Und jetzt Patentante ... ?

      Und jetzt Patentante ... ?

      Hallo ihr Lieben,
      wenn auch der eigentliche Anlass ein Grund zur Freude ist, so ist er doch für mich mit großen Bauchschmerzen verbunden.

      Eine gute Arbeitskollegin von mir, mit der ich auch privat ein bisschen Kontakt habe, ist Mama geworden, ein nettes Mädchen. Das war gestern Nacht, heute bekam ich von ihrem Mann eine entsprechende Nachricht. In dieser Nachricht sprach sie aber auch davon, dass sie mich gern als „Patentante“ für ihr Kind haben möchte. Das hatte sie sich wohl mit ihrem Mann schon eine Weile überlegt, mir aber nie irgendwelche Andeutungen gemacht. Und da beginnen der Stress und die Angst in mir.

      Nachdem ich diese Zeilen gelesen habe, musste ich mich erst mal hinsetzen und mich beruhigen. Der Gedanke, „Mitverantwortung für so einen kleinen Mensch“ zu tragen jagt mir einen Angstschauer nach dem nächsten über den Rücken. Hintergrund ist eben, dass inzwischen das Thema „Verantwortung für andere“ extrem negativ bei mir belegt ist.

      Eigentlich freut sich die Welt … nur ich habe Angstzustände.

      Ich weiß jetzt nicht, ob ich die Bitte „Patenschaft“ annehmen soll? Ich weiß eben gar nicht, ob ich überhaupt damit klar komme?
      Wie soll ich jetzt damit umgehen, bitte helft mir.

      Elfenspiegel
      Hallo Elfenspiegel

      Ich kann sehr gut verstehen warum du dir Sorgen und Gedanken machst, denn meine Schwester ist schwanger und im Juni werde ich dann Tante. Natürlich kenne ich deine Vorgeschichte und die Eltern natürlich nicht aber ich denke dass es den beiden eher darum geht dir ihr Vertrauen zu zeigen. Also eher dir diese Ehre zuteil werden zu lassen als wirklich groß Verantwortung abzugeben. Wenn das irgendwie logisch klingt. Natürlich ist es eine Verantwortung und es wäre vielleicht besser gewesen wenn sie dich vorgewarnt hätten. Ich denke wenn es dir zu groß Angst macht kannst du auch ablehnen?

      Vielleicht ein bisschen wirr was ich jetzt geschrieben hab...
      Liebe Grüße
      Flo
      Genau in dem Moment,
      als die Raupe dachte die Welt geht unter
      wurde sie zum Schmetterling

      Peter Banary
      Hallo Flo,

      ich hab jetzt erst mal telefonisch um Bedenkzeit gebeten, mit der Begründung, dass ich mich sehr berührt fühle für ihr Vertrauen, aber eben auch total überrascht bin. Ich hoffe, sie nimmt/sie nehmen mir das nicht übel. Ich möchte eben eine doch ganz gute kollegiale Beziehung nicht belasten.

      Ansonsten klingt die Situation banal, rührt aber bei mir an Grundkonflikten. In der Arbeit wissen aber nur 4 Leute davon (2 Chefs, 1 Betriebsrat und die Personalabteilung). Die direkten Kollegen/Innen wissen nur von einer mangelnden Stressbelastbarkeit. Dabei möchte ich es auch belassen.

      Deshalb ist es schwierig und wehtun möchte ich ihr/ihnen auch nicht mit einer Absage. Hab jetzt nur ein bisschen Zeit bis Montag gefunden, dann muss ich mich entscheiden und/oder eine akzeptable Begründung haben. Puuhh ...

      Danke … die Elfe
      Hallo du,

      ich glaube wie so oft hilft da Information und Kommunikation. Frag doch einfach mal, was die Eltern erwarten, was sie sich von einer Patentante wünschen. Du bist nicht für das Wohl und Wehe des Kindes zuständig, die Hauptverantwortung liegt bei den Eltern. Was tut denn eine Patentante? Als Kind für mich am wichtigsten: Geschenke :wink:
      Vielleicht mal ab und zu Babysitten. Das wird aber sicher noch dauern und bist dahin hast du die Kleine auch kennen gelernt. In ein paar Jahren vielleicht mal einen Ausflug machen, bei den Hausaufgaben helfen... Und je nach Beziehung und Kontakt dir mal anhören, wie blöd die Eltern sind, weil sie nicht ihre Lieblingssendung gucken darf. Oft ist man dabei bei wichtigen Dingen wie z.B. der Einschulung, auch bei Geburtstagen.

