Ich hab Angst vor meinem Geburtstag

      Ich hab Angst vor meinem Geburtstag

      Hallo liebes Forum,

      Ich war vor etwa 3 Jahren oder so schonmal hier angemeldet, hab mich dann wieder abgemeldet weil ich dachte dieses "Thema" hier wäre für mich beendet, dem war aber nicht so. Ich habe immer mal so Phasen wo es mir besser oder auch wieder schlechter geht was SvV betrifft. Im moment eher wieder etwas schlechter, deshalb bin ich jetzt wieder hier. So viel dazu (-:

      Im Moment geht alles so drunter und drüber in meinem Leben... und morgen habe ich Geburtstag und werde 19 Jahre alt. Ich war schon immer etwas sentimental an / vor solchen Tagen, aber dieses mal ist es etwas anderes. Normalerweise sagt man dann ja "das Alter ist nur eine Zahl, eigentlich verändert sich gar nichts, es geht so weiter wie immer" ... aber das stimmt dieses mal gar nicht. In ein paar Wochen ziehe ich von zuhause aus und fange dann mein Studium an (ca 600 km weit weg von zuhause). Also verändert sich jetzt eigentlich ALLES.... ich habe mir das ja auch alles so ausgesucht und ich freue mich auch, aber ich hab auch Angst vor den ganzen Veränderungen, Angst ob ich das überhaupt alles schaffe mit dem Studium und so...
      Ich bin dann erstmal neu in der Stadt, muss zum ersten mal den ganzen Haushalt allein machen, mein Lernen organisieren usw, mich um alles kümmern... mir ist klar, dass das nunmal zum Erwachsen werden dazugehört und dass ich früher oder später wohl sowieso mal ausgezogen wäre (rein objektiv betrachtet ist es vielleicht auch ganz gut wenn ich mal etwas Abstand zu meinen Eltern bekomme). Außerdem kann ich dann endlich eine "normale" Beziehung mit meinem freund haben, denn er wohnt in der nähe meiner studistadt und wir hatten bisher eine fernbeziehung. Er freut sich auch schon und ich mich natürlich auch.
      Seit gut einem halben Jahr steht meine Entscheidung fest dort zu studieren und seitdem plane ich den Umzug, hab mich beworben, alles geregelt usw. Aber bisher kam mir alles noch so weit weg und so irreal vor...
      aber jetzt steht der Umzug kurz bevor, viele meiner freunde/ ehemaligen Mitschüler sind auch schon umgezogen.... plötzlich wird alles so real. Und ich habe das Gefühl es gibt kein zurück mehr, ich MUSS das jetzt machen ob ich will oder nicht... ich will das ja, aber plötzlich fühle ich mich so unter Druck gesetzt und zweifle plötzlich an dieser schon so lange gefällten Entscheidung...
      In letzter zeit hab ich mich oft mit meinem freund gestritten (vlt auch wegen meiner angespanntheit?) . Ich denke unsere Beziehung wird einfacher und schöner wenn ich dann studiere und wir uns dann häufiger sehen können... aber trotzdem verunsichert es mich und zu meiner Vorfreude kommt plötzlich auch Angst er könnte mich verlassen oder so (obwohl ich das eigentlich nicht denke).
      Mit meiner besten freundin war es letzte zeit auch ziemlich schwierig, aber ich weiß auch dass ich sie total vermissen werde... genauso wie auch meine familie und mein Zuhause.

      Und mein Geburtstag morgen fühlt sich einfach so an als wäre dann meine gesamte Kindheit/jugend abrupt beendet und ich kann nie wieder zurück und es wird nie wieder so wie es mal war...
      19 ist ja auch noch zu jung um wirklich Angst vor dem Älterwerden zu haben oder so... aber es passiert gerade so viel in meinem Leben dass ich Angst habe nicht mehr hinterherzukommen, abgehängt zu werden und das Leben geht ohne mich weiter... dass ich jetzt irgendwie den Anschluss verliere und dann später allein bin keine (eigene) Familie habe oder so... ich weiß es ist absurd über sowas nachzudenken, man kann nicht alles planen und sollte das Leben nehmen wie es kommt... aber ich weiß nicht
      Ich bin einfach so angespannt und aufgeregt und ängstlich vor der nächsten Zeit und vor morgen. Klar freue ich mich auch auf den Geburtstag, Geburtstag zu haben ist toll, aber ich kann mich nicht mehr so sehr darauf freuen wie früher und das wiederum macht mich auch wieder traurig... ich bin einfach ziemlich durcheinander im moment. (Wie ihr wahrscheinlich merkt :-D)

      Ging/ geht es vielleicht jemandem ähnlich? Hat vielleicht jemand einen Tipp oder Ratschlag für mich oder so... Versteht mich jemand? oder soll ich mich einfach nicht so anstellen?... hihihi

      Danke fürs Lesen,
      eure lonelycookie
      Quelque temps je pense qu' il y a trop souvent des nuages devant le soleil...
      Wie war denn jetzt dein Geburstag?

