Dizzozitation der Freundin

      Dizzozitation der Freundin

      Hallo

      Meine hat (von Facharzt) Diagnose Borderline.
      Gestern war sie ziemlich unter Anspannung, war dann kurz alleine draußen (was sie eigentlich nicht darf weil sie gerade in der Klinik ist und nur mit Begleitung Ausgang hat)
      Als sie wieder kam habe ich noch kurz gefragt ob es ihr besser geht und sie hat es leicht aggressiv verneint.
      Dann auf mein sofa gesetzt kurz ins Licht geschaut und die Augen geschlossen und war nicht mehr ansprechbar. Hat auf meine Fragen nicht reagiert und auch nicht das ich sie ganz leicht am Arm berührt habe. Es war fast wie schlafen und das noch eine gewisse Körperspannung vorhanden war. Ich bin dann einfach neben ihr geblieben um zu verhindern, dass sie nicht doch noch vom Sofa fällt und mit dem Kopf auf den Boden knallt (falls die Körperspannung nachlässt) Ansonsten habe ich einfach darauf geachtet ob sie weiter atmet. Nach etwas 10 Min war sie dann auch wieder da.

      wir haben das auch in der Klinik angesprochen (auch was ich tun kann) aber die haben es (bzw. mich) überhaupt nicht ernst genommen. sicherlich diees Verhalten ist vielleicht besser als sich zu schn*iden oder einen Wut*nfall zu bekommen, aber normal ist es nicht, es macht auch Angst (bzw. mir). Denn auch wenn ich nicht die Veranwortung habe könnte es ja auch woanders spazieren als in meinem Wohnzimmer. Z.b. mitten auf einer befahrenden Straße.

      Hat jemand eine Idee was ich machen könnte? Falls ich das nochmal mitbekomme? Wie holt man Leute wieder zurück? Oder soll man abwarten bis sie von alleine zurückkommen?
      Hay,

      also ich dissoziiere auch auch (regelmäßig bzw. immer mal wieder), es hängt schlicht von meinen Gefühlen ab, sehr häufig von den negativen Emotionen (Angst, Wut, Trauer etc.) Wenn ich dissoziiere hab ich meine Augen offen, blinzel, es wirkt auf viele als würde ich einfach nicht auf sie (z.B. bei Ansprache oder so) reagieren, aber dem ist nicht so. Ich bin dann wirklich weg, manchmal nehme ich meine Umgebung noch wahr aber kann nicht reagieren. Bei leichteren Dissoziiationen hilft es mir, wenn man mich fest (mit etwas druck) an der Schulter bzw. dem Oderarm anfässt und mich so versucht darauszuholen. Kühlpacks mit den Händen kneten hilft auch und wenn sonst gar nichts mehr hilft, kann man noch zu Ammoniak greifen (also wenn gar nichts mehr geht). Dissoziationen lösen sich aber in den meisten Fällen auch wieder von alleine auf, meistens so um eine halbe Stunde herum. Ein Gummiband um das Handgelenk und dies dann gegen schnalzen zu lassen kann ebenso helfen. Autofahren sollte man lieber lassen und es ist besser, wenn man jemanden dabei hat der im Notfall eingreifen kann, für den Fall der Fälle.

      Was die körperliche Haltung in dem Zustand angeht, so hält diese meistens an und es besteht keine Sorge, das sich die so löst.
      when I say, i love youwhen I cryI is crying for you ...

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      by me
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      Danke für deine Antwort.

      Autofahren darf meine Freundin soweiso nicht (kein führerschein) und natürlich auch wegen der Medikamente.
      Das mit dem Kühlpack werde ich mal ausprobieren. Mit Berührung mal schauen. Ich meine man will ja nicht von jedem jederzeit berührt werden. Es ist natürlich nicht so als ob wir uns sonst gar nicht in Arm nehmen würden oder so.