      Wenn es um eine Patenschaft im Sinne der christlichen Kirchen geht, dann gehört da auch dazu, christliche Werte zu vermitteln, das beginnt mit der Taufe und endet "offiziell" mit der Firmung bzw. Konfirmation. Spielt aber oft keine große Rolle, je nach dem, wie eng der Kontakt zur Kirche ist, welche Art von Glauben oder Religiösität die Eltern haben.

      Ich finde, und nimm mir das bitte nicht übel, du lädst das mit viel zu viel auf. Was du tragen wirst ist keine tägliche Verantwortung, wie Eltern es müssen. Ich verstehe es als Versprechen, dass da jemand ist, dem dieses Kind etwas bedeutet und als Beweis der Wertschätzung der Eltern dir gegenüber. Du wirst da reinwachsen, über die Jahre hinweg, in kleinen Dingen. Bis es für dich ganz normal ist. Und wäre das nicht eine wunderbare Möglichkeit, ab und an ein bisschen Verantwortung für andere zu üben? Welche konkreten Ängste hast du denn?

      Vielleicht schaffst du es, auch mal auf die positiven Aspekte zu schauen. Gibt es Dinge, die dir bei dem Gedanken an eine Patenschaft schön vorkommen? Sachen, auf die du dich freuen würdest?

      Liebe Grüße
      Fylgja
      Therapy only works when we have a genuine desire to know ourselves as we are. Not as we would like to be.

      ~ Hannibal, S2E9

      Hallo Fylgia,

      deine Grundidee nachzufragen – dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin. Ich muss zugeben, dass ein Teil meiner „Panik“ aus dem überraschenden Angebot herrührt. Ich tu mich schwer, mit unvorhersehbaren Dingen umzugehen. Je übersichtlicher die Ereignisse an mich herankommen, umso eher kann ich damit umgehen.

      Wenn es dann noch um „positive Aspekte“ wie Wertschätzung geht, tu ich mich extrem schwer.

      Mein eigenes Erleben mit meiner Patentante – sie war teilweise „Mutterersatz“ mit allen Aufgaben des Alltags. Ob sie es hätte machen müssen – wahrscheinlich nicht; aber sie hat es getan. Sie war meine „Zweitmama“. Dieses Bild kam auch sofort hoch, als ich die Nachricht von meiner Kollegin und ihrem Mann las. Wahrscheinlich hätte ich leichter damit umgehen können, wenn es nicht so aus „heiterem Himmel“ gekommen wäre.

      Das mit dem „Zu sehr aufladen“ muss ich erst mal auf mich wirken lassen; aber wahrscheinlich ist das das Problem. Ergebnis: alles halb so wichtig nehmen – oder habe ich das falsch verstanden?

      Und
      Und wäre das nicht eine wunderbare Möglichkeit, ab und an ein bisschen Verantwortung für andere zu üben?


      Ich habe jetzt eine ganze Weile dazu überlegt, was ich dazu schreibe/antworte/frage. Jetzt fällt mir dein Hinweis (siehe oben) ein – fragen. Was möchtest du mir damit sagen?

      Positive Assoziationen zum Thema - im Moment…???

      Ich werde deinen ersten Gedanken umsetzen: Vorstellungen/Erwartungen nachfragen … und dann für mich entscheiden.

      Lieben Dank Elfenspiegel
      Liebe Elfenspiegel,

      die Situation mit deiner eigenen Patentante hat dich sicher sehr geprägt. Aber es wird immer deine Entscheidung sein, wann du wie viel Verantwortung wofür übernimmst und wann nicht. Je nach Energie und immer unter Berücksichtigung eigener Stabilität.

