"Ich" weg. Und jetzt?

      "Ich" weg. Und jetzt?

      Hallo ihr Lieben...

      Ja, ich mal wieder. Weiß nicht wo anfangen und wo aufhören,
      also schreib ich wohl mal einfach drauflos.

      Das "Ich", was da die letzten Monate war, ist mal wieder verschwunden.
      Wie geplatzt. Wie so oft vorher schon. Und jetzt ist mal wieder nichts mehr
      übrig. Außer Fragen. Und ich kann wieder von vorn anfangen.
      TS, die borderline-ähnliche Symptome auslöst? Oder... vielleicht doch umgekehrt?
      Die Diagnose ist ja da. Begründet mit SVV. Oder war man nur zu faul mir das
      ganze mal zu erklären? Andererseits kam jeder, der mit SVV in diese Klinik ging,
      mit der BPS Diagnose wieder raus.
      Ich weiß gar nichts mehr. Nur dass es mir mal wieder... nicht ganz so gut geht.
      In der letzten Woche öfter Bedarf genommen.
      Stimmungsschwankungen ohne Ende und ohne Grenzen. Von einem Extrem ins
      Andere und wieder zurück.
      War wohl ganz gut die Therapiegedanken bis jetzt theoretisch zu halten.
      Denn jetzt ist es wohl erst wirklich nötig.
      Oder hat sich mal wieder alles verdreht, weil der Kopf meint so jemandem
      näher sein zu können? Wer weiß.
      Kann man Therapeuten überhaupt vertrauen?
      Stecken einen nicht eh alle in ihr Liebling-Schema? Stopft nicht jeder Therapeut
      die Symptome, die man aufweißt in sein Lieblingsbild? Biegt so lange dran
      herum, bis es endlich passt?
      So hab ichs bis jetzt immer erlebt.
      Was jetzt? Was tun?
      Gibts überhaupt Fachleute, die das beurteilen können?
      Borderlinespezialisierte Therapeuten, die trotzdem nicht drauf versteift sind
      einem diese Diagnose aufzudrücken?
      Was sollte man sojemandem noch sagen, wenn man mal wieder nicht weiß,
      wer oder was man überhaupt ist und jedes Ich, dass man hatte, das man
      war, anders aussieht?
      Borderlinetypische Identitätsstörungen? Oder doch einfach nur dumm und
      verwirrt?
      Keine Ahnung. Ich weiß jedenfalls nicht mehr weiter...

      Wasfür Antworten ich mir erhoffe... weiß ich auch nicht.
      Ich denke außer Posts à lá
      "+knuddel+ tut mir soooo leid. +drück+ kenn ich auch. weiß aber nicht,
      was man da machen kann."
      ist mir alles recht...

      lg
      Guten Abend shiko.

      Ich vermag Dir nicht zu sagen, ob Du nun dem falschen Geschlecht angehörst oder ob Dir Dein Körper lediglich falsch vorkommt, und die Diagnostik überlasse ich den Gelehrten.

      Aber der Verlust der eigenen Identität, der Mangel, sich als Ganzes wahrzunehmen, der ist mir bekannt.

      Manchmal hilft es, sich die einzelnen Puzzleteilchen genau anzusehen, um ein wages Bild seiner Selbst zusammen zu basteln ...

      Welche Eigenschaften machen Dich als Mensch, der Du nun mal bist, aus? Wo erkennst Du Dich wieder? Welche Vorlieben und Abneigungen besitzt Du? Welche Fähigkeiten, Fertigkeiten hast Du?
      Wie sehen die anderen Dich?

      Ob Du nun Mann, Frau, Fisch oder Fahrrad bist, steht erst mal an zweiter Stelle, denn die Hülle muss ja auch mit Leben gefüllt werden ...
      Das Innere ist es, was uns ausmacht.

      Vielleicht hilft es Dir, all' dies aufzuschreiben.
      Häng Dir ein Plakat an die Zimmertür, und halte dort Stichwortartig fest, welches dieser unzähligen Puzzleteile Du als eins der Deinigen anerkennst.

      Ich hoffe, dass Du Dich so zumindest teilweise wieder finden wirst.

      Liebe Grüße,
      It has been said that something as small as a flutter of a butterfly's wing
      can ultimate cause a typhoon halfway around the world.
      [chaos theory]
      Liebe Amy

      Erstmal danke für deine Antwort.

