Nachbar macht mich fertig

      Nachbar macht mich fertig

      Hey, das hat jetzt nur bedingt was mit SVV zu tun. Macht mir eben einen irrsinnigen Druck, von daher also schon.
      Folgende Situation: Ich habe einen Hund, mein Nachbar auch. Mein Hund bellt ihn immer laut an. Mehr nicht. Ich habe meinen Hund an der kurzen Leine, er kann dem Nachbarn also nichts tun. Jetzt bepöbelt der mich die ganze Zeit, dass er die Polizei und das Ordnungsamt ruft, weil mein Hund so aggressiv sei. By the way, es ist ein Behindertenbegleithund.... Nun behauptet er, mein Hund hätte ständig gebissen. Ich wollte wissen, WEN er denn gebissen haben soll. Da kommt der auf mich zu, bepöbelt mich und wählt die 110. Ob er wirklich gewählt hat, weiß ich nicht. Seine Olle macht auch mit. Ich habe schon richtig Angst vor denen. Trau mich kaum durchs Treppenhaus zu gehen. Wegen solchen Leuten denke ich ans S..
      Was soll ich nur tun? Gesprächsbereit sind die nicht. :confused:
      Hey,
      oh je, das kann ich mir vorstellen, dass dich diese Situation unter Druck setzt.

      Also, wenn er solche Sachen behauptet, dass dein Hund bissig sei, muss er auch dafür Beweise bringen können, und das kann er nicht. Oder ist es schonmal vorgekommen? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die Polizei & Ordnungsamt ihn ernst nehmen würde.

      Bellt dein Hund denn auch sonst z.B. in deiner Wohnung oder nur dann wenn er ihn sieht? (Ich bin mir nicht sicher, ob er sich dann über Ruhestörung beschweren könnte)

      Liebe Grüße, Kasmodiah

      Nee, sie bellt nur wenn sie ihn sieht oder er an unserer Wohnung vorbei geht. Und dann auch nur kurz. Aber wenn sie ihn sieht, dann legt sie los. Ich wechsle immer die Straßenseite, bzw gehe nicht ins Treppenhaus wenn er da ist. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden. Und dann bringt der Typ solche Dinger. Ich verstehe ihn echt nicht. Wenn sie jetzt die ganze Zeit in der Wohnung bellen würde, würde mich das auch nerven. Aber länger als 1 Minute bestimmt nicht. Und alleine ist sie nie, denn als Behindertenbegleithund habe ich sie immer bei mir.
      Hallo,
      Wie verhälst du dich denn als Rudelführerin , wenn deine Hündin den Nachbarn anbellt?
      Klar kann es sein, dass sie ihn nicht mag, und das ist für dich auch gut zu wissen (wenn mein (Führ)Hund jemandem gegenüber sehr zurückhaltend ist, hat er meistens einen guten Grund), aber trotzdem sollte gerade ein Assistenzhund ( im Dienst) keine anderen Personen anbellen! Dafür musst du als Halterin sorgen.
      Stell dir mal vor, er macht das in einer Arztpraxis - Assistenzhund hin oder her, dann hätte ich vollstes Verständnis dafür, dass man euch dann dort lieber nicht mehr sehen will - und dann eben leider auch keine anderen Menschen mit Assistenzhund...
      Hi,
      sie hat bisher mitniemandem Probleme gehabt. Ich nehme sie ja auch überall mit hin. Nur bei ihm ist sie so. Aber er bepöbelt mich ja auch ständig. Ich bin mal von einer fremden Frau angegriffen worden, selbst da hat meine Hündin nichts gemacht. Hat sie doch gelernt, dass sie andere Menschen an mich ran lassen muss, wenn ich krampfe. Um so seltsamer finde ich es ja. Ich finde schon, dass sie bellen darf, Behindertenbegleithund hin oder her, sie ist ein Hund.
      Hallo Nelly Rubina,

      ich hatte auch mal eine Hündin - 17Jahre lang. Die war auch eine freidliche - zumindest bei der Allgemeinheit. Es gab aber auch andere Hunde, die sie nicht ausstehen konnte, so dass - wenn wir selbst im Auto an dem Hund verbeifuhren - unsere Hündin einen Mörderaufstand gemacht hat. Sozusagen wahrscheinlich Hassliebe. Bei Menschen war sie sehr zurückhaltend. Als jedoch mal ein Studienkollege mich zu vertraut in den Arm nehmen wollte, hat sie geknurrt. Das war's - der Kollege hat es verstanden und mich losgelassen. Ich glaube, sie hat mein Unwohlsein in dieser Situation gespürt.

