Warum st*rbt das Forum aus?

      Warum st*rbt das Forum aus?

      Hallo,

      alle, die schon mehrere Jahre hier sind, werden festgestellt haben, dass das Forum "ausst*rbt". Wenn ich sehe, dass es mittlerweile sogar Tage gibt, an denen kein einziger Beitrag geschrieben wird... das wäre in meiner Anfangszeit gar nicht vorstellbar gewesen. Es ist kaum mehr jemand online, es werden kaum noch Beiträge geschrieben, das Bearbeiten gemeldeter Beiträge dauert länger (nicht böse gemeint, wenn keiner was schreibt würde ich als Mod vermutlich auch nicht mehr oft hier reinschauen, mir ist nur aufgefallen dass solcher Mist deutlich länger hier stehen bleibt als früher).

      Nun ja, mich würde interessieren, woran das liegt, wo ihr die Gründe daran seht. Dass es wohl nicht an einem plötzlichen Rückgang der Zahl sich selbst v*rl*tz*nd*r Menschen liegt, da sind wir uns vermutlich einig.
      Aber woran liegt es dann? Nutzt die "heutige Jugend" andere Kommunikationswege (Whatsapp-Gruppen o. Ä. ) als früher? Sind Foren einfach nicht mehr "in"?

      Mich würden eure Meinungen zu dem Thema interessieren. Dass viele von den Usern, die zu meiner Anfangszeit vor knapp 10 Jahren nicht mehr aktiv sind, weil sie aus der Sache einfach "rausgewachsen" sind ist mir schon klar, aber warum kommen keine User mehr nach? Wo sind heute die ganzen 14, 15 - Jährigen, die sich s*lbstv*rl*tz*n?

      Bin gespannt auf eure Antworten.

      LG
      wild_angel
      If everything seems to be going against you,
      remember that the aeroplane takes off against the wind,
      not with it...
      (Henry Ford)

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      Ich versuche nach den Sternen zu greifen, doch das Universum expandiert....
      Guten Abend wild_angel,
      das habe ich mich persönlich auch schon gefragt. Ich bin nun auch schon seit 2004 hier zwar mit anderen Namen aber doch sehr lange. Ich schau regelmäßig rein ins Forum weil es so lange schon ein Teil ist auch wenn sich mein Leben so sehr geändert hat in den letzten Jahren.

      Ich denke leider wirklich das die „neue“ Generation andere Wege hat oder die Form eines Forums ihr in einer Welt in der es immer schneller wird nicht reicht. Ich mein damit länger auf eine Antwort zu warten wie ein paar Minuten kommt für die meisten leider nicht in frage. Alles muss schnell gehen. Immer erreichbar sein und auf Abruf sein so ist es in einem Forum nun mal nicht man muss manchmal einfach Zeit mitbringen.

      Eine bessere Antwort kann ich dir denke ich leider aus meiner Sicht heraus nicht geben.

      Liebe Grüße
      "Du bist ein Idiot! Hörst du mich du hast sie in einen menschlichen Körper gesteckt sie wird wahnsinnig!"
      Filmzitat aus: Das letzte Einhorn


      "Ohja die Vergangenheit kann w*h tun. Aber wie ich es sehe läuft man entweder davon… oder man lernt davon!"
      Filmzitat aus: König der Löwen :love:
      Also damals, ist schon fast 20 Jahre her mit Jesse Blue, waren hier grade mal 97 Nutzer angemeldet und ja Foren sterben aus. Das ist aber nichts neues. Die neue Jugend will sich größtenteils nicht mehr selbst beteiligen sondern nur suchen und lesen. Genau deswegen haben alle Foren, egal ob Spiele oder Selbsthilfe seit Jahren Probleme sich am leben zu halten.

      Keine oder kaum Nutzer ist je nach Aktivität der "alten" oft nur ein sehr schneller Tod. Das sieht man auch oft daran wenn News Schreiber oder Mods gesucht werden, das es kaum noch Nutzer gibt die Zeit investieren wollen.

      Ich kann es den Leuten auch nicht verübeln, ich bin alt und ich mag Foren. Lieber etwas 2-3 mal Lesen als schnell schnell zum nächsten. Das ging jetzt recht schnell. Das es weniger wurde habe ich schon vor 6 Monaten gemerkt, ich bin ja jetzt nicht so aktiv.

      MfG.

      Wolverine

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Wolverine“ ()

      Ich bin ja nun auch wohl gute 6 Jahre hier und bin mal mehr und mal weniger aktiv, aber Ich weiß wohl noch, "damals", 2012 war hier schön was los und dazu im Vergleich jetzt, es ist echt seeehhr wenig.

      Aber Ich denke mal, die jungen Menschen heutzutage bedienen sich eher an Tumblr, instagram und co.
      Open your Windows,
      Open your Doors,
      Open your Minds,
      to a Freedom of Thoughts!
      Gut frage wild_angle

      Ich denke auch dass es eher an WhatsAppgruppen etc liegt. Das geht schneller und ist nicht ganz so "umständlich" wie hier. Ich denke die Medien die die jüngeren Generation benutzen haben sich einfach verändert. Wer weiß vielleicht schickt man sich jetzt snaps von svv wenn man Hilfe braucht. Und wenn man sich mache tumblr Seiten so anschaut denke ich dass die Menschen eher einfach schreiben wollen und wissen das es wer liest als dann auch selbst lesen oder antworten zu "müssen"
      Genau in dem Moment,
      als die Raupe dachte die Welt geht unter
      wurde sie zum Schmetterling

      Peter Banary
      Ich bin ja auch nicht mehr so aktiv im Forum aber natürlich ist mir das auch schon aufgefallen. Bin nun ja auch schon einige Jährchen im Forum angemeldet :D und finde die Entwicklung sehr schade. Aber ich finde es gut das wild-angel das auch einmal angesprochen hat.
      Das Forum hier ist für mich immer ein Anker gewesen und ich habe auch einige tolle Menschen kennen gelernt und werde auch weiterhin hier herumwuseln.
      Heute ist alles so schnelllebig geworden, niemand hat Zeit zu warten... auch nicht bis jemand auf einen eröffneten Beitrag antwortet. Wie gesagt, ich finde es nicht gut aber wir alle werden es auch nicht ändern können.