      Nein auf Diagnosen oder Einschätzungen war ich auch gar nicht aus.
      Wenn ich das schon nicht kann, welcher Laie sollte es dann können?
      Ich frage mich eher ob oder welche Fachleute an sowas ohne vorgefertigte
      Meinung rangehen und ohne einen bewusst in ein bestimmtes Schema
      pressen zu wollen. Denn wichtig ist die Frage schon. Nicht wegen dem Körper,
      sondern wegen den Symptomen. Jenachdem wo sie herkommen sieht
      ja dann auch die Methode aus, mit der man daran arbeiten kann.

      Ja, so wie du es beschreibst, mache ich es immer, wenn das "Ich" mal wieder
      auseinander gefallen ist. Es ist nur seltsam, dass das Ergebnis nach so einem
      Totalausfall der Identität immer anders aussieht.
      Die Teile scheinen zu passen. Nur ist es irgendwie so, dass einige nur so tun
      als würden sie passen. Teile, die eigentlich zu Rollen gehören, die ich
      unbewusst spiele, die auftreten, jenachdem, wie sie gebraucht werden.
      Nach dem Totalausfall vermischt sich alles.
      Und irgendwie frage ich mich auch, ob es da nicht eine längerfristige Lösung gibt,
      als alles wieder zusammen zu kehren, bis das nächste mal alles wieder
      zerbricht und man wieder von vorn anfangen kann.
      Bis dahin werde ich wohl weiter Listen schreiben.
      Ich will nur einfach, dass es endlich aufhört. Alles. Dieser ganze Kram.
      Ich weiß nur nicht wie.

      lg
      shiko

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Paula.“ ()

      Hm, mal als Idee:

      Was ist, wenn das Gefühl, dass das "Ich" weg ist, nur ein Gefühl ist? Vielleicht ist es ja da, so wie es sich gehört, so wie es zusammengehört.
      Manchmal habe ich die Theorie, dass man lediglich zu viel hinterfragt, zu viel sucht. Man hat sich so darauf fixiert sein "wahres Ich" zu finden, zu behalten und festzuklammern, dass man darüber hinaus manchmal vergisst, dass _jedes_ Ich sich ändert, sich entwickelt und auch mal hier und da etwas anders auftritt.
      "Rollen", die man benutzt oder spielt sind meiner Meinung nach auch immer ein Teil des Ichs.

      Vielleicht liegt das Problem nicht in dem auseinanderbrechenden Nichts, sondern vielmehr darin, dass wir nicht akzeptieren können, dass die "Einheit ich" aus ihren vielen Fasetten besteht. Und je mehr man darin herumsucht und stochert, desto mehr zerfällt es. (Zumindest könnte es so sein.)

      Also, ich will das Problem nicht kleinmachen, oder wegtexten, ich kenne so etwas auch, das Gefühl, wenn man sich selbst verliert und alles irgendwie ... ja, wie auch immer, kenne es jedenfalls. Und manchmal glaube ich einfach, dass es daher kommt, weil man zu fixiert darauf ist eine definitive Antwort zu bekommen - die es nicht gibt. Das Ich ist eine flexible Masse, die sich meistens der gegenwärtigen Situation anpasst. Jeder Mensch passt sich ja zum Beispiel auch ein wenig der Gruppe an, in der er sich bewegt. Mit meiner Familie gehe ich anders um, als bei Freunden. Im Verein verhalte ich mich anders als in der Uni. Das sind alles Rollen. Jede Gruppe lernt unterschiedliche Aspekte meiner Person kennen, aber dennoch sind es alles Teilaspekte von _mir_.

      Ich hoffe, was ich sagen wollte, ist halbwegs deutllich.
      Gruß, k.
      Ich möchte klirr recht geben, ich habe etwas Ähnliches dazu gedacht. Das braucht jetzt auch nicht nochmal wiederholt werden. Ich denke, dass es sich hierbei vor allem um ein gefühltes, inneres Problem handelt, denn dein Ich ist ja nicht wirklich weg, sonst würdest du hier kaum schreiben können. : ) Vielleicht hilft es, sich das immer wieder bewusst zu machen.

      Viele Grüße
      Caretaker
      Hey...

      Danke für eure Antworten. Ja, ich denke ich habe verstanden,
      was du (klirr) sagen wolltest.