      Ich vermute daher, dass auch deine Begleithündin dein Unwohlsein in dieser Situation und gegenüber diesem Nachbarn spürt und (vielleicht eben genau ) deshalb reagiert, um dich zu schützen.

      Vielleicht solltest du dich mal gedanklich auf eine solche Sitaution vorbereiten, so dass du absolut cool und ruhig reagieren kannst. Und dir auch ein paar mögliche gelassene Erwiderungen überlegen und "lernen". Wenn es dann wieder zu solch einer Sitaution kommt, wäre es sicher für dich sehr hilfreich, genau zu erkennen, was er macht und sagt und wie er reagiert.

      Wenn er wirklich in irgendeiner Weise provoziert, hättest du dann die Möglichkeit, dir ein solches Verhalten zu verbieten - aber eben cool und gelassen. Wenn dann noch zufällig andere Nachbarn oder Mitbewohner eures Hauses da wären, wäre das natürlich wie ein Sahnehäubchen für dich. Du würdest nämlich den Spieß umdrehen und ihm klar zeigen, dass er keinerlei "Macht" über dich hat.

      Ich weiß, klingt leichter als umgesetzt; aber so zeigst du ihm, was ein Haken ist. Nur solltest du deinerseits nicht das Pendel in die Gegenreaktion pendeln lassen, wenn du verstehst, was ich meine. Vorbereitet sein und dann cool und gelassen durchziehen. Dann merkt auch dein Hund, dass du cool bist und reagiert dann ebenfalls mit "lmaA".

      Was war denn der Anfang eurer "Begegnung"? Gab es diese Spannungen von Anfang an? Liegt da irgendwo ein/der Hase im Pfeffer?

      lg Elfenspiegel
      Ja, das war von Anfang an so mit ihm. Ich habe immer freundlich gegrüßt, er hat den Kopf geschüttelt. Er motzt jeden an, zB den Paketboten, wenn dieser fragt, ob er ein Paket annehmen könne. Ich habe schon so oft welche für ihn angenommen....
      Ich glaube, ich werde weiterhin freundlich grüßen und Pakete annehmen, den Rest werde ich ignorieren. Klingt einfach aber mir wird jedes Mal Angst und Bange wenn ich ihn nur sehe oder höre. Jedes Mal wenn ich meine Whg verlasse habe ich Angst ihm zu begegnen. Das schränkt echt ein.
      Hallo Nelly ...,
      dass du dich nicht wohl in solch einer Situation fühlst, kann ich voll nachempfinden. Wenn es dir notwendig erscheint, könntest du z.B. beim Mieterverein nachfragen, welche Konsequenzen mieterrechtlich dich überhaupt berühren könnten. Am besten mit Mietvertrag dabei, dann können die rüberschauen und dir Tipss geben. Die Begegnung mit deinem Nachbarn können sie dir nicht ersparen.
      Vielleicht gibt es in deinem Wohnort auch eine kostenlose Rechtsberatung, so dass du dir dort Rat und Hilfe suchen könntest.
      Ansonsten ist es genau der Satz, den ich oben meinte
      Klingt einfach aber mir wird jedes Mal Angst und Bange wenn ich ihn nur sehe oder höre. Jedes Mal wenn ich meine Whg verlasse habe ich Angst ihm zu begegnen. Das schränkt echt ein.