      Danke wild_angel fürs Ansprechen dieses Themas :thumbsup:
      Hallo zusammen,

      gute Frage. Deswegen habe ich auch ein paar Tage überlegt, was ich schreiben kann. Deswegen erstmal zu den Dingen, zu denen ich (und auch wirklich ich, ich schreibe nicht im Namen des Teams) auch was sagen kann.

      wild_angel, du hast vollkommen Recht. Die Meldungen bleiben oft zu lange unbearbeitet. Mit deiner Vermutung hast du vollkommen recht. Früher habe ich viel öfter reingeschaut, weil es doch häufig richtig Ärger gab und ich auf manche Threads ein ständiges Auge haben wollte, damit wir zeitnah einschreiten können, wenn es zu Regelverstößen kommt. Danke für das Feedback, ich sehe zu, da mehr ein Auge drauf zu haben.
      (Das hat jetzt nicht mit der langen Zeitspanne, die die Bearbeitung von Meldungen gebraucht hat, zu tun, ich schiebe das hier trotzdem kurz ein: Ich bin mal alle Meldungen seit Januar 2018 durchgegangen und abgesehen von einer Person sind fast alle Meldungen vom Team ausgegangen. Ist immer schön zu wissen, dass auch andere ein Auge drauf haben.)

      Jetzt zur eigentlichen Frage: Es gibt ja zwei Möglichkeiten - weniger Menschen mit selbstverl*tz*ndem Verhalten oder weniger Suche/Diskussion in Selbsthilfeforen (zumindest in diesem).
      Die erste scheint ihr alle auszuschließen. Ich bin mir da nicht so sicher, habe alledings (bei einer zugegeben sehr oberflächlichen Recherche) auch keine zuverlässigen Infos zur Häufigkeit der letzten Jahre gefunden. Wobei das ja auch schwierig zu erheben ist. Manchmal zeigt das nur eine verstärkte Bereitschaft an, darüber zu sprechen, nicht, dass es mehr Betroffene gibt. Mir ist immer ein Satz einer Pflegerin im Kopf, den sie gesagt hat, als ich als Teenager in einer KJP war. "Plötzlich kommen hier immer Jugendliche an, die sich schn*d*n. Als ich mit dem Job angefangen hab, war das sehr selten." Das ist natürlich nur ein Eindruck einer Person, aber es gibt mir zu denken. Ich gehe da gern auch etwas historisch aus. Jede Zeit (und ich sage hier bewusst nicht Generation, weil ich weniger eine bestimmte Altersgruppe als vielmehr einen Zeitabschnitt von ein paar Jahren oder Jahrzehnten meine) hat ihre eigenen Merkmale, das gilt auch sozial und kulturell. Meiner Meinung nach sollte man nicht annehmen, dass ein Symptom oder eine Krankheit "schon immer" da war. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es weniger Betroffene gibt. Das heißt nicht, dass es weniger leidende Menschen gibt, aber dass sich vielleicht der Umgang geändert hat. Ich hoffe ja, dass das daran liegt, dass es heute vielleicht etwas leichter ist, darüber zu reden, dass LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, Ärztinnen usw... vielleicht aufgeklärter sind. Das ist aber wohl zu optimistisch, obwohl es sicher auch eine kleine Rolle spielt. Vielleicht hat sich das alles etwas verschoben. Beispiel: Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als das sog. Komasaufen ein großes Thema war (ähm...so vor 10, 12 JAhren vielleicht)? Das hat in der Häufigkeit abgenommen. Sicher nicht, weil junge Menschen plötzlich keine Probleme haben (und ja, ich bin der Meinung, dass das bei vielen nicht einfach nur ein "ich kannte meine Grenzen halt nicht" war). Man sieht das auch beim Drogenkonsum. Wenn man mal schaut, was so konsumiert wird, dann haben die sog. Partydrogen ab- und die sog. Leistungsdrogen zugenommen.
      Das mal nur so als Spekulationen dazu.

      Dann zur Mediennutzung. Vielleicht haben sich Foren allgemein langsam überholt. Ich schließ mich euch da an: Wahrscheinlich sind WhatsApp, facebook und Co mehr genutzt. Ich gebe zu, dass ich den automatischen Reflex habe, Generationenkritik erstmal abzulehnen. Aber ich kann natürlich nicht widersprechen, dass sich die Schnelllebigkeit gesteigert hat - auch wenn ich den Begriff nicht mag. Mich erinnern die kurzen und schnell hin- und hergeworfenen Nachrichten aber auch an die früheren Chatrooms (nutzt DAS eigentlich noch irgendwer? oder ICQ? :biggrin: ). Und irgendwie ist das für mich einem face to face Gespräch näher als Forenbeiträge zu verfassen. Weniger hilfreich muss das nicht sein, denke ich. Und dass es andere Plattformen sind: Bei facebook ist man ohnehin (jaja, ich weiß, nicht jeder, aber viele), wieso sich nicht dann auch auf dieser Plattform über Probleme austauschen? WhatsApp hat man schon auf dem Handy, wieso da nicht eine Gruppe starten? Ich verstehe, dass man in einer Zeit von tausend Möglichkeiten gern dadurch den Überblick behält, indem man sich auf einige wenige Plattformen zurückzieht (Halloooo natürliche Monopolbildung, aber das ist ein anderes Thema).

