Therapie trotz Lehramt? Die Zeit nach der Uni..

      Therapie trotz Lehramt? Die Zeit nach der Uni..

      Hey :3
      ich möchte einmal meine Sorgen und Gedanken los werden.
      Inhaltlich werden kurz svv und T*d angesprochen

      Zunächst freue ich mich sehr darauf eines Tages mit meinem Studium fertig zu sein und nicht nur im Unterricht Zuschauer zu sein sondern selber zu lehren. Also so an sich absolut kein Problem.

      Offiziell habe ich ja keine psychische Erkrankung diagnostiziert bekommen, da ich mich immer effektiv davor gedrückt habe einen Arzt aufzusuchen. Wegen dem svv- ich kann im Shirt durch die Schulen gehen da die n*bn nicht auffällig sind und ich das Paradebeispiel von einer Kellerbräune besitze +längere Zeit clean mit richtigen Skills.

      Aber ich habe noch Vermutungen was ich auf den Schultern ruhen habe - auf die genau ich aber nicht eingehen werde, da sie 1.nur Vermutungen sind und 2. nichts an der Situation ändern würden.

      Zudem mache ich mir länger schon Gedanken den Schritt zum Arzt zu gehen. Damit ich das mit meiner Mum vor 3 Jahren war irgendwie mal richtig verarbeiten kann - gerade jetzt auch wegen dem DRK.

      Ich sehe da jedoch ein Problem später, wenn ich fertig bin mit der Uni... da wird es früher oder später ja auch zum Amtsarzt gehen um zu schauen ob man ja gesund ist - sowohl körperlich aus auch psychisch.
      Da setzen die Magenschmerzen an... Es könnte da ja zu Problemen kommen auf den letzen Metern, wenn es bekannt ist, dass da irgendwie das und das war.
      Wisst ihr, ob es da irgendwie zu Problemen kommen kann? - wollte erst einmal hier posten bevor ich den Mut fasst nochmal auf eine Person meines Vertrauens zuzugehen, die seit Jahren diesen Job erfüllt.

      Ich hoffe mal, dass das verständlich genug war und auch niemanden getriggert hat.

      Auf ein angenehmes Wochenende
      ~
      Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.
      ~Albert Einstein~
      Hey

      Ich habe mich vor 2,5 Jahren bei der Bundeswehr beworben als Beamtin

      Ich musste vor der Uni und Verbeamtung auf Widerruf zum Amtsarzt und ich bin noch nicht clean, meine Arme sind ziemlich zernarbt und ich habe noch eine Essstörung (Magersucht) und ich war auch etwas dünn für die Bundeswehr.

      Ich musste zwar zusätzlich einen Ergometertest machen und mit einer Psychologin reden und so richtig sensibel war der Amtsarzt nicht aber ich bin genommen worden.

      Das kann aber variieren je nachdem an welchem Amtsarzt man gerät, aber ich bin genommen worden (und so richtig sicher war ich mir vorher nicht)

      Einen Tipp hätte vielleicht. Lass dich auf Schwerbehinderung prüfen. Das habe ich gemacht. Ich habe nur GdB von 40 bin aber gleichgestellt. Der Vorteil bei Behinderungen muss der Amtsarzt nicht bis zum Rentenalter Prognose abgeben sondern nur für 10 Jahre.

      Lg
      Junimond
      Ist jetzt schon länger her, aber ich wäre da etwas vorsichtiger. Ich habe nie eine offizielle Therapie gemacht, eben aus dem Grund, dass Lehramt irgendwie noch eine Option im Hinterkopf war. Nach mehreren Jahren Jobsuche und befristeten Jobs, habe ich mich dann auch über einen Umweg dazu entschieden und war heilfroh, dass es keine offiziellen Therapieaufzeichnungen über mich gibt (war damals bei einer Beratungsstelle mehrfach und dann zwei Jahre für eine ambulante Therapie, aber es existieren eben keine Aufzeichnungen darüber).

      Mein Gefühl ist, dass man, wenn man mit Kindern arbeitet unter doppelter Beobachtung steht, was die eigene psychische Stabilität angeht. Andererseits werden im Moment händeringend Lehrer gesucht. Ich habe eine Bekannte, die auch schon mehrere Psychiatrieaufenthalte hatte, auch während des Referendariats. Sie ist auf Probezeit verbeamtet worden, nachdem sie das Ref mit vielen Aussetzern geschafft hat. Dafür geht sie jetzt ziemlich in der Schule unter, weil 27 Stunden mit Kindern eben auch kein Spaziergang sind und fehlt sehr oft. Andererseits darf sie eben nur nicht zu oft fehlen, dann wird die Probezeit verlängert. A13 kriegt sie trotz allem.

      Deswegen lass dich vielleicht noch einmal bei einer Gewerkschaft beraten, die sind eigentlich ganz offen, was solche Fragen angeht.
      Vielleicht können die dir besser weiter helfen, als solche Erfahrungen aus zweiter Hand, bei denen es eben auch auf die Einstellung des Amtsarztes und die Not in der Region ("wenn Sie es nicht werden, muss der Gärtner Bio unterrichten") ankommt. Im Moment spielt der Mangel aber allen, die sich dafür entscheiden, in die Hände.
      Today you are you, that is truer than true.
      There is no one alive, who is youer than you.
      Dr. Seuss
      Habe diesen Thread voll vergessen, nachdem das Semester anfing ^^
      Hatte nämlich 2 in 1 gestopft damit ich meinen Teilwechsel einholen konnte (ja hat soweit funktioniert) und ich fands super stressig aber auch mega geil soviel aufeinmal lernen zu müssen ohne zu wissen worauf ich im neuen Fach achten soll etc xD
      Aber zurück zum Thema...


      @Junimond
      Ohne jetzt groß auszuschweifen aber ich bin der festen Überzeugung mit unsensiblen Ärzten umgehen zu können.
      Prüfung auf Schwerbehinderung kommt für mich absolut nicht in Frage (ja hat auch seine Gründe, würde aber nun ausarten und vom Thema weggehen).
      Ich würde mir dabei nicht richtig vorkommen, gerade wenn man wieder von einem Arzt gesagt bekommen hat, dass man an Lungenfunktion oder Beinen sieht dass man sich sportlich betätigt. Weißt du was ich meine? Das ist in meinem Kopf irgendwie ein Widerspruch gerade wenn es Menschen gibt die da wirklich ein Anrecht darauf haben.


      @atemzug
      Dass du Lehramt als Option siehst finde ich sehr gut - nur nebenbei angemerkt.
      Ich hoffe deine Bekannte wird sich schnell fangen und dann nicht mehr untergehen.
      Wenn es nach dem Lehrermangel gehen würde, dann müsste ich ja von etlichen die Hand geküsst bekommen (als doofe Metapher) - ich habe Physik als Hauptfach.


      Ich weiß aber bereits an wen ich mich wende, wenn dieser Gedanke nochmal stark werden sollte.
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