Villt. Jobwechsel usw.

      Villt. Jobwechsel usw.

      Hallo ihr,

      Keine Ahnung ob das hier her gehört.... kann da mit keinem reden. Bzw. Keine freunde... bzw... Arbeitskollegen die wie freunde sind, mit denen kann ich das aber nicht besprechen.... sonst gibt's da noch meinen freund... aber naja..... Männer eben... keine freunde.... und es belastet mich sehr....

      Ich arbeite seit fast 10 Jahren- direkt nach meiner Ausbildung- in dem Betrieb. Ich liebe meinen Job.... habe seit fast 1,5 Jahren ein Kind und mein Job ist nicht sehr familienfreundlich was Urlaub und so angeht. In den Ferien haben wir hochphase. Vor allem im Sommer. Zudem habe ich reduziert und arbeite aber immer noch zu viel weil man bei uns die Stellen aus Platzgründen nicht anders aufteilen kann.... es ist alles total kompliziert... aber ich arbeite echt gerne usw.

      Stecke dadurch seit geraumer Zeit in nem Teufelskreis. Gehe ich nach Hause, bleibt die Arbeit liegen. Bleibe ich, habe ich meiner Familie gegenüber ein schlechtes Gewissen. Gespräche deswegen gab es, ändern wird sich wahrscheinlich in absehbarer Zeit nicht viel.

      Vor drei Wochen war ich dann so fertig das ich mich weg beworben habe. Vorstellungsgespräch lief und nun stehe ich da.... was tun... ich liebe meine Job.... wenn ich die neue Stelle bekommen würde würde ich weniger arbeiten, geldmäsig würde es gehen. Ich rechnen mir zwar keine guten Chancen aus, muss mir ja aber vorher Gedanken machen....

      Mich macht das alles so fertig... meine eine Kollegen mit der ich schon die ganze zeit arbeite... wir verstehen uns so gut... zudem gab es in den letzten drei Jahren drei neu Besetzungen. Wir sind zu viert und davon zwei mal zwei Wechsel.....

      Bei dem Vorstellungsgespräch.... das war auch so komisch. Musste dann da in das Büro und musste ne Aufgabe erledigen. Die eine Kollegin hat gerade mal Hallo gesagt, sonst nix.... lernt man da nicht normal auch so beschnupperungsnäsig Kollegen kennen? Zu mindest war das bei uns immer so als die Stellen neu besetzt wurden. Muss ja da auch passen wenn man direkt zusammen arbeitet.

      Ich hoffe ijr versteht das Problem....

      Irgendwie komme ich mir so doof vor... insgeheim wünsche ich mir sie nehmen mich nicht, wovon ich ausgehe. Andererseits.... 8ch kann das so nicht.... es muss doch einen Weg geben allen etwas gerechter zu werden... Job und Kind....

      Danke fürs zuhören...

      Evien
      ... Die Ironie des Lachens ist der erbitterte Kampf des Überlebens ...

      Höre die Schreie der Verzweiflung,
      Fühle die Schm*rz*n
      Denn etwas will st*rb*n
      Jede Nacht.
      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Evien“ ()

      Hallo Evien,
      es ist schon komisch in der Welt: die einen klagen, dass sie vor Langeweile sterbe; die anderen klagen, dass sie nicht wissen, wie sie Arbeit und Familie überein bekommen sollen. Mein Vorschlag wäre: ihr tut euch zusammen, dann ist jeder geholfen. Nee, verzeiht, war jetzt nicht ganz ernst gemeint.

      Wie es klingt, arbeitest du in einem Gastronomie-, Hotel- oder tourismusnahen Bereich und das Ganze (wie ich es verstehe) noch in einer Art Schichtbetrieb. Dieses ganze Umfeld ist sicher nicht durch familienfreundliche Bedingungen geprägt. Du schreibst, dass ihr bereits Gespräche bzgl. Veränderungen geführt habt, aber sich wohl nichts kurzfristig ändern wird. Dieser Grundgedanke hat einen positiven Beigeschmack (alles für die Arbeit und den Chef), aber eben leider nicht für dich.

      Aber was würde denn eigentlich passieren, wenn du krankheitsbedingt ausfällst? Oder wenn dein Kind krank wird und du zu Haus bleiben müsstest? Dann müsste doch auch etwas seitens deines Arbeitgebers unternommen werden, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass er dann die Arbeit liegen lassen würde. Wie ist das in einem solchen Fall bei dir/euch geregelt? Und wäre es dann nicht genau eine solche Lösung, die für dich/deine Kollegin/en anzustreben wäre?