      So, das mal meine Gedanken dazu. Jetzt ist es doch etwas mehr geworden. Was man doch so alles tut, um sich vom arbeiten abzuhalten :biggrin: Spaß beiseite, das Thema ist mir auch wichtig.

      Liebe Grüße
      Fylgja
      Therapy only works when we have a genuine desire to know ourselves as we are. Not as we would like to be.

      ~ Hannibal, S2E9

      Fylgja schrieb:


      Jetzt zur eigentlichen Frage: Es gibt ja zwei Möglichkeiten - weniger Menschen mit selbstverl*tz*ndem Verhalten oder weniger Suche/Diskussion in Selbsthilfeforen (zumindest in diesem).
      Die erste scheint ihr alle auszuschließen. Ich bin mir da nicht so sicher, habe alledings (bei einer zugegeben sehr oberflächlichen Recherche) auch keine zuverlässigen Infos zur Häufigkeit der letzten Jahre gefunden. Wobei das ja auch schwierig zu erheben ist. Manchmal zeigt das nur eine verstärkte Bereitschaft an, darüber zu sprechen, nicht, dass es mehr Betroffene gibt. Mir ist immer ein Satz einer Pflegerin im Kopf, den sie gesagt hat, als ich als Teenager in einer KJP war. "Plötzlich kommen hier immer Jugendliche an, die sich schn*d*n. Als ich mit dem Job angefangen hab, war das sehr selten." Das ist natürlich nur ein Eindruck einer Person, aber es gibt mir zu denken. Ich gehe da gern auch etwas historisch aus. Jede Zeit (und ich sage hier bewusst nicht Generation, weil ich weniger eine bestimmte Altersgruppe als vielmehr einen Zeitabschnitt von ein paar Jahren oder Jahrzehnten meine) hat ihre eigenen Merkmale, das gilt auch sozial und kulturell. Meiner Meinung nach sollte man nicht annehmen, dass ein Symptom oder eine Krankheit "schon immer" da war. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es weniger Betroffene gibt. Das heißt nicht, dass es weniger leidende Menschen gibt, aber dass sich vielleicht der Umgang geändert hat. Ich hoffe ja, dass das daran liegt, dass es heute vielleicht etwas leichter ist, darüber zu reden, dass LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, Ärztinnen usw... vielleicht aufgeklärter sind. Das ist aber wohl zu optimistisch, obwohl es sicher auch eine kleine Rolle spielt. Vielleicht hat sich das alles etwas verschoben. Beispiel: Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als das sog. Komasaufen ein großes Thema war (ähm...so vor 10, 12 JAhren vielleicht)? Das hat in der Häufigkeit abgenommen. Sicher nicht, weil junge Menschen plötzlich keine Probleme haben (und ja, ich bin der Meinung, dass das bei vielen nicht einfach nur ein "ich kannte meine Grenzen halt nicht" war). Man sieht das auch beim Drogenkonsum. Wenn man mal schaut, was so konsumiert wird, dann haben die sog. Partydrogen ab- und die sog. Leistungsdrogen zugenommen.
      Das mal nur so als Spekulationen dazu.


      Diesen Gedanken finde ich sehr spannend und so gesehen hast du schon recht, als ich jung war, war ja die Emo-Szene gerade ziemlich modern. Schon allein durch die ganzen Emo-Witze, die damals kursierten, war das Thema viel präsenter.
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      (Henry Ford)

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      Ich versuche nach den Sternen zu greifen, doch das Universum expandiert....
      Foren sterben aus, Kommunikationswege und die Art und Weise von Kommunikation ändern sich, Informationsbeschaffung und Austausch ändern sich, Lebensbedingungen ändern sich, jede/r von uns ändert sich …

      Es gibt sicher viele Gründe, die auch in diesem Forum - gefühlt - von statten gehen. Ich beobachte die rückläufigen Aktivitäten hier im Forum bereits auch schon eine ganze Weile so wie ihr, bin aber erst seit 2012 hier. Kann also zu früherem Auf- und/oder Ab nichts sagen oder schreiben. Doch seit 2012 ist es deutlich ruhiger geworden. Warum?

      Ein Gedanke für mich ist zunächst, dass ein Forum immer wieder aktive und weniger aktive Phasen erleben wird. Ich möchte das gern mit meiner Erfahrung aus dem Bereich Jugendgruppenarbeit vergleichen. Auch da gab es über die Jahre Phasen mit sehr reger Teilnahme bzw. Interesse an Themen, aber es gab auch Zeiten, wo über die Auflösung der einen oder anderen Gruppe nachgedacht wurde oder sogar umgesetzt wurde.

      Doch zurück hierher.

      Es gibt so was wie ein Aufwachen, ein Thema wie z.B. SVV bereits lange bekannt aber wenig kommuniziert. Dann rückt das Thema in den Fokus, es bilden sich Foren, die dem Kontakt und dem Austausch dienen sollen. Das Thema bleibt ein Weilchen in Fahrt, verliert dann aber das öffentliche Interesse und bleibt nur noch ein Thema für wenige Auserwählte, die sich darüber austauschen.

      Auch das Thema „Foreninflation“ gehört wahrscheinlich dazu. Ich habe mich auch schon parallel in dem einen oder anderen Forum umgeschaut, gibt ja inzwischen schon einige. Ich möchte hier bewusst keine Qualitätsaussage zu Beiträgen und Antworten treffen.

      Vielleicht (oder auch vermutlich ganz sicher) ist dieser Prozess auch von einer Alterskurve begleitet.

