WG mit Freundin

      Danke schön für deine Antwort.

      Obwohl der Druck von außen kam, war es ja auch selbstschutz für mich. Wahrscheinlich wäre ich mit dran zugrunde gegangen wobei diese Gefahr ja immer noch besteht. Zumal meine Wohnung eh zu klein ist für 2 auf Dauer egal mit wem.
      Und trotzdem ist es ein komisches ungutes Gefühl. Und es wird auch komisch sein wieder alleine in meiner Wohnung zu sein/zu schlafen. Nein ich habe kein Problem alleine zu schlafen (mache ich ja in der Uni immer)

      Eigentlich hat sich ja nichts geändert außer das meine Freundin ein paar Wochen früher ausgezogen ist als geplant. Ich meine wir waren ja auch befreunt als sie mit ihren damaligen Freund zusammen gewohnt hat und jetzt zieht sie eben mit ihrem jetztigen Freund zusammen.

      Aber vielleict auch nicht so wichtig, denn jetzt ist sie gerade (oder war gestern) sehr sauer auf mich und hat mir viele Dinge an Kopf geschmissen,
      Hallo Junimond,

      da kann ich mich Elfenspiegel in allem nur anschließen. Die Entscheidung, dass sie ausziehen musste, hast ja nicht du zu verantworten, sondern die Haus-/Wohnverwaltung, wenn ich das richtig verstanden habe?
      Zudem finde ich ehrlich gesagt es auch ziemlich krass, was sie alles sich geleistet hat- psychische Probleme hin oder her. (Sicherlich nicht mit "Absicht", aber wenn Dinge so schief laufen wie es bei ihr der Fall war, muss man sich dringend Hilfe suchen)
      Sie hat dich nicht nur in ihre Schwierigkeiten rein gezogen, sondern dir noch zusätzliche Probleme bereitet (wie die Sache mit der Wohnungstür). Und jetzt ist sie sauer auf dich 8| obwohl du ihr xmal geholfen hast, wo andere sie längst hätten fallen lassen!
      Sicherlich weißt du das schon, aber ich wollte es nochmal betonen: du bist für ihre Probleme und Problemlösungen nicht verantwortlich. Sondern nur sie selbst. (Diese Erkenntnis habe ich auch erst lernen müssen...)
      Und Selbstschutz ist zu 100 % eine richtige und wichtige Entscheidung, die man guten Gewissens treffen darf.
      Ich wünsche ihr und vor allem dir viel Kraft und Zuversicht.

      Liebe Grüße, Kasmodiah

      Hallo

      Danke für die Antwort. Ich bin seit Freitagabend wieder Zuhause. Es ist zwar nicht wirklich was passiert, aber meine Freundin (die in der Klinik ist) ziemlich schlecht. Sie ist mit gegenüber nicht aggressiv aber sie weint eben viel und ich möchte am liebsten wieder gehen. Meine Freundin hatte sich vorübergehend vom Freund getrennt und in der zeit überlegt in eine betreute WG zu ziehen (was ich nach wie vor für die beste Lösung halten) aber die sind jetzt wieder zusammen und suchen weiter Wohungen. Es könnte mir egal sein, denn sie wohnt ja nicht bei mir. Aber ich bin mir einfach sicher, dass die Beziehung nicht auf Dauer halten wird (auch wenn ich es den beiden wünsche)
      Immerhin waren wir bei der Polizei und haben eine Anzeige gemacht und sie hat einen Beratungshilfeschein bekommen und wir haben Termin beim Anwalt, denn ich möchte immer noch mein Geld zurück vom Schlüsseldienst.

      Aber ich bin eben immer noch am überlegen ob ich mich nicht doch versetzten lasse bevor meine Ausbildung vorbei ist. Ich möchte hier einfach nicht mehr sein und ich weis das in meinem Fall auch gehen würde. Es wäre einfacher gewesen, wenn ich gewusst sie ist gut versorgt (also betreute WG) Aber trotzdem ich gebe hier einfach auch eine Menge auf was mir im Laufe der Jahre wichtig geworden ist und mir auch gut tut
      Hallo

      Ich denke ich kann ein letztes Update machen. Gestern ist meine Freundin entlassen worden und in WG ganz oben in Norddeutschland, mind 2 Autostuden und 4 Zugstunden entfernt. Sehen vorher wollte sie mich nicht mehr (ich wäre dagewesen), weil es ihr zuviel Abschied war. Zurückommen in meine Heimatstadt wird sie nicht mehr.

