Wie soll ich meiner Therapeutin sagen, dass ich zeitnah in eine Klinik möchte?

      Wie soll ich meiner Therapeutin sagen, dass ich zeitnah in eine Klinik möchte?

      guten morgen,

      mir geht's immer schlechter und ich merke, dass ich immer häufiger zur gefahr für mich selbst werde... im moment hab ich's zwar noch so halbwegs im griff, aber wer weiß, wie lange noch... details erwähne ich jetzt mal nicht, aber ich glaube, jeder kann sich denken, was ich ungefähr damit meine...
      ich hab deswegen vor kurzem mal mit meiner mutter (die von meinen problemen weiß) geredet und zugegeben, dass es mir sehr schlecht geht... sie meinte dann, dass es vielleicht doch besser wäre, bald stationär in therapie zu gehen und dass ich das in der nächsten therapiesitzung unbedingt ansprechen sollte...
      heute habe ich wieder therapie... aber ich weiß nicht, wie ich das meiner therapeutin sagen soll... ich habe angst, dass ich sie damit enttäusche...
      hat jemand von eich vielleicht eine idee, wie ich das ansprechen kann? ;(

      lg pferdemaedchen
      Hallo liebes Pferdemaedchen,

      erstmal ein paar Gedanken zu
      ich habe angst, dass ich sie damit enttäusche...


      Als ich meiner Therapeutin vor kurzem mitteilte, dass ich mich dazu entschieden habe in eine Klinik zu gehen, war ihre antwort darauf, dass das wohl niemand besser einschätzen kann alsich selbst. Die Menschen um dich rum können dir immer nur bis auf die Stirn schauen. Das, was hinter dieser abläuft, kannst nur du selbst ungefiltert mitbekommen. Meiner Meinung nach ist es ein entscheinder Therapieschritt sich selbst und seine Bedürfnisse wahrzunehmen und anzuerkennen. Aus dem Blickwinkel betrachtet, kann sogar der Schritt hin zu einem stationären AUfenthalt als Fortschritt gesehen werden.

      Wie du es ansprechen kannst - das kommt ganz auf deine Art dich mitzuteilen an...
      Ich habe mal zum Beispiel bei einem ganz arg schwierigen Thema einen Brief geschrieben und gleich am Anfang der Stunde meiner Therapeutin gegeben mit der Bitte, ihn zu lesen. Danach haben wir uns auf dieser Grundlage unterhalten. Oder ich habe zum Beispiel auch schonmal am Anfang der Stunde gesagt, dass ich ein Thema habe, das mich stresst und ich weiß, dass ich von mir aus von ihm ablenken werde und sie darum gebeten, mir Fragen zu stellen und mich nicht "vom Haken" zu lassen. Und manchmal habe ich Sachen einfach im ersten Satz hingeknallt (also das wäre in dem Fall zum Beispiel "Ich glaube, ich will in die Klinik" und dann hat sich daraus ein Gespräch ergeben. Was davon zu dr und dem Thema passt, oder ob was ganz anderes das richtige ist, kann ich dir natürlich nicht sagen, aber vielleicht kannst du mit der ein oder anderen Idee was anfangen.

      Und ganz ehrlich, den größten Schritt bist du schon gegangen, indem du dir selbst gegenüber diesen Gedanken zulässt. Aus meiner Erfahrung sind wir selbst oft unsere härtesten Kritiker*innen.

      Magst du später ielleicht schreiben, wie es gelaufen ist?

      Liebe Grüße
      Is this real? Or has this been happening inside my head?
      Of course it is happening inside your head, Harry, but why on earth should that mean that it is not real?

      What if its allegiance was always to someone else? Come on, Tom, let's finish this the way we started: TOGETHER!

      Harry Potter and the Deathly Hallows

      Pferdemaedchen schrieb:

      guten morgen,

      mir geht's immer schlechter und ich merke, dass ich immer häufiger zur gefahr für mich selbst werde... im moment hab ich's zwar noch so halbwegs im griff, aber wer weiß, wie lange noch... details erwähne ich jetzt mal nicht, aber ich glaube, jeder kann sich denken, was ich ungefähr damit meine...
      ich hab deswegen vor kurzem mal mit meiner mutter (die von meinen problemen weiß) geredet und zugegeben, dass es mir sehr schlecht geht... sie meinte dann, dass es vielleicht doch besser wäre, bald stationär in therapie zu gehen und dass ich das in der nächsten therapiesitzung unbedingt ansprechen sollte...
      heute habe ich wieder therapie... aber ich weiß nicht, wie ich das meiner therapeutin sagen soll... ich habe angst, dass ich sie damit enttäusche...
      hat jemand von eich vielleicht eine idee, wie ich das ansprechen kann? ;(

      lg pferdemaedchen


      Guten Morgen, Pferdemädchen!

      Du enttäuschst niemanden! <3
      Du kannst es ihr genauso sagen, wie du es hier geschildert hast, deine momentane Situation beschreiben und wie du es gerne gehandhabt haben möchtest.
      Sie wird es schätzen, dass du ehrlich bist. Das ist viel besser, als wenn du es aussparst.
      Vermutlich gibt dir die stationäre Therapie den Rahmen, den du jetzt brauchst.
      Alles Gute dir! <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ciel“ ()

      guten abend,

      ich hatte vorhin therapie und well... meine therapeutin hat mich, als ich gewisse gedanken geäußert habe, direkt gefragt, ob ich schon mal drüber nachgedacht habe, in eine klinik zu gehen... ich hab logischerweise bejaht und wir haben das gröbste besprochen... und jetzt hab ich angst davor, den schritt zu wagen...

      Neu

      Pferdemaedchen schrieb:

      guten abend,

      ich hatte vorhin therapie und well... meine therapeutin hat mich, als ich gewisse gedanken geäußert habe, direkt gefragt, ob ich schon mal drüber nachgedacht habe, in eine klinik zu gehen... ich hab logischerweise bejaht und wir haben das gröbste besprochen... und jetzt hab ich angst davor, den schritt zu wagen...


      Kannst du mit ihr auch über deine Ängste sprechen? Versuche mal zu ergründen, was genau deine Ängste sind.