      Das mit den Rollen... Ja, logisch, man verhält sich in der Familie anders als
      bei Freunden oder in der Schule, Arbeit, Uni, wo auch immer.
      Aber das meine ich nicht. Das kommt noch dazu. Aber das ist normal. Das weiß ich.
      Es ist eher so, als wäre ich dann wirklich ein komplett anderer Mensch.
      Mit anderen Vorlieben, Abneigungen, Hobbys, Interessen, etc.
      Und das vermischt sich jetzt mit dem, was da zerbrochen ist.
      Und dieses Zerbrechen ist mehr als eine Veränderung.
      Da ist nichts mehr. Wirklich nichts. Ich weiß nicht, was ich will, was ich kann, was ich mag und was nicht.
      Es ist tatsächlich wie vor einem Scherbenhaufen zu stehen.
      Ja vielleicht passiert sowas, wenn man sich oft (zu?) viel selbst analysiert und
      zerpflückt.
      Nur ist das zur Zeit nötig. Jedenfalls war es das. Um zu wissen was wie weiter
      gehen soll und kann.
      Das ist dann wohl nach hinten losgegangen.
      Allerdings ist das nicht immer der mögliche Auslöser.
      Teilweise war es wirklich so, dass ich morgens aufgewacht bin und alles
      weg war. Oder, dass einfach so im laufe des Tages, das "Ich" verschwunden
      ist. Keine Ahnung woher das nun kommt und was ich davon halten soll.

      lg
      shiko
      Hmm ...
      ich habe es mir zur Regel gemacht, dass ich Feedback anderer sammel und wenn so und so viele Antworten desselben Inhaltes zusammen kommen, dann ist es definitiv ein fester Bestandteil meines Selbst.

      Diese wenigen Eigenschaften, welche mir die Mehrheit meiner Mitmenschen zusprechen, sind dann für mich quasi das letzte bisschen Fundament, auf das ich mich wieder aufbauen kann.

      Das ist quasi mein Leitsatz, der in etwa so lautet:
      "Wenn mir 50 Menschen sagen, ich bin liebenswert, dann bin ich tatsächlich liebenswert, denn warum sollten sie mich belügen?"

      Und dieses liebenswert (in meinem Fall spielt das halt eine sehr große Rolle) lässt sich durch beliebige andere Attribute austauschen.

      Wenn mir 30 Menschen sagen, ich könne gut schreiben, dann ist dem so.
      Punkt.

      Und da gebe ich mir dann auch keinen Spielraum für Diskussionen mit mir selber, denn wenn ich das erst zulasse, beginnen die Zweifel auf ein neues und die Suche nach mir selbst fängt von vorne an.

      Verstehst Du in etwa, was ich meine?
      Vielleicht hilft es Dir.

      Liebe Grüße,
      It has been said that something as small as a flutter of a butterfly's wing
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      [chaos theory]
      Hey...

      Ja, ich glaube ich verstehe, was du meinst.
      Das Problem dabei wäre in meinem Fall nur, dass es nicht einen Menschen gibt,
      der mich kennt. Meine Familie interessiert nur die Fassade und mehr Leute,
      die mich außerhalb des www, sprich in der Realität kennen, gibt es eigentlich
      nicht.
      Und online sind es auch eher wenige. Vielleicht einer oder zwei.

      Es ging auch vorher, bevor mal wieder alles zerbrochen ist, bei meinen
      Grübeleien nicht darum _wie_ ich bin, welche Eigenschaften ich habe,
      sondern darum was ich will und wozu ich in der Lage wäre.
      "Schule, Ausbildung, Studium? Welche Richtung?
      Thera, wenn ja, welche Form, Medis, Testo, oder doch nicht?
      Geh ich den Weg mit OP's, etc. oder nicht?"
      Wie ich bin, war da noch klar irgendwie.
      Auslöser war dann wohl die Überlegung zur letzten Frage.
      (Wobei das jetzt geklärt ist, denke ich. Wenn bei der bloßen Überlegung schon
      alles zerbricht, ist die Option ausgeschlossen.)
      Und wieder zusammensetzen, muss ich mich jetzt wohl allein.

      Danke dir für deine Antwort.