      Ich muss jetzt nicht mehr überlgen ob ich mich versetzten lasse innerhalb meiner Ausbildung (es eh schwierig gewesen wäre). Wenn ich fertig bin entscheidet eh die Bundeswehr wo ich hinkomme. Ich weis, das es gut so wie es ist und trotzdem vermisse ich sie und werde sie noch viel mehr vermissen wenn ich für die Praxiszeit zurückkomme, denn dann ist niemand mehr da. Ich wusste nicht, das "etwas was gut ist" sich so schlecht anfühlen kann. Ich meine wir hatten auch schönen Zeiten gemeinsam, ob das natürlich die schlechten und grenzüberschreitenden Sachen aufwiegt steht auf einen anderen Blatt. Es zumindest von meiner Seite immer noch freundschaftliche Gefühle da, aber ich weis auch das ich nicht zurück gekonnt hätte, wenn sie noch dagewesen wäre. Jetzt werde ich im Sommer 4 Monate zeit haben um zu überlegen ob ich in meiner Heimatstadt bleiben möcte (Wünsche äußern darf ich ja) oder ob ich wenn ich fertig bin in einer anderen Stadt einen Neuanfang mache.
      Hallo,
      ich finde es sehr verständlich, dass sich das nicht gut anfühlt, immerhin ist es eine lange Freundschaft und es gab wohl auch nicht wirklich die Möglichkeit, sich zu verabschieden oder eine Art zumindest vorübergehenden Abschluss zu finden. Manchmal, ja sogar relativ oft, wie ich finde, fühlen sich rational "richtige" und gute Entscheidungen trotzdem schlecht an, die Gefühle lassen sich vom Verstand nicht alles diktieren.
      Habt ihr denn über Internet und Telefon noch Kontakt oder ist da jetzt komplett Funkstille? Vielleicht hilft es Dir auch, einen Brief zu schreiben, in dem Du all Deine ambivalenten Gefühle schilderst, Du musst ihn ja nicht abschicken, aber mir hilft es oft, zumindest ein Stück weit Distanz zu einer Sache zu kriegen, wenn ich einfach aufschreibe was da noch so da ist. Dann ist auch wieder ein bisschen Platz und Freiheit für Neues. und es ist doch auch ok, traurig über so einen Abschied zu sein, das finde ich auch wichtig. Dass man sich das selbst auch erlaubt, dass man auch traurig ist darüber. Wenn ich sowas versuche zu "überspringen" weil mir der Verstand sagt, es dürfte eigentlich nicht so sein, hält mich das meist nur in dem Zustand fest, den ich eigentlich gar nicht will. Wenn ich es dagegen schaffe, mir zuzugestehen, ok, ist jetzt so, darf so sein, dann dauert das meist nicht so lange, und danach bin ich auch innerlich wieder freier und eher bereit, mich neu zu orientieren.
      Vielleicht ist alles Schreckliche im tiefsten Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will."
      ..."vielleicht würden wir dann unsere Traurigkeiten mit größerem Vertrauen ertragen als unsere Freuden. Denn sie sind die Augenblicke, da etwas Neues in uns eingetreten ist...." (Rilke)
      Die Ursache bin ich selbst! (Thomas Bernhard) :thumbsup:

      DER KRIEG IST VORBEI! (meine exsupervisorin)
      Danke für deine Antwort.

      Naja da ich an ihren Umzugstag eh nach Hause gefahren bin (ich brauchte Unterlagen aus meiner Wohnung)
      hätte es schon die Möglichkeit gegeben sich persönlich zu verabschieden. Sie wusste auch, dass ich da
      bin, aber da sich von so vielen Leuten verabschieden musste, war sie der Meinung das sie es seelsich nicht packt, sich auch noch von mir zu verabschieden. Ich sollte da jetzt nicht reininterpretieren, wenn sie nicht schafft sich von ihrer besten Freundin zu verabschieden.

      Ein bischen Kontakt haben wir noch über Telefon und Watsapp, aber sehr wenig und wahrscheinlich wird der Kontakt
      einschlafen. Obwohl sie vor ihren Abschied meinte, das wir uns ja in den Sommerferien besuchen könnten oder die WG wo wir beide mal gewohnt haben im Mai 10 jährige Jubliäum feiert und alle Ehemaligen eingeladen sind. Sie wird da wahrscheinlich kommen, aber ich eher nicht denn die Feier beginnt erst um 14 Uhr(an einem Sonntag) und ich muss ja noch 4-5
      Stunden zurück nach Mannheim fahren und das kann ich nicht mitten in derNacht tun, außerdem schreibe ich wahrscheinlich um diese Zeit Klausuren.

