Angst vor Rückfall - zu alt für den Mist!

      Angst vor Rückfall - zu alt für den Mist!

      Hallo, ich war seit vielen Jahren nicht mehr online weil das Forum mich runtergezogen hat... in der Zwischenzeit habe ich ein Kind bekommen und mich beruflich manifestiert, eine Trennung durchgemacht usw. Eigentlich läuft alles seit Jahren, ich hab mich im Griff und keine schwerwiegenden Probleme außer dem alltäglichen Kram. Jetzt hab ich beruflich ziemlich viel Stress, einfach sehr viel um die Ohren und denke seit ein paar Tagen unablässig daran, mir weh zu tun...
      Hallo Soluna,

      mein Trick dagegen mich vom Forum herunterziehen zu lassen ist, ich schreibe immer erst etwas in einem der Schöne Momente Threads . Bin wohl deshalb dort auch etwas überrepräsentiert, aber es hilft mir wieder zu positiven Gedanken zu finden.
      WAs ich mich frage: Das klingt ja so als hättest du es echt super im Griff! Inwieweit kannst du die Ressourcen, die du vlt bei einer Trennung aktiviert hast, vllt auch jetzt wieder aktivieren?
      Hallo du,

      nur ganz kurz von mir: Ich hab den Eindruck, dass du in letzter Zeit negative Gefühle oder Situationen herunterspielst und nicht ernst nimmst und daher der Druck plötzlich wieder massiv da ist. So ein Warnsignal von dir an dich. Kann das sein? Zum einen wirkt der Titel deines Threads "zu alt für den Mist" auf mich so, als würdest du sagen wollen: "Das ist ja ein Problem, das ich als erwachsener Mensch nicht haben kann/darf". Aber es ist halt nunmal da. Und die Probleme mit Selbstverl*tz*ng und dem Druck sind altersunabhängig, auch wenn zugegebener Maßen sicher mehr jüngere Leute als ältere das haben (naja, mehr so ein Eindruck aus dem Forum hier, vielleicht suchen sich Leute anderer Altersgruppen auch eher anderswo Hilfe).
      Und zum anderen klingst du so "Es läuft doch alles gut/normal, es gibt keinen Grund, dass es mir schlecht geht, es darf mir nicht schlecht gehen". Geht es dir aber offensichtlich. Und dafür braucht es auch keinen "offensichtlichen" Grund. Da sind vielleicht einfach noch alte, destruktive Bewältigungsmuster, die jetzt wieder hochkommen. Gründe kann es viele geben. Der Stress, dann vielleicht auch noch die NAchwehen der Trennung, evtl. auch Sorgen um dein Kind (ich hab keine Ahnung, ich stell es mir immer sehr anstrengend vor, allein wegen der Verantwortung usw. Aber ich hab wirklich keine Erfahrung damit). Manchmal kommen Dinge auch wieder hoch, weil sie noch bearbeitet werden wollen etc. pp.

      Mein Rat wäre daher: Ernst nehmen, wie es dir geht. Erstmal akzeptieren, dass da gerade wieder der belastende Druck ist. Das ist nichts, was nicht sein darf, nichts, wofür du dich selber auch noch kritisieren solltest. Und dann vielleicht mal näher hingucken, ob du rausfinden kannst, woher das genau kommt. Vielleicht summiert sich alles gerade? Welche Möglichkeiten hast du, die, wie du sie nennst, alltäglichen Probleme und den beruflichen Stress zu reduzieren? Bei welchen Dingen kannst du dir Hilfe holen oder einfach mal sagen xy mache ich nicht auch noch? Nicht böse gemeint, aber: Wie unalltäglich muss denn ein Problem eigentlich sein, dass es eines sein darf, das einen belasted?

      Vielleicht liege ich auch vollkommen daneben, wollt dir nur kurz meine Eindrücke schildern.

      Liebe Grüße
      Fylgja
      Therapy only works when we have a genuine desire to know ourselves as we are. Not as we would like to be.

      ~ Hannibal, S2E9

      Vielen Dank für eure Antworten! Ja, ich habe vieles im Griff und ja, ich verliere ganz langsam die Kontrolle darüber... Angst habe ich davor, mir Hilfe zu holen. Aus dem Bekanntenkreis - weil ich funktionieren will. Psychotherapie - weil ich eigentlich keine Zeit dafür habe. Jugendamt - weil ich nicht möchte, dass es falsch ausgelegt wird. Dann wähle ich lieber den kleinen Exzess als ein großes Ganzes daraus zu machen...