      gut zu wissen, dass Dizzozitation auch eine halbe stunde dauern können (mir kamen 10min schon lange vor). Wie gesagt meine Freundin hatte die Augen geschlossen.
      Hä ich verstehe irgendwie nicht warum deine Freundin einerseits in der Klinik und dann doch wieder bei dir am Sofa sitzt das begreife ich nicht so ganz oder ist das nicht vollstationär. Dissoziationen können sich sehr unterschiedlich äußern und auch unterschiedlich stark sein und es ist im Einzelfall schon schwierig rauszufinden was hilft. Was meint denn deine Freundin dazu ? Kennt sowas ? Wenn ich sowas habe fällt es mir sehr schwer mich wieder rauszuholen wenn hingegen Leute anwesend sind mich ansprechen oder ich gezielt meine Aufmerksamkeit irgendetwas ganz banales lenken kann ein ausatmen wie fühlt sich der Untergrund an et cetera klappt es manchmal klappt es manchmal hin und wieder helfen auch körperliche Reize wie in einer saure Zitrone beißen was dann natürlich aber auch in greifbarer Nähe sein muss . Ansonsten einfach warten bis es wieder aufhört.bzw. schwächer wir In abgeschwächter Form hatte ich das über Jahre mehr oder minder permanent ich konnte funktionieren bis zu einem gewissen Grad habe ich auch vieles hin und mitbekommen allerdings war ich ständig irgendwie getrennt von mir und den Rest der Welt. ganz weg bin immer nur sehr kurz irgendein Teil bleibt meistens noch da und kriegt zumindestens teilweise noch was mit. Vielleicht hilft dir ja auch der Beitrag "wenn es einen überrollt "weiter. Da stehen viele verschiedene Tipps drin die anderen schon geholfen haben. Vielleicht ist auch für deine Freundin etwas dabei. Ich glaube aber schon dass man das üben muss und es ganz alleine schwer ist. Wie gesagt es kommt auch darauf an wie stark und langanhaltend das ganze ist. Grundsätzlich würde ich das nicht überbewerten aber im Auge behalten und wenn es sich häuft bzw stärker wird definitiv noch mal mit jemandem aus der Klinik reden , ich meine wofür ist sie dann dort?
      Vielleicht ist alles Schreckliche im tiefsten Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will."
      ..."vielleicht würden wir dann unsere Traurigkeiten mit größerem Vertrauen ertragen als unsere Freuden. Denn sie sind die Augenblicke, da etwas Neues in uns eingetreten ist...." (Rilke)
      Die Ursache bin ich selbst! (Thomas Bernhard) :thumbsup:

      DER KRIEG IST VORBEI! (meine exsupervisorin)
      Hey

      denn Therad werde ich mir mal ansehen
      Doch das ganze ist schon vollstationär aber sie hat Ausgang und kann die Klinik auch mal verlassen und deshalb war sie auf meinen Sofa.

      Meine Freundin wusste nicht was ich machen könnte bzw. was nächste mal machen kann. Wie gesagt abgesehen von der Atmung hat sie sich gar nicht mehr bewegt und auch nicht reagiert.

      In der Klinik ist weil sie ganz viele Baustellen hat (Borderline mit h*ftigsten SVV, Wutanfällen) Essstörung und noch einiges mehr.
      Liebe Junimond

      bitte sei mir nicht böse für das, was ich jetzt schreibe

      aus diesem Thread, wie aus anderen Beiträgen von dir (zB über deine Freundin mit Magersucht und einer anderen Freundin, mit der du keine WG wolltest), vermute ich, dass du dich verantwortlich für andere Menschen fühlst und dich schlecht von deren Verhalten abgrenzen kannst und die Konsequenzen aus deren Handeln auf dich nimmst und ausbügelst/abfederst. Ja einfach die Verantwortung, die andere Menschen für sich selbst tragen auf dich überträgst.

      Es ist nur meine Vermutung und mein Gefühl, bitte entschuldige, wenn ich total danebenliege.

      Zu deinem konkreten Problem: du schreibst, dass du in der Klinik über den "Anfall" Bescheid gegeben hast und die das nicht so ernst genommen haben. Aber mehr kannst du im Moment nicht tun. Wenn dir das Risiko, dass deiner Freundin das wieder passiert, wenn ihr zusammen unterwegs seid oder sie bei dir ist, dann triff dich doch auf dem Klinikgelände mit ihr, falls das möglich ist.
      Dann sind da Leute, die fachmännisch damit umgehen können. Du bist keine Ärztin oder Psychologin, die sich darum kümmern KÖNNEN MUSS. Du bist "nur" eine Freundin, die sich um gewisse Rahmenbedingungen kümmern DARF. Zum Beispiel, dass qualifiziertes Personal im Falle eines Anfalls in der Nähe ist.

