Klinik Angst

      Klinik Angst

      Hallo

      Ich hatte schon in einem anderen Beitrag gesagt, dass ich in eine Klinik gehe.
      Ich habe eine M"gersucht, S*lbstverletzung und Depressionen.
      Ich habe fast den Rest meiner Kindheit und meine ganze Jugend in Kliniken verbracht, aber das waren entweder eine Psychiatrie oder Fachkliniken für esssgest*rung wo es in erster Linie um essen und zunehmen ging. So richtig Ursachenforschung wurde nicht betrieben.
      Die Klinik wo ich jetzt hingehe behandelt KEINE Esssgestörung sondern Depression. Es war auf der einen Seite Absicht weil ich die esssgestörung auch gut ambulant behandeln könnte aber ich habe total Angst vor der Klinik. Würde am liebsten den Platz absagen und lieber weiter ambulante Therapie machen.
      Ich habe Angst das ich es da mit dem Essen nicht hinbekomme und wieder an Gewicht verliere weil ich da keinerlei Unterstützung bekomme was das Essen angeht. Es gibt natürlich einen mindestbmi für die Therapie. Ich will da auf keinen Fall abnehmen! Man sagt zwar die esssgestörung ist nicht Vordergrund, trotzdem bin auf den Halt und Struktur eines Essensplan angewiesen und wie viel ich zum halten brauche weiß ich nicht. Im Moment probiere ich Wartezeit zu nutzen um Gewicht zuzunehmen. Wobei das Personal in der Klinik meinem BMI super findet ( meinem Hausarzt fiel nicht als erstes Wort super ein)

      Ich habe einfach total Angst . Eigentlich wollte ich nie wieder eine Klinik von innen sehen.
      Es ist natürlich die erste Klink wo man richtig Therapie machen kann und natürlich freiwillig ich kann jederzeit gehen
      Hey Junimond,

      deine Zweifel sind verständlich.

      Ich denke, dass du in der Klinik regelmäßige Mahlzeiten bekommst. Alles andere wäre ja auch irgendwie seltsam.
      Vielleicht kannst du dir das erstmal anschauen, was da geboten ist und dann für dich selbst einen Essensplan aufstellen?
      Einfach, dass du einen hast und an dem festhalten kannst.
      Würde dir das helfen oder habe ich da etwas falsch verstanden?

      Und eventuell besteht ja da doch die Chance, dass du das da in der Therapie mit ansprechen kannst - auch, weil es dich ja dort akut belastet und "dazugehört" (das hört sich seltsam an, mir fällt aber gerade kein anderer Ausdruck ein). Trotzdem, dass die Klinik nicht darauf spezialisiert ist. Mit Menschen, die eine Essstörung haben, sollten sie ja dennoch umgehen können - und werdens auch müssen. Ich vermute mal, du wirst nicht die Erste und Einzige sein, die mit einer solchen Kombi dort antritt.

      Und wenn du gar nicht zurechtkommst und das alles aus dem Ruder zu laufen droht, hast du immernoch die Möglichkeit, die Notbremse zu ziehen und den Klinikaufenthalt abzubrechen.
      Aber antreten solltest du sie, denke ich, auf jeden Fall. Vor allem, weil sie ja ganz anders ausgelegt ist, als deine bisherigen Klinikaufenthalte.

      Wann ist es denn soweit?
      Eventuell kannst du ja auch im Vorfeld zumindest deine Bedenken dort mal anbringen?