      Elfenspiegel schrieb:

      Das mit dem „Zu sehr aufladen“ muss ich erst mal auf mich wirken lassen; aber wahrscheinlich ist das das Problem. Ergebnis: alles halb so wichtig nehmen – oder habe ich das falsch verstanden?
      Ja, im Prinzip ist das richtig. Ich meine damit allerdings nicht, dass du deine Ängste nicht ernst nehmen sollst, sondern nicht zu viel auf die Patenschaft zu projizieren. Es kommt mir so vor, als hättest du das Gefühl, die Last der Verantwortung für ein ganzes Leben zu tragen. Das tust du nicht. Du gibst so viel, wie du kannst und willst. Da wird dir das Gespräch mit den Eltern sicher auch bisschen Klarheit bringen. Und aufzuladen auch im Sinne von: Als müsstest du jetzt sofort tausend Dinge tun. Nein, musst du nicht (müssen tust du ohnehin nichts). Du hast keine Liste, die es abzuhaken gilt, keine Position, die du so und so auszufüllen hast. Das ist alles offen und frei und vieles findet sich dann einfach.

      Zu den positiven Assoziationen mal eine kleine Idee: Du schreibst hier doch viele Geschichten. Ich hab da sofort das innere Bild, wie du einem kleinen Mädchen ein Märchen vorliest, eine Geschichte erfindest...sowas meinte ich.

      Elfenspiegel schrieb:

      Ich habe jetzt eine ganze Weile dazu überlegt, was ich dazu schreibe/antworte/frage. Jetzt fällt mir dein Hinweis (siehe oben) ein – fragen. Was möchtest du mir damit sagen?
      Das ganze, so angstbesetzt es auch ist, auch als Chance zu sehen, dich selbst weiterzuentwickeln, in dir zu reifen. Auch wenn das in einem solchen gefühlschaotischen Moment sicher schwer ist, kann es doch helfen, zu überlegen, wie man ein Thema auch anders sehen könnte. Ist nur ein persönliches Ding, das mir hilft, deswegen wollte ich das teilen, dieses Wissen, dass ich Dinge immer auch anders denken, bewerten, fühlen kann. Auch wenn es Übung und Kraft und oft Tränen kostet. Ich kanns nicht besser ausdrücken im Moment, sorry.

      Liebe Grüße
      Fylgja
      Therapy only works when we have a genuine desire to know ourselves as we are. Not as we would like to be.

      ~ Hannibal, S2E9

      hallo,
      ich kann gut nachvollziehen, dass dich so eine überraschende Anfrage ziemlich durcheinanderwürfelt. Noch dazu, wenn es dann an ein schwieriges Thema bei Dir rührt. Jetzt ist ja schon ein wenig Zeit vergangen, und vielleicht konnte sich auch ein bisschen die erste Aufregung legen?

      Ich weiß ja nicht, wie nahe du deiner Arbeitskollegin stehst, aber nachfragen halte ich auch für das Beste. Vielleicht kannst Du auch ein klein wenig deine Befürchtungen (gibt es da überhaupt was konkretes oder ist es nur eine schwammige Panik mit dem Oberbegriff Veranwortung verknüpft?) ansprechen bzw. für Dich überlegen, wo Du da deine Grenzen ziehen würdest, was für dich machbar ist und wo es deine Belastbarkeit übersteigt. Ich glaube, das könnte Dir Sicherheit geben.

      Ich könnte mir vorstellen, dass da gar nicht so viel von Dir erwartet wird, wie Du aufgrund deiner Vorgeschichte damit verbindest. Ich glaube nicht, dass es in der Praxis deine Hauptaufgabe sein wird, Verantwortung für dieses Kind zu übernehmen.
      In der Hauptsache tragen die Eltern die Verantwortung, als Patentante hat man im Normalfall eine viel dankbarere Rolle. Man kann sich quasi voll und ganz auf die schönen Seiten der Beziehung zum Kind konzentrieren, schöne Dinge gemeinsam unternehmen, bei wichtigen Anlässen dabei sein, sich die Sorgen und Nöte des Kindes aus einer neutraleren Position als zb die Eltern anhören und somit vor allem ein paar Jahre später auch eine wichtige Bezugsperson sein.
      Wichtig für Kinder ist glaub ich vor allen Dingen, dass sie spüren, dass jemand für sie da ist , sich mit ihnen beschäftigt und ihnen zuhört und Zuneigung schenkt.