      Damit gibst du ihm Macht über dich. Vielleicht (wenn du therapeutische Ansprechmöglichkeiten hast) könntest du mal schauen, ob es nicht genau für solche Begegnungen Tipps zum Umgang damit gibt, dir zur Stärkung und Unterstützung. Manchmal hilft es einfach auch, "kackfrech" am Anderen vorbei zu gehen und bis auf ein "Guten Tag" einfach alles Weitere zu ignorieren. ;)

      Kannst ja deiner Hündin in solch einer Begenung mal sagen:"der schmeckt nicht." (Achtung! War jetzt ein Scherz!!) :D

      Besser ist sicher: je mehr du Selbstbewusstsein zeigst (auch wenn es nur gespielt ist - egal), um so eher wird er merken, dass er nicht so mit dir umspringen kann. Und noch eins: manche Leute sind als Miesmacher geboren - dagegen gibt es auch keine Medizin. Nicht hilfreich, aber vielleicht ein bisschen tröstlich.

      lg Elfenspiegel

      P.s. Vor einem Brief brauchst du auch keine Angst haben; dafür gibt es Rechtsberatungen.
      Danke erstmal für die Antworten. Die Situation wird bald unerträglich. Jetzt erzählen die allen Leuten, meine Hündin hätte einen anderen Nachbarn gebissen! Das stimmt nicht! Ich Wechsel jedes Mal die Straßenseite. Wie will sie denn da gebissen worden sein?? Außerdem ist die Nachbarin, in deren Nähe ich nicht mal kam, schon lange weggezogen. Und nun labern sie nur scheiße. Wie kann man nur so lügen? Geil ist auch, dass sie erzählen, sie hätten Angst, dass mein Hund während der Fahrt aus dem Auto springt um sie, wie sie sagen, anzugreifen. Aus nem fahrenden Auto, ist klar....
      Dann schau doch mal nach einer Rechtsberatung. Dort kannst du sicher Hinweise bekommen, wie du z.B. auch rechtlich dagegen vorgehen kannst. Ob du das möchtest, weiß ich nicht (wohl eher nicht?)
      Andererseits, wenn ich solche Stories lese oder höre, würde ich als Zuhörerin eher grinsen als sie für wahr nehmen. Aber andere mögen da anders reagieren.

      Ich denke da übrigens eher auch an Unterlassungsklage / Verleumdungsklage. Ist nur mit Aufwand und Stress für dich verbunden. Ob es dein gegenüber "Beruhigt, weiss ich nicht."

      Vielleicht solltest du dir ein Leckerli für ihren Hund einstecken. Aber das könnte dann als "Bestechungsversuch" oder sogar "Vergiftungsversuch" uminterpretiert werden.

      Entschuldige bitte, ich kann nachvollziehen, dass du dich überhaupt nicht wohl fühlst. Aber ich habe auch nicht den Eindruck, dass sie ansonsten klein beigeben werden. Vielleicht kannst du solche Schritte auch mal anderweitig an- und durchsprechen, so dass du auch noch eine andere Meinung liest oder hörst.

      Versuch trotz allem gelassen zu bleiben.
      lg Elfenspiegel
      Hey du,

      was ist mit Flucht nach vorne? Einfach mit deinem Hund zu den anderen Nachbarn gehen und sagen, dass du mitbekommen hättest, dass es wohl Sorgen gibt, sie/er sei bissig und einfach dich/euch mal kurz vorstellen willst? Kannst dann sowas sagen wie "Er ist ja mein Assistenzhund, das heißt er hilft mir bei xy, da ist er extra dafür ausgebildet worden, wo er gelernt hat dass blablablubb."
      Leute reden ja oft mehr, je weniger sie wissen. Ich weiß, das fordert Mut und Kraft, aber die andern Nachbarn auf "deine Seite" zu bringen scheint mir nen guter Weg. Zumindest ist es ein Versuch der Deeskalation im Gegensatz zu rechtlichen Maßnahmen.
      Krass wäre natürlich ein offenes Gespräch mit dem betreffenden Nachbarn. Zu Ostern nen Schokohasen vorbeibringen, sagen, dass es da wohl einige Missverständnisse gab in letzter Zeit und es dir wichtig ist, dass man eine gute Nachbarschaft hat oder so. Kann ich nicht einschätzen, wie du ihn beschreibst klingt das nicht so erfolgversprechend, aber dann hast du zumindest alles richtig gemacht (kann dir auch später helfen, wenn es zu weiteren Konflikten kommen sollte, weil du dann diejenige warst, die sich um Verständigung bemüht hat).

      Lieber Grüße
      Fylgja
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