      Das mit Brief habe ich schon gemacht (nein nicht abgeschickt, nur für mich) Aber das Gefühl erstmal anzunehmen ist
      sicherlich eine gute Idee statt dagegen mit dem Verstand anzukämpfen. Duhast Recht, dadurch dass sie weg ist, ist mir die Freiheit geschenkt worden. Es hilft mir auch nichts zu sagen, dass sich in Mannheim objektiv gesehen nichts verändert (ich sehe sie wenn hier bin auch nicht egal wo sie ist)

      ichwar gestern noch bei 2 Bekannten die zeitweise hautnah miterleben mussten wie ich unter ihr gelitten habe und die haben gesagt "gott sei dank" aber so kann ich das noch nicht sehen.

      wie du sieht bin ich sehr ambivalnte.
      Hallo

      ich setze das jetzt mal hierein weil ich dafür nicht extra ein neues Thema eröffnen wollte und es zumindest ansatzweise passt.

      Ab und zu besuche ich Klassenkameraden um Englisch zu üben (am 24.05 ist meine Nachprüfung nachdem ich die erste nicht bestanden habe) Da hat natürlich immer auch eine soziale Komponente.

      Während des Englischübens hat meine "kranke" Freundin angerufen. Eigentlich ging es ihr beim ersten Anruf (nach meinen Empfinden) noch gar nicht mal so schlecht. Vielleicht auch weil ich daran gewöhnt bin. (beim 2 Anruf nach dem Englisch üben war dann wesenltich dramatischer)
      Nach dem Telefonat hat eine Mitschülerin ziemlich lange mit mir geredet und gesagt, dass ich ich mich von ihr endgültig trennen muss, weil es sonst immer zwischen den seelisch gesunden Menschen und mir stehen wird und es sehr schwer wird, sich dann mit seelisch gesunden Menschen anzufreunden (wo ich ja auch ohne meine Freundin Probleme habe), weil die sich mit sowas nicht beschäftgen wollen und im Zweifelsfall eher auf Abstand zu mir gehen werden( es ging natülich auch ein bischen um mich, das ich auf von mir aus mal treffen vorschlage und dann bitte auch mitesse (es geht ja eigentlich nicht ums essen) und wenn Kontaktanfragen abgelehnt werden ein bischen mehr selbstreflexion mache woran das jetzt liegen könnte)

      Es geht ja schon lage um dieses Thema, aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen den Kontakt ganz einzustellen und ich glaube auch nicht, dass es mir (zumindest Anfangs) besser gehen wird. Ich leide immer noch darunter, dass meine Freundin weggezogen ist und nicht zurückkommen wird (Ich weid, dass es keine andere Möglichkeit gibt, wenn sie nicht gegangen wäre, wäre ich gegangen) aber so gar keinen Kontakt mehr kann ich mir (noch?) nicht vorstellen. Auch wenn sie mein Leben vielleicht mehr zerstört als bereichert hat, habe ich doch einen großteil meiner Freizeit mit ihr verbracht und es ist "schlimm" das Zuhause jetzt niemand mehr ist mit dem ich mich "einfach mal treffen könnte"

      Ich weis das meine Mitschülerin Recht hat. Sie ist ja auch nicht die erste die es beanstandet. Und auf lange Sicht wird es auch keine andere Möglichkeit geben nur ich glaube selbst wenn meine freundin sich an das Kontaktverbot hält- ich würde mir trotzdem die ganze Zeit den Kopf machen wie es ihr geht und wahrscheinlich das ich das nicht weiß oder in Erfahrung bringen kann halbwahnsinng werden.

      Mit wäre ein langsames Einschlafen des Kontaktes lieber. So dass ich mich stück für Stück daran gewöhnen kann, dass sie keinen Platz mehr in meinen Leben hat. Alle Freundschaften mit ihr wo einen räumliche Trennung erfolgt ist, sind zerbrochen. Also stehen meine Chancen vielleicht gar nicht mal so schlecht. Nur wenn dieses "einschlafen lassen" über ein Jahr dauert (und soviel Einfluss habe ich darauf nicht, mein "machtbereich" ist auf den klaren Schnitt begrenzt) und vorausgesetzt meine Mitschülerin hat Recht, habe ich ein Problem. Denn egal wo meine neue Arbeitstelle ist, ich werde neue Freunde/Kontakte brauchen.