      Und es gibt Themen, die sind so was wie ein Statussymbol einer Epoche oder Generation. Z.B. einige meiner Bekannten erzählen von Boots und Parkas und den 60er Revolten – sind wohl schon etwas älter :D . Komasaufen wurde schon genannt. Mobbing ebenso. Ecstasy und neuerdings mehr die Durchhalte- und Leistungssteigerungsdrogen. Jedes Symptom ist für mich ein Spiegel seiner Zeit. Heute nenn ich mal WhatsApp (Überraschung – wer hätte das jetzt erwartet? :D ) in diesem Zusammenhang: die Abhängigkeit vom Klick mit dem Daumen und die ständige Rückmelderei und „On-Status“. Ich seh‘ da fast so was wie ´ne kleine Gehirnwäsche. Masse bestimmt Entscheidungen nicht mehr Qualitäten – ich weiß, solche Statements können zu heftigen Diskussionen führen und bedürfen eigentlich immer der Begründung.

      Grundsätzlich haben sich die Probleme nicht aufgelöst, sie sind nur nicht mehr als Symptom in allen Schichten in der gleichen Intensität und Wichtigkeit (bescheuertes Wort dafür) vorhanden. Neue Symptome und neue Kommunikationswege darüber begleiten die neuen Generationen. Ich glaube auch, dass sich heute einige wenige Jahre später schon deutliche neue Stufungen erkennen lassen. Zumindest wenn ich parallel die Berufsneulinge in die Gedanken- und Betrachtungswelt einbeziehe.

      Was mir deutlich auffällt – mag auch sein, dass ich mich täusche – ist, dass das Thema SVV als solches in den Beiträgen gravierend abgenommen hat, natürlich auch die Anzahl dazu. Andere Themen wie Schule zu Ende – jetzt Studienbeginn, Beziehungsthemen etc. stehen noch etwas im Fokus. Somit hat sich aus meiner Sicht der diskutierte Foreninhalt bezüglich seiner aktuellen Beiträge deutlich verschoben, SVV hat für mich gefühlt seine Prio verloren. Sicher wird es auch heute unter den UsernInnen noch das Thema geben, da es in vielen Situationen ja auch ein begleitendes Thema ist, aber es haben sich auch neue und damit andere Themenschwerpunkte herausgebildet. Ist es am Anfang das Symptom, über das man mit der Außenwelt in Kontakt tritt, arbeiten doch einige (viele, alle?) gefühlt schon lange an sehr tiefen persönlichen Themen auf ihrem Weg durchs Leben. Ich nehme mich da nicht aus. Nur fand meine Hauptveränderung zwischen 17-30 Jahren statt. Heute reflektiere ich vieles davon und bin auf meiner persönlichen Suche ein ganzes Stück weiter. Damit haben sich aber auch mein Blickwinkel und meine Fragen deutlich verschoben. Mir beispielsweise geht es oft weniger um schnelle Lösungen sondern um neue Impulse und Gedankenanstöße auf schon lange bestehende Themen oder Thementeile, da ich auch heute noch heftigst darüber stolpere.

      Neue UserInnen stolpern weniger mit konkreten Themen und Bitten um Hilfestellungen herein, sondern melden sich eher wie bei einem Lesezirkel an (komisches altes Wort, aber fiel mir gerade dazu ein). Dies mag auch an einer Denke wie folgt liegen: „ich meld mich mal an, wenn’s nichts bringt, macht’s auch nichts.“ So wie auch WhatsApp aus meiner Sicht durch das Phänomen „mindestens 1000 Freunde“, ständiges „On“ und wehe, wenn nicht unverzüglich ´ne Antwort erfolgt, dann fall ich in ´ne Krise“ verkürzt beschrieben werden kann.

      Wie oben schon geschrieben: Masse statt …

      Jedes Forum, jede Gruppe, jeder Arbeitskreis etc. unterliegt einer Fluktuation: ältere langjährige Forenteilnehmer/innen und Mods klinken sich aus, wandern eiauf ihrem Lebensweg weiter, ihre Lebensaspekte und damit Themenschwerpunkte haben sich gewandelt und verschoben. Die Zeit füllt sich parallel mit neuen Themen wie Beruf und Familie, eben nicht mehr typisch SVV-Symptom-Schwerpunkt. Erst wenn man zurückblickt, sieht man diese Bewegung und die Veränderung. Aber da schreibe ich doch nichts Neues. ;)

      Nachdem wir uns nun alle über mögliche Hintergründe Gedanken gemacht haben, bleibt für mich die Frage: Gibt mir das, was da noch an Forum ist, so viel, dass ich bleibe und weiterhin aktiv daran teilnehme - oder klinke ich mich auch irgendwann aus? Die Antwort einer alten Lady (41 Jahre): ich werde noch ein Weilchen bleiben und danke jedem, der mit mir Geduld hat und mir auf meine Fragen antwortet. :)

      Lg Elfenspiegel
      Hallo ihr Lieben,

      möchte euch gern noch ein paar weitere Gedanken rüberbringen. Es soll kein Versuch der Erklärung sein, sondern es sind nur meine Gedanken, die mich zu diesem Thema noch bewegen.

      Ein Forum lebt durch die Fragestellungen der User/Innen und durch die Antworten der anderen User/Innen darauf. Am Anfang dieses Forums gab es vermutlich die Idee, einen Schutzraum zu schaffen, in dem man vertraulich und doch relativ offen seine Fragen und Hilferufe stellen konnte und viele User/Innen sich intensiv um den/die Hilferufende bemüht haben, Gedanken dazugestellt haben, Tipps aus ihrem Umgang mit vielleicht der gleichen Problemlage schrieben, Mitgefühl zeigten etc. Nach einer ganzen Zeit des Bestehens eines Forums hat sich so was wie eine – ich nenne es mal – Wissensbasis gebildet: einerseits die Fragen und Problembeschreibungen und andererseits Angebote zur Lösung oder zumindest erste Gedanken und mögliche Schritte für einen besseren Umgang mit dem Problem. Wenn ich als Externe heute also ein Problem habe, so brauche ich „nur“ im Forum zu suchen und werde mit großer Wahrscheinlichkeit einige helfende Hinweise finden. Ich brauche also gar nicht mehr aktives Mitglied im Forum zu werden / zu sein.