      lg
      shiko
      ein paar gedanken von gestern abend

      eigentlich ist es scheißegal, was ich mache. ich bin weder als frau
      noch als mann komplett und lebensfähig. und unterstützung
      hab ich auch weder beim einen noch beim anderen weg.
      das einzige, was unterstützt wird, ist der selbsthass.
      so wie ich bin, bin ich nicht gut genug. für nichts und niemanden.
      also rollen spielen. sehen tun eh alle nur das bild, was sie sehen
      wollen. ich bin egal.
      darum gibt es kein ich. nicht mehr.
      denn das ich ist unerwünscht. auch von mir.
      ich hasse mich und dieses beschissene leben.
      also tu ich so, als wäre ich jemand anders.
      das ich verschwunden, weil es niemand haben will.
      vergraben, weggesperrt, aufgelöst.
      weil es sinnlos ist, es weiter zu versuchen.
      weil es sinnlos ist, es weiter am leben zu halten.
      vielleicht ist das ich einfach gestorben. vielleicht endgültig.
      wer und was dieses ich auch immer war.
      anonym verstorben. beigesetzt in einem namenlosen grab.
      und jetzt ist alles leer.
      wie es weiter gehen soll... keine ahnung.
      das muss jemand anders entscheiden.
      "ich" ist tot. und damit ziele, träume, willen und alles andere.
      übrig ist ein zombie. ein untoter körper, der rollen spielt,
      damit alle anderen zufrieden sind.
      so bin ich wenigstens nicht allein.
      kein anderer weg. jedes andere ziel unvollständig. nicht erstrebenswert.
      weitermachen als untotes etwas.
      suizid? wozu? ich bin tot.
      da hilft keine therapie und kein forum.
      da hilft nichts mehr.
      einen anderen weg gibt es nicht.
      ein leben ist im masterplan des lebens nicht vorgesehen.
      nicht für das ich, das da war. auch für kein anderes.
      die fassaden dürfen weiter existieren.
      doch dahinter ist und bleibt es leer.
      denn das ist der einzig mögliche weg.
      mit dem wenigstens irgendjemand glücklich ist.
      und so geht es einfach so weiter wie bisher.
      für andere kein erkennbarer unterschied.
      für mich auch nicht.
      ich kenne das vorher nicht mehr. alles verschwimmt und verschwindet
      in rekordzeit.
      ein schwarzes loch, das alles aufsaugt.
      und spätestens jetzt ist wirklich alles egal.


      vielleicht ist das ich einfach verschwunden, weil ichs nicht haben will.
      vielleicht verschwindet es immer wieder, weil ich irgendwo hoffe beim
      nächsten mal was anderes zu finden.
      die erklärung? keine ahnung.
      lösung? kenne ich noch weniger.

      vielleicht weiß ja doch noch irgendwer was dazu zu sagen.

      lg
      shiko
      Weiß ich wirklich was dazu zu sagen? Ich habe auch nur Gedanken. Und im Grunde ist der Gedanke noch immer der gleiche, wie bei meiner ersten Antwort auf dein Thema: Du suchst zu sehr. Du hälst dich an Worten fest, an Bildnissen, du willst etwas greifbares.
      Aber das "Ich" eines Menschen, sein Bewusstsein ein bestimmtes Individuum zu sein, das ist nichts greifbares.
      Wer sucht und versucht, was es nicht gibt, wird auch nichts finden. Du kannst das "Ich" nicht einfach so finden. Ich wette mit dir, dass du ein Ich hast, denn sonst hättest du keine Gedanken mehr, keine Gefühle mehr (mindestens die Verachtung deiner Existenz ist ein Gefühl).

      Ich weiß doch acuh wie das ist, wenn die Welt unter den Füßen zerbricht und zerfällt, wenn man fällt und fällt und sich dabei meint aufzulösen. Wenn nichts mehr Sinn ergibt, wenn alles, was das Leben angeblich ausmacht leer wird und nichts zurückbleibt ausser ein paar leerer Worthülsen, die im Kopf hängen bleiben, die einen noch daran erinnern, dass man selbst mal da war, sich gespürt hat.

      Aber Tatsache ist und bleibt, dass dein Ich dir näher ist, wenn du es nicht suchst, nicht anfassen können willst, wenn du dir gar keinen Kopf darum machst und versuchst es wie einen Schmetterling an einer Korkwand anzupinnen. Der stirbt dann unweigerlich auch. Er braucht Luft und Freiheit, genau wie das Ich. Das lässt sich nicht in Körpern (egal ob Mann oder Frau), Worten oder Gefühlen einsperren. Es ist da und dem muss man eben vertrauen.

      k.
      Danke für deine Antwort...
      Ich habe auch nur Gedanken.

      Die helfen eigentlich am meißten.

      Ja, irgendwie... vielleicht hast du recht.
      Vielleicht ist es einfach "nur" ein Gefühl, dass es weg ist. Wobei es für mich dann
      ja immernoch weg ist.
      Aber vielleicht ist es noch da und ich seh's nur nicht. Oder so.

      Ich weiß doch acuh wie das ist, wenn die Welt unter den Füßen zerbricht und zerfällt, wenn man fällt und fällt und sich dabei meint aufzulösen. Wenn nichts mehr Sinn ergibt, wenn alles, was das Leben angeblich ausmacht leer wird und nichts zurückbleibt ausser ein paar leerer Worthülsen, die im Kopf hängen bleiben, die einen noch daran erinnern, dass man selbst mal da war, sich gespürt hat.