      Bisher habe ich den Kontakt mit meiner "kranken" freundin immer im Zusammenhang mit meiner eigenen Erkrankung gesehen und das ich mit ihr nicht gesund werden kann (wobei ich natürlich wie so oft im Leben keine Garantie habe, dass es ohne sie klappt) aber nun tut sich noch eine 2 Baustelle auf und ich bin kein Einsiedler, ich brauche ein soziales Netzwerk.

      Ich kann leider keine direkte Frage stellen, das "was" und sogar das "wie" ist ja klar - nur das ich es nicht umsetzen will oder kann
      hm, ich finde das ganze schon auch recht bedenklich. Und ich fände es aus der Ferne betrachtet auch besser, wenn Du Dich von dieser "Freundin" wirklich trennen könntest.
      Allerdings finde ich auch die Aussage, dass "das" (eure Beziehung oder eure Krankheiten?) sonst immer zwischen den sog. "gesunden" und Dir stehen würde, weil sich " seelisch gesunde damit nicht beschäftigen wollen" auch ziemlich vereinfacht und einfach unrichtig.
      Klar kann das ein ausmaß erreichen, wo Leute, die diese Schwierigkeiten nicht haben, aussteigen und Abstand nehmen, aber einfach zu sagen, die gesunden wollen sich nicht mit so kranken Themen beschäftigen, wenn Du gesunde Freunde haben willst, dann musst du damit aufhören, ist schon ziemlich dreist und ja auch gar nicht so möglich. Geschweige denn, dass das wirklich "gut" und die Lösung wäre. Ich für meinen Teil würde mit Leuten, die so eine vereinfachte und eindimensionale Sicht der Dinge haben, nur oberflächlich Kontakt haben wollen, Freunde sollten sich auch mit weniger schönen und lustigen Aspekten des Lebens und ihrer Mitmenschen "auseinandersetzen wollen".

      Wie ist das denn? Hattest Du bislang nur Freundschaften mit Leuten, die auch mehr oder minder starke psychische Probleme hatten (meiner Erfahrung nach hat das so gut wie jeder, nur nicht bei allen wird es so sichtbar und die Bewältigungsmöglichkeiten/strategien unterscheiden sich)
      oder hast du auch nähere Freundschaften zu "gesunden" Menschen?
      Also ich hatte und habe da immer beides gehabt, und teils fand ich es sehr schwierig, aber es war bzw. ist nicht unmöglich und es hat mir auch immer wieder geholfen, nicht in meinem eigenen Saft weiterzuschmorren sondern ich hatte sozusagen auch immer ein Korrektiv: so kann man das auch angehen/sehen/damit umgehen, ich möchte auch, dass mich zB meine Essstörung nicht mehr daran hindert, mit anderen wegzugehen und einen netten Abend zu verbringen/schwimmen zu gehen/was auch immer. und zumindest zeitweise konnte ich beim Zusammensein mit Freunden die Gedanken rund ums Essen vergessen, und merkte, ok, es geht, zumindest kurz, und es fühlt sich gut an. Und was ich auch immer gemerkt habe: Meinen Freunden ist es eigentlich total egal, wie ich aussehe und wieviel ich wiege, die wollen mit mir als Mensch zusammensein . und das hat mir auch geholfen, auch wenn es für mich selbst trotzdem schwer war, mich nicht ständig damit zu beschäftigen.

      Es hat mich zum Teil sehr gestresst, aber auch immer wieder motiviert, weiter an mir zu arbeiten. Und ich habe auch gelernt, mich zumindest ausgewählten Menschen auch so zu zeigen, wie ich bin und offen meine Ängste /Probleme anzusprechen, weil ich mich eben nicht ausschließen wollte, sondern einen Weg finden, wie ich trotzdem dabei sein kann.
      und mit der Zeit und vielen solchen Gelegenheiten zum "üben" wurde es dann auch langsam besser (mit anderen essen gehen zB oder wo eingeladen sein, wo es was zu essen gibt, um bei deinem Problem zu bleiben) . manchmal ging es auch nicht, und auch heute noch gibt es Zeiten, wo mir so was schwer fällt, aber ich komme damit klar.
      Natürlich geht das nicht bei jedem, und ich weiß nicht, ob dein Ausbildungsumfeld und deine Komilitoninen da dafür " geeignet" sind. Vielleicht gibt es manche darunter, die dir da sensibler und empathischer vorkommen. Du hast Recht, du brauchst Kontakte und ein soziales Netzwerk.