      Außerdem tritt durch die Menge der Fragen und Antwortbeiträge auch eine gewisse inhaltliche Sättigung ein: viele Fragen und Problembeschreibungen könnten also vielleicht auch einfach mit dem Hinweis auf eine bereits ähnlich gelagerte Frage zumindest ein Stück weit beantwortet werden. In manch anderen Foren wird auch so vorgegangen. Ist hier vielleicht (sogar wahrscheinlich) eher nicht angebracht, weil da auf der anderen Seite eines Themas ein Mensch mit seinen Nöten steht, der im Inneren vielleicht auch Zuspruch und Ermunterung erhofft.

      Doch wir alle sind auch einem Änderungs- und Fortschreitungsprozess unterworfen. Was uns heute noch unter den Fingernägeln brennt, dafür habe ich vielleicht bereits morgen - auch durch die Hilfe des Forums (euch alle) - eine Lösung oder zumindest einen ersten Schritt oder aber einen Weg im Umgang mit dem Problem gefunden. Damit verliert das Problem ein Stück weit seinen Einfluss auf mich und meinen Alltag. Es ist möglicherweise noch da, aber ich habe vielleicht einen Weg gefunden, damit umzugehen. Trifft sicherlich nicht auf alle Themen zu. Ich für mich gehe davon aus und habe in mir das Gefühl, dass es auf manche meiner Fragestellungen keine Lösungen gibt, aber vielleicht habe ich bereits oder schaffe ich es mit eurer Hilfe, einen Modus vivendi zu finden. Ich benutze also für mich das Forum als Ideengeber, um dann im Alltag ein Stück weit meinen Weg wieder allein weiter zu gehen. Klappt nicht immer, aber doch manchmal. Damit rutscht das Forum ein Stück weit raus aus meinem Fokus.

      Wenn da nicht ein zusätzlicher Aspekt zum Tragen kommt. Ich für mich möchte nicht nur Nutznießerin sein, sondern aktiv im Forum beitragen. Neben dem Versuch, auf Fragestellungen angemessen und hilfreich zu antworten, habe ich hier auch bewusst eine Anzahl meiner Texte/Gedanken/Gedichte/Geschichten eingestellt; obwohl sie ein Stück weit sehr vertraulich sind, fast so was wie mein Schatz. Sie sind meine Stütze, ein Stück weit meine eigene Hilfe, um mit dem Druck an Gefühlen in mir einigermaßen umzugehen. Deshalb habe ich auch oft eine „zweite Ebene“ in meinen Texten eingearbeitet.

      Abschließend noch ein Gedanke – aber ich muss gestehen: da bin ich selbst drauf reingefallen. Nachfolgende Zeilen sind ausschließlich als Selbstkritik zu sehen und sollen keine Provokation darstellen!

      In einem Forum sich öffentlich darüber auszutauschen, weshalb ein Forum vielleicht im Moment nach außen wenige Aktivitäten zeigt, kann sehr kontraproduktiv sein, wenn der Wunsch nach mehr Lebendigkeit im Forum der vordergründige ist. In die Jahre gekommene Häuser rettet man nicht, indem man über deren Bauzustand sinniert. Gedanken und Anstrengungen zur Sanierung, Erneuerung, möglicherweise Veränderung erscheinen zielführender. Dies bedarf der Anstrengung aller, die ein gleiches Interesse haben, … mich eingeschlossen.

      Lg Elfenspiegel
      guten abend ihr lieben,

      ich hab einige tage über das thema hier nachgedacht und will auch meine sichtweise schildern - als langjährige userin, und nur zum teil als mod ;)

      zum einen teile ich die beobachtung, die hier schon ein paarmal geschildert wurde: svv ist momentan nicht mit einer solchen präsenz in der gesellschaft sichtbar wie es mal war. bezüglich der gründe kann ich sicher nichts beitragen, aber mir scheint es auch so, dass andere "deviante verhaltensweisen" mehr im vordergrund stehen zur zeit.

      ich gehe auch konform damit, dass foren nicht mehr das "medium" der zeit sind. verschärfend kommt hinzu (das nun aus der mod-sicht gesprochen), dass wir nach mehreren heftigen troll-angriffen, denen wir zum teil sehr ausgeliefert waren, eben weil immer nur ein teil der mods überhaupt handlungsfähig ist, das forum auf manuelle freischaltung umgestellt haben. das heißt: nach der registrierung kann es auch mal eine woche dauern, bis neue user hier überhaupt schreiben können. ich denke, dass das für viele den "ich will sofort austausch"-punkt noch mehr stört als es ein "reaktionslahmes" forum ohnehin schon tut. (ich hab mal drei minuten auf facebook gestöbert und x gruppen zu svv entdeckt - ich bin selbst zu ganz anderen themen auch eher in FB-gruppen als in foren unterwegs...)

