, vereinen Freunde zum Besuch, sind Ort vieler schöner gemeinsamer Momente. Die Mauer war vielleicht deine Freundin ... zu deinem Schutz. Jetzt mach sie zur Freundin für dein neues Leben, als ein möglicher Ort der Zuflucht, des Geborgen-Seins, des Wohlfühlens.

      Und plötzlich hat diese Mauer, Türen und Fenster. Du kannst hinaus sehen, du kannst hinaus gehen, und (im Bild gesprochen) Freunde können dich sehen, können zu dir kommen, können sich mit dir bei dir wohl fühlen.

      Hey, was für eine tolle Mauer. Bau sie um. Trau dich. Nutze die Lücke ... aber sei auch umsichtig wie jeder Baumeister. Heißt: mache ein Stück Mauer auf, aber setze auch ein Fenster ein - mit Jalousien. Das machen alle Baumeister/Innen so. Warum du nicht auch. Und noch so ne Elfenweisheit: du hast ne lange Zeit daran gebaut, dass die Mauer so ist, wie du sie gerade empfindest. Es kann also durchaus auch eine Zeit dauern, bis das neue Fenster drin ist, bis die neuen Türen drin sind, bis du deiner Mauer verschönert hast, bis du mit Freunden Feste innerhalb der Mauer feiern kannst. Aber da war ja die Lücke, und da sind die anderen,die ebenfalls durch ihre Mauer hindurch nach außen gehen.

      Ein Versuch (oder zwei oder drei) könnte es doch wert sein.
      Viel Spaß beim Umbau und lg Elfenspiegel
      Hallo floret,
      gestern war wieder so ein ganz eigener Tag. Und erst die Nacht. Viele Gedanken sind in mir gekreist und wollten unbedingt raus. Ich hab krampfhaft versucht, sei bei mir zu behalten. Was daraus geworden ist, merkst du ja jetzt. :)

      Ja das mit den Mauern und den vielen Gesichtern und Fassaden … und du hast die Rückmeldung bekommen, andere machen es auch so. Du hast für dich die Erfahrung gemacht: Mauern sind gut und Mauern können hilfreich sein. Aber du scheinst auch die Erfahrung zu machen: da stört etwas, da behindert mich etwas, da schiebt sich etwas ganz klammheimlich in mir zwischen … Ja wo zwischen schiebt sich da etwas?

      Wie es scheint, hat deine Mauer ein Eigenleben begonnen (und nicht nur die Mauer bei dir). Sie hat sich zu etwas entwickelt, und plötzlich ist da nicht mehr nur der Schutz und die Geborgenheit, sondern da verlangt sie plötzlich wie ein eigenes Ding Beachtung, klammert an dir, drückt dich oder vielleicht sogar erdrückt sie dich. Wenn eine Mauer so hoch gebaut wird, dass dahinter nur noch Schatten ist, dass kein Sonnenlicht die Erde dahinter oder z.B. den Garten dahinter bescheint, dann verkümmert der Garten. Er wird vielleicht sogar zu Stein.

      Die Mauer einreißen? Was für ein Unterfangen. Wenn du mal siehst, wie viel Aufwand eine Firma reinsteckt, um ein Fundament zu beseitigen, wie viel Arbeit, Maschinen und geeignetes Material sie vielleicht benutzt, um einen alten Fabrikschornstein zu beseitigen. Unsere Mauern sind (aus meiner Sicht und für mich gefühlt) in dieser Hinsicht viel massiver und mit noch festerem Mörtel gebaut. Wir haben uns riesige Mühe gegeben, ihre Mauersteine geschickt zu verzahnen. Doch jetzt, wo wir sie weghaben wollen, jetzt werden diese Konstruktionsmaßnahmen von damals zum Bumerang.