      Aber ich glaube nicht, dass es da um ein entweder oder geht, sondern einfach um Menschen, die dir gut tun. Zum Teil können das nur lose Zweckgemeinschaften oder Bekanntschaften sein, weil man dieselbe Ausbildung macht, im selben Verein ist, dasselbe Hobby hat, aber es ist auch wichtig, ein zwei Menschen zu haben, denen man sich auch tiefer verbunden fühlt und wo man einfach immer sein kann, wie man eben gerade ist und sich auch mit Problemen zumuten kann. Solche Freunde sind nicht leicht zu finden, und es braucht schon auch immer wieder Offenheit und Mut, auch einen Versuch zu machen, auf jemand neuen zuzugehen und ihn kennenzulernen, und das braucht eine gewisse Stärke und Grundstabilität.
      Aber die scheinst du doch immer wieder zu haben, es fehlt dir der Mut, kommt mir vor.
      Und mit deiner jetzigen Freundin hast du das doch nicht, oder täusche ich mich? Ist sie jemand, der auch Dich so annimmt, wie Du bist, Dir zur Seite steht und an die Du dich immer wenden kannst? Mir kommt das nicht so vor, allenfalls bist du das für sie, aber es wirkt zumindest nach dem, was ich weiß, sehr einseitig und hat für mich nicht mehr viel mit Freundschaft zu tun.
      Was ist es denn genau, was Dich so an ihr hängen lässt? Oder ist es vor allem die Angst, sonst gar niemanden mehr zu haben, mit dem Du auch die schweren Momente teilen kannst/darfst?
      Vielleicht ist alles Schreckliche im tiefsten Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will."
      ..."vielleicht würden wir dann unsere Traurigkeiten mit größerem Vertrauen ertragen als unsere Freuden. Denn sie sind die Augenblicke, da etwas Neues in uns eingetreten ist...." (Rilke)
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      DER KRIEG IST VORBEI! (meine exsupervisorin)
      Hallo

      Danke für deine Antwort.
      Vielleicht hast du Recht und mein jetztiges Umfeld ist nicht wirlich geeigent, aber ich habe kein anders. Meine Komilitoninen bringen relativ wenig Verstädnis für meine Erkrankung auf. Wahrscheinlich weil sie es nicht kennen und nicht verstehen können. Mir wurde schon öfter gesagt, dass ich keine Fortschritte machen würde von meinen Komilitoninen (ob das nun richtig ist sei mal dahingestellt) aber es zumindest auch nicht schlimmer geworden. Ich wohne in einer eigenen Wohnung, bin in keinem G*wichtsbereich der einen Klinikaufenthalt erforderlich machen würde (halte diesen auch) und war auch sehr lange nicht mehr in einer Klinik und selbst meine zeit in einer therapeutisch betreuten WG zeit liegt ungefähr 3 Jahre zurück /die zeit in der WG (und nicht einer Außenwohnung sogar noch viel länger) . Ja ich habe eine ambulante Ernährungsfachkraft und eine ambulante Therapeutin.
      Ein Komilitone meinte einmal wenn er meine Erkrankung hätte würde er alles in sich reistopfen. Das ist
      1) nicht hilfreich
      2) auch nicht wirklich das Problem.
      Und ja die Sicht meiner Komilitoninen mag eindimensional und stark vereinfacht sein. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass es Menschen gibt die bei, vor allem seelischen Problenen, lieber auf Abstand gehen.
      Und dadurch, dass meine kranke Freundin es mir erzählt, werden ihre Probleme/Gefühlsschwankung zumindest für Themen mit denen ich mich beschäftige. [...] Aber auch nicht so krasse Aussagen von ihr nehme ich gar nicht mehr so intensiv wahr (weil ich es kenne) während andere die schon als wesenlicht mehr als grenzwertig und sehr abnormal einstufen.