      auch ich bin mit dem forum hier "alt geworden". ich bin fast 40, ich habe inzwischen einen anspruchsvollen job mit führungsverantwortung (und einigen schwierigen mitarbeitern, die mich sehr fordern) und einfach andere prioritäten, als mich hier wirklich in die probleme einzudenken und adäquat zu antworten. deswegen beschränke _ich persönlich_ mich aufs moderieren im hintergrund.
      ich verstehe, dass das vielleicht schade ist oder dass man das so bewerten kann, dass ich keine lust mehr habe mich hier einzubringen. das ist letztlich auch so: svv spielt in meinem leben jetzt seit fast 15 jahren keine rolle mehr, ich bewege mich in ganz anderen kontexten. ich war auch schon mehrfach an dem punkt, mich hier komplett zurückzuziehen und auch die mod/admin-tätigkeit niederzulegen - letztlich hat es irgendwie nie so gepasst, dass ich mich dabei wirklich wohl gefühlt hätte, und deshalb bin ich noch hier.

      ich erwische mich aber dabei, dass es mir passieren kann, dass ich das forum wirklich einfach wochenlang vergesse (deshalb hab ich den tab eigentlich immer offen, aber wenn ich aus irgendeinem grund mal versehentlich alle tabs schließe, passiert das.) einerseits schön, weil ich so ein reiches real life habe, andererseits schade, weil das hier ja mal ein wichtiger teil meines lebens war. es ist einfach so, wie es ist.

      ich weiß auch von ein paar anderen ex-usern (die ich immer sehr geschätzt habe), die inzwischen familie, job etc haben, und hier meines wissens gar nicht mehr unterwegs sind.

      es tut dem forum glaube ich nichts, wenn wir das hier diskutieren - nur wird das bloße besprechen natürlich nicht zwingend zum beleben beitragen. aufgrund meiner inzwischen fehlenden persönlichen betroffenheit sehe ich das recht entspannt. wenn das forum (irgendwann mal wieder) gebraucht wird, wird es auch (wieder) belebt(er) sein. und wenn nicht, finden menschen andere wege, sich unterstützung zu organisieren.

      ich weiß jetzt gerade gar nicht, was ich eigentlich interessanter finde: dass einige user (wie ich), die hier inhaltlich nichts mehr beitragen und nichts mehr mitnehmen, trotzdem noch recht regelmäßig reinschauen, oder dass einige zwar auch ewig hier sind, sich aber immer noch die gleiche aktivität wünschen wie früher, oder dass neue user scheinbar mit anderen themen hier reinkommen, oder dass sich aus diesen themen trotzdem nicht die gleiche intensität an austausch entwickelt wie früher. letztlich sind das alles interessante phänomene, und das gesamtbild ist halt das forum so, wie es heute ist.

      was man natürlich versuchen könnte: durch das eindampfen des boards auf weniger unterforen wieder eine größere lebendigkeit/dichte reinzubringen. im moment verläuft sich das ja wirklich derart, dass in einigen bereichen wochen- oder monatelang keine neuen beiträge dazukommen. ist die frage, ob das noch so kleinteilig sein muss, wenn die zahl der aktiven sich so stark verringert hat.

      das ist jetzt aber keine team-abgestimmte idee, die kam mir nur gerade.

      LG
      solaine
      Not two people are alike. No hearts beat to the same rhythm. If nature wanted everyone to be the same, we were like that. Therefore, disrespecting differences and imposing your thoughts on others amounts to disrespecting nature.

      \Elif Shafak\

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „solaine“ ()

      Ich würde das mit den Sternen auch gerne beibehalten. Persönlich bin ich zwar nicht davon überzeugt, aber es war vielen User_innen immer sehr wichtig. Früher ging das automatisch, leider funktioniert das mir der neuen Software nicht mehr.
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      ~ Hannibal, S2E9

      Aber es weiß doch jeder was da für ein Wort steht? Da ich wenig Bezug hier zum Forum habe und fast nie hier bin ist es mir relativ egal. Aber in meiner akuten Zeit süß ich gerne mehr geschrieben hätte hat mich das sehr gestört. Und hab dann lieber woanders geschrieben. Auf mich persönlich wirkt es kindlich. Wollte es auch nur als mehr oder weniger ausenstehender msl sagen. Weil villeicht ging es anderen ähnlich.
      my home is my castle
      Ich will mich auch schon lange zu wildangels Ausgangsfrage äußern, es gibt vieles was mir dazu seitdem durch den Kopf geht, möglicherweise wurde einiges auch schon gesagt, vor allem Elfenspiegel hat einiges meiner Gedankengänge aufgegriffen, wenn ich es auch ein wenig anders formuliere.

      Noch kurz zum Thema Sterne: Ich find es sehr schade, dass das nicht mehr automatisch geht, denn im nachhinein noch nacharbeiten mach ich eigentlich selten, und in Bezug auf SVV bin ich nicht so leicht zu triggern, eher was Essstörung oder G*w*ltthemen jeglicher Richtung angeht. Allerdings wurden ungesternte Worte in meinen Beiträgen auch noch nie von jemandem bemängelt, also dürfte es bislang entweder nicht aufgefallen oder nicht problematisch gewesen sein.

      Auch ist es ja sehr unterschiedlich, was wen triggert und bei mir sind es oft ganz "normale" Worte, wenn es irgendwie zu meinem Kontext passt wo ich sensibel dafür bin. Am Anfang meiner Zeit hier hab ich das auch nicht so gut nachvollziehen können, einfach, weil meine Traumata noch tief vergraben waren und ich zwar schon solche Momente kannte, diese aber nicht einzuordnen wusste , es weitestgehend verdrängt habe und es einfach als Teil meiner "Nichtnormalheit" , meiner Überempfindlichkeit, für die ich mich eigentlich schämen muss,betrachtet habe.