      Aber noch mal zu dem anderen Teilthema. Du hast dich beworben. Das klingt für mich ein bisschen so nach (ein bisschen schwanger). Es ist doch eigentlich im Sinn einer Bewerbung, dass wenn man sich einen neuen Job aussucht, der (zumindest dem ersten Anschein nach) deutliche Verbesserungen bzgl. deiner bisherigen Rahmenbedingungen beinhaltet. Denn sonst würde ich mir keinen neuen Job aussuchen. Und dann ist es doch so, dass wenn man eine Zusage bekommt, sich doch für das Neue entscheidet. Bei dir klingt das aber eher so: ich schau mal, aber eigentlich will ich das Bestehende nicht aufgeben.

      Sicher ist ein neuer Schritt mit Unsicherheit und mulmigem Gefühl verbunden, aber wenn deine „aktuellen Schmerzen“ (Leidensdruck sagt man wohl besser) nicht groß genug sind für eine Veränderung, dann bist du auch noch nicht bereit. Denn dann wird es passieren können, dass du nur mit halbem Herzen einsteigst, und dann nur schnell die neuen Nachteile wahrnimmst. Was das dann bedeutet: Frust und Jammern, dass du es doch nicht hättest machen sollen.

      Vielleicht solltest du noch mal ernsthaft mit dir in Klausur gehen und dich fragen: will ich? Will ich jetzt? Will ich unter den gesehenen und erlebten neuen Bedingungen wie Arbeitszeit, Kollegialität, Geld, Gespräch und daraus Eindrücke bei dir den Wechsel?

      Mein Vorschlag: mach dir eine Liste.

      Eine Seite: für einen Wechsel, andere Seite: Gegenargumente. Schreib die alle erst mal runter, ganz wichtig ohne Nachdenken über das Für und Wider (also keine „innere“ Diskussion dabei). Dann mach dir eine Punkteskala. Dann setzt du für den wichtigsten Punkt 5 Punkte, dem zweiten drei und dem dritten Argument 2 Punkt und dem unwichtigen Punkt noch einen.

      Und danach erst(!!!): dann versuch die Argumente zu bepunkten: wichtig, mittel, weniger, nebenbei; rechte Seite und linke Seite. Schau, was da für dich herauskommt. Das kannst du auch jemandem vorlegen, der dich nicht kennt und den du vielleicht um eine allgemeine Meinung bitten könntest. Natürlich nicht deine aktuellen Kollegen/Innen oder Chefs ;) . Aber vielleicht deinen Partner oder einen sehr guten Bekannten. Zähl die Punkte zusammen, sortiere sie nach der Summe der Punkte, und … wenn du kannst … lies sie dir laut vor. Lass das in dir klingen. Und dann schau noch mal, ob sich alles noch so stimmig für dich anfühlt oder ob du korrigieren möchtest. Mach das zur Not, und dann schau noch mal drüber. Dann sollte sie eigentlich vor dir liegen – die Antwort auf deine Frage.

      Mir hat es geholfen, die Dinge auf einem Blatt Papier vor mir zu sehen, sie zu hören und mich hinein zu fühlen. Ich hab dann oft die richtige Antwort für mich gefunden. Keine Wunderdroge für richtige Entscheidungen, aber eine mögliche Hilfe. ;)

      Vielleicht hilft es auch dir etwas, dich zu sortieren. Viel Glück
      Elfenspiegel
      Hallo

      Elfenspiegel hat ja schon viel gesagt. Auch wenn ich zu denen gehöre die Langeweile auf der Arbeit haben.

      Nur zu den halb hoffen es wird Absage. Ich wollte einmal unbedingt nach Kiel zum Abitur. Ich bin von einem in die nächste betreute Wg gezogen. Die erste Wg in Kiel fand ich nicht passend. Im Gegensatz zur abgegeben WG. Die sagten sie helfen eine neue zu finden mir nur wenn die WG mich ablehnt. D.h ich habe auch halb gehofft das ich abgelehnt werde obwohl es mein Traum vom Abi gefährdet hat

      Ich will nicht sagen das du bleiben sollst wenn es so wenig familienfreundlich ist. Mach diese pro contra Liste aber unterschätze diesen halben Wunsch nach Absage nicht
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