      Bevor ich fortfahre, ein Beispiel für das was ich irgendwo schon oben versucht habe zu beschreiben. Bei mir, im Nachbarstadtteil steht ein alter Bunker. Du kennst diese Betonkolosse sicher. So ein Ding stand da, und keiner hatte eine Ahnung, wie man den beseitigen oder wie man da was anderes machen könnte. Dann hat ihn ein Privatmann gekauft. Eines Tages war da eine Firma mit einer Riesentrennscheibe und hat Zentimeter um Zentimeter einen Schlitz in die geschätzt 1m dicke Wand gefräst. Erst einen Schlitz senkrecht, dann noch einen senkrecht und dann diese in 2 m Höhe quer verbunden. Fertig war die Tür. Nein, ganz so einfach nicht, unten mussten sie auch noch fräsen. Dann fiel da ein zentnerschwerer Brocken raus. So haben sie weiter gearbeitet. Nach 2 Wochen waren da weitere Öffnungen gefräst. Du ahnst es – es waren die Öffnungen für Fenster. Nach einem halben Jahr war seitlich an dem Bunker, ein Treppenhaus gebaut. Wieder ein halbes Jahr später standen Blumen neben der Eingangstür und es hingen Gardinen vor den Fenstern. So war (sicher mit viel Mühe und Aufwand), viel Überlegung und dem passenden Werkzeug ein Haus geworden. Heute wohnen da 3 Parteien darin. Keine Elfengeschichte, sondern Wahrheit. :)

      Was ich damit beschreiben will? Mit den passenden Werkzeugen, mit durchdachtem Vorgehen, aber auch mit Anstrengung und Zeit ist aus dem Betonkoloss ein Haus für Menschen geworden. Du bist auch ein Mensch, deine Mauer kann ein Haus für dich und … dein echtes Ich … werden.

      Meine Idee: du denkst an eine Situation, in der du (für dich gefühlt) dich gern anders verhalten hättest, vielleicht mit einer Mauer mit Fenster darin. Und dann stellst du dir vor, was du tust, um aus diesem Fenster zu schauen. Vielleicht kommt dich gedanklich die Lust an, zur Haustür in dieser Mauer zu gehen und sie ein Stück weit zu öffnen. Wie viel, das ist dir überlassen – mach‘ sie in Gedanken nur so viel auf, dass du dich dabei noch wohl fühlst. Versuche für dich, alles an dir und in dir wahrzunehmen, was da an Gefühlen, Gedanken etc. hochkommen mag. Es ist ja nur ein Gedankenspiel, ein Vorstellungsspiel. Und dann versuch dir vorzustellen, wie du einen ersten Schritt vor diese Tür setzt, hinaus aus deinem Haus. Vielleicht scheint da draußen gerade die Sonne, vielleicht hörst du Geräusche oder nimmst z.B. Gerüche wahr. Du erfährst seit langer Zeit vielleicht wieder zum ersten Mal diese Welt um dich herum. Und wenn da Menschen sind, mit denen du erst vor kurzem in Kontakt warst, so kannst du dies jetzt auch in dieser deiner Vorstellung tun. Du kannst so sein, wie du es möchtest, wie es dir gerade Spaß macht, vielleicht ein bisschen schüchtern lachend, deine Wangen röten sich vielleicht, aber du spürst Freude in dir. Probier dich so zu geben, wie es dir seit langem nicht mehr möglich war, aber wie du es eigentlich willst. Da es ja nur eine Vorstellung ist, kannst du alles ausprobieren, kannst lachen, tanzen, springen, alles was dir Spaß macht. Und du kannst wahrnehmen, wie sich das für dich anfühlt. Am Anfang etwas unbeholfen, aber mit zunehmender Übung in solchen Gedankenspielen (auch Vorstellungen) wirst du dich immer weiter wagen und du wirst feststellen: da passiert gar nichts Negatives. Manche werden dich überrascht anschauen, weil sie dich noch nie so erlebt haben. Andere werden den Kopf schütteln, aber was soll’s. Wieder andere werden vor Begeisterung in die Hände klatschen und dich voll Freude umarmen. Nimm all das in deinen Vorstellungen wahr … und als eine kleine Kraftquelle in dich auf. Denn du brauchst Kraft und Zuversicht.