      Das mag vielleicht auch dein Eindruck sein, eiskönigin, wozu das ganze, kann ich nicht nachvollziehen. nach dem Motto, ist doch blöd,stellt euch nicht so an, wir wissen doch alle, was gemeint ist. Aber das kann man nur aus der Position heraus so sehen, solange es einen nicht selbst betrifft. Und, eine gewisse Schutzfunktion haben die Sterne, aus meiner Erfahrung, es ist nicht dasselbe, als wenn dich das Wort direkt anspringt, ohne Vorwarnung
      Als dann bei mir mehr hochkam, gab es eine zeitlang an allen Ecken und Enden solche Trigger, vor allem Worte. Mittlerweile ist es nicht mehr so häufig und auch nicht mehr so stark und nachhaltig belastend, was aber sehr viel an meinen Fortschritten in der Therapie liegt. Manches ist immer noch sehr "gefährlich". und andere haben eben andere Trigger. Das ist doch nicht so ein Riesending, und ermöglicht vielen, hier trotzdem schreiben zu können. Ich finde, ein bisschen Rücksichtnahme und Toleranz sollte man schon mitbringen können, wünscht sich doch jeder auch für sich selbst .

      Zum Ausgangsthema: Also ich finde den Begriff "aussterben" ziemlich übertrieben. Ich bin schon vor langer Zeit auf dieses Forum gestoßen , habe auch lange nur mitgelesen, ohne angemeldet zu sein, bis ich es irgendwann doch wagte , auch dann hab ich mich noch lange nicht getraut, selbst einen Beitrag zu schreiben.
      Damals gab es noch nicht so viele Möglichkeiten, sich quasi anonym und im Netz quer über den Erdball hinweg auszutauschen und zumindest in meinem Erleben waren "anderssein" und besonders psychisch Probleme noch viel stärker tabuisiert und ich wusste nicht, mit wem ich reden sollte. Freunde und Elternhaus fielen da aus, ich hätte mich nicht getraut bzw. wusste, dass sie damit überfordert wären. aus meiner ersten Therapie brachte ich schlechte Erfahrungen mit, hatte gelernt " besser nicht darüber reden, sonst wird alles noch schlimmer". und hab lange versucht, allein mit mir selbst alles auszumachen, was mich immer wieder immer öfter an meine Grenzen brachte, wegdrängen, mich selbst bekämpfen und verstecken funktioniert nur bis zu einem gewissen Maß. ich war vorsichtig,hatte auch in andere Foren hineingeschaut, mich hier aber am wohlsten gefühlt, weil ich echte Selbsthilfe und ein gut organisiertes, gut moderiertes Forum fand, wo auch viele Dinge Platz haben, die es so in anderen Foren nicht gab oder geben durfte.
      Anfangs fühlte ich mich fast wie ein unberechtigter Eindringling, da SVV bei mir abgesehen von der Essstörung immer eher eine Nebenrolle gespielt hat und ich mir vielen Dingen noch gar nicht bewusst war. Aber hier hab ich mich wiedergefunden, hier wurde auch von anderen Dingen gesprochen, Dinge, die ich kannte, aber nicht wusste, dass es einen Namen dafür gibt und Gründe, und niemanden, mit dem ich darüber reden konnte.

      Anfangs hatte ich auch das Gefühl, dass es hier viel mehr um SVV im engeren Sinne ging und Skills und wie man damit arbeitet. Für mihc war das völlig unbekannt, und ich war manchmal verschreckt, wenn jemand eine für meine Ohren barschen Hinweis einwarf, ich solle doch bitte in die Skills schauen und anfangen, mich um mich selbst zu kümmern, weil ich damit einfach noch überfordert war und mir wieder nur ungenügend falsch und schlecht vorkam.
      Zum Glück gab es auch anderes und ich habe auch viel nur mitgelesen und daraus Hilfe für mich abgeleitet. Vor allem aber hatte ich einen Ort, wo ich hinkonnte, wo ich keine Angst haben musste und immer wieder Leute fand, die mir weitergeholfen haben. Und wenn nicht, zumindest konnte ich hier sein und fühlte mich allein dadurch nicht mehr ganz allein und verzweifelt, und wenn ich es war, konnte ich mir im DAT Luft machen. Das war eine sehr wichtige Erfahrung für mich.
      Früher hatte ich auch ein paar intensivere privatkontakte hier, die sich mittlerweile doch mangels Präsenz hier verlaufen haben.
      Es gab eine Zeit, wohl schon ein paar Jahre her, wo es dann plötzlich sehr viele neue, großteils recht junge User hier gab, die älteren waren weg oder nur noch sporadisch hier, und da hab ich mich nicht mehr wohl hier gefühlt, auch keine für mich hilfreichen Impulse mehr mitnehmen können und war sehr lange nicht aktiv. Hab den Account aber behalten. Vor einigen Jahren gab es dann wieder größere Umwälzungen in meinem Leben und ich fühlte mich trotz Therapie alleine oft überfordert und hab wieder reingeschaut.
      Mittlerweile hatte sich die Zusammensetzung des Forums offenbar wieder verändert, es war weniger los, aber es gab wieder mehr spezifischere längere Beiträge, die auch mehrere Antworten hatten und weniger "Momentaufnahmen". Ich für meinen Teil fühle mich jetzt wieder sehr viel wohler hier als zu den Zeiten, als plötzlich so viel Andrang hier herrschte. Deswegen sehe ich noch kein Aussterben. Und es gibt vielleicht auch noch ein paar andere Menschen, die mit dem langsameren Tempo hier mehr anfangen können als mit möglichst viel in möglichst kurzer Zeit.