      Du musst dich nicht um alles kümmern, was bei deinen Freundinnen schief läuft. ICh habe deinen Beitrag, in dem es um deine Freundin ging, die magersüchtig war, sehr genau mitgelesen und es tut mir so aufrichtig Leid, wie das alles zu Ende ging.
      Du hast für sie gekämpft wie eine Löwin und das rechne ich dir hoch an.
      Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass du dich davon nicht mehr abgrenzen kannst und selber darunter leidest, weil du dir zu viel Verantwortung aufbürdest. Vor allem wenn es um juristische/gerichtliche Entscheidungen geht, kann man als Laie irgendwann nichts mehr bewirken.

      Auch in medizinischer Hinsicht ist das schwierig als Außenstehender gegen die Mühlen zu kämpfen, auch wenn ich der Meinung bin, dass man es muss, da oft der Patient nicht mehr selber dazu in der Lage ist zu kämpfen.

      Aber genauso wichtig (und das will ich eigentlich in meinem verschwurbelten Text sagen) ist es, dass Angehörige und Freunde auch eine "Schutzwand" zwischen sich und das Geschehen ziehen und sich von gewissen Dingen und Verantwortungen distanzieren. Nicht in der Liebe zu der Person distanzieren, sondern in der Verantwortung für den Lauf der Dinge. Denn eine psychisch labile und am Boden zerstörte Junimond hilft niemandem weiter .

      Ganz im Gegenteil: wenn du am Boden bist löst du eine Kettenreaktion aus, von der am Ende niemand profitiert, am allerwenigsten die Person, um die du dich gekümmert hast.
      Und ich rede nicht von Gefühlskälte, falls das so rüberkommen sollte.

      Du musst selber schauen, dass es dir gut geht, um mit deinem großen Herz für deine Freundinnen da sein zu können.
      Oder um ein Bild sprechen zu lassen: Eine Stützkonstruktion muss sehr stabil sein, wenn sie morsch ist bleibt nur ein Trümmerhaufen aus Stützkonstruktion und brüchigem Objekt.

      Und eine Möglichkeit, die ich sehe ist, dass du , wo auch immer es geht, Verantwortung an die Leute überträgst, die die Verantwortung tragen können (weil sie damit umgehen können und genau wissen, was im Notfall zu tun ist) und auch tragen müssen (weil es ihr Job ist)


      Und entschuldige bitte meinen wirren Text. Hoffentlich verstehst du, was ich meine

      Viel Kraft und alles Gute
      Avicienna
      Avid Jena hat vollkommen recht. Darauf wollte ich auch noch mal eingehen hätte es aber wohl nicht so gut formulieren können. Mir scheint du hast viele Freundschaften die nach einem ähnlichen Muster funktionieren. Und oft nimmst du die Dinge in die Hand weil es scheinbar kein anderer tut obwohl das nicht in deiner Verantwortung liegt und für mein Gefühl oft über ein gesundes Maß hinausreichen. Du hast getan was du konntest du hast dich informiert du hast es ihn der Klinik angesprochen. Jetzt ist deine Freundin dran. Auch ist das ja normalerweise nichts Bedrohliches es fühlt sich nur so an und jedenfalls vergeht normalerweise auch wieder ohne dass was passiert. Man kann lernen Auslöser zu erkennen und damit umzugehen . Wenn sich deine Freundin dadurch beeinträchtigt oder eingeschränkt fühlt wird sie was unternehmen oder auch nicht . Jedenfalls ist das ihre Aufgabe, nicht deine.
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      DER KRIEG IST VORBEI! (meine exsupervisorin)
      Gegebenenfalls muss sie sich Unterstützung in F orm von Therapie oder gerade jetzt in der Klinik suchen. Schon möglich dass die von . erstmal nicht viel tam tam drum machen deine Freundin hat schließlich viele Baustellen und das ist vermutlich noch eine der weniger dringenden. Das ist jetzt ein einziges Mal für 10 minuten vorgekommen und ist ihnen sicher nicht unbekannt als Phänomen, sowas kommt ja häufiger vor und viele Menschen leben auch damit. Nur mit sich und seinen Gegebenheiten Leben zu lernen das muss jeder für sich selbst wollen und auch tun das kannst und sollst du deinen Freunden nicht abnehmen. viel wichtiger ist das du auf dich schaust!
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