      Ich wünsch dir was
      shy
      "[...]Nur das richtige Wort zur richtigen Zeit
      Nur ein kleines Licht in der Dunkelheit
      Der Moment, der uns wieder auf die Beine stellt [...]
      (Madsen - Der Moment)

      Hi
      mega lieb das du antwortest.
      Klar in der Klinik gibt es ganz normal 3 Mahlzeiten wo die Teilnahme sogar Pflicht ist (nicht die essensmenge) Einmal in der Woche wird man gewogen allerdings in Kleidung.
      Die Küche ist jederzeit offen und man kann auch zwischendurch mal was essen (also meine 3 Zwischenmahlzeiten ich bin ein Mensch der viele kleine Mahlzeiten braucht mit 3 gro0en kann ich nichts anfangen) man darf auch sozusagen sein eigenes Essen kaufen und mitbringen. Aber ja ich sollte erstmal schauen was es gibt und dann meinen "plan" zusammen stellen. Anfangs dachte ich esse eben das was ich auch zuhause esse aber dort zuzunehmen ist halt auch nicht der Plan. Von daher schauen was es gibt und eben ein bisschen ausprobieren vielleicht gute Idee
      ich habe eben einmal DBT gemacht (obwohl ich KEIN Borderline habe und ich daher von der Therapie auch nicht profitiert habe, damals hieß Essstörung wird hier nicht behandelt, letztendlich habe ich massiv an Gewicht verloren und die Therapie abgebrochen)
      und klar ich bin nicht die erste die diese Kombi hat. Ich weis das manche Leute mit dieser Kombi da waren.

      ja ich wüsste auch gerne wann die Aufnahme ist. Eigentlich hieß es 6 -8 Wochen Wartezeit. Die 6 Woche läuft nächste Woche ab und eigentlich bekommt man eine Woche vorher einen Anruf. So kann man nicht planen:-( ich warte praktisch jeden Tag auf einen Anruf.

      ich habe den schon eine Mail geschrieben und nach vor portionieren (Mittag)essen gefragt aber das gibt es dort nicht! Wie gesagt ich hatte das Anfangs Telefonat und war so überrascht, dass die Therapeutin so begeistert war vom BMI. Ich werde zumindest bei Aufnahme Fragen ob ich bei Bedarf zusätzlich Fresubin bekommen kann.

      Eben so eine Therapie habe ich noch nie gemacht. Deswegen ist ja eigentlich gut. Und das hast du zwar nicht gefragt aber ich habe mir schon aus guten Grund diese Klinik ausgesucht.
      Hey,

      das denke ich mir, dass du die Klinik nicht aus "Jux und Tollerei" ausgesucht hast.

      Ok, ich glaube ich kann deine Bedenken nun ein bisschen besser verstehen.
      Und ich denke wirklich, dass du gut damit fahren könntest, wenn du dir deinen eigenen Plan machst. Eben wenn du weißt, was es da gibt und wie die Gegebenheiten sind.
      Es scheinen ja schonmal nicht die schlechtesten Voraussetzungen zu sein, wenn sogar die Küche jederzeit offen ist und du auch selbst was kaufen/mitbringen kannst.
      Da kannst du vielleicht ein wenig an deinen normalen Rhythmus von zu Hause anknüpfen, soweit es eben geht.


      Ich wünsche dir, dass der Anruf bald kommt und so diese Warterei ein Ende hat!

      Alles Liebe
      shy
      "[...]Nur das richtige Wort zur richtigen Zeit
      Nur ein kleines Licht in der Dunkelheit
      Der Moment, der uns wieder auf die Beine stellt [...]
      (Madsen - Der Moment)

      Es wird sowieso schon sehr große Umstellung weil es ja völlig andere Essenszeiten sind als ich zuhause mache.

      Ich habe eben die Horrorerfahrung mit DBT, aber die liegt Jahre zurück aber auch damals wurde gesagt die esssgestörung ist ihr Problem.
      Da essen auch nur ein Symptom ist und es jetzt mal an die Ursache geht kann es natürlich trotzdem hilfreich sein
      Der therapietag soll sehr voll sein im Gegensatz zu DBT wo es sehr wenig gab
      Klar ich kann abbrechen aber ich will ja nicht mit dem Gedanken in die Klinik gehen
      Es wäre eben einfacher wenn es das. Thema Essen nicht gäbe