      Ich habe einige lose Freundschaften in Kliniken/Wohngruppen geschlossen (also zu kranken Leuten) aber genauso habe ich auch lose Bekannschaften zu gesunden Leuten. Aber so eine richtige Freundin habe ich eben nicht (mehr.) Also keinen zum "lasst uns heute nachmittag/abend treffen".
      Aber genauso wie du, finde ich es wichtig, gesunde Freunde zu haben. Es ist anstregend, aber es kann helfen eine andere Sichtweise auf die Dinge zu bekommen oder auch nur mal andere Themen, oder einfach nur einen netten Abend. Und es eben auch Gelegenheit gibt wo ich mich nicht ausschließen will, auch wenn ich es vielleicht nicht kann (z.b. einen netten Abend mit Restaurantbesuch) Meist probiere ich Einladungen anzunehmen, aber es gibt eben auch Tage wo es nicht geht. (und bevor ich einer ganzen Gruppe die Stimmung verderbe bleibe ich lieber weg.)

      Und nein bei meiner kranken Freundin habe ich es nicht mehr und hatte es vielleicht auch nie. Wenn sie mich jetzt anruft (was sie lt meiner Therapeutin auch nur aus rein egoistschen Gründen tut, nicht weil es sie wirklich intereissiert wie es MIR geht) weis ich auch überhaupt nicht was ich ihr erzählen soll. Uni/lernen ist nicht sehr interessant als Gesprächsthema, ich werde mich hüten mich mit ihr über G*wicht/k*al /dyfunktionale Verhaltensweisen oder sowas zu reden (denn da will ich wenn überhaupt nur mit Therapeutin/Ernährungfachkraft reden) und über meine Hobbys auch nicht. Ich habe gelernt, dass ich ihr nichts erzählen darf was mir wichtig ist, denn sonst macht sie es mir unwiederbringlich kaputt. Das war zumindest in der Vergangenheit mehrmals so und jetzt erzähle ich ihr eben nichts mehr, vor allem nichts was wichtig ist. So wird es zumindest schwieriger es mir kaputt zu machen. Meien Therapeutin meinte gestern sie will eben völlig mit mir verschmelzen (symbiose) (was anscheidned für B*rderline typisch ist oder sein kann); deshalb darf ich aus ihrer Sicht nichts eigenes haben und deswegen macht sie es mir auch kaputt. Hauptsächlich erzählt sie auch, dann muss ich nur zuhören (aber fehlt mir trotzdem an der Zeit fürs studium)

      Ich weis nicht was mich so an ihr hängen lässt. Ja ich abe nichts mehr von dieser "Freundschaft". Es raubt mir allenfalls die Kraft und Zeit für mein Studium (wenn ich mich jetzt langweile, dann mache ich irgenwas falsch denn ich habe mehr als genug zu tun) Aber wir kennen uns schon so lange. Sind einen stück Weg gemeinsam gegangen mit all seine Höhen (ja die gab es auch) und Tiefen. Und teilweise habe ich es auch geschafft unangehme Dinge (z.b. sie zum n*hen zu begleiten) als angehmen zu empfinden. Das heisst jetzt nicht das ich es gut fand wenn sich sich verl*tzt hat oder ich dazu ermutigt hätte (falls das jetzt so rüberkam) Trotzdem fehlt es mir jetzt (also wenn sie es macht) und ich weis sie ist jetzt allein in der Not*ufahme oder bin fast eifersüchtig wenn jemand anders bei ihr ist (was totaler Blödsinn ist, denn ich könnte sie ja gar nicht begleiten aufgrund der räumlichen entferung)
      Ich würde gerne "ein bischen" mit ihr befreunt sein, aber das geht nicht (zumindest mit ihr nicht ansosten geht es schon) das ist genauso wie "ein bischen verhütet" und ein "bischen schwanger" (geht auch nicht) wäre wahrscheinlich einfacher wenn ich genau wüsste, was mich so an ihr hängen lässt. Dann wüsste ich was mir fehlt und könnte mir ein(gesundes) substitut suchen oder wüsste (falls das nicht möglich ist) mich welchen Verlust/Loch ich erstmal leben muss (mich drauf einstellen) Im moment hat es was von "lieber das vertraute Elend als das fremde Glück"
      Und ein stück (falscher) Verantwortung ist es eben auch- ich weis es würde sie "zerstören" wenn ich mich trenne, (denn außer mir hat sie so wirklich keinen aber auch da sollte man sich die Frage nach dem "Warum wohl nicht?) aber wenn nicht zerstört es mich (zumindest auf Dauer) (und ihr hilft es auch nicht) aber das ist was der Kopf sagt, das Gefühl kann dem nicht zustimmen.

      Ich hoffe es kam jetzt nichts falsch rüber

      [edit: satzteil entfernt. bitte die regeln beachten. / solaine]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „solaine“ ()

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