      Also ich kenne sowas ähnliches allerdings war ich damals schon älter. Ich kenne sogar mind. 2 solcher Situationen eine war sehr negativ, die andere besser.

      Ich bin einmal in eine fremde Stadt gezogen um mein Abi zu machen. Ich kannte niemanden und habe mich sehr unwohl gefühlt dort und auch nicht geschafft Freunde zu finden . ich habe das jahr zwar durchgehalten und auch das Abi geschafft bin aber in die Krankheit geflüchtet und nach dem Abi in die Klinik gegangen.

      Die zweite Erfahrung ist noch gar nicht so alt. Ich hatte mich für ein Studium beworben. Zumindest in den theroriezeiten muss ich 500 km weg vom Wohnort sein. Die ersten 6 Monate waren extrem hart. Ich hatte starkes Heimweh, wollte immer nur nach Hause, war sehr unglücklich. Nach den 6 Monaten bin dann wieder in emine Heimatstadt. 4 Monate Praxis. In den 4 Monaten habe ich gemerkt ist auch nicht alles Gold was glänzt. Nach den 4 Monaten bin ich zurück für das zweite Semester. Da ging es mir besser. Ich hatte kein Heimweh mehr, habe kein einziges Mal mehr gesagt, dass ich nachhause will. bin sogar an mehrern Wochenenden am Stück dort geblieben, weil an jedem Wochende wo ich Zuhause war ist was krasses passiert(Im umfeld), so dass ich immer down zurückgefahren bin. Und irgendwann wollte ich mir das nicht mehr antun. Als das zweite Semester rum war, wollte ich fast nicht fahren. Die Praxis zeit nach dem zweiten Semster war nur 8 Wochen (und ich war heilfroh darüber) Ich wollte zurück für das nächste Semester. In dem Semester (wieder 6 Monate) war ich 3 mal!!! für ein Wochenende in der ganzen Zeit Zuhause. Jetzt ist gerade wieder Praxiszeit. Das letzte Semester beginnt im Oktober. Ich habe Angst vor den Abschlussklausuren, aber nicht vor der erneuten Trennung. Im Moment könnte ich mir sogar vorstellen dort zu bleiben. Nach meinen Studium.
      Mein Tipp ist: nicht gegen die Situation ankämpfen wenn sie nicht zu änderen ist (wie ich im ersten Semester) Wenn man sich sagt ich will das (studieren) und dafür muss ich hiersein dann kann sich Zeit vermiesen oder das beste daraus machen.
      Und man gewöhnt sich mit der Zeit an einen Ort am besten und schnellsten wenn man ihm eine Chance gibt.

      Neu

      Also zum einen kenne ich das schon sehr lange, dass der eigene Geburtstag beängstigend sein kann. (Mit 13 war ich das erste Mal depressiv deswegen und habe mich alt gefühlt...)
      Auch hab ich früher oft Probleme mit Heimweh gehabt und ich bin nicht gut darin, neue Freundschaften zu schließen.

      Zum anderen finde ich es in deiner Situation insbesondere normal, dass du dir Sorgen über die Zukunft machst. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass du angespannt bist und sich das auch in deinen Beziehungen wiederspiegelt. Daher denke ich, dass gerade nur eine Sache wichtig ist: zieh dein Ding durch. Finde heraus, was für dich das Richtige ist und mach das nicht von anderen Leuten abhängig. Dass dein Freund in der Stadt wohnt, in der du zu studieren planst, ist ne super Sache, aber das Studium sollte m.M.n. der Hauptgrund sein, weshalb du umziehst.

      Alles weitere ergibt sich meiner Meinung nach ohnehin fast von selbst.

      Mit meiner Mutter beispielsweise verstehe ich mich besser als jemals zuvor, seit wir uns keine Wohnung mehr teilen.