      Denn jetzt ist der Moment gekommen, wo du dies dich in einer ausgewählten Situation real traust. Du hast sie in Gedanken schon einige Male durchgespielt und du hast dir Möglichkeiten überlegt, wie du auf die verschiedenen Rückmeldungen für dich reagieren könntest. Du probierst es, es ist ein Spiel. Wenn du das Gefühl hast, es läuft in eine falsche Richtung, dreh es um. Korrigiere da, wo immer es dir notwendig erscheint. Verlasse die Situation, wenn du ein gutes Gefühl hast. es erscheint mir wichtig, es in einem guten Moment zu tun. Warum?

      Nimm dieses gute Gefühl mit hinter deine Mauer, freue dich darüber, lass es ein neues Teil in dir werden. Wenn der erste Versuch etwas holperig verläuft, verändere und probiere neu. Du wirst mit der Zeit für DICH ein neues Haus gebaut haben … und die Mauer mit ihrer Tür und ihren Fenstern wird ein guter Teil darin sein.

      Es wird vielleicht Miesmacher geben, die gibt es überall auf der Welt. In einem Kinderlied gab es eine Zeile, die lautete in etwa so: „… dann lach sie an und lach sie einfach weg.“ Niemand hat ein Recht darauf dich so zu behandeln, dass du dich schlecht fühlst. Du selber aber auch nicht. :D

      Mit viel Liebe und einem ganzen Rucksack voll Zuversicht und Vertrauen in dich
      lg Elfenspiegel.
      Hey Floret,

      August 2015.. seitdem hat sich viel getan..

      Tatsächlich bin ich grade an einem Punkt an dem auch bei mir das Thema Mauern sehr aktuell ist.
      Und auch bei mir.. schützt die Mauer noch, aber auch ich fühle, dass zuviel davon da ist.

      Ich finde Elfes Bild wunderschön. Ich muss da an eine alte Burgmauer denken, die ein ganzes Gebiet und das ganze Zuhause umschließt. Karg grau und hoch. Bis ich von innen ein paar Pflanzen davor setze, Efeu hochwachsen lasse, Fenster einsetze, eine Tür, eine zweite Tür, vielleicht eine Tür in jede Himmelsrichtung usw.
      Ich bin noch unsicher was ich von Gedankenreisen, autogenem Training usw für mich halte, aber wenn wäre das Gebaue an der Mauer vielleicht etwas was man mit dem "sicheren Ort" verbinden kann..

      Ein ganz anderer Gedanke:
      Ich glaube daran, dass sich Menschen relativ grundlegend ändern können (und würde das Thema Mauern auch als grundlegend ansehen).
      Ich glaube, dass es bei sowas eine innere und eine äußere Komponente gibt. Die Innere ist das Defizit, einen HAndlungsbedarf zu erkennen, zu beschließen, dass die Mauer zu hoch und zu durchgängig ist. Die Augen zu öffnen, ob irgendwo noch ein altes Fenster im Garten liegt, das man in die Mauer einsetzen könnte. Zu überlegen, ob einem nicht gar schonmal jemand angeboten hatte gemeinsam an der Mauer rumzuhandwerkern. Dann auch wieder den Beschluss zu treffen, denjenigen danach zu fragen, was vielleicht einen riesen Batzen Mut und Kraft benötigt.
      Die äußere ist aber auch: Hab ich grade die Kraft zum Handwerken, bin ich sicher genug, gibt es jemanden, der mir bei diesem grundlegenden Projekt helfen könnte?
      Manche inneren Prozesse im Leben sind unglaublich wichtig, unglaublich hilfreich, lebensqualität steigernd usw - aber haben ihren Zeitpunkt, den einen.

      Nur so ein paar sehr subjektive Gedanken.. vielleicht ergibt irgendetwas Sinn für dich.
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