      Für die wird ein Forum wie dieses auch weiterhin eine gute und wichtige Anlaufstelle sein, auch wenn es vielleicht nicht (mehr) so viele sind. Vielleicht ändert sich das ja auch wieder.
      Es wird ja auch ständig der T*d des gedruckten Buches heraufbeschworen, bislang ist er aber noch nicht eingetreten. und ich glaube auch, dass das noch ein Weilchen dauern wird, falls es überhaupt dazu kommt. Und ich persönlch finde das auch gut so. Ähnlich sehe ich das mit dem "Aussterben" des Forums.

      Es spielt glaub ich auch mit, dass es meinem Eindruck nach nicht mehr ganz so ein starkes Tabu gibt, es leichter ist, zumindest oberflächlich auch im realen persönlichen Umfeld darüber zu reden. Es sind denke ich nicht weniger Menschen geworden,die von SVV betroffen sind, höchstwahrscheinlcih eher um einiges mehr, aber es ist nicht mehr so ein Randthema und der Austausch verteilt sich auf viele verschiedene Kanäle und Kommunikationsformen.

      Soweit mein Eindruck dazu.
      Vielleicht ist alles Schreckliche im tiefsten Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will."
      ..."vielleicht würden wir dann unsere Traurigkeiten mit größerem Vertrauen ertragen als unsere Freuden. Denn sie sind die Augenblicke, da etwas Neues in uns eingetreten ist...." (Rilke)
      Die Ursache bin ich selbst! (Thomas Bernhard) :thumbsup:

      DER KRIEG IST VORBEI! (meine exsupervisorin)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ares“ ()

      Hallo,
      Für mich ist das Forum noch immer irgendwie wichtig, obwohl svv schon seit Jahren keine Rolle mehr in meinem Leben spielt.
      Aber gerade in der 'Hochphase' meiner Störung war es ein Halt - fast wie ein zu Hause, ein Zufluchtsort an den ich immer zurückkehren konnte . Deshalb hänge ich noch immer am RT und schaue oft täglich rein. auch wenn ich nicht oft schreibe. Das mag daran liegen, dass ich mittlerweile weitestgehend Symptomfrei bin und somit selbst keine Themen mehr verfasse, aber auch daran, dass es allgemein wenige Themen gibt und ich durch die Anforderungen des Alltags nicht mehr die Zeit habe, mich ausreichend 'einzulassen'.
      Ich persönlich mache mir Gedanken darüber, ob das Forum irgendwann offline gehen könnte, weil so wenig Aktivität herrscht... Ich glaube, das würde mir schon etwas ausmachen... ?
      Hallo zusammen!
      Ein interessantes Thema. Mir ist auch aufgefallen, dass es sehr ruhig hier geworden ist. Ich selbst schaue auch nicht mehr so oft vorbei, schließlich habe ich mit SVV inzwischen nicht mehr so sehr zu kämpfen. In meinem Leben hat sich sehr vieles geändert. Trotzdem schaue ich hier immernoch gerne rein. Schließlich bin ich bestimmt schon seit 2006 oder so dabei (hatte mich irgendwann mal neu angemeldet, weil ich alte Beiträge von mir nicht mehr sehen wollte).

      Nach meiner Einschätzung sind Foren wirklich nicht mehr "in" und es sind vor allem User hier unterwegs, die eben schon sehr lange dabei sind und bei denen SVV vielleicht nicht mehr so akut ist. Kein Wunder also, dass weniger geschrieben wird. Die Zeiten ändern sich. Das Forum würde mir aber schon irgendwie fehlen, wenn es gar nicht mehr da wäre..

      Ich finde es schade, dass es hier stiller geworden ist. Ich erinnere mich da noch an eine Zeit, wo es Forentreffen gab, zu denen richtig viele Leute zusammengekommen sind. Inzwischen kommt so etwas gar nicht mehr zustande, oder habe ich da etwas übersehen? Schade eigentlich.
      Aber vielleicht ist es auch wirklich so, dass weniger Menschen mit SVV zu kämpfen haben und das wäre natürlich schön.. Aber ich denke es hat sich wohl nur das "Symptom" verlagert. Inzwischen gehen viele Menschen anders mit ihren Problemen um.. Wer weiß..

      Die Sternchen stören mich übrigens nicht. :)
      Wie vielen anderen Usern ist auch mir aufgefallen das sich hier irgendwie etwas verändert aber das wir bzw. das Forum noch lange nicht tot ist zeigt, wie ich finde, schon allein dieser Faden hier. Hier melden sich nämlich ganz viele Leute zu Wort die sonst eher ruhig sind und die man schon irgendwie "vermisst" hat. Das finde ich gut und zeigt meiner Meinung nach dass das Forum aktiver ist als es momentan den Anschein macht. :)

      Das Forum würde (mir) einfach fehlen wenn es nicht mehr da wäre, denn es es ist nach wie vor eine wichtige Anlaufstelle, selbst wenn man (gerade) "nur" stiller Mitleser ist. Von daher sollten wir glaube positiv in die Zukunft schauen und darauf vertrauen das auch wieder andere Zeiten kommen wo hier wieder mehr geschrieben wird. Vielleicht nicht mehr so viel über SV wie früher aber dafür über andere Themen die User gerade beschäftigen. Ich für meinen Teil habe das Forum, obwohl es sich viel um Autoaggression dreht, noch nie wirklich als ein reines SV-Forum begriffen, sondern als einen Platz wo ich relativ frei über Probleme sprechen kann die mich belasten und mit denen ich sonst nicht wusste wo ich sie sonst ansprechen kann ohne schief angeguckt zuwerden.

      Kurz: das Forum ist so etwas wie ein alter Freund den man zwar nicht mehr ganz so oft sieht aber den man auf gar keinen Fall missen möchte, weil er einem immer zuhört und einfach nur da ist wenn man ihn gerade braucht! :)


      Liebe Grüße.


      (Die Spoiler und Sternchen haben mich übrigens auch nie gestört! ;) )