      Ich glaube, wenn Du die Aufmerksamkeit weg von dem belastenden Thema Verantwortung hin zu der Freude, die so ein Patenkind bringen kann , lenken kannst, ist das viel besser. Das ist zwar auch dabei, aber bei weitem nicht in der Größenordnung, wie deine Angst es dir suggerieren will, glaub ich.

      Sonst, lass Dich überraschen, was so ein kleines Wesen alles in einem bewirken kann! Ich bin auch erst vor ein paar Monaten Tante geworden und ich hätte mir nie träumen lassen, was für ein wundervolles Geschenk das ist, bevor ich ihn das erste Mal sah und in den Armen hielt! Meinem Bruder geht es ganz genauso. Er wollte bis vor kurzem eigentlich nie kinder, hatte Angst, kein guter Vater zu sein, ihn in eine schreckliche Welt zu setzen, und ist jetzt ganz und gar verwandelt und davon selbst überrascht! Ich könnte mir keinen liebevolleren, verantwortungsvolleren und gleichzeitig glücklicheren Vater denken!

      Es ist ein Wunder. und wir dürfen hautnah dabei sein. Das ist ein großes Geschenk finde ich.
      Vielleicht ist alles Schreckliche im tiefsten Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will."
      ..."vielleicht würden wir dann unsere Traurigkeiten mit größerem Vertrauen ertragen als unsere Freuden. Denn sie sind die Augenblicke, da etwas Neues in uns eingetreten ist...." (Rilke)
      Die Ursache bin ich selbst! (Thomas Bernhard) :thumbsup:

      DER KRIEG IST VORBEI! (meine exsupervisorin)
      So ihr Lieben,

      nochmals vielen Dank für eure positiven Denkanstöße. Langsam bin ich wieder auf Normalpegel angelangt, die Angst ist gewichen. Habe den Nachmittag zu Hause gesessen und mit Hilfe meines Schatzes mir eine Strategie überlegt. So habe ich einen Ablauf vor mir, an dem ich mich langhangeln kann – und der große Stress bleibt hoffentlich draußen.

      Kleine Aufregung ist erlaubt, ist ja für die jungen Eltern ein Riesenmoment.

      Werde morgen nach der Arbeit schnell in die Stadt, eine Kleinigkeit und ein paar Blümchen besorgen; Kleinigkeit deswegen weil ich einem Sammelgeschenk der Kollegen/Innen nicht vorgreifen möchte. Das fänd ich doof. Danach werde ich sie besuchen, und mich vorsichtig an das kleine Gör herantasten. Mal sehen, wie sich das für mich anfühlt. Hauptsache ich muss das Kind nicht gleich auf den Arm nehmen – Vorsicht Elfe – Stresspegel steigt schon wieder.

      Dann werde ich mich für die Wertschätzung bedanken, aber auch gleichzeitig betonen, dass mich das plötzliche Angebot total umgehauen hat. Ich hoffe ich muss nicht zu viel erklären (möchte ich nämlich äußerst ungern). Als Notausrede hab ich mir den Satz zurechtgelegt, dass ich mich mit der Patenschaft einfach auch überfordert fühle, weil ich eben Sorge habe, dass sie zu viel von mir erwarten.

      Und dann ... mal sehen und hoffen.

      Da steckt auch für mich dahinter, dass ich Lob, Wertschätzung oder Ähnliches überhaupt nicht annehmen kann – ein weiteres Arbeitsgebiet meinerseits. ;(

      Drückt mir die Daumen, dass es gut geht.
      lg Elfenspiegel
      Komme gerade von meiner Kollegin - die Eindrücke sind noch ganz stark. Bevor ich jetzt was anderes anfange, kurz wie es gelaufen ist. Nach euren zahlreichen positiven und mutmachenden Zusprüchen ...

      Den geplanten Ablauf hab ich euch ja geschildert. Es lief auch ungefähr so ab.

      Als meine Kollegin auf mein Klingeln hin die Tür öffnete, empfing sie mich mit dem kleinen Erdwurm auf dem Arm. Ich habe sofort gebeten, dass ich sie nicht gleich auf den Arm nehmen müsse. Sie schaute zwar etwas verdutzt, hat es aber akzeptiert. Haben uns dann ins Wohnzimmer gesetzt und geplaudert. Sie hat mir erst mal viele Details des Ablaufs vor der Geburt und dann der Geburt erzählt, bis sich dann auch ihr Mann zu uns setzte.

