seit schlimmer Diagnose geht es mir, bezüglich SVV, besser

      seit schlimmer Diagnose geht es mir, bezüglich SVV, besser

      tja, wie soll ich beginnen?

      Ich habe mich bis vor einiger Zeit schlimm zugerichtet. War echt oft zum Nähen im Krankenhaus, wurde da FAST immer nicht besonders freundlich behandelt. Oft waren die Reaktionen nicht fair. Ich kann verstehen, wenn ein Arzt es befremdlich findet wenn ich dort immer wieder aufschlage, kann aber nicht die Reaktion verstehen.
      In meiner Hilflosigkeit griff ich immer wieder zur Klinge.

      Nun ist folgendes passiert. Letztes Jahr im November wurde ich schwer krank. Die Prognose ist nicht besonders gut, es ist nicht heilbar. Dass ich noch hier bin, ist nicht selbstverständlich. Das seltsame ist, dass ich mich, seit dem ich diese Diagnose habe, kein mal mehr selbst verletzt habe. Ich räume gerade mein Leben auf. Entschuldige mich bei denen, den ich weh getan habe. Ich habe eine Patientenverfügung gemacht und eine Art "Testament". Ich habe meine Nichte gebeten, sich um meine Schildkröte zu kümmern wenn ich nicht mehr da bin, meine Eltern nehmen meinen Hund. Ich miste meine Wohnung aus, damit ich niemandem weh tue, sollte man zB meine Tagebücher finden. Vorsichtshalber habe ich sie weggeschmissen.
      Viele in meinem Freundeskreis wissen von meiner Krankheit. Oft machen wir "Witze" darüber, nehmen es mit Humor, so gut und so lange es geht. Viele fragen mich wie ich damit umgehen kann. Dann sage ich, gute Planung ist alles. Und, dass ich gar nicht so viel Angst habe -natürlich habe ich Angst. Aber ich glaube, meine Eltern und Geschwister und vielleicht auch Freunde haben mehr Angst als ich.

      Ich habe keine Ahnung, wieso ich von jetzt auf gleich mit dem SVV aufgehört habe. Ich habe das Gefühl, es nicht mehr zu brauchen. Ich finde das natürlich gut und meine Familie auch aber ich frage nicht, wo dieser Wandel herkommt.
      Habt Ihr eine Idee?
      :confused:
      Hallo

      naja direkt eine Idee nicht aber du weisst das du eine Krankheit ist und sie ist nicht heilbar. Vielleicht hast du "einfach" beschlossen das was dir den Rest des Lebens möglich schön zu gestalten und immer wieder zum Nähen aufzukreutzen fällt nicht darunter. Es gibt leute die ohne seelische Probleme die erfahren, dass sie nur noch ein Jahr zu leben haben oder so dann plötzlich Sachen machen die sie sonst nicht gemacht hätten (bungeesprung, weltreise sich eben einen Traum erfüllen) Bei dir ist das weniger extrem aber geht in die richtung - vieleicht? Sind nur meine Gedanken.
      Liebe Nelly,

      ich finde Junimonds Antwort auch recht sinnvoll und es scheint ja auch für dich Sinn zu geben.
      Ich möchte dir aber auch einfach sagen, dass es mir sehr Leid tut das zu lesen und dass mich das traurig macht. Umso mehr freut es mich, dass dich das SVV nicht noch zusätzlich belastet.
      Ich bewundere, wie du mit der Situation umgehst, wie du dich um alles kümmerst. Du bist da sehr fürsorglich deinen Lieben gegenüber. Vergiss dich aber bitte selbst nicht darüber. Was auch immer es für eine Krankheit ist: Ich hoffe und wünsche dir, dass die Symptome erträglich sind und du im Gegensatz zum SVV (was ich echt krass finde, was du erlebt hast...das sollte doch mittlerweile jeder Arzt kennen und gerade dann besonders sensibel sein!) gute und empathische medizinisches Personal um dich hast.

      Alles Liebe
      Fylgja
      Die einzige Moral, die man aus dieser Geschichte ziehen kann, ist die, dass man nie ein Q in eine Ligusterhecke werfen soll, aber unglücklicherweise gibt es Zeiten, da ist das nicht zu vermeiden.
      [D. Adams: Das Restaurant am Ende des Universums]
      Ja, Fylgja, ich versuche mich nicht zu vergessen. Eine meiner Freundinnen sagte neulich zu unserem Chef, der uns gerne mal scheucht und meint, ich müsse selber wissen,wann ich langsamer werden muss bei der Arbeit. "Das merkt Nelly aber nicht. Sie ist wie ein Windhund auf der Rennbahn. Dem kann man auch sagen, dass er aufhören soll zu laufen. Und er läuft trotzdem weiter".
      Seit dem bin ich der Windhund. Gut, dass die Kollegin aufpasst und den Windhund manchmal in die Box sperrt. Ich bin zu schwach um ständig bei der Arbeit zu rennen aber of merke ich es erst hinterher. Meine Lunge und mein Herz sind stark angegriffen, mein Blutbild auch.. Eins führt zum anderen.

      Für meine Freunde habe ich jedem einen Brief geschrieben. Das ganze in ein Tagebuch. Meine Schwester weiß wo es liegt. Nach meinem Tod soll es von denen gelesen werden, die darin vorkommen. Ein letzter Gruß .
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