Carlos



      im sommer ist die zeit begraben
      sie steht ganz still an vielen orten

      wenn wir uns an der fülle laben
      versiegt der strom aus leeren worten

      du bist bei mir nur in gedanken
      der schmerz vergeht im himmelsblau

      um dich kann sich erinnrung ranken
      ich seh dich fern und ungenau

      es transformiert sich starkes lieben
      in sonnetrunknes lebensja

      wie gern wär ich bei dir geblieben
      nur dir war alles viel zu nah

      so ziehe ich in ferne räume
      und bleibe doch mit deinem bild

      kommst nächtens du in meine träume
      stimmst du mich wehmütig und mild

      ich sehne mich und bin gefangen
      in einer sehnsucht groß und klar

      ich stehe auf mit zartem bangen
      und fühle mich oft stark und wahr

      du wirst mich niemals ganz verlassen
      zu sehr sind wir im herz verbunden

      wir können uns im schmerz umfassen
      und streicheln tröstlich unsre wunden

      die liebe wär ein glück gewesen
      so voller nahem reinem schenken

      des anderen gefühle lesen
      und selig eins in einem denken

      die körper hätten sich gefunden
      die lust die tage weit gespannt

      ich sehne mich nach diesen stunden
      was ich verlor hält mich gebannt

      wirst du mich sehn ein letztes mal
      vielleicht bevor du ewig gehst

      es gibt kein glück der großen zahl
      nur dieses eine du verstehst


      #sk



      mein himmel ist leer
      die träume verschoben
      wartesaal zum glück
      wann wirst du abgerissen

      wer baut mir ein siebentoriges
      bindungsprogramm
      ein nervennetz der liebe
      eine hängematte aus armen

      wessen augen gehen mit mir über
      wo sind die herzen mit 24-stunden-service
      in welchem park wachsen die wunderblumen
      disruptiver harmonie

      sei mein sturm
      verwehe meine blätter
      zerstöre den stammbaum der verzagtheit
      entzünde meine neuronalen äste

      in blitz und donner
      unter tausend schirmen
      hinter neunundneunzig schleiern
      mit den gesichtern der ewigkeit

      du&ich&wir





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      aufgetaucht aus tiefem schrecken
      uneins mit der welt im ganzen
      will ich mich zum himmel recken
      leise mit der sonne tanzen

      in dem spalt von jetzt auf gleich
      werd ich mich aufs neue finden
      nur gefühle machen reich
      und im glück kann ich mich binden

      gehen werden trübe tage
      ferne menschen tiefe schläge
      wenn ich selbst zu träumen wage
      mich und andere bewege