Zukunftsperspektive

      Zukunftsperspektive

      Meine Eltern erwarten von mir, dass ich wieder in Therapie gehe... Das Problem ist nur, dass meine Aufenthalte auf offenen Stationen nie lange gut gegangen sind und schlussendlich mir dann doch immer die Geschlossene empfohlen wird (oder ich zwangsverlegt werde, mittlerweile nicht mehr Dank Erfahrung)auf der ich schon oft war.
      Aber ich will ja, dass es mir besser geht und dafür brauche ich vermutlich eine Therapie - rutsche momentan sehr in pro-svv und pro-ana ab (Ich befürworte das nur für mich selbst - finde es schlimm andere so leiden zu sehen.)
      Es ist gruselig wie schnell ich in die Selbstgefährdung abrutsche und kurz danach ist die Welt wieder in Ordnung.
      Ich nehme vieles nicht als sonderlich krankhaft wahr... Aber meine Stimmungsschwankungen beschreiben meine Eltern als extrem...
      Meine ehemalige ambulante Therapeutin meinte ich soll erstmal stabiler werden bevor sie mit mir weiterarbeitet...
      Ich weiß momentan nicht wie es weitergehen soll - Borderline (habe ich unter anderem angeblich) ist schwer zu kontrollieren...

      Aber ich habe keine Ahnung, wie es für mich therapeutisch weitergehen soll.
      Falls jemand gute Kliniken kennt (z.B. in NRW), die für mich vielleicht in Frage kommen - oder andere Anregungen wie ich jetzt weiter verfahren soll wäre ich sehr dankbar.
      hej :)

      rückfrage zu deinem ersten satz: deine eltern erwarten das oder du willst es?

      meiner erfahrung nach ist das ein kleiner, aber entscheidender unterschied, wenn es um therapie-erfolg geht.

      lg
      solaine
      "But isn't that life for us all? Trusting to luck?"
      "You can always try to give luck a helping hand", she said.

      //william boyd//

      naja, "von therapeuten aufgegeben werden", so würde ich das nicht unbedingt lesen. sie hat ja nur gesagt, dass es besser wäre, wenn du zunächst stabiler wärst. das klingt für mich eher nach "sprengt den rahmen einer ambulanten therapie" und dann finde ich es sinnvoll und richtig, etwas anderes vorzuschlagen.

      die frage, ob du dich aufgegeben hast, ist doch viel interessanter. unabhängig von dem, was therapeuten sagen, oder was deine eltern wollen... musst DU ja dein ganzes leben mit dir verbringen. und dafür solltest du dir gute voraussetzungen schaffen, so weit es in deiner hand liegt :)
      "But isn't that life for us all? Trusting to luck?"
      "You can always try to give luck a helping hand", she said.

      //william boyd//

      Hallo,
      Zu deinem letzten Satz fällt mir ein, dass wahrscheinlich die meisten von uns eine Zeit hatten, in der sie nicht wirklich aufhören wollten. Ich denke, dass mir damals neben dem Selbsthass etc. einfach für mich wirklich wirksam erscheinende Alternativen gefehlt haben, das, was die Selbstverletzung bedeutet und bewirkt hat, anders zu bekommen. Und wenn solche Alternativen eben unvorstellbar sind, ist es eben auch unvorstellbar, das bewährte Mittel aufzugeben - und erst recht, da in Vorleistung zu gehen.
      Entscheidend ist meiner Ansicht nach die Bereitschaft, sich mit Alternativen auseinandersetzen zu wollen und sie, gerne auch erstmal "spielend" auszuprobieren, durchaus auch, sie
      zusammen mit Fachpersonal auszudiskutieren. Der Vergleich mag auf den ersten Blick gewagt erscheinen, aber wer würde denn die Luft zum Atmen hergeben, ohne eine andere Überlebensalternative "sicher" in der Tasche zu haben?

      Soweit ich weiß, oder zumindest zu meiner Zeit dort, wird das auch so oder so ähnlich auf borderlinespezifischen DBT-Stationen vertreten.
      Kurz gesagt: wenn da die Bereitschaft ist, sich mit der Selbstverletzung auseinanderzusetzen, vielleicht auch nur, dir entsprechende Situationen genauer anzuschauen, ist da doch etwas, womit man arbeiten kann.
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