      Gemeinsam hielten sie abwechselnd die Kleine auf dem Arm bis sie dann nochmals fragten, ob ich nicht auch mal die Kleine ein bisschen halten wolle. Ich habe das verneint – was blieb mir da übrig, als dann die Katze aus dem Sack zu lassen. Sie staunten nicht schlecht, als ich ihnen von meinem Unwohlsein und meinen Befürchtungen bzgl. Patentante und Erwartungen erzählte.

      Ihr hattet übrigens recht mit der Wertschätzung. Leider musste ich ihnen dazu sagen, dass ich gar nicht damit umgehen kann, was sie einfach nicht glauben wollten. Sie kennen meine Geschichte nicht.

      Ich hab ihnen dann auch erzählt, dass ich sogar ein paar Bekannte um Meinungen und Ratschläge nachgefragt habe (ich mein euch). Ich glaube, das „Gesamtpaket“ hat ihnen gezeigt, dass ich große Schwierigkeiten mit dem Thema „Patentante“ habe. Sie beteuerten, dass sie mich auf gar keinen Fall zu etwas zwingen oder überreden wollten … aber es wäre ihnen eben ein großer Wunsch und eine große Freude, wenn ich Patentante für die Kleine wäre. Meine Kollegin ergänzte dabei noch, dass sie gerade mein ruhige und besonnene Art des Denkens und Handelns für eine sehr tolle menschliche Eigenschaft hielte, und eben auch deshalb sie sich mich als Patentante wünschen würde.

      Gefühlt wäre ich am liebsten im Boden versunken.

      Wir sind jetzt so verblieben, dass ich sie und die Kleine noch einige Male besuchen solle, bevor ich mich endgültig entschiede. Mit dieser Zwischenlösung habe ich mich einverstanden erklärt. Ich weiß, ich habe versagt.

      Elfenspiegel

      P.S. Meine Arbeitskollegin und ihr Mann sind wirklich nette Leute, auch die Kleine ist niedlich, nur mein Bauchgrummeln ist unverändert. Wenn ich mir nochmals eure Zeilen vor Augen halte, so befürchte ich doch ganz stark, dass ich "meine Probleme/Ängste und meine Geschichte auf die Kleine projiziere." ???
      Hallo ihr Lieben, auch wenn's mir im Moment schwer fällt - Update vom Sonntag

      Heute waren meine Kollegin und ihre „Jungfamilie“ zum Kaffeetrinken da. Sie wollten einen ersten Spaziergang mit Kind wagen und hatten sich im Anschluss bei mir zum Kaffee angekündigt.

      Haben nett geplauscht und „mein Mann“ fand die Kleine auch sehr nett. Aber dass wollt ihr wahrscheinlich gar nicht wissen. Auf den Arm genommen hab ich sie wieder nicht – krieg ich irgendwie nicht hin. Ich habe Angst, dass ich bei so einem kleinen Wesen etwas kaputt machen könnte. Meine Kollegin verneinte dies zwar intensiv, aber ich hab’s halt nicht hingekriegt.

      Als neue Botschaft eröffneten sie mir dann, dass sie sich aufgrund meiner „Probleme“ überlegt hätten, eine andere Patentante zu wählen. Sie haben sie auch schon gefragt und sie hat „Ja“ gesagt. Sie fanden es sehr schade, dass ich solche Probleme hätte, und dass sie das eben wegen der Wertschätzung sich gewünscht hätten, aber dass sie mich eben auch nicht überreden wollten. Somit hätten sie halt jetzt weiter überlegt und eine andere Patentante gefunden.

      Schluck - Ok.

      Das eine ist ja, dass man gegen die eigene Beklemmung ankämpft und sich wünscht, dass man sich überwinden kann. So ist jetzt die Entscheidung gefallen – es ergibt sich also kein Annähern und Probieren mehr.
      Wahrscheinlich ist es so das Beste.

      Meine Gefühle dazu, in mir und über mich, mag ich hier jetzt nicht mehr schildern.

      Danke für eure großen Mühen
      lg Elfenspiegel