      Ich glaub das ist es, was ich meine. So ungefähr fühlt es sich an.
      Alles scheint weg zu sein. Verschwunden und aufgelöst.
      Nur, wie hört das auf, wenn suchen alles nur noch schlimmer macht?
      Vertrauen, dass es da ist...
      Ja... vielleicht...
      Nur... Ich weiß nicht, wie ich so jetzt weiter komme.
      Ich hab das Gefühl wieder völlig fest zu stecken.
      Oder vielleicht hab ich das auch vorher schon. Und es ist jetzt nur offensichtlich geworden.
      Ich ertrag den Stillstand nicht mehr. Aber wenn ich versuche weiter zu gehen,
      passiert sowas.

      Und jetzt trauere ich der letzten Klinik wieder hinterher... -.-
      Ich weiß auch nicht...

      lg
      shiko
      Es ist, wie es ist, diesen Zustand kannst du nicht einfach verändern. Es gibt keine Formel, die man anwenden kann.
      Wie wäre es, wenn du nicht dagegen versuchst anzugehen, sondern es annimmst, wie es ist? "Radikale Akzeptanz", so wird das doch genannt, oder?
      Man kann sich das alles nicht zurechtdenken. Manche Dinge fangen (immer und immer wieder) damit an, dass man den derzeitigen Zustand erstmal annimmt. Es ist gerade so. Und das ist ok so, weil es kann auch wieder anders werden. Je mehr du suchst, desto schwieriger wird es. Wie gesagt - sowas lässt sich nur schwer greifen. Du kannst nicht in dir herumstochern und erwarten, dass es irgendwann klick macht und du denkst "Hah, das ist es, so bin ich und jetzt fühle ich mich wohl".
      Das fängt alles mit akzeptieren an.
      Und wenn dein Ich eben momentan daraus besteht, dass es nicht sagen will, wie es ist. Dann ist das auch ok. Dann wird es dir irgendwann (durch ein Gefühl?) "mitteilen", hey, jetzt fühle ich mich gut, schau mal, so mag ich das gerade.

      Und dabei darf man dann nie vergessen, dass jede neue Veränderung des "Ich-Zustands" kein zerbrechen, sondern ein Entwickeln und Ausprobieren ist.

      Wenn man auf zu viele (technische) Details achtet, kommt einem das Gesamtbild oft abhanden.

      Sind alles schlaue Sprüche, die tun, als würden sie nichts bringen. Aber wenn man das ein wenig verinnerlicht, wird es eigentlich ganz logisch. Und irgendwann sind diese Gefühlten "ich-verluste" gar keine scheinbar dauerhaften Phasen mehr, sondern eher so etwas wie situationen, momente, oder Tage, die falsch laufen, aber nach denen man sich wieder "beisammen" fühlen kann.

      hm... gedanken halt ;)
      Hm... "Radikale Akzeptanz"... das klingt so nach Therapie.
      Vielleicht ist es dieses "Nichts ändern können", was mich am meisten stört.
      Dadurch fühl ich mich irgendwie... krank.
      Nicht krank im sinne von "oh gott bin ich bescheuert".
      Ich fühl mich dadurch einfach psychisch krank.
      Dieses Gefühl "mir geht es psychisch beschissen und ich kriegs allein nicht gebacken" krank.
      Und das war die letzten Monate weg.
      Mir kam alles so einfach vor und irgendwie war es das auch.
      Vielleicht ist das jetzt einfach wieder der Boden der Tatsachen.
      Und den will ich nicht haben.

      Du kannst nicht in dir herumstochern und erwarten, dass es irgendwann klick macht und du denkst "Hah, das ist es, so bin ich und jetzt fühle ich mich wohl".

      Das hat übrigens tatsächlich manchmal so geklappt.
      Naja... jetzt nicht.

      Und dabei darf man dann nie vergessen, dass jede neue Veränderung des "Ich-Zustands" kein zerbrechen, sondern ein Entwickeln und Ausprobieren ist.

      Vielleicht fühlt es sich so an, als wär da kein Ich mehr, weil das ganze nicht
      in die Richtung läuft, die da vorher war und die ich gern hätte.
      Krank sein, Hilfe brauchen, die einfache Lösung nur Illusion,...
      Oder eine neue Phase, damit die Mutter zufrieden ist...
      Ich hab keine Ahnung. Eigentlich ist mir das Leben grad zu kompliziert glaub ich.

      Danke für deine Gedanken. :)